Unterwasservulkane erklären prähistorische Klimaerwärmung

Untersuchung: Vulkanismus vor 56 Millionen Jahren setzte mehr Methan frei als angenommen

Eine internationale Expedition mit dem Bohrschiff „JOIDES Resolution“ unter der Leitung von Professor Dr. Christian Berndt vom GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung in Kiel und Professor Dr. Sverre Planke von der Universität Oslo bestätigt die Theorie, dass Hydrothermalschlote mit ihrem Methanausstoß für die globale Erwärmung vor rund 55 Millionen Jahren verantwortlich waren. Die Studie, die am 03.08.2023 in Nature Geoscience erschien, zeigt, dass die unterseeischen Vulkanschlote damals so knapp unter der Wasseroberfläche lagen oder sogar aus dem Wasser ragten, dass das von ihnen ausgestoßene Methan direkt in die Atmosphäre gelangen konnte. (Foto © Bohrschiff „JOIDES Resolution“ bei Sonnenaufgang – © Peter Betlem – IODP) weiterlesen…

Mit einem Zehntel der Kosten zur Energiewende

Zink-Batterie hat doppelten Wirkungsgrad und produziert Wasserstoff

Auch im Winter mit Solarstrom heizen – mit der Energiewende soll eine klimaverträgliche Zukunft gesichert werden. Solang jedoch effiziente Speichertechnologien fehlen, bleibt die Abkehr von fossilen Energieträgern eine Herausforderung. Ein deutsches Forschungskonsortium unter der Leitung des Fraunhofer-Instituts für Zuverlässigkeit und Mikrointegration IZM setzt genau hier an und entwickelt eine neuartige und kostengünstige Zink-Batterie, die nicht nur als Langzeitspeicher von Energie, sondern auch zur Wasserstoffproduktion genutzt werden kann. Erste am 25.07.2023 publizierte Tests weisen einen Wirkungsgrad von 50% zur Stromspeicherung und 80% zur Wasserstofferzeugung bei einer prognostizierten Lebensdauer von zehn Jahren aus. In einer Kombination aus Grundlagenforschung und Entwicklung eines Demonstrators werden im Projekt Zn-H2 die Weichen für eine erfolgreiche Umsetzung der Energiewende gestellt. weiterlesen…

Ein Drittel der Klimagase kommt aus Ernährung

Nicht rückläufig

Eine vom Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change (MCC) geführte und am 27.06.2023 in den Environmental Research Letters publizierte Studie zeigt Trends und Treiber bei den Treibhausgas-Emissionen im Ernährungssektor. Sie sind für ein Drittel der Gesamtemissionen verantwortlich und (anders als im Energiesektor) auch im reichen Norden nicht substanziell rückläufig. weiterlesen…

Ölindustrie hört auf gefährlichen neuen Klimaleugner

Soziale Kosten von 8,5 Billionen US-Dollar pro Jahr

„Wenn wir in diesem Sommer noch nicht vor den Gefahren des Klimawandels gewarnt wurden, werden wir es nie“, schreibt Adi Imsirovic von der Universität Surrey am 31.07.2023 im Creative Commons-Portal The Conversation. „Extreme Hitze, Waldbrände und Überschwemmungen waren überall in den Nachrichten zu sehen. Doch die Öl- und Gasindustrie leugnet die Zuammenhänge nach wie vor weitgehend.“ weiterlesen…

Simulationsmodell gegen Klimakollaps

Lebensqualität in der Stadt verbessern

Der Klimawandel stellt durch immer häufiger auftretende Extremwetterereignisse auch Stadtplanerinnen und Stadtplaner vor Herausforderungen. Langanhaltende Hitzeperioden, Unwetter und Starkregen sind auch für Städte eine Belastung. Das Stadtklimamodell PALM-4U ermöglicht es Mitarbeitenden von Kommunen sowie StadtplanerInnen, die Auswirkungen geplanter baulicher Maßnahmen auf das urbane Klima zu simulieren. Damit lassen sich die Folgen extremer Wetterlagen im Vorhinein besser einschätzen, die Lebensqualität in der Stadt verbessern und die Gesundheit älterer oder kranker Menschen schützen. Forschende des Fraunhofer IBP haben hierfür die Bedienoberfläche gestaltet.(Grafik: Stadtklimamodell PALM-4U – © ibp.fraunhofer.de) weiterlesen…

