Künstliche Intelligenz für Stromnetz der Zukunft

Projekt „Data4Grid“ der dena erforscht Möglichkeiten des Einsatzes von KI und Datenanalyse in Stromverteilnetzen

Das Stromnetz wird zunehmend dezentralisiert und digitalisiert, was neue Herausforderungen für die Netzbetreiber mit sich bringt. Lösungen für diese Probleme könnten im Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) liegen. Das Projekt „Data4Grid“ der Deutschen Energie-Agentur erforscht die Möglichkeiten des Einsatzes von KI und Datenanalyse in Stromverteilnetzen. Der Expertenbericht ist jetzt online verfügbar und untersucht unter anderem den Umgang mit sensiblen Daten und den rechtlichen Rahmen für KI in der Energiewirtschaft. Das Fraunhofer-Institut für Energiewirtschaft und Energiesystem IEE erstellte ein wissenschaftliches Gutachten zum Thema Datenanalyse und KI im Stromverteilnetz. weiterlesen…

Klimaschutz-Infrastruktur statt klimaschädlicher Autobahn-Neubauten beschleunigen

Planungsbeschleunigung im Koalitionsausschuss sorgfältig abwägen

Anlässlich der am 26.01.2023 geplanten Sitzung des Koalitionsausschusses forderte die Deutsche Umwelthilfe (DUH) die Ampel-Koalition auf, die Pläne von Verkehrsminister Wissing zum Neubau zahlreicher Autobahnkilometer zurückzuweisen. Der „Entwurf eines Gesetzes zur Beschleunigung von Genehmigungsverfahren im Verkehrsbereich“ stellt keine Priorisierung besonders wichtiger Infrastrukturvorhaben im Verkehrssektor dar. Stattdessen sollen damit noch mehr klimaschädliche Autobahnen im Eiltempo entstehen, ohne Rücksicht auf verbindliche Vorgaben zu Klimaschutz, Schutz der Artenvielfalt und weniger Flächenversiegelung. weiterlesen…

Umwelt und Verkehr einander nicht grün

BMDV stärkt Biosprit-Herstellern den Rücken

Erneuter Konfliktstoff für die Ampel: Mit harschen Worten hat der Verband der Deutschen Biokraftstoffindustrie (VDB) auf den am 24.01.2023 bekannt gewordenen Referentenentwurf aus dem Bundesumweltministerium (BMUV) zum Biokraftstoff-Ausstieg reagiert. Gleichzeitig sagte das Bundesverkehrsministerium (BMVDI) in der Debatte über die zukünftige Nutzung von konventionellen Biokraftstoffen wie Biodiesel und Bioethanol laut Jonathan Packroff auf EURACTIV.de den Kraftstoffherstellern Unterstützung zu. weiterlesen…

Deutschland nicht auf Klima-Kurs

BUND verklagt Bundesregierung auf wirksamen Klimaschutz im Verkehrs- und Gebäudebereich – DUH mit inzwischen 29 Klagen in Städten

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) verklagt die Bundesregierung wegen Nichteinhaltung der im Bundes-Klimaschutzgesetz (KSG) festgeschriebenen Treibhausgas-Sektorziele für Verkehr und Gebäude*). Der Umweltverband verlangt in seiner beim Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg eingereichten Klage den Beschluss von Sofortprogrammen, wie sie das KSG vorsieht (§ 8). Diese Sofortprogramme müssen Maßnahmen zur Einhaltung der jährlichen Sektor-Ziele beinhalten. Die vorherige Aufforderung des BUND, ein wirksames Sofortprogramm vorzulegen, ließ die Regierung unbeachtet. Die Deutsche Umwelthilfe hat inzwischen in 39 Städten den Rechtsweg gewählt und klagt auf saubere Luft. weiterlesen…

BR: Große Hoffnungen in Bayern auf grünen Wasserstoff

Aber Strompreisbremse wirkt kontraproduktiv

Wasserstoff-Tanklastzug - Foto © Gerhard Hofmann für Solarify„Eine ganze Branche ist in Bewegung“. In Zeiten der Energiekrise komme dem grünen Wasserstoff eine Schlüsselrolle zu, so in einer Sendung des Bayerischen Rundfunks am 22.01.2023. Aber inzwischen mache sich Enttäuschung breit: Der Grund sei die Strompreisbremse der Bundesregierung, die sich als Wasserstoffbremse herausstelle. weiterlesen…

Zu arm, um zu gehen

Klimawandel behindert Migration durch Schwächung des Wirtschaftswachstums in Herkunftsländern

Der Klimawandel verstärkt Migration weltweit. In den vergangenen 30 Jahren wurde dieser Effekt aber stark verringert, weil der Klimawandel das Wirtschaftswachstum in den Ländern des globalen Südens schwächt. Das haben Forschende des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) herausgefunden, indem sie die beobachteten Migrationsströme mit einem Szenario ohne die Auswirkungen des Klimawandels verglichen haben. weiterlesen…

