Global Energy Monitor: Chinas Ausstieg aus der Auslandskohle drückt Pipeline

China will keine Kohlekraftwerke mehr im Ausland finanzieren – dennoch geringer Effekt für Weltklima

China und die USA haben bei der UN-Klimakonferenz eine Vereinbarung für mehr Klimaschutz geschlossen. Der weltgrößte Geldgeber für den Bau von Kohlekraftwerken will zudem aus der Finanzierung von Kohlekraftwerken im Ausland aussteigen. Mit Chinas Rückzug könnte die Pipeline für neue Kohlekraftwerke in Asien auf 22 GW sinken – von denen wahrscheinlich nicht alle gebaut werden, schreibt der Global Energy Monitor. Doch dem Klima hilft das wenig, so die Neue Zürcher Zeitung schon am 28.09.2021. Im Handelsblatt nennen Jan Steckel und Niccolò Manych Xi Jinpings Ankündigung dagegen eine „unterschätzte Weichenstellung“ – sie sei vielmehr eine „Zäsur“. weiterlesen…

Tempo 30 als Steilvorlage für Koalitionsgespräche

Initiative „Lebenswerte Städte durch angemessene Geschwindigkeiten“ bekommt Zulauf

Laut Agora-Verkehrswende-Direktor Christian Hochfeld stellt „der große Zuspruch zur Tempo-30-Initiative beeindruckend unter Beweis, dass Städte und Gemeinden bereit sind, die Mobilitätswende vor Ort zu gestalten“. Doch erst müsse die Bundesregierung den Kommunen mehr Handlungsspielraum gewähren und das Straßenverkehrsrecht anpassen. SPD, Grüne und FDP hätten es „in der Hand, die notwendigen Reformen im Koalitionsvertrag zu verankern und so den Weg zu ebnen für mehr Gesundheits-, Umwelt- und Klimaschutz im Straßenverkehr. Die Zeit ist reif für Tempo 30 als Regelgeschwindigkeit innerorts – so wie früher die Zeit reif war für die Gurtpflicht oder den Nichtraucherschutz“ weiterlesen…

thyssenkrupp wird strategischer Partner der Dii Desert Energy

thyssenkrupp wird strategischer Partner bei Dii Desert Energy

thyssenkrupp und das internationale Branchennetzwerk Dii Desert Energy arbeiten gemeinsam an der Wiederbelebung der Initiative, um die Energiewende in der MENARegion voranzutreiben. Am 11.11.2021 gaben die Dii und der Essener Stahlkocher bekannt, dass thyssenkrupp (vorbehaltlich der endgültigen Genehmigung durch die zuständigen Behörden) eine strategische Partnerschaft mit der Dii Desert Energy GmbH (früher Desertec Industrial Initiative) eingehen wird. Die Dii leistet in der MENA-Region (Middle East North Africa) Pionierarbeit im Bereich erneuerbare Energien und ist seit 2016 auch im Bereich grüner Wasserstoff aktiv. 2017 ist thyssenkrupp der Dii als assoziierter Partner beigetreten und kooperiert erfolgreich zu verschiedenen Themen der Energiewende. Dieses Engagement soll nun durch den neuen Partnerstatus gestärkt werden. weiterlesen…

Wachsende Troposphäre durch Klimawandel

Weiterer Beleg für anthropogene Klimaveränderungen

Bereits seit vier Jahrzehnten steigt die Grenzschicht zwischen Troposphäre und Stratosphäre um über 53 Meter pro Dekade an. Wie das EU-Umweltbüro berichtet, liege die mittlere Höhe der Tropopause inzwischen bei 12,4 Kilometern und damit um 200 Meter niedriger als noch 1980. Ein internationales Forscherteam um Lingyun Meng von der Nanjing University hat dazu in Science Advances Forschungsergebnisse veröffentlicht. weiterlesen…

Erstes globales Register für fossile Brennstoffe

Transparenz für politische Entscheidungsträger und Experten

Carbon Tracker und Global Energy Monitor (GEM) veröffentlichten im Rahmen der COP26 am 11.11.2021 den Prototyp des ersten globalen Registers für fossile Brennstoffe, um die Transparenz der Produktion fossiler Brennstoffe zu fördern und die Regierungen stärker in die Pflicht zu nehmen. Das Global Registry of Fossil Fuels wird als quelloffene, unabhängige und zugängliche Datenbank ein konkretes politisches Instrument sein, um zu messen, was aus dem Boden geholt wird, welche Emissionen damit verbunden sind und wie sich diese auf einen 1,5° C-kompatiblen Pfad beziehen. weiterlesen…

