Allianz pro Schiene: „Traurige Bilanz einer falschen Verkehrspolitik“

Daten des Umweltbundesamtes belegen: Bund fehlt ein Konzept für Verkehrswende

Verkehr in Berlin – Stau oder S-Bahn, eine Alternative – Foto © Gerhard Hofmann, Agentur Zukunft für Solarify“Der Klimaschutz erfordert mehr als Einzelmaßnahmen. Nötig ist ein Gesamtkonzept für eine Verkehrswende“ – so die am 16.03.2020. Als „traurige Bilanz einer falschen Verkehrspolitik“ hat Dirk Flege, Geschäftsführer der Allianz pro Schiene, die Daten des Umweltbundesamtes (UBA) zu den Treibhausgasemissionen bezeichnet: „Die erschreckenden Statistiken des Umweltbundesamtes für den Verkehr sind der amtliche Beleg dafür, dass der Bundesregierung ein ganzheitliches Konzept für eine Verkehrswende hin zu mehr Klimaschutz fehlt“. weiterlesen…

Solare Wärmenetze auf dem Vormarsch

2019 bundesweites Wachstum von 50 Prozent

Immer mehr Kommunen nutzen Wärmenetze, die mit Sonnenenergie gespeist werden – geringe Wärmekosten für die Nutzer und lokale Wertschöpfung. Wie Zahlen des vergangenen Jahres zeigen, wurden 2019 thermische Solarkollektorfelder mit einer Gesamtfläche von rund 35.000 Quadratmeter für Wärmenetze neu installiert. Die Leistung wuchs um rund 50 Prozent. Darauf weist die Plattform Erneuerbare Energien Baden-Württemberg („Baden-Württemberg steht auf Platz 1“) mit Verweis auf Zahlen des Mitglieds Steinbeis Forschungsinstitut Solites am 16.03.2020 hin. weiterlesen…

Coronavirus führt nur vorübergehend zu geringerem CO2-Ausstoß

Beispiele aus der Vergangenheit belegen das

Zweifellos werde die Coronavirus-Krise vorübergehend auch zu einem reduzierten CO2-Ausstoß führen, so der Energieexperte Patrick Graichen in SWR2. Ähnliche Entwicklungen aus der Vergangenheit zeigten aber, dass sich ohne strukturelle Veränderungen an dem Niveau des Energieverbrauchs nichts ändere. weiterlesen…

Handeln wollen, es aber (noch) nicht tun

Die einen sehen Heuchelei – andere ein Indiz für Wertewandel

Die Europäische Investitionsbank (EIB) hat Ergebnisse einer internationalen Umfrage veröffentlicht. Sie zeigen eine hohe Bereitschaft zum Klimaschutz – aber auch teils große Diskrepanzen zum tatsächlichen Verhalten. Doch laut Experten ist das weniger Heuchelei, sondern eher eine Chance für politische Veränderungen, wie Christiane Schulzki-Haddouti am 10.03.2020 auf klimafakten.de schrieb. weiterlesen…

„Corona-Notstand kein Modell für künftige Klimapolitik“

Weshalb wir aus der Corona-Not keine ökologische Tugend machen sollten

Derzeit erleben wir eine dramatische Unterbrechung unserer Routinen. Dieser Rückzug mag geboten sein, doch ökonomisch sind die Folgen fatal. Und wer im Notstand ein Modell für künftige Klimapolitik sieht, denkt zutiefst autoritär, sagt Ralf Fücks, Gastautor der Welt am 16.03.2020. weiterlesen…

