Tanker verschiffen bald verflüssigtes CO2 zu Lagerstätten

CCS: Schiffe könnten Kohlenstoff zu Speicherorten transportieren

Schiffe haben schon früher verflüssigtes Kohlendioxid transportiert, aber nicht für den groß angelegten Zweck des Transports von Industrieemissionen zu Langzeitlagerstätten. Die japanische Werftengruppe Mitsubishi Heavy Industries (MHI) bereitet sich seit Monaten auf eine neue Art von Seeladung vor: eingeschlossenes CO2. MHI ist von der Reederei Sanyu Kisen, Kobe, mit dem Bau eines 72 m langen und 12,5 m breiten Tankschiffs mit 1450 m3 Fassungsvermögen für den Transport von verflüssigtem CO2 (LCO2) beauftragt worden. Das Projekt ist weltweit das erste Schiff, das speziell für den Einsatz in der CO2-Abscheidung und -Speicherung konzipiert wird, und Teil der japanischen NEDO-Initiativen (New Energy and Industrial Technology Development Organization) zur Reduzierung der Kohlenstoffdioxid-Emissionen. weiterlesen…

Expertenkreis „Transformation der Automobilwirtschaft“ startet

Dekarbonisierung, Smart Car, Resilienz, Beschäftigung, Weiterbildung und Qualifizierung, Normung & Standardisierung

Am 28.06.2022 fand unter Federführung des Bundministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) die konstituierende Sitzung des Expertenkreises „Transformation der Automobilwirtschaft“ statt. Der Expertenkreis ist Teil der im Koalitionsvertrag vorgesehen Strategieplattform, die sich mit der Transformation der Automobil- und Mobilitätswirtschaft befasst. Der Expertenkreis „Transformation der Automobilwirtschaft“ besteht laut einer BMWK-Medienmitteilung vom 28.06.2022 aus 13 Mitgliedern, die von Bundesminister Robert Habeck für die Dauer der Legislaturperiode berufen wurden. weiterlesen…

IEA: Investitionen reichen bei weitem nicht aus

Rekordausgaben für saubere Energie lassen weltweite Investitionen bis 2022 um 8% steigen

Angetrieben von erneuerbaren Energien und Energieeffizienz – sowie steigenden Kosten – reichen die heutigen Investitionen bei weitem nicht aus, um die Energie- und Klimakrise zu bewältigen, schreibt die Internationale Energieagentur in ihrem neuen Bericht World Energy Investment 2022 Report. Dem Bericht zufolge werden die weltweiten Energieinvestitionen bis 2022 um 8 % auf 2,27 Billionen Euro steigen, wobei der erwartete Anstieg hauptsächlich auf saubere Energien zurückzuführen sei. Obwohl das Investitionswachstum ermutigend sei, reiche es bei weitem nicht aus, um die vielfältigen Dimensionen der heutigen Energiekrise zu bewältigen und den Weg in eine saubere und sichere Energiezukunft zu ebnen. (Bild: World Energy Investment Report 2022 – © IEA.org) weiterlesen…

Solarbooster schützt vor Energiepreis-Explosion

BSW-Solar, Alarmstufe Gas und Solarwärme

Jeder sechste Eigenheimbesitzer plant in den kommenden zwölf Monaten eine Solaranlage zur Wärme- oder Stromproduktion. Die solare Nachrüstung von Gas- und Ölheizungen ermöglicht Brennstoffeinsparungen von 25–50%. Der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW) ruft einer Medienmitteilung vom 24.06.2022 zufolge dazu auf, große Solarwärmepotenziale auch für Mieter mittels Nah- und Fernwärme stärker zu erschließen. weiterlesen…

