EU – bis 2050 klimaneutral

Kommission schlägt EU-Klimagesetz vor und startet Konsultation zum Europäischen Klimapakt

Sonnenblumen - Foto © Agentur Zukunft für Solarify„Die Kommission hat am 04.03.2020 einen Vorschlag vorgelegt, um die politische Zusage der EU, bis 2050 klimaneutral zu werden, rechtlich zu verankern und so unseren Planeten und die Menschen zu schützen. Mit dem Europäischen Klimagesetz wird 2050 als Ziel gesetzt und der Kurs für die gesamte EU-Politik festgelegt. Außerdem gibt das Klimagesetz Behörden, Unternehmen und Bürgern die nötige Planungssicherheit. Gleichzeitig startet die Kommission eine Konsultation zum geplanten Europäischen Klimapakt, um die Öffentlichkeit an der Konzeption dieses Instruments zu beteiligen“ – so eine Medienmitteilung aus Brüssel. weiterlesen…

Reaktionen auf EU-Klimagesetz

FAZ: „Erste Raketenstufe auf dem Weg zum Mond“

Rauch und CO2 - Kohlekraftwerk Schkopau, Uniper - Foto © Gerhard Hofmann für SolarifyTrotz der vollmundigen Überschrift in der FAZ kritisierten – ebenso wie Greta Thunberg („Kapitulation“) – auch Umweltverbände und Grüne am EU-Klimagesetz, es gehe nicht weit genug. „Der Entwurf für das EU-Klimagesetz ist eine Enttäuschung“, erklärte der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND). „Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hatte bei der Vorstellung ihres Green Deal die Klimaschutz-Ambitionen der Europäischen Union mit der Mondlandung verglichen. Doch statt des großen Schritts für die Menschheit bleibt es bei zaghaftem Getrippel.“ Laut PIK-Direktor Ottmar Edenhofer ist es „an der Zeit, nicht mehr herum trippeln, sondern sich in Bewegung zu setzen. Es genügt aber nicht, die richtigen Ziele zu setzen. Wir brauchen klar definierte Wege und kurzfristige Einstiegspunkte, um die Ziele tatsächlich zu erreichen.“ weiterlesen…

Luftverschmutzung unter den weltweit führenden Gesundheitsrisiken

Durchschnittlich drei Jahre verloren – „gefährlicher als Rauchen“

Mainzer Forscher haben berechnet und in Cardiovascular Research publiziert: Die Folgen der Luftverschmutzung verkürzen das Leben der Menschen weltweit statistisch um durchschnittlich fast drei Jahre. Wird der Mensch langfristig der Luftverschmutzung ausgesetzt, erhöht sich das Risiko von Herz- und Atemwegserkrankungen – so Medienmitteilungen aus Mainz. Aus vielen Kohortenstudien wurde ein neuartiges Global Exposure Mortality Model (GEMM) abgeleitet, das eine deutlich verbesserte Erfassung der Exposition gegenüber Feinstaub ermöglicht. Die Forscher haben das GEMM angewandt, um die auf die Luftverschmutzung zurückzuführende gestiegene Sterblichkeit im globalen Maßstab zu bewerten und mit anderen Risikofaktoren zu vergleichen. weiterlesen…

BMU fördert verstärkt Fahrradinfrastruktur

75 bis 90 Prozent der Kosten für neue Projekte werden übernommen

Fahrräder und Roller, Berlin - Foto © Agentur Zukunft für SolarifyKünftig wird das Bundesumweltministerium die Fahrradinfrastruktur in Deutschland noch stärker fördern. Bis zu 75 Prozent der Kosten für neue Projekte werden übernommen. Finanzschwache Kommunen können mit bis zu 90 Prozent gefördert werden. Mit dem novellierten Förderaufruf „Klimaschutz durch Radverkehr“ reagiert das Ministerium einer Medienmitteilung folgend auf die große Nachfrage nach mehr und besserer Radverkehrsinfrastruktur. So wurden die Fördertatbestände konkretisiert, eine höhere Förderquote und ein zweites Skizzenfenster eingeführt. Mit der finanziellen Unterstützung aus der Nationalen Klimaschutzinitiative (NKI) sollen attraktive Angebote für einen nachhaltigen Radverkehr entwickelt werden. weiterlesen…

Drei Schritte für den Stopp des Artenverlustes

BUND und MdEP Martin Häusling zum Tag des Artenschutzes

Blumenwiese - Foto © Agentur Zukunft für SolarifyAnlässlich des Internationalen Tags des Artenschutzes am 03.03.2020 fordert der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) eine Drei-Punkte-Strategie für Artenschutz. In Deutschland ist jede dritte Tier- und Pflanzenart in ihrem Bestand bedroht, bei den Wirbeltieren sind es gar zwei von drei Arten. Zahlreiche Arten sind vom Aussterben bedroht, unter anderem fast ein Fünftel aller Tagfalterarten. Der Europa-Abgeordnete Martin Häusling verlangt „konkrete politische Vorgaben zum Stopp des Artensterbens“. weiterlesen…

Flug-Kompensationen – moderner Ablasshandel?

