„Historische Chance verpasst“

REN21-Bericht: Trotz EE-Rekordwachstums wird grüne Energiewende nicht mehr gelingen

Der Renewables 2022 Global Status Report (GSR2022) von REN21 sendet eine deutliche Warnung, dass die Energiewende nicht stattfindet, besser gesagt: die kritischen Temperaturgrenzen nicht überschritten werden. Danach wird es unwahrscheinlich, dass die Weltgemeinschaft kritische Klimaziele in diesem Jahrzehnt erreicht. In der zweiten Hälfte des Jahres 2021 begann die größte Energiekrise der Geschichte, die mit Beginn des Jahres 2022 durch den Einmarsch Russlands in der Ukraine noch verschärft wurde und einen noch nie da gewesenen globalen Preisschock auslöste. weiterlesen…

Energie sparen – wann, wenn nicht jetzt?

Felix Creutzig in Nature: Angesichts der wirtschaftlichen Folgen des Ukraine-Kriegs schlägt Stunde der „nachfrageseitigen Klimalösungen“

Dass wir nicht nur das Energie-Angebot fossilfrei machen, sondern auch die Energie-Nachfrage dämpfen müssen, war eine Kernbotschaft des jüngsten Berichts des Weltklimarats. Erstmals gab es ein Kapitel zu „nachfrageseitigen Klimalösungen“, bei denen die Politik auf Verhaltensänderungen bei Mobilität, Wohnen und Ernährung zielt. Jetzt sagt der für dieses Kapitel federführende Wissenschaftler, welchen Stellenwert solche Lösungen im Kontext der aktuellen Energiepreiskrise haben könnten. Der dreiseitige Meinungsartikel von Felix Creutzig, Koordinierender Leitautor des Weltklimarats und Gruppenleiter am Berliner Klimaforschungsinstitut MCC (Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change), wurde am 13.06.2022 in Nature veröffentlicht. weiterlesen…

Dünnschicht-Photovoltaik: Effizient und vielseitig im Doppelpack

Solarzellen übereinander zu stapeln, steigert Wirkungsgrad

Forschende am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) haben gemeinsam mit Partnern im EU-Projekt PERCISTAND nun Perowskit/CIS-Tandem-Solarzellen mit einem Wirkungsgrad von fast 25 Prozent hergestellt – dem bis jetzt höchsten für diese Technologie. Zudem sorgt die Materialkombination für Leichtigkeit und Vielseitigkeit, so dass der Einsatz dieser Tandem-Solarzellen auch an Fahrzeugen, tragbaren Geräten sowie falt- oder rollbaren Vorrichtungen vorstellbar ist. Die Forschenden stellen ihre Arbeit am 08.06.2022 open access in ACS Energy Letters vor. (Foto: Perowskit/CIS-Tandem-Solarzellen – © Marco A. Ruiz-Preciado, KIT) weiterlesen…

88,4 Mio. Euro vom Bund für PV

Forschungsförderung 2021

BMWK und BMBF förderten im vergangenen Jahr 487 laufende Photovoltaik-Projekte. 105 Forschungsprojekte mit rund 64,23 Millionen Euro sind neu bewilligt worden. Gegenüber dem Jahr zuvor erhöhten sich die Fördermittel für Photovoltaik-Projekte leicht, blieben jedoch unter den Ausgaben von 2019, scheibt Sandra Enkhardt am 15.06.2022 auf pv magazine. (Tabelle: Fördermittel f. PV in Mio. Euro – © Energieforschungsbericht/BMWK) weiterlesen…

Haushalte gehen sparsamer mit Energie um

Hauptmotiv sind die gestiegenen Preise

Angesichts der gestiegenen Energiepreise gehen die Deutschen bewusster mit Energie für die Wärmeversorgung um. Das zeigt eine repräsentative Umfrage des BDEW zum Energiesparen (siehe auch die Grafiken untenstehend zum Download). In der Umfrage gaben mehr als drei Viertel (77 Prozent) der Befragten an, dass sie in den vergangenen Monaten ihr Verhalten geändert und versucht haben, beim Heizen oder beim Warmwasserverbrauch Energie einzusparen. Nur jeder Fünfte hat sein Verhalten nicht verändert. weiterlesen…

