McKinseys Energiewende-Index verbreitet wenig Optimismus

Die Corona-Krise verringert zwar kurzfristig Treibhausgas-Ausstoß, behindert langfristig aber deutsche Energiewende

Die Coronavirus-Pandemie wirft nach Ansicht der Unternehmensberatung McKinsey neue Probleme für die Energiewende in Deutschland auf. Die Pandemie habe insbesondere den Ausbau der Windenergie verlangsamt, sagte der Konzern in einer Pressemitteilung zur jüngsten Veröffentlichung seines seit 2012 zweimal jährlich herausgegebenen „Energiewende-Index“, Titel: „Corona-Krise verschärft Probleme der Energiewende“, der den Fortschritt des deutschen Transformationsprozesses verfolgt. In McKinseys aktuellem Energiewende-Index heraus sind 15 Ziele formuliert, die es bis 2030 für eine erfolgreiche Energiewende zu erreichen gilt: Demnach sind acht der 15 Ziele noch realistisch zu erreichen, drei davon stehen auf der Kippe. Windkraft- und Netzausbau kommen nicht voran; die Zahl der Arbeitsplätze in Erneuerbaren Energien geht zurück.
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Bürger-Bündnis fordert Stärkung der Solarenergie in Bürgerhand

140.000 Unterschriften übergeben

Die anstehende EEG-Novelle sorgte für eine Demonstration mehrerer Umweltorganisationen vor dem Bundeswirtschaftsministerium. Mit einer großen symbolischen Aktion hat das Bündnis Bürgerenergie zusammen mit dem Umweltinstitut München, dem Solarenergie-Förderverein Deutschland und Campact eine Solar-Offensive gefordert. Die Botschaft: „Gehen Sie uns aus der Sonne, Herr Altmaier!“ Mit mehr als 140.000 Unterschriften „verliehen sie ihrer Forderung nach einer Solaroffensive Gewicht“, schreibt Petra Hannen“ am 03.09.2020 in pv magazine. weiterlesen…

Ausgeförderte Solaranlagen sinnvoll weiterbetreiben

Agora Energiewende mit „Prosumer-Standardlastprofil“

Einer Medienmitteilung vom folgend will Agora Energiewende mit einem Konzept für Eigenverbrauch aus ausgeförderten Anlagen, das ohne teure Smart Meter auskommt und an bestehende Mechanismen des Stromsystems anknüpft, Betreiber von Solaranlagen, die ab 2021 aus der Vergütung nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) fallen, ihren Solarstrom sowohl selbst verbrauchen als auch rechtssicher einspeisen lassen. weiterlesen…

Reisschalen liefern sauberen Strom

Reisproduktion: Biomasse als Energielieferant

Der Reisanbau – wichtigstes Grundnahrungsmittel weltweit – ist mit hohem Energieaufwand und negativen Umweltauswirkungen verbunden. Forschende des Fraunhofer UMSICHT entwickeln laut einer Mitteilung vom 05.08.2020 eine vielversprechende nachhaltige Alternative, indem sie bisher ungenutzte Biomasse für die dezentrale Stromproduktion verwenden. weiterlesen…

Starke Nachfrage wird Wasserstoffpreis verdoppeln

Aurora-Untersuchung: Für wettbewerbsfähige Kosten müssen Verkehrs- und Wärmesektor elektrifiziert und grüner Wasserstoff politisch gefördert werden

„Wärmemarkt und Verkehr verderben Wasserstoffpreis“ titelte der Energy Messenger am 01.09.2020: Eine neue Untersuchung des Londoner Thinktanks Aurora Energy Research warnt vor einem Wasserstoff-Hype, der den Preis hochtreiben könnte. Aurora bewertet in der Studie „Wasserstoff im nordwesteuropäischen Raum“ die Rolle von Wasserstoff in den Energiesystemen von Deutschland, Belgien und den Niederlanden sowie die sektorale Nachfrageaufnahme, den technologischen Fortschritt, die Kosten und liefert Marktentwicklungen in mehreren Szenarien. Die wichtigsten Erkenntnisse aus der neuen Analyse. weiterlesen…

Forschungprojekt für Wärmewende startet

HTWK Leipzig, UFZ und Netzwerk Energie und Umwelt bauen Innovationscluster für Region Borna-Leipzig-Bitterfeld auf