Rückgang der Treibhausgasemissionen 2019 um 6,3 Prozent

Große Minderungen im Energiesektor, Anstieg im Gebäudesektor und Verkehr

In Deutschland wurden nach einer Medienmitteilung des Bundesumweltministeriums 2019 rund 805 Millionen Tonnen Treibhausgase freigesetzt – rund 54 Mio. t oder 6,3 Prozent weniger als 2018. Das zeige die vorläufige Treibhausgas-Bilanz des Umweltbundesamtes (UBA). Damit setze sich der positive Trend des Vorjahres auch 2019 fort. Mit Ausnahme des globalen Krisenjahres 2009 sei die Minderung im Jahr 2019 der größte jährliche Rückgang seit 1990. Die größten Fortschritte gab es in der Energiewirtschaft. Gründe für diese Entwicklung sind die erfolgreiche Reform des europäischen Emissionshandels, der niedrige Gaspreis, der Ausbau von Wind- und Sonnenenergie sowie die Abschaltung erster Kohlekraftwerksblöcke. Im Vergleich zu 1990 sanken die Emissionen in Deutschland um 35,7 Prozent. Bis 2030 will Deutschland seine Emissionen laut Klimaschutzgesetz um mindestens 55 Prozent mindern. weiterlesen…

Praxis kommunale Verkehrswende – ein Leitfaden

Heinrich-Böll-Stiftung mit guten Beispielen

Der Ruf nach einer besseren Mobilität wird immer lauter. Städte werden durch den zunehmenden und raumgreifenden Autoverkehr mehr und mehr unbewohnbar. Dessen CO2-Emissionen steigen, obwohl sie dringend sinken müssten. Die Menschen haben andere Erwartungen an Straßen und Plätze in ihren Kommunen, sie möchten keinen Stau, keine zugeparkten Fuß- und Radwege. Davon handelt der Leitfaden der Heinrich-Böll-Stiftung. weiterlesen…

Mehr als 70 Maßnahmen in umweltpolitischer Digitalagenda des BMU

IÖW: Wichtiger erster Schritt, aber noch kein Durchbruch

Bundesumweltministerin Svenja Schulze hat am 02.03.2020 in der Bundespressekonferenz in Berlin gemeinsam mit Wuppertal-Institut-Präsident Manfred Fischedick die umweltpolitische Digitalagenda ihres Ministeriums vorgelegt. Sie enthält mehr als 70 konkrete Maßnahmen. Zum einen soll die Digitalisierung in umweltverträgliche Bahnen gelenkt werden, und zum anderen sollen die Chancen der Digitalisierung für den Umweltschutz genutzt werden. Wissenschaftler des Instituts für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) würdigen die Agenda als ersten Schritt: Sie stelle einen wichtigen Beitrag zu einer zukunftsfähigen Gestaltung eines der bedeutendsten Innovationsfelder der heutigen Zeit dar, bedeute aber noch keinen Durchbruch.sche_Transformation_7c21976586.png“ alt=““ width=“210″ height=“118″ />wichtigen Beitrag zu einer zukunftsfähigen Gestaltung eines der bedeutendsten Innovationsfelder der heutigen Zeit dar. weiterlesen…

EU-Kommission will mehr Macht für Klimaschutz

Ab 2030 eigenmächtig Vorgaben erhöhen?

Nach Ansicht der EU-Kommission sollen ab 2030 Experten aus der Wissenschaft den Ausschlag für weitere Anhebungen der Klimaziele geben – so Manuel Först am 05.03.2020 im Portal energiezukunft. Geht es nach der EU-Kommission, will sie ab 2030 eigenständig die Klimaziele anheben. Nur eine qualifizierte Mehrheit aus Parlament und Mitgliedstaaten soll dies ablehnen können. Die Ziele bis 2030 gehen Klimaaktivisten jedoch nicht weit genug. weiterlesen…

Kaffeesatz als Rohstoffquelle

Biokunststoffe und Zusätze für unterschiedliche Papiersorten

Kaffee ist die zweitwichtigste Handelsware nach Erdöl. Ist der Kaffee einmal gebrüht, verbleibt als Rest der Kaffeesatz, der meistens im Abfall landet. Um diesen zu verwerten, startet nun das Projekt „InKa – Intermediate aus industriellem Kaffeesatz“, in dem einer Medienmitteilung vom 13.03.2020 folgend vom Fraunhofer UMSICHT zusammen mit Partnern mögliche Verwertungsansätze geprüft werden. Dabei wird der Kaffeesatz zunächst zu hochwertigen Zwischenprodukten verarbeitet, aus denen dann Biokunststoffe und Zusätze für unterschiedliche Papiersorten entstehen können. Auf der Hannover Messe vom 13. bis 17. Juli präsentiert das Forscherteam das Projekt. weiterlesen…