BSW: Jährlich durchschnittlich 10 GW mehr PV erforderlich

Enttäuschung über EEG-2021-Reförmchen

Enttäuscht hat die Solarwirtschaft auf Pläne der Großen Koalition reagiert, den Ausbau der Photovoltaik 2022 einmalig um vier Gigawatt anzuheben. Zu den am 23.04.2021 bekannt gewordenen Plänen erklärte BSW-Hauptgeschäftsführer Carsten Körnig: „Mit einem Feuerlöscher lässt sich ein verheerender Waldbrand nicht löschen, mit vier Gigawatt mehr Photovoltaik nicht der Klimakollaps verhindern!“ Der BSW fordert stattdessen, die installierte Photovoltaik-Kapazität bis 2030 zu vervierfachen und das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) entsprechend zu überarbeiten. weiterlesen…

Zum Earth Day: 16 Orientierungspunkte von S4F

Klimaverträgliche Energieversorgung für Deutschland

Als fairer Beitrag Deutschlands zur Einhaltung der globalen 1,5-Grad-Grenze stellten die Scientists for Future am 16 Orientierungspunkte für eine klimaverträgliche Energieversorgung vor. Ihrer Überzeugung nach müssen dafür für die deutschen energiebedingten CO2-Emissionen in etwa 15 Jahren weitgehend auf Null sinken. Energieeinsparung hilft, den notwendigen Ausbau von regenerativen Erzeugungskapazitäten zu verringern. Der Verkehrssektor kann ebenso wie die Bereiche Prozess- und Gebäudewärme hierzu wesentlich beitragen. Die Nutzung von Kernenergie ist mit großen Risiken belastet. Biomasse in Form von Energiepflanzen zu nutzen, ist ineffizient und steht im Konflikt mit anderen Arten der Landnutzung (Grafik: 16 S4F-Punkte zum Earth Day – © de.scientists4future.org, Martin Kräling, www.antigraphics.de, Berlin, CC BY-SA 4.0). weiterlesen…

Erste EEG-2021-Schritte

Größere Ausschreibungsmengen bei Wind und Solar – Reaktionen

Die Koalition hat sich laut tagesschau.de auf zusätzliche Ausschreibungen für den Ausbau von Windkraft und Photovoltaik für 2022 verständigt. Zudem sollen Genehmigungsverfahren im Immissionsschutzgesetz erleichtert werden. Außerdem sollen die Stromverbraucher bei den Strompreisen um Milliarden entlastet werden. Dazu soll die EEG-Umlage auch 2023 und 2024 mit Mitteln aus dem Bundeshaushalt stabilisiert werden.Erfreut reagierte der Bundesverband Erneuerbare Energie darauf, dass sich die Koalition auf eine Erhöhung der Ausschreibungsmengen bei Wind und Solar geeinigt hat. Aber – so eine Medienmitteilung – „weitere Schritte müssen folgen“. Der VKU spricht von „guten Korrekturen“ und der Bundesverband Wärmepumpe sieht Schritte in die richtige Richtung“. weiterlesen…

Dynamisch, zeitabhängig und sparsamer Strom verbrauchen

Drei flexible Tarife untersucht

Dynamische, zeitabhängige Stromtarife könnten für mehr Ökostromverbrauch und weniger CO2-Belastung sorgen. Kunden, Umwelt und das Klima sollen mit ihnen durch intensive, gezielte Ökostromnutzung profitieren. Beim Verbrauch soll Geld durch Mitnahmeeffekte bei niedrigen Börsenstrompreisen gespart und sogar der Aufbau von Eigenversorgung – auch für Mieter – möglich werden. Manfred Gorgus von SOLAR-professionell hat drei Tarife (Tibber, aWATTar und STROMDAO) miteinander verglichen: Zwei setzen auf den Börsenstrompreis als Indikator für viel Ökostrom im Netz. Ein Tarif auf regionale Wetter- und Erzeugungsdaten. weiterlesen…

Silizium-Solarzellen mit mehr als 26 Prozent Wirkungsgrad

Durchsichtige Nanoschichten im neuen Zelldesign für mehr Solarstrom

Günstiger als mit Sonne lässt sich heute Strom nicht erzeugen. An sonnigen Standorten entstehen derzeit Kraftwerke, die Solarstrom sogar für weniger als 2 ct/kWh liefern werden. Marktgängige Solarzellen auf der Basis von kristallinem Silizium machen dies mit Wirkungsgraden bis 23 Prozent möglich und halten daher einen Weltmarktanteil von etwa 95 %. Mit noch höheren Wirkungsgraden (jenseits der 26 %) könnten die Kosten weiter sinken. Dieses Ziel hat nun eine Arbeitsgruppe vom Forschungszentrum Jülich mit einem nanostrukturierten, durchsichtigen Material für die Vorderseite von Solarzellen und einem ausgeklügelten Design im Blick. Über ihren Erfolg vieljähriger Forschung berichten die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in Nature Energy. (Bild: Vier TPC-Solarzellen in Laborgröße (je 4 cm2) – ©Forschungszentrum Jülich) weiterlesen…

