Bayerisches Start-up will Kernfusions-Reaktoren bauen

BR: Ab 2030 Baubeginn geplant

Das Münchner Start-up „Marvel Fusion“, deutschlandweit das einzige Kernfusion erforschende Unternehmen, will ab 2030 mit dem Bau erster Kernfusions-Reaktoren beginnen. Nur: Experten bezweifeln, dass diese Form der Energiegewinnung bald klappt. Der jahrzehntelange Traum von einer unerschöpflichen, nachhaltigen und sauberen Energiequelle, der Kernfusion, könnte laut Experten viele unserer Energieprobleme lösen. Nun kam die Nachricht, dass Forscherinnen und Forschern in Kalifornien erstmals der große Coup gelungen ist: Sie haben mittels Kernfusion geschafft, dass mehr Energie freigesetzt wird, als vorher an Energie vorhanden war. Diese spezielle Forschung zu Kernfusion findet aber nicht nur in Kalifornien statt, sondern auch in Bayern, berichtete am stolz der Bayerische Rundfunk. (Bild: Heißes Plasma im Magnetfeld eines Tokamaks – © Eye Steel Film from Canada – MAST Tokamak, CC BY 2.0) weiterlesen…

Vattenfall baut Power-to-Heat Anlage in Amsterdam

150 MW Wärmeleistung

Ein riesiger Elektroboiler soll bald das Fernwärmenetz im Süden Amsterdams speisen – mit Ökostrom aus der Region. Vattenfall baut den Mega-Elektroheizkessel, der mit überschüssigem regenerativen Strom Wasser erhitzt und die Energie so speichert, schreibt das Magazin Erneuerbare Energien am . Der Elektroboiler funktioniert wie ein Wasserkocher und füttert ab 2025 mit der zwischengespeicherten Wärme das Fernwärmenetz von Amsterdam Süd und den angrenzenden Bezirken. Die Bauarbeiten für die Anlage auf dem Vattenfallgelände Diemen beginnen im Januar 2023. weiterlesen…

Energieverbrauch 2022 auf niedrigstem Stand seit Wiedervereinigung

Zuwächse bei Erneuerbaren und Kohle / CO2-Emissionen sinken 2022 nur leicht

2022 erreichte der deutsche Energieverbrauch 11.829 Petajoule (PJ) beziehungsweise 403,6 Millionen Tonnen Steinkohleneinheiten (Mio. t SKE) – ein Rückgang um 4,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Energieverbrauch kam damit nach den Berechnungen der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen (AG Energiebilanzen) vom 20.12.2022 auf den niedrigsten Stand seit der Wiedervereinigung. weiterlesen…

Negative Emissionen staatlich fördern!

Abscheidung von CO2 sollte verstärkte finanzielle Unterstützung vom Staat erhalten

Um Treibhausgase wieder aus der Luft heraus zu holen, müssen Fördergelder gezahlt werden. Diese Subventionen für die Beseitigung von CO2 sollten dabei höher sein als der Preis, der auf den Ausstoß von CO2 erhoben wird – das zeigt eine neue ökonomische Studie des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) und des Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change (MCC). Erstmals analysierten die Forschenden politische Maßnahmen, die auf das Abscheiden von CO2 aus der Atmosphäre zielen, um es dann unterirdisch oder in Produkten zu speichern. Grund für die vorgeschlagene unterschiedliche Bepreisung sind nicht technische Schwierigkeiten beim Herausholen des CO2 aus der Luft, sondern ein wirtschaftlicher Effekt, der als Leckage bezeichnet wird. weiterlesen…

Photovoltaik-Boom in ganz Europa

2022: Deutschland vor Spanien größter europäischer Photovoltaik-Markt

Der europäische Photovoltaik-Verband erwartet eine neu installierte Photovoltaik-Leistung von 41,4 Gigawatt auf dem Kontinent in diesem Jahr – ein Anstieg um 47 Prozent gegenüber 2021. Im optimistischsten Szenario könnte es im kommenden Jahr sogar mehr als 67 Gigawatt Zubau werden. In den Top Ten liegen Polen und die Niederlande weiterhin vor Frankreich und Italien. Portugal verzeichnete prozentual den größten Zuwachs binnen Jahresfrist. Sandra Enkhardt hat sich für das pv magazine den jährlichen Fortschrittsbericht von Solarpower Europe näher angeschaut. weiterlesen…

Bahnbrechendes Verfahren beseitigt giftige „Ewigkeitschemikalien“

Von kalifornischen Wissenschaftlern für Trinkwasseraufbereitung und Sanierung toxischer Standorte entwickelt