Sorgen CO2-Abgaben für mehr als ein gutes Gewissen?

Flugzeuge in TXL - Foto © Gerhard Hofmann, Agentur Zukunft für SolarifySchon seit längerem in der Diskussion: der klimaneutrale Urlaub. Die Idee: Urlauber zahlen an eine der sechs Kompensationsagenturen, die investieren in verschiedene Klimaschutzprojekte, um den CO2-Mehrausstoß auszugleichen. Aber ist das wirklich nachhaltig – oder unseriöse Geldmacherei? fragt Björn Tritschler auf der RBB-Internetseite (nicht mehr abrufbar) . weiterlesen…

Automanager setzen auf E-Mobilität und Wasserstoff

PwC-Umfrage

Die E-Mobilität, wie sie im Mai 2016 von VW verkündet wurde*, ist längst nicht die einzige Option. Denn deutsche Autobauer müssten den Verkauf von E-Autos stark steigern, um die Klimavorgaben der EU zu erfüllen und keine Strafen zu riskieren. Denn 2021 dürfen neue Autos in der EU im Durchschnitt nur noch 95 Gramm CO2 ausstoßen. Daher setzen viele nicht nur auf Elektroautos, sondern auch auf die Wasserstoff-Brennstoffzelle. Die Unternehmensberatung Price Waterhouse Coopers hatte 210 Branchen-Führungskräfte befragt – 83 Prozent fordern von der Regierung, die Mobilität technologie-offen zu unterstützen, so zahlreiche Medien. weiterlesen…

EWI: Kohleausstieg wirkt auf Frequenzstabilität

Stabilität der Stromnetze ohne Gegenmaßnahmen künftig nicht mehr uneingeschränkt gesichert

Strommasten bei Ribbeck im Havelland - Foto © Agentur Zukunft für SolarifyWeil die konventionelle Stromerzeugung zurückgeht – zum Beispiel durch den Kohleausstieg – ist die Stabilität der Stromnetze ohne Gegenmaßnahmen künftig nicht mehr uneingeschränkt gesichert. Das und was man dagegen tun könnte, zeigen Wissenschaftler des Energiewirtschaftlichen Instituts (EWI) und des Beratungsunternehmens ef.Ruhr in einer am 02.03.2020 in Köln publizierten Studie, die im Auftrag der Siemens AG erstellt wurde. weiterlesen…

Das Beste aus Offshore-Wind machen

Physikalische Grenzen für Windenergie in Deutscher Bucht?

Windgenerator - Foto © Agentur Zukunft für SolarifyIm Rahmen ihres europäischen Green Deal will die EU-Kommission 2020 eine Strategie zur Offshore-Windenergie vorlegen – eine dringend notwendige Strategie , da das Ziel eines klimaneutralen Europas einen massiven Ausbau der Offshore-Windenergie erfordert. Dafür braucht es eine Neubewertung des Potenzials der Offshore-Windenergie in der deutschen Nordsee. Damit beauftragten Agora Energiewende und Agora Verkehrswende das Department of Wind Energy an der Technischen Universität von Dänemark (DTU ) sowie das Max-Planck-Institut für Biogeochemie in Jena (MPI-BGC) mit der Simulation künftiger Offshore-Windausbauszenarien für den deutschen Teil der Nordsee mit zwei unterschiedlichen Modellierungsansätzen. weiterlesen…

Waldschäden: BMEL veröffentlicht aktuelle Zahlen

800 Millionen zusätzliche Hilfen für Waldbesitzer – Bundesländer zuständig für Umsetzung

Waldsterben oberhalb von Ramsau, Obb. - Foto © Gerhard Hofmann, Agentur Zukunft für SolarifyDas Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) hat aktuelle Zahlen zu den Waldschäden veröffentlicht, die seit Beginn des Jahres 2018 in Deutschland entstanden sind – durch Stürme, die extreme Dürre, Waldbrände und den Borkenkäferbefall. weiterlesen…