Lesehinweis: „Klimawandel zerreißt Ölindustrie“

Europa pro – US contra Klimaschutz

Kontrapunktisch beschreiben zwei FAZ-Autoren die Situation der Ölriesen angesichts des Klimawandels: Der Londoner Wirtschaftskorrespondent Marcus Theurer stellt fest, dass „Europas Ölriesen zunehmend in Windparks und Batteriehersteller investieren“. Dagegen setze die Konkurrenz aus Amerika noch voll auf fossile Brennstoffe – und fürchte ganz andere Folgen, schreibt sein New Yorker Kollege . weiterlesen…

UBA: Endenergieverbrauch und Energieeffizienz des Verkehrs

Beide steigen seit 2010 an

Lkw und Flugzeuge benötigten 2017 deutlich mehr Energie als noch 1995. Das Verkehrswachstum im Güter- und Personenverkehr kompensierte die technischen Verbesserungen an den Fahr- und Flugzeugen. Nur im Schienenverkehr sanken seit 1995 sowohl der spezifische wie der absolute Energieverbrauch. Mit 29,6 Prozent liegt der Energieverbrauch des Verkehrs 2017 bei 754 Mrd. kWh. Zahlen aus dem Umweltbundesamt vom 29.05.2019. weiterlesen…

Starkes Signal für nachhaltiges Finanzwesen aus Brüssel

EU-Expertengruppe (TEG) streicht Kohle und Atomkraft aus grünen Finanzprodukten

Am 18.06.2019 hat die technische Expertengruppe (TEG) der EU-Kommission Empfehlungen zu nachhaltigem Finanzwesen veröffentlicht. Letztes Frühjahr hatte die EU-Kommission im Rahmen ihres Aktionsplans für ein nachhaltiges Finanzwesen dazu verschiedene Gesetzesvorschläge vorgelegt. Die Empfehlungen der Expertengruppe beziehen sich auf die Ausgestaltung der Klassifizierung für nachhaltige Anlagen (Taxonomie), eine Methodik für nachhaltige Vergleichsindizes, Maßgaben für klimabezogene Offenlegungspflichten und die Ausgestaltung eines EU-Standards für grüne Anleihen (Green Bonds). weiterlesen…

Reallabore voll im Trend

Neuer In Brief vom Wuppertal-Institut zum vielversprechenden Forschungsformat erschienen

Seit fünf Jahren werden Reallabore immer populärer. Das Wuppertal Institut prägte den Weg des Forschungsformats entscheidend mit. Welche Perspektiven eröffnen Reallabore für die künftige Forschung? Antworten darauf geben die Mitglieder des Wuppertal Instituts einer Pressemitteilung vom 18.06.2019 zufolge im neuen In Brief. weiterlesen…

Fragen und Antworten zum Kohleausstieg

Gesetzgebung zum Kohleausstieg noch 2019 – Deutschland bleibt Stromexporteur

Das geplante Kohleausstiegsgesetz (offiziell „Strukturstärkungsgesetz Kohleregionen“) soll aus zwei Teilen bestehen – einmal das „Investitionsgesetz Kohleregionen“, zum anderen Änderungen an bestehenden Gesetzen. Die Eckpunkte für das Gesetz habe das Bundeskabinett beschlossen, auf dieser Basis solle ein Referentenentwurf erstellt werden. Das steht in der Antwort der Bundesregierung (19/10557) auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion (19/10270). Aus einer weiteren Antwort auf eine FDP-Anfrage (19/10556) geht hervor, dass Deutschland selbst bei einem schrittweisen Ausstieg aus der Kohleverstromung und gleichzeitigem Ausbau der Erneuerbaren Energien Netto-Stromexporteur bleibt – so der parlamentseigene Pressedienst heute im bundestag in zwei Artikeln (hib/648524 und hib/648370). weiterlesen…