Die Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig (HTWK Leipzig), das und das Netzwerk Energie und Umwelt Leipzig (NEU) starten am 01.09.2020 das vom BMBF geförderte Projekt RegioZukunft: Wärme mit dem Ziel, eine gemeinsame Vision für die Wärmeversorgung der Zukunft auf der Basis Erneuerbarer Energien zu entwickeln. Die beteiligten Partner werden in der Region Borna-Leipzig-Bitterfeld ein Zukunftskonzept für Wärmewende und Sektorkopplung erarbeiten, das anschließend in einer zweiten Förderphase umgesetzt werden soll. Dazu wollen sie ein Innovationscluster bilden, das den Strukturwandel in der Region unterstützt. weiterlesen…

EEG-Entwurf: Anschlussregelung für Post-EEG-Anlagen und Ausschreibungen für PV-Dachanlagen

Abschaffung der EEG-Umlage auf solaren Eigenverbrauch fehlt

Mit der Reform soll u.a. der Rechtsrahmen für PV-Anlagen angepasst werden, die ab 2021 aus der EEG-Förderung fallen. Sie sollen für eine Übergangszeit ihren Solarstrom für den Marktpreis abzüglich Vermarktungskosten an den Netzbetreiber verkaufen können. Zudem werden Ausschreibungsmengen für PV-Anlagen bis 2028 festgeschrieben. Was im Entwurf fehlt, ist die Abschaffung der EEG-Umlage auf solaren Eigenverbrauch, wie sie in der Erneuerbaren-Richtlinie der EU gefordert wird, stellte Sandra Enkhardt von pv magazine bei Durchsicht fest. weiterlesen…

Stimmen zur EEG-Novelle

Sehr gemischtes Echo auf Entwurf

PV auf Bio bei Wittenburg-Hagenow, Mecklenburg Vorpommern - Foto © Gerhard Hofmann für SolarifyWie zu erwarten, haben die Branchenverbände bereits eine Reform der Reform angemahnt. Zumal die in der EEG-Novelle formulierten Ausbauziele für die Erneuerbaren Energien bis 2030 schon sehr bald überholt sein werden. Das neue EU-Ziel müsste noch eingearbeitet werden, ebenso wie die EEG-Umlagebefreiung für Wasserstoff. „Es ist also keinesfalls sicher, dass das EEG 2021, wie es inzwischen offiziell heißt, zum 01.01.2021 in Kraft tritt. Oder doch noch im beginnenden Wahlkampf untergeht“, so der Tagesspiegel in seinem Background. weiterlesen…

E-Autos 50-80% besser als Diesel und Benziner

„Grüne“ Studie aus Eindhoven räumt auf

E-Mobilität - Foto © Gerhard Hofmann für SolarifyOliver Krischer, Verkehrs- und Energieexperte der Grünen im Bundestag, auf seiner Webseite: „Bisherige Studien waren nicht gerade schmeichelhaft, was die CO2-Bilanz von Elektroautos betrifft. Die Autoren Sinn/Buchal haben das ja auf die Spitze getrieben und ausgerechnet, dass der modernere Diesel 30% weniger CO2 emittiert. Studien vom ADAC oder dem ÖAC waren auch nicht viel besser und kommen auf einen ähnlichen CO2 Ausstoß bei Dieseln und Elektroautos.“ Eine Untersuchung der technischen Universität Eindhoven im Auftrag der grünen Bundestagsfraktion hat die erwähnten Vorgängerinnen einer Analyse unterzogen und kritisiert vor allem folgende Fehlannahmen: weiterlesen…

Oberleitungs-Lkw im Schwarzwald

18 Kilometer Teststrecke

Im Frühjahr 2021 sollen im Murgtal im Schwarzwald 18 Kilometer einer Teststrecke für Oberleitungs-Lkw in Betrieb gehen. Laut einer gemeinsamen Pressemitteilung des Bundesumweltministeriums mit dem Ministerium für Verkehr Baden-Württembergs will das Land dort die Praxistauglichkeit von O-Lkw, Lärmschutz, Luftschadstoffe und Aspekte autonomen Fahrens sowie den Vergleich mit der Bahn untersuchen. weiterlesen…