Erste EEG-2021-Schritte

Größere Ausschreibungsmengen bei Wind und Solar – Reaktionen

Die Koalition hat sich laut tagesschau.de auf zusätzliche Ausschreibungen für den Ausbau von Windkraft und Photovoltaik für 2022 verständigt. Zudem sollen Genehmigungsverfahren im Immissionsschutzgesetz erleichtert werden. Außerdem sollen die Stromverbraucher bei den Strompreisen um Milliarden entlastet werden. Dazu soll die EEG-Umlage auch 2023 und 2024 mit Mitteln aus dem Bundeshaushalt stabilisiert werden.Erfreut reagierte der Bundesverband Erneuerbare Energie darauf, dass sich die Koalition auf eine Erhöhung der Ausschreibungsmengen bei Wind und Solar geeinigt hat. Aber – so eine Medienmitteilung – „weitere Schritte müssen folgen“. Der VKU spricht von „guten Korrekturen“ und der Bundesverband Wärmepumpe sieht Schritte in die richtige Richtung“. weiterlesen…

Miscanthus: nachhaltige Energiequelle auf Grenzertragsflächen

Bemerkenswerte photosynthetische Fähigkeit

Einige Gräser sind nachhaltige Energiequellen, die laut neuer Forschung auch unter rauen Wachstumsbedingungen helfen könnten, Netto-Null-CO2-Emissionen zu erreichen. Die Gattung der Miscanthus-Gräser, die üblicherweise verwendet wird, um Gestaltung und Struktur in Gärten zu bringen, könnte schnell zur ersten Wahl für die Biokraftstoffproduktion werden. Eine Untersuchung des Earlham-Instituts Norwich („‘Physiological and transcriptional response to drought stress among bioenergy grass Miscanthus species’ in Biotechnology for Biofuels„) zeigt, dass diese Gräser auch aufgrund ihrer bemerkenswerten photosynthetischen Fähigkeit bei niedrigen Temperaturen auch unter schlechteren landwirtschaftlichen Bedingungen – wie z.B. auf Grenzertragsflächen – angebaut werden können (Riesen-China-Schilf, Miscanthus als Ethanol-Kandidat – Foto © nationalruralflickr.com, CC BY 2.0, commons.wikimedia.org). weiterlesen…

„Direkter Weg in unbeherrschbare Heißzeit der Erde“

Fell kritisiert EU-Klimagesetz

Energie-Experte Hans-Josef Fell sieht das neue EU-Klimagesetz skeptisch: Die EU-Mitgliedsstaaten und das Parlament hätten sich zwar auf ein Gesetz für Klimaneutralität bis 2050 verständigt, mit dem Zwischenziel einer CO2-Reduktion von netto mindestens 55% bis 2030 – aber im Gegensatz zu vielen Kommentaren „können diese EU-Ziele keineswegs den bereits herrschenden Klimanotstand auf der Erde beenden, geschweige denn den Eintritt der Erde in eine unbeherrschbare irdische Heißzeit verhindern. Die Konsequenzen werden sein, dass es die menschliche Zivilisation wie wir sie heute kennen spätestens ab 2050 nicht mehr geben wird.“ weiterlesen…

EU-Rat und Parlament einigen sich auf Europäisches Klimagesetz

Kommission begrüßt vorläufige Einigung

Die Verhandlungsführer des Rates und des Europäischen Parlaments haben eine vorläufige politische Einigung erzielt, in der das Ziel einer klimaneutralen EU bis 2050 und ein kollektives Nettoziel zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen (Emissionen nach Abzug von Beseitigungen) von mindestens 55% bis 2030 im Vergleich zu 1990 im Recht verankert wird. Das steht in einer am 21.04.2021 veröffentlichten EU-Medienmitteilung (Foto: EU-Parlament – Plenarsitzung – © CC-BY 3.0 europarl.europa.eu). weiterlesen…