Vereinfachung der Kraftstoffproduktion

Ungewöhnliche Verbindung weckt Hoffnung auf neue Katalysatoren

Festkörperchemiker der Universität Augsburg haben ein neuartiges Material synthetisiert, das ungewöhnliche Eigenschaften aufweist. Möglicherweise ebnet es den Weg zu neuen Katalysatoren für Reaktionen, die bislang nur unter hohem Energieeinsatz möglich sind, etwa zur Produktion von Düngemitteln oder zur einfachen Herstellung von Methanol. An der Studie waren auch Arbeitsgruppen der Universitäten Freiburg und Regensburg beteiligt. Sie erscheint open access in Angewandte Chemie, ist aber bereits online abrufbar. (Grafik: Das Lewis-Säure-Base-Addukt von Wasser an das Borosulfat-Anion bereichert die Borosulfatchemie grundlegend und eröffnet neue Einblicke und Perspektiven für diese faszinierende silikatanaloge Materialklasse – © uni-augsburg.de CC BY-NC-ND) weiterlesen…

Australischer grüner Wasserstoff nach Deutschland

RWE und H2U arbeiten gemeinsam am Aufbau eines globalen Wasserstoffhandels

RWE Supply & Trading und der australische Projektentwickler The Hydrogen Utility Pty Ltd (H2U) haben eine Absichtserklärung zur Entwicklung eines deutsch-australischen Wasserstoffhandels unterzeichnet. Gemeinsam möchten sie in Australien produzierten grünen Wasserstoff nach Europa bringen. Das gleiche Ziel verfolgt HySupply, eine deutsch-australische Machbarkeitsstudie, die im Dezember 2020 von der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften acatech und dem Bundesverband der Deutschen Industrie gestartet wurde. RWE Supply & Trading und H2U arbeiten hier ebenfalls mit. Zudem eignet sich das geplante LNG-Terminal in Brunsbüttel, für das RWE Kapazitäten buchen will, aus Sicht der Partner ideal zum Wasserstoffimport nach Deutschland. weiterlesen…

3x Wasserstoff im Wirtschaftsausschuss

Länderkritik an Plänen für Regelung von Wasserstoffnetzen – umstrittene Anhörung

Der Bundesrat hat die Gesetzespläne der Bundesregierung zur Regelung von Wasserstoffnetzen kritisiert. Er sei zu der Feststellung gelangt, dass der Gesetzentwurf nur einen geringen Beitrag zu einer weitergehend integrierten Betrachtung und systemübergreifenden Entwicklung unterschiedlicher Energieinfrastrukturen einschließlich einer effizienten Sektorenkopplung leistet, erklärt er in einer Stellungnahme zum Entwurf eines Gesetzes zur Umsetzung unionsrechtlicher Vorgaben und zur Regelung reiner Wasserstoffnetze im Energiewirtschaftsrecht (19/27453), den die Bundesregierung als Unterrichtung (19/28407) vorgelegt hat. weiterlesen…

Bis 2030 rund 29 Mio. t CO2-Äquivalente eingespart

„Treibhausgasminderungs-Quote sehr ambitioniert“

Durch die Anhebung der Treibhausgasminderungs-Quote im Verkehrssektor werden nach Schätzungen der Bundesregierung bis 2030 rund 29 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente eingespart. Dies geht aus der Antwort (19/28333) der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage (19/27726) der FDP-Fraktion hervor. Die Erhöhung der Quote fördere nachhaltige Optionen für den Verkehr, die zur Erreichung der Klimaschutzziele notwendig seien, schreibt die Bundesregierung weiter. Die Kleine Anfrage zielt auf den Gesetzentwurf zur Weiterentwicklung der Treibhausgasminderungs-Quote (19/27435). weiterlesen…

Eigenlob der Deutschen Bahn

„Bahnstrommix wird noch grüner“

Wie die Bahn am 05.04.2021 mitteilte, hat sie mit RWE einen ab 2025 für 15 Jahre laufenden Liefervertrag über 190.000 Megawattstunden aus dem Offshore-Windpark Amrumbank West vor Helgoland abgeschlossen. Die Menge entspricht laut einer Medienmitteilung der Bahn „dem Bedarf von fast sechs Tagen elektrischen Bahnbetriebs in ganz Deutschland“. Mit dem Abschluss erreiche die DB in Deutschland rund ein Drittel Marktanteil an EEG-förderungsfreien Ökostromverträgen, so genannten PPA-Verträgen. weiterlesen…