Klimakrise verschärft Ton in Ceta-Diskussion

Öffentliche Anhörung zum Freihandelsabkommen Ceta

In einer öffentlichen Anhörung des Bundestags-Wirtschaftsausschusses haben am 12.10.2022 zehn Sachverständige ihre Einschätzung zur Ratifikation des Freihandelsabkommens mit Kanada abgegeben. Konkret beraten wurden dabei der Gesetzentwurf der Bundesregierung „zu dem Umfassenden Wirtschafts- und Handelsabkommen (CETA) zwischen Kanada einerseits und der Europäischen Union und ihren Mitgliedstaaten andererseits vom 30. Oktober 2016“ (20/3443). Zahlreiche NGO äußerten sich – wie schon im Oktober 2015 (Foto) – kritisch bis ablehnend. weiterlesen…

Deutschland wird „Wasserstoffrepublik“

3 Tage Wasserstoff-Dialog in Berlin

Stefan Wenzel, Parlamentarischer Staatssekretär im BMWK, und Till Mansmann, Innovationsbeauftragter „Grüner Wasserstoff“ im BMBF, sprachen sich am 11.10.2022, dem zweiten Tag der dreitägigen Konferenz „Wasserstoff-Dialog“ von acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften in Berlin, als Hauptredner für schnellen Wasserstoffhochlauf aus. Die Konferenz in Berlin wurde organisiert vom Wasserstoff-Kompass, einem Gemeinschaftsprojekt von acatech und der DECHEMA – Gesellschaft für Chemische Technik und Biotechnologie, und dem Forschungsnetzwerk Wasserstoff, ein dialogorientiertes Forum für den Austausch zwischen Forschung, Politik und Wirtschaft. weiterlesen…

Rekordwert bei Umwandlung von Kohlendioxid in Brennstoffe

Internationales Forschungsprojekt erzielt 5 Prozent

In einem internationalen Forschungsprojekt mit Beteiligung der Technischen Universität Ilmenau ist es Wissenschaftlern gelungen, ein mit Sonnenlicht betriebenes Bauelement zu entwickeln, das Kohlendioxid mit einem Wirkungsgrad von mehr als fünf Prozent direkt in nutzbare Brennstoffe konvertiert. Damit ist das Ziel näher gerückt, Kohlendioxid nicht nur zu beseitigen, sondern es in hochwertige Treibstoffe umzuwandeln. Das internationale Projekt ist Teil der Strategie des Bundes, Deutschland im Zeichen der Energiewende unabhängiger von fossilen Brennstoffen zu machen. weiterlesen…

Gesetz für 200 Mrd.-Euro-Abwehrschirm

Gas- und Strompreise bremsen

Mit einem „Abwehrschirm“ in Höhe von 200 Millionen Euro will die Bundesregierung den Folgen der gestiegenen Gas- und Strompreise begegnen. Finanziert werden sollen die Maßnahmen über den Wirtschaftsstabilisierungsfonds aus Coronazeiten. Dazu haben die Koalitionsfraktionen von SPD, Bündnis 90/Die Grünen und FDP – so der parlamentseigene Pressedienst heute im bundestag – am 12.10.2022 einen Gesetzentwurf (20/3937) „zur Änderung des Stabilisierungsfondsgesetzes zur Reaktivierung und Neuausrichtung des Wirtschaftsstabilisierungsfonds“ vorgelegt. weiterlesen…

Großes Fusionsforschungs-Problem anscheinend gelöst

Experimente zeigen, wie sich zerstörerische Plasma-Instabilitäten bei ITER vermeiden lassen

Plasma-Instabilitäten vom Typ-I ELM können die Wände von Fusionsanlagen zum Schmelzen bringen. Ein Team um Forschende des Max-Planck-Instituts für Plasmaphysik (IPP) und der Technischen Universität Wien fand jetzt nach eigenen Angaben einen Weg, sie in den Griff zu bekommen – und veröffentlichte die Arbeit in Physical Review Letters als „Editors‘ Suggestion“. (Foto: Versuchsanlage ASDEX-Upgrade am MPl für Plasmaphysik, Garching, an der die Experimente durchgeführt wurden –  © IPP Garching, Helmut Faugel) weiterlesen…

Chinesischer Autoausstatter will Solarzellenfabrik mit 26 GW bauen

1,8 Mrd. US-Dollar Investition

Das Unternehmen Hainan Drinda New Energy Technology, bisher Autroausstatter,  wird nach eigenen Angaben laut der chinesischen Nachrichtenagentur Yicai Global umgerechnet 1,8 Mrd. USD in den Bau eines neuen Werks für Photovoltaikzellen investieren. Die neue Anlage, die in der östlichen Provinz Jiangsu errichtet werden soll, wird eine jährliche Leistung von 26 GW an hocheffizienten Solarbatterien (im Text auch „Solarmodule“) haben, teilte das Unternehmen mit Sitz in Haikou, Provinz Hainan, am 10.10.2022 mit. weiterlesen…

Nachhaltig und klimaneutral: Aus Abfall wird Treibstoff

BMBF-gefördertes Projekt zur Gewinnung von reinem Wasserstoff gestartet

Wie lässt sich klimaneutral, unabhängig von Sonneneinstrahlung bzw. Windaufkommen reiner Wasserstoff herstellen, der dann zum Betrieb von Brennstoffzellen oder für den Einsatz in der Halbleiterindustrie verwendet werden kann? Dieser Frage widmet sich jetzt ein Forschungsprojekt, an dem neben dem Fraunhofer-Institut für Schicht- und Oberflächentechnik IST auch das Fraunhofer-Institut für Umwelt- Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT sowie die Veolia Umweltservice Süd GmbH & Co. KG beteiligt sind. Organische Abfälle sollen dabei als Ausgangsstoffe für die alternative Wasserstofferzeugung dienen. (Grafik: Ablauf des Prozesses zur Wasserstoffgewinnung aus biogenen Ersatzbrennstoffen – © Fraunhofer UMSICHT) weiterlesen…

Altholz statt Kohle

Veolia weiter auf Weg zu nachhaltiger Energieerzeugung

Veolia hat in Lengede mit dem Bau einer Aufbereitungsanlage für 180.000 Tonnen Alt- und Restholz pro Jahr begonnen. Das aufbereitete Altholz soll als Brennstoff an das ebenso im Bau befindliche Biomasse-Heizkraftwerk der Veolia Tochter BS-ENERGY in Braunschweig geliefert werden – und damit bei der Erzeugung von Strom und Fernwärme den bisherigen Energieträger Kohle künftig ersetzen. weiterlesen…

EE-Ausbau bisher zu langsam

Leopoldina-Präsident Haug fordert mehr Tempo beim Klimaschutz

Der Präsident der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina, Haug, forderte mehr Tempo bei der Energiewende. Dem Deutschlandfunk zufolge sagte er der Deutschen Presseagentur und dem SPIEGEL am 07.10.2022, man müsse massiv in die erneuerbaren Energien investieren und den Kohleausstieg forcieren. Mit Blick auf den Krieg in der Ukraine, forderte er, auch wenn man diesen und nächsten Winter etwas mehr Kohle brauche, müsse man den Ausstieg wirklich bis 2030 schaffen. Zudem würden weitere Gaskraftwerke benötigt, die auch mit Wasserstoff betrieben werden könnten. weiterlesen…

Endbericht Gaskommission – Stimmen

Die von der Bundesregierung eingesetzten Experten schlagen zweistufige Entlastung vor

Im Kampf gegen die hohen Gaspreise hat die Expertenkommission am 10.10.2022 laut tagesschau.de und weiteren Medienberichten ein zweistufiges Entlastungsverfahren vorgeschlagen: Gas- und Fernwärmekunden sollen in zwei Schritten entlastet werden. Der Staat soll den Ausgleich im Dezember komplett übernehmen. Die Abschläge für Industrie und Kraftwerke zur Stromerzeugung übernimmt der Staat nicht. In einem zweiten Schritt soll ab Anfang März 2023 bis mindestens Ende April 2024 eine Gas- und Wärmepreisbremse greifen. weiterlesen…