EU-Taxonomie: Schritte in Richtung Green Deal

Nachhaltiges Finanzwesen Kommission will Geld in nachhaltige Tätigkeiten lenken

Die EU-Kommission hat am 21.04.2021 ein Maßnahmenpaket für nachhaltige Finanzierung vorgelegt, das durch einen delegierten Rechtsakt im Rahmen der EU-Taxonomie dazu beitragen soll, in der Europäischen Union mehr Geld in nachhaltige Tätigkeiten zu lenken: Anleger sollen in die Lage versetzt werden, ihre Investitionen verlässlich und ohne „Greenwashing“ auf nachhaltigere Technologien und Unternehmen umzustellen. Auf globaler Ebene will die EU bei der Festlegung von Standards für ein nachhaltiges Finanzwesen eine Führungsrolle übernehmen. Die umstrittene Frage, wie in diesem Rahmen Investitionen in Erdgasprojekte eingestuft werden, wurde kurzfristig auf einen separaten Gesetzgebungsvorschlag Ende des Jahres verschoben. VKU-Hauptgeschäftsführer Ingbert Liebing warnt denn auch vor einer Gefährdung der Versorgungssicherheit durch eine „jahrelange Hängepartie in einem europäischen Gesetzgebungsverfahren“. weiterlesen…

UN-Chef: Welt am Rand des Klima-„Abgrunds“

Temperaturanstieg geht weiter – aktuell 1,2 °C über 1890

Die Temperatur auf der Erde steigt ungebremst weiter an, wobei 2020 eines der drei wärmsten Jahre in der Geschichte sein wird, während sich extreme Wetterereignisse mit der Pandemie COVID-19 verbinden und Millionen Menschen betreffen. Laut dem Bericht der World Meteorological Organization (WMO) über den Zustand des Weltklimas lag die globale Durchschnittstemperatur 2020 etwa 1,2 Grad Celsius über dem vorindustriellen Niveau. Diese Zahl ist „gefährlich nahe“ an der 1,5-Grad-Celsius-Grenze, die von Wissenschaftlernals Grenze angesehen wird, die nicht überschritten werden darf, um die schlimmsten Auswirkungen des Klimawandels noch abzuwehren. weiterlesen…

Angemessener CO2-Preis erübrigt negative Emissionen

Budget bis 2100 definieren

Forschende aus Potsdam und Berlin haben einen CO2-Preispfad über fast 80 Jahre identifiziert, um die Nachfrage nach umstrittenen Technologien zur Kohlendioxid-Entfernung (CDR) zu reduzieren. Dabei erscheine es entscheidend, dass der CO2-Preis zu Beginn hoch genug sei und auch während des gesamten 21. Jahrhunderts hoch bleibe. So könnten negative Auswirkungen von CDR-Technologien – wie etwa hohe wirtschaftliche Kosten, verstärkte Wasserknappheit und Landnutzungskonflikte – vermieden werden. Die Untersuchung wurde in nature communications veröffentlicht. weiterlesen…

Bis 2030 rund 29 Mio. t CO2-Äquivalente eingespart

„Treibhausgasminderungs-Quote sehr ambitioniert“

Durch die Anhebung der Treibhausgasminderungs-Quote im Verkehrssektor werden nach Schätzungen der Bundesregierung bis 2030 rund 29 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente eingespart. Dies geht aus der Antwort (19/28333) der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage (19/27726) der FDP-Fraktion hervor. Die Erhöhung der Quote fördere nachhaltige Optionen für den Verkehr, die zur Erreichung der Klimaschutzziele notwendig seien, schreibt die Bundesregierung weiter. Die Kleine Anfrage zielt auf den Gesetzentwurf zur Weiterentwicklung der Treibhausgasminderungs-Quote (19/27435). weiterlesen…

Kanada mit erstem Wasserstofflokomotiven-Programm Nordamerikas

Ballard-Brennstoffzellen treiben Canadian-Pacific-Loks an

Ballard Power Systems und Canadian Pacific (CP) gaben am 09.03.2021 bekannt, „dass CP Brennstoffzellenmodule von Ballard für das bahnbrechende Wasserstofflokomotiven-Programm von CP einsetzen wird. Die Module werden insgesamt je 1,2 Megawatt Strom für den Antrieb der Lokomotiven liefern“. weiterlesen…

Windenergie: „Flickenteppich beim Artenschutz endlich beenden“

Verbände: „Nur einheitliche Regeln sorgen für Klarheit und Verlässlichkeit“

In einem gemeinsamen Statement zu den aktuellen Ankündigungen für einheitliche Artenschutzregeln für die Genehmigung von Windenergieanlagen durch das Bundesumweltministerium begrüßten die Energieverbände BDEW, BEE, BNE, BWE, VDMA und VKU am 18.04.2021, dass Umweltstaatssekretär Jochen Flasbarth jüngst als einen möglichen Weg dafür mit einr Änderung des Bundesnaturschutzgesetzes mit bundeseinheitlichen Standards für den Artenschutz im Zusammenhang mit Windkraftgenehmigungen drohte. weiterlesen…