Earth Overshoot Day am 2. August

Trend flacht ab, ist aber noch weit davon entfernt, sich umzukehren

Der 2. August markiert den diesjährigen Earth Overshoot Day, wie aus den neuesten National Footprint and Biocapacity Accounts hervorgeht. Sie verfolgen nun die Leistungen der Länder bis zum Jahr 2022, was die Verzögerung der Berichterstattung um drei Jahre verringert. Die offensichtliche Verzögerung des Earth Overshoot Day um fünf Tage im Vergleich zum vergangenen Jahr ist jedoch nicht nur eine gute Nachricht, da die tatsächlichen Fortschritte weniger als einen Tag ausmachen. Die verbleibenden vier Tage sind der Integration verbesserter Datensätze in die Neuauflage der Konten geschuldet. Die neueste Ausgabe der National Footprint and Biocapacity Accounts berichtet über die Trends in der Welt und in über 180 Ländern bis zum Jahr 2022. (Earth Overshoot Day – Tabelle © National Footprint and Biocapacity Accounts 2023 Edition data.footprintnetwork.org) weiterlesen…

Erstmalig neue steinähnliche Verbindungen aus Kunststoffmüll und Korallenschutt identifiziert

Deutsch-indonesisches Forschungsteam fürchtet Auswirkungen auf Küstenökosysteme

Plastikmüll stellt an hiesigen Stränden ein Problem dar. Deshalb wird er weitestgehend koordiniert binnen weniger Wochen entfernt. An anderen Küsten der Welt lagert er durch ungeregelte Abfallentsorgung über viele Monate bis Jahre. Oftmals wird der Müll am Strand einfach verbrannt und eine besondere Form des Plastikmülls entsteht: sogenanntes Plastiglomerat. Dieses „Gestein“ besteht aus natürlichen Komponenten, wie Korallen-Bruchstücken, die durch das geschmolzene und wieder erstarrte Plastik zusammengehalten werden. Die am 27.06.2023 in Scientific Reports open access veröffentlichte Untersuchung eines deutsch-indonesischen Forschungsteams der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) hat nun anhand von Feldproben aus Indonesien nachgewiesen, dass von derartigen Gesteinen ein erhöhtes Umweltrisiko für Küstenökosysteme wie Seegraswiesen, Mangroven oder Korallenriffe ausgeht. Der geschmolzene Kunststoff zerfällt schneller zu Mikroplastik und ist zusätzlich mit organischen Schadstoffen belastet. Die Forschenden veröffentlichten die Ergebnisse kürzlich im Fachjournal Scientific Reports. weiterlesen…

Kreislaufwirtschaft für Bauherren attraktiver

Neue Vorgaben der Ersatzbaustoffverordnung treten in Kraft

Wie das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz am 31.07.2023 mitteilt, gelten ab 01.08.2023 die Vorgaben der Ersatzbaustoffverordnung für die Verwertung mineralischer Abfälle wie Bodenaushub, Bauschutt oder Schlacken. Die Regelungen gewährleisten einen einheitlich hohen Umweltschutzstandard, räumen Herstellern sowie Verwendern Rechtssicherheit ein und machen so Ersatzbaustoffe für Bauvorhaben künftig noch attraktiver. So würden der Verbrauch an Primärbaustoffen reduziert und natürliche Ressourcen und das Klima geschont, heißt es in einer BMVU-Pressemitteilung. weiterlesen…

Klimakrise nicht anthropogen – Westen und Kapitalismus Hauptschuldige

„Verzweifelter Versuch“

Die Schuld der Konzerne an der Klimakrise auf die ganze Menschheit zu übertragen, sei der verzweifelte Versuch, dass die Schuldigen sich hinter der Menschlichkeit verstecken können, schreibt S. Faizi am 29.07.2023 im Indian Express. Jede Benennung der vom Imperialismus und den Konzernen entfesselten Gewalt gegen das Erdsystem sollte die objektive Realität widerspiegeln, dass die Schuldigen die Verantwortlichen der Konzerne seien und nicht alle Menschen. weiterlesen…

„Die Menschen müssen wachgerüttelt werden“

US-Meteorologe benennt Hitzewellen nach Öl- und Gasriesen

Der bekannte Meteorologe Guy Walton, der einen Blog und klimabezogene Kinderbücher („Harry Potter trifft die Klimakrise“) herausgibt, hat damit begonnen, Hitzewellen in den USA nach Öl- und Gaskonzernen zu benennen, um sie für ihre Rolle in der Klimakrise bloßzustellen – er hat die Hitzewellen dieses Sommers „Amoco“, „BP und Chevron genannt, meldet Illuminem aus dem Guardian. Walton, erfahrener ehemaligen Meteorologe des Weather Channel, hat seine eigenen Kriterien für die Benennung von Hitzewellen aufgestellt, die auf Dauer und Schweregrad basieren, ähnlich der Kategorisierung von Hurrikans. weiterlesen…