Buch: Wälder sind Lebewesen

Rezension von Walter Tauber

“Wir wissen bereits seit Jahrhunderten, dass man nicht zu viel Holz aus dem Wald holen darf, um ihn nicht zu zerstören,” schreibt Hansjörg Küster, Professor am Institut für Geobotanik der Leibniz-Universität in Hannover. Im Vorwort zu “Das Waldbuch” (oekom-verlag) betont er, dass die Zukunft des Waldes mit der Zukunft der Menschheit eng verbunden ist: “Der richtige Umgang mit Wald ist eine große Herausforderung an uns alle.” Wald ist mehr als nur Nutzen für den Menschen. Wir erholen uns im Wald, und wir schlagen Holz für Baustoffe und für Papier. Trotzdem verbrennen wir ihn rücksichts- und gedankenlos. Ein Drittel des in Deutschland gefällten Holzes wird schlicht verheizt. Wissen ist genug da, dieses und viele andere Bücher und Studien belegen das. Warum hört denn keiner hin? weiterlesen…

E-Auto laden – besser mit Sonnenstrom oder Autostrom?

Eigene PV-Anlage in der Regel zu schwach

Es klinge so gut und einleuchtend einfach – das Laden des Elektroautos mit der eigenen Photovoltaikanlage. Es gibt dabei allerdings Punkte zu beachten, wenn es gut werden soll, u.a. Ladeleistung – Flexibilität – die Lebensdauer der Akkus. Thorsten Zoerner hat genau das seit Jahren gemacht und rät ab: Es sei zu langsam, biete zu wenig Leistung, sei unflexibel und könne den Akkus im Fahrzeug schaden. Thorsten Zoerner, Geschäftsführer der STROMDAO GmbH, Entwickler eines der fortschrittlichsten deutschen Grünstromtarifs, hat so ziemlich alles ausprobiert, was es an Haustechnik mit Erneuerbaren Energien gibt: Photovoltaik, Stromspeicher, Elektroauto, Wärmepumpe, Niedrigenergiehaus und Smart Home findet sich alles in seinem Haus in Mauer (Ldkrs. Heidelberg). Er spricht aus eigener Erfahrung und rät zu einem Autostromtarif mit eigenem Netzanschluss – nicht weil sein Unternehmen den vertreibe, sondern, „weil es einfach besser ist“, sagt Zoerner. weiterlesen…

Handelsblatt: E-Fuels statt Massenentlassungen

500.000 Arbeitsplätze in Gefahr

Zahlreiche EU-Staaten, auch Grüne, Fridays for Future und andere NGO fordern unentwegt, Verbrennungsmotoren zu verbieten. Es hätte aber schwerwiegende Folgen für viele tausende Arbeitsplätze, wenn Europa auf elektrische KFZ umstellte: „Eine halbe Million Menschen könnten ihren Job verlieren“. Zulieferer schlagen Alarm undÄnderungen am Green Deal der EU vor, schreibt im Handelsblatt. Was alle vergessen: Es sollte eigentlich um fossile Verbrenner gehen. weiterlesen…

Chemie Katalysator für den Wandel

Mit 2.923 Zitronen zum Guinness-Weltrekord

Ein am 26.11.2021 durch die britische Royal Society of Chemistry (RSC), Professor Saiful Islam von der University of Bath und und die Wissenschaftsmoderatorin Fran Scott aufgestellter Guinness Weltrekord für die höchste Spannung einer Fruchtbatterie „soll zeigen, dass die Chemie Katalysator für den Wandel ist und die Aufklärung über Nachhaltigkeit und die Auswirkungen des Klimawandels fördert“. weiterlesen…

PSI: Blauer Wasserstoff kann Klima schützen

H2 aus Erdgas „unter Umständen“ positiv zu bewerten

Eine internationale Gruppe von Forschenden unter Leitung des schweizerischen Paul Scherrer Instituts PSI und der schottischen Heriot-Watt-Universität haben die Klimawirkungen von sogenanntem blauem Wasserstoff umfangreich analysiert. Er wird aus Erdgas gewonnen, wobei die dabei entstehenden CO2-Emissionen abgeschieden und gespeichert werden. Die Untersuchung zeigt, dass blauer Wasserstoff unter bestimmten Voraussetzungen eine positive Rolle bei der Energiewende spielen kann. Sie erscheint in Sustainable Energy & Fuels der Royal Society of Chemistry. weiterlesen…

