Energiewende ausgebremst

Eine erratischen Energiepolitik ist verantwortlich, nicht der Corona-Virus

Die deutsche Energiewende sollte eigentlich beispielhaft werden – geworden ist daraus aber ein Exempel dafür, wie man es nicht macht. Besonders ärgerlich findet Michael Bauchmüller am18.03.2020 in der Süddeutschen Zeitung, dass einige Politiker aus der Union versuchen, ihr politisches Versagen in der Corona-Krise zu verdrängen. Ein Kommentar. weiterlesen…

2019: Erneuerbare decken 17,1 Prozent des Bruttoendenergieverbrauchs

Strom mit Rekordwert von 42,1 Prozent – Wärme und Verkehr stagnieren

Die Erneuerbaren Energien hatten 2019 einen Anteil von 17,1 Prozent am Bruttoendenergieverbrauch, meldete das Umweltbundesamt (UBA) am 16.03.2020. Im Vorjahr lag der Anteil noch bei 16,5 Prozent. Damit sei das Ziel von 18 Prozent in Sichtweite, das Deutschland nach der EU-Erneuerbare-Energien-Richtlinie bis 2020 erreichen müsse. weiterlesen…

Vorausschauendes Handeln statt Euphorie

Internationale Aspekte der deutschen Wasserstoffambitionen
von Dominik Schäuble, IASS Potsdam, mit freundlicher Genehmigung

Eine deutsche Euphorie für Wasserstoff konstatiert Dominik Schäuble, Senior Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institute For Advanced Sustainability Studies (IASS) in Potsdam am 17.03.2020 im Berliner Tagesspiegel Background Energie & Klima. Den Markt in Gang zu bringen erfordere aber vorausschauendes Handeln – und erhebliche internationale Koordination. Besonders der europäischen Ebene kommt dabei aus seiner Sicht eine Schlüsselrolle zu. weiterlesen…

Vorbeugen besser als heilen

Krisen schaffen Klarheit und eröffnen Chancen – Fünf Vorschläge
-Gastbeitrag von Franz Baumann-

Covid-19 enthält Lehren für die Begrenzung der Erderhitzung. Fünf Vorschläge, was es jetzt braucht, um eine Havarie abzuwenden. Mike Campbell, eine Figur in Hemingways Roman „Fiesta“, wird gefragt, wie es zum Bankrott kam. „Zunächst ganz allmählich, dann plötzlich“, ist seine Antwort. Covid-19 zeigt, wie abrupt der Übergang von Glattgehen zu Havarie sein kann. weiterlesen…

Allianz pro Schiene: „Traurige Bilanz einer falschen Verkehrspolitik“

Daten des Umweltbundesamtes belegen: Bund fehlt ein Konzept für Verkehrswende

Verkehr in Berlin – Stau oder S-Bahn, eine Alternative – Foto © Gerhard Hofmann, Agentur Zukunft für Solarify“Der Klimaschutz erfordert mehr als Einzelmaßnahmen. Nötig ist ein Gesamtkonzept für eine Verkehrswende“ – so die am 16.03.2020. Als „traurige Bilanz einer falschen Verkehrspolitik“ hat Dirk Flege, Geschäftsführer der Allianz pro Schiene, die Daten des Umweltbundesamtes (UBA) zu den Treibhausgasemissionen bezeichnet: „Die erschreckenden Statistiken des Umweltbundesamtes für den Verkehr sind der amtliche Beleg dafür, dass der Bundesregierung ein ganzheitliches Konzept für eine Verkehrswende hin zu mehr Klimaschutz fehlt“. weiterlesen…

Solare Wärmenetze auf dem Vormarsch

2019 bundesweites Wachstum von 50 Prozent

Immer mehr Kommunen nutzen Wärmenetze, die mit Sonnenenergie gespeist werden – geringe Wärmekosten für die Nutzer und lokale Wertschöpfung. Wie Zahlen des vergangenen Jahres zeigen, wurden 2019 thermische Solarkollektorfelder mit einer Gesamtfläche von rund 35.000 Quadratmeter für Wärmenetze neu installiert. Die Leistung wuchs um rund 50 Prozent. Darauf weist die Plattform Erneuerbare Energien Baden-Württemberg („Baden-Württemberg steht auf Platz 1“) mit Verweis auf Zahlen des Mitglieds Steinbeis Forschungsinstitut Solites am 16.03.2020 hin. weiterlesen…

Coronavirus führt nur vorübergehend zu geringerem CO2-Ausstoß

Beispiele aus der Vergangenheit belegen das

Zweifellos werde die Coronavirus-Krise vorübergehend auch zu einem reduzierten CO2-Ausstoß führen, so der Energieexperte Patrick Graichen in SWR2. Ähnliche Entwicklungen aus der Vergangenheit zeigten aber, dass sich ohne strukturelle Veränderungen an dem Niveau des Energieverbrauchs nichts ändere. weiterlesen…

Handeln wollen, es aber (noch) nicht tun

Die einen sehen Heuchelei – andere ein Indiz für Wertewandel

Die Europäische Investitionsbank (EIB) hat Ergebnisse einer internationalen Umfrage veröffentlicht. Sie zeigen eine hohe Bereitschaft zum Klimaschutz – aber auch teils große Diskrepanzen zum tatsächlichen Verhalten. Doch laut Experten ist das weniger Heuchelei, sondern eher eine Chance für politische Veränderungen, wie Christiane Schulzki-Haddouti am 10.03.2020 auf klimafakten.de schrieb. weiterlesen…

„Corona-Notstand kein Modell für künftige Klimapolitik“

Weshalb wir aus der Corona-Not keine ökologische Tugend machen sollten

Derzeit erleben wir eine dramatische Unterbrechung unserer Routinen. Dieser Rückzug mag geboten sein, doch ökonomisch sind die Folgen fatal. Und wer im Notstand ein Modell für künftige Klimapolitik sieht, denkt zutiefst autoritär, sagt Ralf Fücks, Gastautor der Welt am 16.03.2020. weiterlesen…

Rückgang der Treibhausgasemissionen 2019 um 6,3 Prozent

Große Minderungen im Energiesektor, Anstieg im Gebäudesektor und Verkehr

In Deutschland wurden nach einer Medienmitteilung des Bundesumweltministeriums 2019 rund 805 Millionen Tonnen Treibhausgase freigesetzt – rund 54 Mio. t oder 6,3 Prozent weniger als 2018. Das zeige die vorläufige Treibhausgas-Bilanz des Umweltbundesamtes (UBA). Damit setze sich der positive Trend des Vorjahres auch 2019 fort. Mit Ausnahme des globalen Krisenjahres 2009 sei die Minderung im Jahr 2019 der größte jährliche Rückgang seit 1990. Die größten Fortschritte gab es in der Energiewirtschaft. Gründe für diese Entwicklung sind die erfolgreiche Reform des europäischen Emissionshandels, der niedrige Gaspreis, der Ausbau von Wind- und Sonnenenergie sowie die Abschaltung erster Kohlekraftwerksblöcke. Im Vergleich zu 1990 sanken die Emissionen in Deutschland um 35,7 Prozent. Bis 2030 will Deutschland seine Emissionen laut Klimaschutzgesetz um mindestens 55 Prozent mindern. weiterlesen…