40 Grad Hitze in Deutschland – bald Normalität?

PIK-Forscher zur aktuellen Hitzewelle

Weite Teile Europas leiden unter einer Hitzewelle. In Deutschland könnten in diesen Tagen 40 Grad erreicht werden. Ist das noch eine übliche Sommerhitze oder steckt schon der Klimawandel dahinter? Dazu die Klimaforscher Stefan Rahmstorf und Dim Coumo vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung und den Universitäten Potsdam und Amsterdam am 24.06.2019. weiterlesen…

„Eher eine Lösung aus der Vergangenheit“

Regierung gegen generelles Tempolimit

Die Bundesregierung, genauer: das Bundesverkehrsministerium, hält ein generelles Tempolimit von 130 km/h auf Autobahnen nicht für sinnvoll – weder im Hinblick auf den Klimaschutz noch als Beitrag zur Senkung der Zahl von Verkehrstoten – so der parlamentseigene Pressedienst heute im bundestag. Das habe der Parlamentarische Staatssekretär im BMVI, Steffen Bilger (CDU), am 24.06.2019 während einer öffentlichen Sitzung des Petitionsausschusses deutlich gemacht. Das BMVI setze in Sachen Klimaschutz mehr auf Innovationen und Anreize als auf Verbote, sagte Bilger in der Sitzung und verwies unter anderem auf die Bemühungen des Ministeriums zur Verbesserung des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV), der Stärkung der Radinfrastruktur und einer besseren Verkehrslenkung durch Möglichkeiten der Digitalisierung. weiterlesen…

Lesehinweis: Batterien für die Energiewende

Speichertechnologien entfesseln – Übertragungsnetzbetreiber bändigen!

Clemens Triebel fordert im Fachblatt ERNEUERBARE ENERGIEN, die Netzbetreiber müssten sich in den Dienst der Energiewende stellen, wenn wir zu einer stärker dezentralisierten Energiewelt kommen wollten: „Ein Erneuerbares Energiesystem ist ohne Speicher technisch gesehen eine Illusion. Das war schon in den frühen 2000er Jahren klar, als wir mit Solon Labs und später Younicos die Protagonisten des Energiespeichermarktes mit gegründet haben. Unsere Motivation war es, die Systemgrenze beim Ausbau der volatilen Wind- und Solarkraftwerke durch die Markteinführung von Speichern zu überwinden.“ weiterlesen…

Höhere Versorgungssicherheit, geringere Kosten, mehr Klimaschutz

Mit Erneuerbaren Energien das Stromsystem in Südosteuropa verbessern

Ein Anteil von 50 Prozent Erneuerbarer Energien am Strommix und der Ausbau der Stromnetze bis 2030 würde in den Ländern Südosteuropas sowohl die Kosten des Stromsystems verringern als auch die Versorgungssicherheit erhöhen. Zudem löst sich so das Problem, dass aktuell in der Region mehr als die Hälfte des Stroms in alten, ineffizienten und klimaschädlichen Braunkohlekraftwerken produziert wird, die jedoch in den nächsten Jahren ersetzt werden müssen. Das zeigt eine Analyse für den Berliner Thinktank Agora Energiewende. Darin wurde modelliert, wie sich die Stromnachfrage des Jahres 2030 bei einer Reduktion der Kohleverstromung um rund 60 Prozent bei gleichzeitiger Verdoppelung der Wind- und Photovoltaikkapazitäten decken lässt. weiterlesen…

Ärzte-Mahnwache in Berlin-Pankow

„Patientin Erde auf der Intensivstation“

Die Deutsche Allianz Klimawandel und Gesundheit e.V. (KLUG) hat vom 22. bis 23.06.2019 eine Mahnwache mit dem Titel „Klimawandel macht krank – Patientin Erde auf der Intensivstation“ an der Kirche in Berlin-Pankow abgehalten. Die fiebernde Erde wurde als Intensivpatientin, mit Infusion versehen, auf einer Trage liegend, von Ärzten und Pflegepersonal rund um die Uhr versorgt. Diese Metapher hat sich bei den bisherigen Mahnwachen bewährt, da es den komplexen Sachverhalt der Erderhitzung verständlich macht. KLUG will aufmerksam machen und Nachdenklichkeit schaffen, nicht konfrontieren und abgrenzen. weiterlesen…

Erste Professur für Klimawandel und Gesundheit in Deutschland

Sabine Gabrysch vom PIK an Charité berufen

Macht der Klimawandel krank? Um die Zusammenhänge zwischen Klimaveränderungen und der Bevölkerungsgesundheit zu erforschen, hat die Charité – Universitätsmedizin Berlin gemeinsam mit dem Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) die bundesweit erste Professur für Klimawandel und Gesundheit eingerichtet. Für die neue Position wurde die Medizinerin und Epidemiologin Prof. Sabine Gabrysch gewonnen. Am 17.06.2019 trat sie ihr Amt an. weiterlesen…

Viele Worte, wenig Taten: UN-Nachhaltigkeitsziele könnten scheitern

Aktueller SDG-Report: Welt redet zwar viel über Nachhaltigkeitsziele, tut aber zu wenig

Was als historischer Gipfel begann, könnte als reines Lippenbekenntnis enden. Vor vier Jahren haben sich 193 Staaten auf die Umsetzung der 17 UN-Nachhaltigkeitsziele (Sustainable Development Goals, SDGs – siehe solarify.eu/sdgs) geeinigt. Die Bekämpfung von Armut und Hunger gehört ebenso dazu wie die Verpflichtung zu mehr Klimaschutz oder besseren Bildungschancen. Dieses Jahr wollen die Staats- und Regierungschefs erstmals für eine Zwischenbilanz zusammenkommen. Wie die Bertelsmann-Stiftung am 19.06.2019 mitteilte, dürften die Ergebnisse ernüchternd ausfallen: Die aktuelle Ausgabe des SDG-Reports zeigt, dass kein Land auf dem Weg ist, alle Ziele bis 2030 zu erreichen. weiterlesen…

Lesehinweis: „Klimawandel zerreißt Ölindustrie“

Europa pro – US contra Klimaschutz

Kontrapunktisch beschreiben zwei FAZ-Autoren die Situation der Ölriesen angesichts des Klimawandels: Der Londoner Wirtschaftskorrespondent Marcus Theurer stellt fest, dass „Europas Ölriesen zunehmend in Windparks und Batteriehersteller investieren“. Dagegen setze die Konkurrenz aus Amerika noch voll auf fossile Brennstoffe – und fürchte ganz andere Folgen, schreibt sein New Yorker Kollege . weiterlesen…

UBA: Endenergieverbrauch und Energieeffizienz des Verkehrs

Beide steigen seit 2010 an

Lkw und Flugzeuge benötigten 2017 deutlich mehr Energie als noch 1995. Das Verkehrswachstum im Güter- und Personenverkehr kompensierte die technischen Verbesserungen an den Fahr- und Flugzeugen. Nur im Schienenverkehr sanken seit 1995 sowohl der spezifische wie der absolute Energieverbrauch. Mit 29,6 Prozent liegt der Energieverbrauch des Verkehrs 2017 bei 754 Mrd. kWh. Zahlen aus dem Umweltbundesamt vom 29.05.2019. weiterlesen…