Drosselung der russischen Gaslieferung

Jetzt die 3 „E“ entfesseln: Einsparen – Effizienz – Erneuerbare

Der russische Energiekonzern Gazprom hat die Erdgas-Lieferungen durch die Pipeline Nord Stream 1 deutlich reduziert. Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck und der Präsident der Bundesnetzagentur, Klaus Müller, warnen vor Preissteigerungen und rufen zum Energiesparen auf. Der Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE) begrüße diese Initiativen und forderte zudem einen „Booster für Erneuerbare Wärmetechnologien“, heißt es in einer Medienmitteilung vom 16.06.2022. weiterlesen…

Wasserspeicher – neu gedacht

Erosions-, Verdunstungs- und Flutschutz

Für die Energiewende werden bis 2040 in etwa 500 GW an neuer Photovoltaik-Leistung benötigt. Derzeit sind jedoch die Flächen dafür eher Mangelware. Unter anderem deshalb, weil es bisher nicht möglich ist, hochwertige Anbauflächen, die nicht direkt an einer Autobahn liegen, für PV-Kraftwerke zu erschließen. Während andererseits klassische Wasserspeicher in der Landwirtschaft lediglich Wasser aufbewahren und in der trockenen Jahreszeit die Knappheit ein klein wenig abmildern, kann durch eine geschickte Formgebung und Standortauswahl mit einem Wasserspeicher auch wesentlich mehr bewirkt werden. Statt wie auf dem Foto eines klassischen Depots von 3.000 m3 mit Abmessungen von 30 x 20 x 5m lohnt es sich, über das Feld verteilt drei Speicher mit 6.075 m3 mit Abmessungen von 150 x 4,5 x 3 m zu bauen. (Foto: Klassischer Wasserspeicher – © Volker Korrmann) weiterlesen…

Fast 400 MW zu wenig

Auktion Wind-Onshore deutlich unterzeichnet – BWE und BEE warnen

Wo bleiben die Projekte? fragte die Zeitschrift „Erneuerbare Energien“ am Die Bundesnetzagentur hatte die Zuschläge für die Ausschreibungsrunde im Mai bekanntgegeben.1.320 MW Leistung waren ausgeschrieben, aber lediglich 931 MW bezuschlagt worden: Die Ausschreibung für Windenergieanlagen an Land zum Gebotstermin 01.05.2022 war nach zwei überzeichneten Runden erstmals wieder unterzeichnet. Wie die die Bundesnetzagentur mitteilt, waren 116 Gebote mit einem Volumen von 947 MW eingereicht worden, zwei durften wegen Formfehlern nicht teilnehmen. weiterlesen…

Stabile Stromnetze und eingefangenes CO2

Zwei Doktorarbeiten aus Elektrotechnik und Maschinenbau erhalten Gebrüder-Eickhoff-Preis

Die beiden Doktorarbeiten, die dieses Jahr mit dem Gebrüder-Eickhoff-Preis ausgezeichnet wurden,, sehen sich dem Klimaschutz verpflichtet: Johnny Chhor hat in seiner Arbeit an der Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik der Ruhr-Universität Bochum Netzstromrichter optimiert, die unter anderem umweltfreundlich gewonnenen Strom stabil und sicher ins Netz einspeisen helfen. Tobias Neumann hat sich an der Fakultät für Maschinenbau mit einem vieldiskutierten Thema befasst: CCS. Der Preis wurde am 10.06.2022 übergeben. weiterlesen…

Vom Stroh zum ­flüssigen Kraftstoff

An der TU Darmstadt gelingt Umwandlung ohne zusätzliche Energie

Forschende der TU Darmstadt haben einen wichtigen Erfolg zur Produktion von nachhaltigen Biotreibstoffen für den Transportsektor erzielt. Mit einer neuen Vergasertechnologie gelang es ihnen weltweit erstmalig, ohne zusätzliche externe Energie biogene Reststoffe wie Weizenstroh zu stofflich nutzbarem Synthesegas umzuwandeln. Die Wissenschaftler des Instituts für Energiesysteme und Energietechnik (EST) verwendeten dafür unter Leitung von Professor Bernd Epple im Rahmen des Horizon-2020-Forschungsprojekts CLARA (Chemical Looping Gasification for Sustainable Production of Biofuels) statt, das vom EST koordiniert wird, die modulare Pilotanlage mit einer Leistung von einem Megawatt an der Lichtwiese, um die gesamte Prozesskette von der rohen Biomasse bis zum flüssigen Kraftstoff zu demonstrieren. (Foto: CO2-Versuchshalle, Teil der Ein-Megawatt-modularen Pilotanlage des EST – © C. Heinze/TU Darmstadt) weiterlesen…