Regierung: Energiepreise werden überprüft

Finanzpolitische Aspekte des Klimakabinetts

Die Bundesregierung überprüft eben die Auswirkungen von bestehenden, hoheitlich veranlassten Energiepreisbestandteilen in Form von Abgaben, Umlagen und Steuern. Dies teilt sie in ihrer Antwort (19/10845) auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion (19/10119) mit, die sich nach den finanzpolitischen Aspekten des Klimakabinetts erkundigt hatte. Es existiere allerdings noch keine abschließende Übersicht von Maßnahmen beziehungsweise Initiativen – so der parlamentseigene Pressedienst heute im bundestag. Kurzfristig beabsichtige das Finanzministerium, die steuerliche Förderung der Elektromobilität in die Beratungen des Klimakabinetts einzubringen. Außerdem werde das Thema „Sustainable Finance“ in verschiedenen Zusammenhängen aktiv eingebracht. (hib/HLE) weiterlesen…

Vorerst keine Innovationsausschreibung

Termin 01.09.2019 nicht zu halten

Eigentlich sollte es zum 01.09.2019 die erste technologieneutrale Innovationsausschreibung geben. Aus einer Antwort auf eine Kleine Anfrage der Grünen geht jetzt allerdings hervor, dass der Termin nicht zu halten ist. Angeblich wird aber angestrebt, die Auktion noch in diesem Jahr zu öffnen. Die ersten Gerüchte waren bereits beim BDEW-Kongress Anfang Juni durchgesickert: Jetzt räumte die Bundesregierung ein: „Der 1. September 2019 wird als erster Gebotstermin voraussichtlich nicht gehalten werden können.“ Der Gründe sind gleich mehrere. weiterlesen…

Vulkansteine als Energiespeicher?

Mögliche Lösung des Speicher-Problems

„Tanz auf dem Vulkan“ titelte Sandra Enkhardt auf pv magazine. „Billiger als Batterien, schnell verfügbar und aus einfachem Material: Ein weltweit einmaliger Energiespeicher nimmt im Hamburger Hafen seine Arbeit auf. Das Herz des elektrothermischen Speichers ist ein Bunker mit Tausend Tonnen Vulkangestein,“ textete Clemens Weiß auf energiezukunft. pv magazine: „In der Pilotanalage in Hamburg können 130 MWh Energie bis zu einer Woche gespeichert werden. Ziel der Projektpartner ist eine Speicherkapazität im Gigawattstunden-Bereich zu erreichen. Die beteiligten Partner sprechen von einer Weltpremiere“. (Foto: Vulkanstein-Speicher im Hamburger Hafen – Foto © Siemens-Gamesa) weiterlesen…

Waldböden bessere Kohlenstoffspeicher als erwartet

Uni Hohenheim erforscht Mikroorganismen in bisher unerforschten Tiefen – Werkstattbericht

Pilze in tiefen Waldbodenschichten sind winzig klein – doch sie besitzen eine große Fähigkeit: Sie können Kohlenstoffe nachhaltig speichern. Dies hat ein Forscherteam der Universität Hohenheim in Stuttgart herausgefunden. Mit einem aufwändigen Verfahren sind die Wissenschaftler in bislang unerforschte Tiefen vorgedrungen. Das Ergebnis kann für konkrete Maßnahmen gegen die globale Erderwärmung bedeutend sein. weiterlesen…

EU nicht bis 2050 treibhausgas-neutral

Ostländer machen nicht mit – BEE und Germanwatch fordern Nachbesserung

Gestern (20.06.2019) titelte n-tv noch optimistisch: „Gipfel könnte CO2-Plan fassenMerkel bekennt sich zu klimaneutraler EU“. Nach einigem Zögern unterstütze die Bundesregierung nun doch „ausdrücklich“ die Verpflichtung, „Klimaneutralität bis zum Jahr 2050 zu erreichen“, so Merkel kurz vor Beginn des EU-Gipfels in Brüssel. Doch daraus wurde nichts: „EU-Klimaziel wird zur Fußnote“ – die Verhandlungen seien vor allem am Widerstand aus Osteuropa gescheitert, so derSpiegel tags darauf. weiterlesen…