COP26: 24 Staaten und Firmen wollen bis 2040 Verbrenner-Aus

Aber viele weigern sich – und verweisen auf E-Fuels

24 Länder, etliche Städte, bisher sechs Autoschmieden, Ausstatter und Investoren wollen bis 2040 komplett auf Verbrenner-Motoren verzichten, erklärten sie am Rand der UN-Klimakonferenz COP26 in Glasgow der Berichterstattung zahlreicher Medien zufolge. Allerdings fehlen wichtige Akteure der Automärkte ebenso wie die Auto-Länder USA und China – sowie die beiden weltweit führenden Automobilhersteller Volkswagen und Toyota oder der viertgrößte Automobilhersteller der Welt, Stellantis, ebenso die Japaner Honda und Nissan, sowie das südkoreanische Unternehmen Hyundai. Auch der deutsche Autobauer BMW scheint sich der Selbstverpflichtung nicht anschließen zu wollen. weiterlesen…

COP26: Gespräche werden intensiviert, während sich draußen die Wut entlädt

von Rachel Kyte, The Conversation – 09.11.2021

Junge Menschen strömten am 05.11.2021 auf die Straßen von Glasgow, wütend und ungeduldig, als die erste Woche des UN-Klimagipfels zu Ende ging. Ihre Wut wurde von der Unruhe in den Konferenzsälen übertroffen, denn die enorme Menge dessen, was in so kurzer Zeit erreicht werden muss, schwebt über einem komplexen Prozess, der in die Sackgasse führen kann. weiterlesen…

Deutschland (wieder) kein Klimaschutzvorreiter

Dennoch im Klimaschutz-Index leicht verbessert

In dem von Germanwatch, dem NewClimate Institute und dem Climate Action Network im Rahmen der COP26 am 09.09.2021 veröffentlichten Climate Change Performance Index 2022 (Klimaschutz-Index) werden die Klimaschutzleistungen von Industrie- und Schwellenländern sowie der EU verglichen. Deutschland rückt darin um sechs Plätze auf Platz 13 vor und hat sich damit im internationalen Vergleich deutlich verbessert. Die drei ersten Ränge bleiben wie in den Vorjahren symbolisch unbesetzt, weil noch kein Land ausreichend Engagement zeige, um die Erderwärmung bei 1,5 Grad zu stoppen. Die drei skandinavischen Länder landen auf den Plätzen vier bis sechs. Die Untersuchung bewertet zum einen die sinkenden Treibhausgas-Emissionen hierzulande positiv, zum anderen die verschärften Klimaziele für 2030 und 2045. weiterlesen…

Klimainvestitionen: Wie die Finanzierung der 2030-Ziele gelingt

Neue Bundesregierung kann trotz Schuldenbremse nötige Klimaschutzmaßnahmen finanzieren

Die neue Bundesregierung steht vor der Herausforderung, ausreichend öffentliche Gelder für den Klimaschutz bereitzustellen und zugleich die gesetzlichen Vorschriften zur Neuverschuldung zu wahren. Eine Analyse von Agora Energiewende und Forum New Economy zeigt, mit welchen fiskalpolitischen Instrumenten die erforderlichen Klimaschutzinvestitionen – rund 46 Milliarden Euro jährlich bis 2030 – unter Einhaltung der Schuldenbremse und ohne Steuererhöhungen finanzierbar sind. Dazu gehören die Erhöhung öffentlicher Investitionen über (teil-)staatliche Gesellschaften, der Abbau klimaschädlicher Subventionen, der Ausgleich krisenbedingter Verluste im Bundeshaushalt 2022 sowie die Weiterentwicklung der Berechnungsmethode zur zulässigen Neuverschuldung. weiterlesen…

COP26: Mit Recht schwache Erwartungen

Klimakonferenz in Glasgow – Lars Jaeger über unzureichende Voraussetzungen und bescheidene Zwischenergebnisse

Noch ist die 26. UN-Klimakonferenz 2021 in Glasgow, international bekannt als COP26 (oder auch CMP16 = 16. Treffen zum Kyoto-Protokoll), nicht beendet (sie geht bis zum 12.11.), doch die Urteile über sie wurden längst gefasst. Die Regierungschefs haben sich getroffen, nun befinden sich die jeweiligen Experten aus allen Ländern in der Diskussion über Details – sowie Interpretationen der Aussagen ihrer Regierungschefs. weiterlesen…