Digitales und Kreislaufwirtschaft

Konzeptioneller Rahmen

Jüngste Studien haben sich dafür ausgesprochen, dass digitale Technologien (DTs) den Übergang vom linearen Wirtschaftsmodell zum Kreislaufwirtschaftsmodell (CE) positiv beeinflussen und Unternehmen bei der Umsetzung von Kreislaufstrategien unterstützen können. Trotz dieser allgemeinen Aussage wird in der Literatur immer noch übersehen, wie Unternehmen verschiedene digitale Technologien der Industrie 4.0 über den gesamten Produktlebenszyklus hinweg anwenden sollten, um CE-bezogene Strategien zu operationalisieren. Um diese Lücke zu schließen, wird in einem Beitrag in MDPI Sustainability („Untersuchung, wie digitale Technologien eine Produkt-Kreislaufwirtschaft ermöglichen„) ein konzeptioneller Rahmen vorgeschlagen, der die DTs im Hinblick auf die Operationalisierung von CE aus der Perspektive des Produktlebenszyklus untersucht. weiterlesen…

Kreislauf-Startups arbeiten im Giga-Maßstab an Lösungen

Vierte Kohorte des Förderprogramms Circular Economy Accelerator

4,5 Milliarden Tonnen Zement werden pro Jahr produziert und verursachen acht Prozent der globalen CO2-Emissionen. 80 Prozent des Abwassers von Industrie und Haushalten gehen auf unserem Planeten ungeklärt in die Umwelt. Sieben Milliarden Tonnen industrieller Abfälle entstehen jedes Jahr – einige der Zahlen, die verdeutlichen, in welchem Maßstab die Herausforderungen von heute bestehen. Die gute Nachricht: Es gibt zu all diesen Punkten Lösungen und zwar mit einem Potenzial in der Größenordnung von Milliarden Tonnen, also einem „Giga-Impact“. Die besten Ideen werden ab dem 30.01.2023 von 14 jungen Unternehmen aus der ganzen Welt im Circular Valley® weiterentwickelt. (Foto: Baustoffe aus recyceltem Plastik – © Circular Economy Accelerator-Teilnehmer RecycleX) weiterlesen…

Ammoniak – zentraler Baustein der Energiewende

Aber: Wie Stickstoff mit weniger Druck und Hitze fixieren?

Ammoniak, wichtige Chemikalie in Landwirtschaft und Industrie (inzwischen auch als klimaneutraler Zukunftstreibstoff), ist zwar giftig und riecht stechend, wird aber seit 1913 in großem Maßstab (jährlich weltweit 180 Millionen Tonnen) nach dem Haber-Bosch-Verfahren hergestellt, industriell aus Distickstoff und Dihydrogen mit Hilfe heterogener Katalysatoren unter harten Reaktionsbedingungen (bis 500° C und 350 bar). Die Umweltauswirkungen dieses Prozesses (Dihydrogen aus fossilen Brennstoffen, mit dem Nebenprodukt Kohlendioxid), bei dem Methan als Brenn- und Ausgangsstoff für Wasserstoff verwendet wird, begründeten die Notwendigkeit einer nachhaltigeren Ammoniakproduktion: Daher ist die Entwicklung eines synthetischen Ansatzes zur Herstellung von Ammoniak, bei dem keine fossilen Brennstoffe verwendet werden, unter dem Gesichtspunkt der Nachhaltigkeit besonders wünschenswert. Viele Strategien, die erneuerbaren Wasserstoff verwenden, sind jedoch nicht mit den bestehenden Verfahren zur Ammoniakabtrennung kompatibel. weiterlesen…

Heizungsmarkt 2022: Rekordjahr für Wärmepumpen

Verbände: „Es braucht dennoch weitere unterstützende Maßnahmen entlang der gesamten Wertschöpfungskette“

Die Wärmepumpe ist mit einem Plus von 53 Prozent gegenüber dem Vorjahr die prozentual am stärksten wachsende Technologie im deutschen Heizungsmarkt. Das geht aus den Zahlen hervor, die der Bundesverband der Deutschen Heizungsindustrie (BDH) am 17.01.2023 gemeinsam mit dem Bundesverband Wärmepumpe (BWP) vorgelegt hat. In absoluten Zahlen wurden im Jahr 2022 in Deutschland insgesamt 236.000 Wärmepumpen in Verkehr gebracht. „Die deutschen Hersteller investieren massiv in den Ausbau der Produktionskapazitäten für Wärmepumpen. Gemeinsam mit unseren Marktpartnern setzen wir alles daran, den erfolgreichen Markthochlauf der Wärmepumpe weiter voranzutreiben“, betont BDH-Präsident Jan Brockmann. weiterlesen…