Eine heimtückische Kategorie von krebserregenden Schadstoffen, die als „ewige Chemikalien“ bekannt sind, ist vielleicht doch nicht so dauerhaft. Chemieingenieure und Umweltwissenschaftler der University of California, Riverside, haben vor kurzem eine neue Methode veröffentlicht, mit der diese schädlichen Substanzen im Trinkwasser chemisch in kleinere, im Wesentlichen unschädliche Verbindungen zerlegt werden können. Bei dem zum Patent angemeldeten Verfahren wird verunreinigtes Wasser mit Wasserstoff versetzt und dann mit energiereichem, kurzwelligem ultraviolettem Licht bestrahlt. weiterlesen…

Neue bahnbrechende Verbindung

Synthese von Baylor-Chemie-Forschern könnte Milliarden einsparen

Die Herstellung neuer synthetischer Verbindungen ist oft ein komplexer und mehrstufiger Prozess, der Jahre Forschung in Anspruch nehmen kann. Dr. Caleb D. Martin, außerordentlicher Professor an der Fakultät für Chemie und Biochemie der Baylor University in Waco, Texas, und Leiter der nach ihm benannten Forschungsgruppe, hat eine neue Verbindung entwickelt (und am 22.09.2022 open access in Angewandte Chemie International Edition (GDCh) veröffentlicht), die als Tris(ortho-carboranyl)boran oder BoCb3 bekannt ist. Diese in einem Schritt synthetisierte, hochmoderne Lewis-Supersäure – die für die Herstellung der meisten gängigen Kunststoffe verwendet wird – ist effizienter in der Herstellung, sicherer für die Umwelt und könnte möglicherweise Milliarden von Dollar an Herstellungskosten sparen. weiterlesen…

Kernfusions-Simulation Vorreiter bei Übergang zu Exascale-Supercomputern

IPP hebt GENE mit EU-Geld auf neue Stufe

Die EU-Kommission gewährt 2,14 Millionen Euro Fördergeld, um den am Max-Planck-Institut für Plasmaphysik (IPP) entwickelten Simulationscode GENE auf eine neue Stufe zu heben: Durch den Einsatz von Exascale-Supercomputern soll er künftig digitale Zwillinge von Kernfusionsexperimenten wie ITER ermöglichen. An dem Projekt werden das IPP, die Max Planck Computing and Data Facility (MPCDF) und die Technische Universität München gemeinsam arbeiten, wurde am 19.12.2022 mitgeteilt. (Grafik: Größenvergleich Garching-Culham-Cadarache – © IPP, Garching) weiterlesen…

Weltrekord wieder am HZB

Tandemsolarzelle schafft 32,5 Prozent Wirkungsgrad

Der aktuelle Weltrekord von Tandemsolarzellen aus einer Silizium-Unterzelle und einer Perowskit-Topzelle liegt mit nunmehr 32,5 % Umwandlung der einfallenden Sonnenstrahlung in elektrische Energie wieder beim HZB. Unter den neu aufkommenden Technologien seien die Silizium/Perowskit-Tandemzellen „absolute Spitze“. Der jüngste Weltrekord sei „ein großer Schritt voran“, teilte das HBZ-Berlin am 19.12.2022 mit. Das Zertifizier-Institut European Solar Test Installation (ESTI) in Italien hat die Tandemzelle vermessen und diesen Wert offiziell bestätigt. Außerdem wurde der Wert in die NREL-Übersicht zu Solarzelltechnologien eingetragen, die vom National Renewable Energy Lab, USA, gepflegt wird. (Foto: Perowskit-Silizium-Tandemsolarzelle – © Johannes Beckedahl, Lea Zimmerman, HZB) weiterlesen…

Erderwärmung treibt viele in die Städte

Stadtbevölkerung in armen Ländern in heißen Regionen seit 1960 zum Teil verdreifacht

Der Klimawandel führt langfristig dazu, dass mehr Menschen aus ländlichen Regionen in Städte ziehen. Das zeigt eine Studie des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung (WZB), für die Marc Helbling und Daniel Meierrieks Daten von 118 Ländern zwischen 1960 und 2016 auswerteten, so eine Medienmitteilung vom 19.12.2022. In diesem Zeitraum sei die Temperatur durchschnittlich um ein Grad Celsius gestiegen, während sich der Anteil der in Städten lebenden Bevölkerung fast verdoppelt habe: von 33 auf 59 Prozent. Aufgrund der Beständigkeit der klimabedingten Landflucht im Untersuchungszeitraum erwarten die Autoren, dass sich dieser Trend fortsetzt. weiterlesen…