Lesehinweis: Standardisierung als Hebel zur Umsetzung von Klimaschutz

Beisheim-Impulspapier – Die wichtigsten Erkenntnisse für Unternehmen

Die Relevanz der ökologischen Nachhaltigkeit sowie der grünen Transformation nimmt weiterhin zu. Viele Unternehmen und insbesondere Familienunternehmen sehen die Entwicklung zu einem nachhaltigen und verantwortungsvollen Unternehmen als eine ihrer höchsten Prioritäten an und erkunden kontinuierlich Wege und Mittel, wie sie dieses Ziel erreichen können. Ein Hilfsmittel, das ein wichtiges, strategisches Instrument und einen wertvollen Hebel hierfür bieten kann, sind Normen und Standards. Diese schaffen unter anderem Transparenz entlang von Lieferketten sowie die Kompatibilität technischer Lösungen („Interoperabilität“), wodurch u. a. eine höhere Effizienz und Ressourcenschonung realisiert werden kann. Ein Impulspapier der WHU – Otto Beisheim School of Management. weiterlesen…

WWF: Klimakrise und Artensterben schaukeln einander hoch

14. Living Planet Report belegt: 69 Prozent aller Lebewesen bereits vernichtet

Seit 1998 veröffentlicht der WWF alle zwei Jahre den Living Planet Report und den dazugehörigen Living Planet Index. Wie ein Aktienindex beschreibt dieser den Zustand der Natur. Jedes Mal müssen wir neue Besorgnis erregende Tiefstände melden. Der am 13.10.2022 veröffentlichte 14. Living Planet Report belegt, dass die Menschen seit 1970 69 Prozent aller überwachten Bestände von Säugetieren, Vögeln, Fischen, Reptilien und Amphibien vernichtet haben.Besonders in den noch artenreichsten Regionen der Welt, wie der Karibik oder Südamerika, leidet die Natur. Industrieländer wie Deutschland sind maßgeblich für den Naturverlust mitverantwortlich. (Cover-Foto: Living Planet Report 2022 – © Paul Robinson / WWF Deutschland) weiterlesen…

CO2-Besteuerung ökologisch effektiver und sozial gerechter als Zertifikatehandel

Neue Untersuchung

Die Verteuerung von CO2-Emissionen kann wesentlich zu ihrer Senkung beitragen. Eine laut einer Medienmitteilung vom 06.09.2022 im Economic Journal open access veröffentlichte Studie von Prof. Fabian Herweg, Universität Bayreuth, und Prof. Klaus M. Schmidt, Ludwigs-Maximilians-Universität München, vergleicht zwei staatliche Instrumente der Verteuerung unter dem Aspekt ihrer Wirksamkeit: Eine Ökosteuer stärkt die Bereitschaft der Verbraucher zur freiwilligen Senkung von CO2-Emissionen. Hingegen hat der Handel mit CO2-Zertifikaten, der auf einer Obergrenze zulässiger Emissionen basiert (Cap-and-Trade), eine entmutigende Wirkung. Er führt zu höheren Emissionen und verlagert den Klimaschutz auf Verbraucher mit geringeren Einkommen. weiterlesen…

Bahn strebt bis 2040 vollständige Kreislaufwirtschaft an

Recycling und Ressourcenschutz

Bis 2040 will die Deutsche Bahn laut einer Medienmitteilung eine vollständige Kreislaufwirtschaft umgesetzt haben und nur noch Recyclingmaterialien verwenden. Das betrifft vor allem die Hauptressourcen – Schienenstahl, Gleisschotter und Betonschwellen. Bei diesen drei Ressourcen soll der Recyclinganteil in den kommenden Jahren deutlich erhöht werden. Dafür setzt sich die Bahn bis 2030 verbindliche Ziele  und ändert auch die Ausschreibungsprozesse. weiterlesen…

„E-Waste Day“ ruft zur korrekten Entsorgung von Elektrogeräten auf

UBA: Sammelquote kann noch deutlich steigen – auch Lebensmittelhandel nimmt zurück

An diesem Freitag (13.10.2022) ist „E-Waste-Day“. Viele Branchenvertreter mahnen zum bewussteren Umgang und dem verstärkten Recycling alter Elektrogeräte. In Deutschland werden immer noch zu viele alte Elektrogeräte falsch entsorgt. Laut Analyse des Umweltbundesamtes (UBA) landen rund 86.000 Tonnen pro Jahr in der grauen Tonne und nicht wie vorgeschrieben im separaten Recycling. weiterlesen…

Stellantis will Circular Economy

Erster Autobauer kündigt Kreislaufwirtschaft an

Stellantis, der (nach Verkaufszahlen) viertgrößte Auto-Konzern der Welt (Abarth, Alfa Romeo, Chrysler, Citroën, Dodge, DS Automobiles, Fiat, Jeep, Lancia, Maserati, Opel, Peugeot, Ram Trucks, Vauxhall) will mit einer eigenen Geschäftseinheit namens Kreislaufwirtschaft „eine neue Ära der nachhaltigen Produktion und des nachhaltigen Konsums“ befördern. Stellantis hat daher am 11.10.2022 einen umfassenden Plan für seine neue Circular Economy Business Unit angekündigt, um bis 2030 einen Umsatz von mehr als 2 Milliarden Euro zu erzielen und das aggressive Dekarbonisierungsziel des Unternehmens, bis 2038 kohlenstofffrei zu werden voranzutreiben. weiterlesen…

Deutschland wird „Wasserstoffrepublik“

3 Tage Wasserstoff-Dialog in Berlin

Stefan Wenzel, Parlamentarischer Staatssekretär im BMWK, und Till Mansmann, Innovationsbeauftragter „Grüner Wasserstoff“ im BMBF, sprachen sich am 11.10.2022, dem zweiten Tag der dreitägigen Konferenz „Wasserstoff-Dialog“ von acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften in Berlin, als Hauptredner für schnellen Wasserstoffhochlauf aus. Die Konferenz in Berlin wurde organisiert vom Wasserstoff-Kompass, einem Gemeinschaftsprojekt von acatech und der DECHEMA – Gesellschaft für Chemische Technik und Biotechnologie, und dem Forschungsnetzwerk Wasserstoff, ein dialogorientiertes Forum für den Austausch zwischen Forschung, Politik und Wirtschaft. weiterlesen…

Mehr Kreislaufwirtschaft in der Schweiz!

Koalition „Lang leben unsere Produkte!“ gegründet

Die 14 Mitglieder der neu gegründeten Koalition „Lang leben unsere Produkte!“ stellen am 10.10.2022 fest: Es sei zwar allgemein anerkannt, dass langlebige Produkte wichtig seien, um die Ressourcenverschwendung zu begrenzen. Aber die Wegwerfmentalität sei noch lange nicht überwunden. Das Problem? Auch heute seien viele Produkte nicht reparierbar, so eine Medienmitteilung von Greenpeace-Schweiz. weiterlesen…

Die Rolle der Wälder für die Klimastabilisierung

European Green Deal: Bis 2050 sollen die Wälder des Kontinents noch deutlich mehr CO2 aus der Atmosphäre holen

Ein Bericht des European Forest Institute (EFI), an dem PIK-Forscher Christopher Reyer mitgewirkt hat, zeigt: Für Wälder alleine ist das Ziel nicht realistisch. Zwar lässt sich die Klimawirkung der Wälder durch verschiedene Maßnahmen steigern, aber nicht in diesem Maße. „Hinzu kommt, so zeigt die Literaturstudie, dass der Klimaschutz im Wald immer Zielkonflikte mit sich bringt: Soll weniger Holz entnommen werden oder mehr?“, heißt es in einer Pressemitteilung des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) vom 05.10.2022. weiterlesen…

Jährlich könnten eine Million Tonnen CO2 eingespart werden

PV-Module auf Lärmschutzbauten können wesentlichen Beitrag zum Klimaschutz leisten

Die Energiewende nimmt weiter Fahrt auf. Dabei ist auch der Ausbau von Photovoltaik auf Flächen im öffentlichen Raum gefragt. Das Potenzial für Lärmschutzbauten zeigt eine Analyse, die der Deutsche Wetterdienst (DWD) in Zusammenarbeit mit dem Eisenbahn-Bundesamt (EBA) und der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) im Rahmen des Expertennetzwerks des Bundesministeriums für Digitales und Verkehr (BMDV) durchgeführt hat. Laut Bundesminister Volker Wissing könnten entlang der deutschen Autobahnen und Bahngleise mit PV-Modulen ausgestattete Lärmschutzwände und -wälle pro Jahr bis zu 1 Million Tonnen CO2 einsparen. „Damit könnten wir einen substanziellen Beitrag zu den nationalen Klimaschutzzielen leisten,“ so der Minister wörtlich, dessen Klimabilanz nicht berauschend ausfällt. weiterlesen…