Angemessener CO2-Preis erübrigt negative Emissionen

Budget bis 2100 definieren

Forschende aus Potsdam und Berlin haben einen CO2-Preispfad über fast 80 Jahre identifiziert, um die Nachfrage nach umstrittenen Technologien zur Kohlendioxid-Entfernung (CDR) zu reduzieren. Dabei erscheine es entscheidend, dass der CO2-Preis zu Beginn hoch genug sei und auch während des gesamten 21. Jahrhunderts hoch bleibe. So könnten negative Auswirkungen von CDR-Technologien – wie etwa hohe wirtschaftliche Kosten, verstärkte Wasserknappheit und Landnutzungskonflikte – vermieden werden. Die Untersuchung wurde in nature communications veröffentlicht. weiterlesen…

Australischer grüner Wasserstoff nach Deutschland

RWE und H2U arbeiten gemeinsam am Aufbau eines globalen Wasserstoffhandels

RWE Supply & Trading und der australische Projektentwickler The Hydrogen Utility Pty Ltd (H2U) haben eine Absichtserklärung zur Entwicklung eines deutsch-australischen Wasserstoffhandels unterzeichnet. Gemeinsam möchten sie in Australien produzierten grünen Wasserstoff nach Europa bringen. Das gleiche Ziel verfolgt HySupply, eine deutsch-australische Machbarkeitsstudie, die im Dezember 2020 von der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften acatech und dem Bundesverband der Deutschen Industrie gestartet wurde. RWE Supply & Trading und H2U arbeiten hier ebenfalls mit. Zudem eignet sich das geplante LNG-Terminal in Brunsbüttel, für das RWE Kapazitäten buchen will, aus Sicht der Partner ideal zum Wasserstoffimport nach Deutschland. weiterlesen…

3x Wasserstoff im Wirtschaftsausschuss

Länderkritik an Plänen für Regelung von Wasserstoffnetzen – umstrittene Anhörung

Der Bundesrat hat die Gesetzespläne der Bundesregierung zur Regelung von Wasserstoffnetzen kritisiert. Er sei zu der Feststellung gelangt, dass der Gesetzentwurf nur einen geringen Beitrag zu einer weitergehend integrierten Betrachtung und systemübergreifenden Entwicklung unterschiedlicher Energieinfrastrukturen einschließlich einer effizienten Sektorenkopplung leistet, erklärt er in einer Stellungnahme zum Entwurf eines Gesetzes zur Umsetzung unionsrechtlicher Vorgaben und zur Regelung reiner Wasserstoffnetze im Energiewirtschaftsrecht (19/27453), den die Bundesregierung als Unterrichtung (19/28407) vorgelegt hat. weiterlesen…

„Auf dem Weg zur Klimaneutralität“

BEE stellt aktualisiertes Szenario 2030 vor: 65 statt 55 % bis 2030

Wissenschaft und Verbände fordern mehr Ehrgeiz, um das Paris-Klimaziel zu erreichen. Die Auswirkungen auf Leistung und Anteil der Erneuerbaren-Energien-Technologien am Bruttostromverbrauch beleuchtet das aktualisierte „Szenario 2030 – 65% THG-Minderung bis 2030“ des Bundesverbands Erneuerbare Energie e.V. (BEE), das der BEE am 16.04.202 vorgestellt hat. Die Berechnung des neuen Szenarios beruht auf der zu erwartenden Anhebung der europäischen Klimaschutzziele. Eine Treibhausgas-Minderung von mindestens 55 Prozent im Jahr 2030 bezogen auf das Referenzjahr 1990 bedeutet im Rahmen der geltenden Lastenteilung unter den Mitgliedsstaaten („Effort Sharing Regulation“) für Deutschland eine THG-Minderung von 65 statt des bisher im Klimaschutzgesetz festgehaltenen Ziels von 55 Prozent. weiterlesen…

„Emissionsdaten 2020 lediglich Momentaufnahme“

Expertenrat für Klimafragen legt ersten Bericht vor

Der erste Bericht des im September 2020 berufenen Expertenrats für Klimafragen bewertet die Vorjahresschätzung des Umweltbundesamts zum Treibhausgas-Ausstoß und macht Vorschläge zum künftigen Prozess. Am 15.04.2021 hat er seinen ersten Bericht vorgelegt und Bundesumweltministerin Svenja Schulze übergeben. In dem gemäß § 12 BundesKlimaschutzgesetz erstellten Bericht prüfen und bewerten die fünf Experten die am 15. März vom Umweltbundesamt nach sieben Sektoren gegliederte Vorjahresschätzung der deutschen Treibhausgasemissionen. weiterlesen…

Breites Bündnis fordert sozial- und klimaverträgliche Mobilitätswende

Zusammenschluss aus Gewerkschaften, Umwelt- und Sozialverbänden und der Evangelischen Kirche in Deutschland stellt Handlungsempfehlungen vor