AWI: Dürregefahr auf Nordhalbkugel steigt

Wenn Erwärmung weiter ansteigt

Der menschengemachte Klimawandel und die daraus resultierenden Veränderungen des globalen Wasserkreislaufes werden in den kommenden Jahrzehnten zu einem deutlichen Anstieg der Dürrehäufigkeit auf der Nordhalbkugel führen. Zu diesem Ergebnis kommt ein internationales Expertenteam unter der Leitung von Klimaforschenden des Alfred-Wegener-Institutes in einer Untersuchung, die am 02.12.2021 in npj Climate and Atmospheric Science erschienen ist. weiterlesen…

United: Erster Flug mit nachhaltigem Kerosin

Erste Fluggesellschaft in der Geschichte der Luftfahrt mit vollbesetztem Flugzeug und 100 % nachhaltigem Treibstoff

Der „bahnbrechende Flug“ – in Partnerschaft mit Boeing, CFM International, Virent und World Energy – führte am 01.12.2021 mit mehr als 100 Passagieren vom O’Hare International Airport Chikago (ORD) zum Ronald Reagan Washington National Airport (DCA). United Airlines kündigte außerdem den Beitritt neuer Unternehmen zur Eco-Skies Alliance an, die in diesem Jahr gemeinsam 26,9 Millionen Liter SAF (Sustainable Aviation Fuel) kaufen wollen. United hat sich bereits zum Kauf von fast doppelt so viel SAF verpflichtet wie die übrigen Fluggesellschaften der Welt zusammen. (Foto: United Airlines Boeing 737-924 mit eco-skies-Bemalung – © Tomás Del Coro, United Airlines, commons.wikimedia.org, CC BY-SA 2.0) weiterlesen…

Ampel-Energie-Pläne könnten rund 170 Mio. t CO2 einsparen

„Tempo in Sachen Klimaschutz macht Mut – und ist überfällig“

Das Kölner Institut der deutschen Wirtschaft hält es für möglich, dass die EE-Ausbaupläne der Ampelkoalition 172 Millionen Tonnen CO2-Emissionen zusätzlich einsparen – am meisten Photovoltaik. Um die aktuellen Klimaziele zu erreichen, müssten den IW-Berechnungen folgend 2030 dreimal so viele PV-Anlagen in Betrieb sein wie heute. Die Ampel-Koalition plant aber eine Vervierfachung. Entscheidend bleibt die praktische Umsetzung. weiterlesen…

Kraftfahrzeugverkehr unterschätzte Quelle städtischer Ammoniakverschmutzung

Mit Hilfe von Satellitendaten zum ersten Mal aus dem Weltraum untersucht

Durch die Unterbrechung normaler gesellschaftlicher Aktivitäten, wie z. B. des Autofahrens, boten die COVID-19-Sperrungen eine einzigartige Gelegenheit, ihre Auswirkungen auf die Umwelt zu untersuchen. Forscher berichteten am 23.11.2021 in den ACS Environmental Science & Technology Letters, Satellitendaten vor und während des Lockdowns im Frühjahr 2020 in Los Angeles hätten gezeigt, dass Fahrzeuge und nicht die Landwirtschaft die Hauptquelle für Ammoniak (NH3) sind, das kleine Partikel bildet, die zur Luftverschmutzung beitragen und die menschliche Gesundheit schädigen. weiterlesen…

Arktischer Schnee verwandelt sich in Regen

Klimawandel lässt Temperaturen auch in der Arktis steigen

Die Veränderung der arktischen Niederschläge könnte schneller eintreten als von Wissenschaftlern vorhergesagt wurde, schreibt Chelsea Harvey in ClimateWire über einen Artikel in Nature Communications. Während sich die Arktis erwärmt und verändert, lösen sich viele ihrer gefrorenen Merkmale auf: Die Gletscher schmelzen und sickern ins Meer. Das Meereis weicht dem offenen Meer. Der Permafrost taut auf und wird zu Brei. Und der Schnee, der die außergewöhnliche arktische Umwelt bedeckt, verwandelt sich zunehmend in Regen. (Foto: Eisbären auf dem Meereis des Arktischen Ozeans – © Alfred-Wegener-Institut / Mario Hoppmann (CC-BY 4.0) weiterlesen…