Umstieg von Laser- auf Tintenstrahldruck kann 1,3 Mio. t CO2 pro Jahr sparen

Epson-Untersuchung: Laser out

Ein vollständiger Umstieg von Laser- auf Tintenstrahldruck kann bis 2025 die beim Druck entstehenden energiebedingten Emissionen um über die Hälfte (52,6 Prozent) des aktuellen Niveaus senken und so etwa 1,3 Mio.t pro Jahr einsparen, ergab eine Untersuchung von Tim Forman, Cambridge University, im Auftrag von Epson. Das Projekt zeigt, dass die bewusste Auswahl von Technologie einen Einfluss auf die Umweltbilanz hat und einen wichtigen Beitrag zum Netto-Null-Szenario der Internationalen Energieagentur, IEA, leistet. weiterlesen…

Shale-Gas aus der „Toten Kuh“

Argentinien könnte Schiefergas-Lieferant werden

Im Internet kursiert ein merkwürdiger „Aktientipp“: Dank der Erschließung gigantischer Vorkommen in den Schiefergesteinsformationen im Vaca-Muerta-(„Tote-Kuh“-)Becken im Nordwesten Patagoniens steigt die Gesamtproduktion des von der argentinischen Regierung kontrollierten Öl-Konzerns YPF. Die BASF-Tochter Wintershall Dea, Total, Shell und Chevron sitzen mit im Boot. Schiefergas zeitigt auch in Argentinien Proteste. (Foto: Bohrturm für Schiefergas – © Anita Starzycka, pixabay.com) weiterlesen…

Wie kann der Ausbau von Photovoltaik und Windenergie beschleunigt werden?

ESYS-Stellungnahme – Kurzfassung

Mehr Windgeneratoren und Photovoltaikanlagen – und das in kurzer Zeit: Deutschland muss Tempo aufnehmen im Ausbau Erneuerbarer Energien, um seine Klimaziele erreichen zu können. Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine erhöht zusätzlich den Handlungsdruck, so schnell wie möglich Unabhängigkeit von fossilen Rohstoffen zu erlangen. Welche Möglichkeiten Deutschland hat, um den Ausbau zu beschleunigen, zeigt das Akademienprojekt „Energiesysteme der Zukunft“ (ESYS) in seiner neuen Stellungnahme „Wie kann der Ausbau von Photovoltaik und Windenergie beschleunigt werden?“ Solarify dokumentiert die Kurzfassung der am 27.06.2022 online präsentierten Stellungnahme. (Bild: ESYS-Stellungnahme: „Wie kann der Ausbau von Photovoltaik und Windenergie beschleunigt werden?“ – © ESYS_acatech) weiterlesen…

Leopoldina-Vize hält Atomkraft für „klimapolitisch unsinnig“

Schlögl im BR zu G7: „Klimaschutz-Bekenntnis reicht nicht“

Prof. Robert Schlögl, Vizepräsident der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina, fordert von den G7 konkrete Klima-Beschlüsse. In einem Interview mit dem Bayerischen Rundfunk sagte er am 24.06.2022, jetzt komme die Zeit großer Investitionen – aber nicht mehr die der Atomkraft, so der BR in einer Meldung auf seiner Internetseite. weiterlesen…

Wie der Welthandel dem Klima helfen kann

WTO müsste ökonomische Anreize zu klimaschädlichem Verhalten dringend eindämmen

Das klimapolitische Potenzial internationaler Handelsordnungen, die von der Welthandelsorganisation WTO vereinbart werden, ist noch ausbaufähig. Die Politik sollte einige Regeln ändern – und andere stärker nutzen, so das Ergebnis eines jetzt in der führenden wissenschaftlichen Zeitschrift Science veröffentlichten Artikels von Fachleuten aus zwölf Ländern, darunter auch Forschende des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK). (Bild: Hamburger Hafen – © von Julius Silver auf Pixabay) weiterlesen…

G7 investieren gleichviel in Fossile wie in EE

Greenpeace-Analyse: Investitionen in klimafreundlichen Umbau der Wirtschaft müssten zehnmal so hoch liegen

Die G7-Staaten fördern klimaschädliche Energieträger wie Kohle, