24. April – Tag der Erneuerbaren Energien

Chancen der Energiewende

Was vor 25 Jahren, am 25.04.1996 – 10 Jahre zuvor im Gedenken an die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl am 26. April 1986 initiiert – als Tag der offenen Tür für Erneuerbare-Energien-Anlagen im sächsischen Oederan begann, ist heute zu einem bundesweiten Aktionstag mit großer Reichweite geworden. „Der „Tag der Erneuerbaren Energien“, zeigt, dass es ein großes Spektrum umwelt- und klimafreundlicher Alternativen zur Atomkraft und auch fossilen Energiequellen gibt, die keine gefährlichen Altlasten hinterlassen, kostengünstig sind und zur regionalen Wertschöpfung beitragen“, so BEE-Präsidentin Simone Peter. Die Erneuerbaren Energien seien mittlerweile nicht nur Stromproduzent Nr. 1 in Deutschland, sondern böten auch Beschäftigung für 300.000 Menschen. weiterlesen…

Deutschland tritt Internationaler Solarallianz bei

Nach Wegfall geografischer Beschränkungen stimmt Bundeskabinett Zeichnung von ISA-Rahmenabkommen zu

Das Bundeskabinett hat in seiner Sitzung am 21.04.2021 der Zeichnung des (geänderten) Rahmenabkommens zur Gründung der Internationalen Solarallianz (ISA) und damit dem Beitritt Deutschlands zu der 2015 gegründeten Organisation zugestimmt. Die ISA mit Sitz bei Neu Delhi und 75 Mitgliedern will den Ausbau der Solarenergie beschleunigen. weiterlesen…

Zum Earth Day: 16 Orientierungspunkte von S4F

Klimaverträgliche Energieversorgung für Deutschland

Als fairer Beitrag Deutschlands zur Einhaltung der globalen 1,5-Grad-Grenze stellten die Scientists for Future am 16 Orientierungspunkte für eine klimaverträgliche Energieversorgung vor. Ihrer Überzeugung nach müssen dafür für die deutschen energiebedingten CO2-Emissionen in etwa 15 Jahren weitgehend auf Null sinken. Energieeinsparung hilft, den notwendigen Ausbau von regenerativen Erzeugungskapazitäten zu verringern. Der Verkehrssektor kann ebenso wie die Bereiche Prozess- und Gebäudewärme hierzu wesentlich beitragen. Die Nutzung von Kernenergie ist mit großen Risiken belastet. Biomasse in Form von Energiepflanzen zu nutzen, ist ineffizient und steht im Konflikt mit anderen Arten der Landnutzung (Grafik: 16 S4F-Punkte zum Earth Day – © de.scientists4future.org, Martin Kräling, www.antigraphics.de, Berlin, CC BY-SA 4.0). weiterlesen…

Erste EEG-2021-Schritte

Größere Ausschreibungsmengen bei Wind und Solar – Reaktionen

Die Koalition hat sich laut tagesschau.de auf zusätzliche Ausschreibungen für den Ausbau von Windkraft und Photovoltaik für 2022 verständigt. Zudem sollen Genehmigungsverfahren im Immissionsschutzgesetz erleichtert werden. Außerdem sollen die Stromverbraucher bei den Strompreisen um Milliarden entlastet werden. Dazu soll die EEG-Umlage auch 2023 und 2024 mit Mitteln aus dem Bundeshaushalt stabilisiert werden.Erfreut reagierte der Bundesverband Erneuerbare Energie darauf, dass sich die Koalition auf eine Erhöhung der Ausschreibungsmengen bei Wind und Solar geeinigt hat. Aber – so eine Medienmitteilung – „weitere Schritte müssen folgen“. Der VKU spricht von „guten Korrekturen“ und der Bundesverband Wärmepumpe sieht Schritte in die richtige Richtung“. weiterlesen…

Miscanthus: nachhaltige Energiequelle auf Grenzertragsflächen

Bemerkenswerte photosynthetische Fähigkeit

Einige Gräser sind nachhaltige Energiequellen, die laut neuer Forschung auch unter rauen Wachstumsbedingungen helfen könnten, Netto-Null-CO2-Emissionen zu erreichen. Die Gattung der Miscanthus-Gräser, die üblicherweise verwendet wird, um Gestaltung und Struktur in Gärten zu bringen, könnte schnell zur ersten Wahl für die Biokraftstoffproduktion werden. Eine Untersuchung des Earlham-Instituts Norwich („‘Physiological and transcriptional response to drought stress among bioenergy grass Miscanthus species’ in Biotechnology for Biofuels„) zeigt, dass diese Gräser auch aufgrund ihrer bemerkenswerten photosynthetischen Fähigkeit bei niedrigen Temperaturen auch unter schlechteren landwirtschaftlichen Bedingungen – wie z.B. auf Grenzertragsflächen – angebaut werden können (Riesen-China-Schilf, Miscanthus als Ethanol-Kandidat – Foto © nationalrural – flickr.com, CC BY 2.0, commons.wikimedia.org). weiterlesen…

„Direkter Weg in unbeherrschbare Heißzeit der Erde“

Fell kritisiert EU-Klimagesetz

Energie-Experte Hans-Josef Fell sieht das neue EU-Klimagesetz skeptisch: Die EU-Mitgliedsstaaten und das Parlament hätten sich zwar auf ein Gesetz für Klimaneutralität bis 2050 verständigt, mit dem Zwischenziel einer CO2-Reduktion von netto mindestens 55% bis 2030 – aber im Gegensatz zu vielen Kommentaren „können diese EU-Ziele keineswegs den bereits herrschenden Klimanotstand auf der Erde beenden, geschweige denn den Eintritt der Erde in eine unbeherrschbare irdische Heißzeit verhindern. Die Konsequenzen werden sein, dass es die menschliche Zivilisation wie wir sie heute kennen spätestens ab 2050 nicht mehr geben wird.“ weiterlesen…

EU-Rat und Parlament einigen sich auf Europäisches Klimagesetz

Kommission begrüßt vorläufige Einigung

Die Verhandlungsführer des Rates und des Europäischen Parlaments haben eine vorläufige politische Einigung erzielt, in der das Ziel einer klimaneutralen EU bis 2050 und ein kollektives Nettoziel zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen (Emissionen nach Abzug von Beseitigungen) von mindestens 55% bis 2030 im Vergleich zu 1990 im Recht verankert wird. Das steht in einer am 21.04.2021 veröffentlichten EU-Medienmitteilung (Foto: EU-Parlament – Plenarsitzung – © CC-BY 3.0 europarl.europa.eu). weiterlesen…

EU-Taxonomie: Schritte in Richtung Green Deal

Nachhaltiges Finanzwesen Kommission will Geld in nachhaltige Tätigkeiten lenken

Die EU-Kommission hat am 21.04.2021 ein Maßnahmenpaket für nachhaltige Finanzierung vorgelegt, das durch einen delegierten Rechtsakt im Rahmen der EU-Taxonomie dazu beitragen soll, in der Europäischen Union mehr Geld in nachhaltige Tätigkeiten zu lenken: Anleger sollen in die Lage versetzt werden, ihre Investitionen verlässlich und ohne „Greenwashing“ auf nachhaltigere Technologien und Unternehmen umzustellen. Auf globaler Ebene will die EU bei der Festlegung von Standards für ein nachhaltiges Finanzwesen eine Führungsrolle übernehmen. Die umstrittene Frage, wie in diesem Rahmen Investitionen in Erdgasprojekte eingestuft werden, wurde kurzfristig auf einen separaten Gesetzgebungsvorschlag Ende des Jahres verschoben. VKU-Hauptgeschäftsführer Ingbert Liebing warnt denn auch vor einer Gefährdung der Versorgungssicherheit durch eine „jahrelange Hängepartie in einem europäischen Gesetzgebungsverfahren“. weiterlesen…

UN-Chef: Welt am Rand des Klima-„Abgrunds“

Temperaturanstieg geht weiter – aktuell 1,2 °C über 1890

Die Temperatur auf der Erde steigt ungebremst weiter an, wobei 2020 eines der drei wärmsten Jahre in der Geschichte sein wird, während sich extreme Wetterereignisse mit der Pandemie COVID-19 verbinden und Millionen Menschen betreffen. Laut dem Bericht der World Meteorological Organization (WMO) über den Zustand des Weltklimas lag die globale Durchschnittstemperatur 2020 etwa 1,2 Grad Celsius über dem vorindustriellen Niveau. Diese Zahl ist „gefährlich nahe“ an der 1,5-Grad-Celsius-Grenze, die von Wissenschaftlernals Grenze angesehen wird, die nicht überschritten werden darf, um die schlimmsten Auswirkungen des Klimawandels noch abzuwehren. weiterlesen…

Angemessener CO2-Preis erübrigt negative Emissionen

Budget bis 2100 definieren

Forschende aus Potsdam und Berlin haben einen CO2-Preispfad über fast 80 Jahre identifiziert, um die Nachfrage nach umstrittenen Technologien zur Kohlendioxid-Entfernung (CDR) zu reduzieren. Dabei erscheine es entscheidend, dass der CO2-Preis zu Beginn hoch genug sei und auch während des gesamten 21. Jahrhunderts hoch bleibe. So könnten negative Auswirkungen von CDR-Technologien – wie etwa hohe wirtschaftliche Kosten, verstärkte Wasserknappheit und Landnutzungskonflikte – vermieden werden. Die Untersuchung wurde in nature communications veröffentlicht. weiterlesen…