Ein zivilgesellschaftliches Bündnis hat am 15.04.2021 seine Handlungsempfehlungen für eine sozial gerechte und ökologische Mobilitätswende vorgestellt. DGB, IG Metall, Verdi, SoVD, VdK, AWO, BUND, VCD, die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) und Nabu vertreten zusammen viele Millionen Menschen und signalisieren damit, dass weite Teile der Bevölkerung dringenden Handlungsbedarf im Bereich der Mobilitätspolitik sehen. Entsprechend fordert das Bündnis Sozialverträgliche Mobilitätswende die Bundesregierung zu entschlossenerem Handeln auf: Es sei nämlich möglich, gleichzeitig das Klima zu schützen und die Lebensqualität von Millionen Bürgerinnen und Bürgern spürbar zu verbessern. (Broschüren-Titel: Bündnis „Sozialverträgliche Mobilitätswende“ – © bund.net) weiterlesen…

Teekesselchen „Klimaneutralität“

Verwirrspiel um Anrechnung von Treibhausgasemissionen –
Gastbeitrag von Hans-Jochen Luhmann

„Der Begriff Klimaneutralität ist mehrdeutig: Es gibt zwei voneinander unabhängige Definitionen. Beide sind verbindlich und etabliert, es fehlt aber eine Vorschrift, um die Beiträge zusammenzurechnen. Wer übernimmt diese lösbare Aufgabe?“ fragt am 13.04.2021 Hans-Jochen Luhmann vom Wuppertal-Institut. „Endlich beginnt die Debatte um den Begriff Klimaneutralität, seit dem Paris-Vertrag von 2015 Schlüssel- und Leitbegriff der Klimapolitik. Wie häufig bei einem erschreckten Aufwachen nach der Devise „Oh, da hätte ich mich ja längst mal orientieren müssen!“ stehen nun viele an den Wegweisern – und halten sie für einen fehlorientierenden Schilderwald. Zu vernehmen ist ein Schimpfen ob des Chaos, von fehlender Definition ist die Rede.“ weiterlesen…

CO2-Budget eine Schimäre

Schätzungen des Weltklimarats zu harmlos

Schon Ende Dezember 2020 wandte sich die Offene Akademie zum Thema Klimakrise an Bundesregierung und Parlamentarier auf EU-Ebene: Obwohl sie wie andere auch die Entwicklung des Weltklimas dramatisch einschätzten, halten sie die geforderten Veränderungen für unzureichend, „weil sie viel Spielraum für Untätigkeit lassen“ (Fridays4Future). Nun kommt der australische Klima-Think-Tank Breakthrough zum gleichen Schluss: „Die IPCC-Kohlenstoffbudgets gehen zu fahrlässig mit Risiken um. Wenn ein verantwortungsvoller Ansatz des Risikomanagements gewählt wird, existiert kein Kohlenstoffbudget für die Zwei-Grad-Grenze.“ Das unterstreiche, wie wichtig es sei, vor 2030 Netto-Nullemissionen zu erreichen. Solarify dokumentiert. weiterlesen…

E-Auto versus Verbrenner – neue Runde

Fell bricht Lanze für E-Mobilität

Energieexperte Hans-Josef Fell rät in seinem neuen Post Zweiflern an der Elektromobilität, sich nicht verunsichern zu lassen: Die Verbrenner-Lobby habe mit Unterstützung der Medien tatsächliche oder vermeintliche Umweltprobleme der E-Autos und ihrer Batterien aufgebauscht. Besser solle man sein E-Auto mit Ökostrom betreiben, als weiterhin regelmäßig zur Tankstelle zu fahren und Benzin oder Diesel aus Erdöl tanken. Die Nutzung von fossilen Rohstoffen für die Energiegewinnung verursachten die weltweit größten Probleme. Sie sind laut Fell Verursacher für die immer schlimmer werdende Erdüberhitzung und die ungelösten Probleme der Atommüllentsorgung. weiterlesen…

Der UCO-Betrug – Fossile haben Verkehrssektor weiterhin fest im Griff

Neue Daten aus Brüssel: Fossile haben Verkehrssektor weiterhin fest im Griff – von B.R.Ahlers

Fossile Energieträger liegen auf der Straße mit 94 % nach wie vor weit in Führung – der Rest sind Biokraftstoffe mit 5,6 Prozent und Erneuerbarer Strom mit 0,4 Prozent. Drei Viertel des zusätzlichen Energiebedarfs in diesem Zeitraum wurden durch fossile Kraftstoffe gedeckt. 98 Prozent des Wachstums bei den Erneuerbaren Energien waren Biokraftstoffe. Der Betrug mit Rapsöl und UCO (Speisefett-Sprit) geht weiter. weiterlesen…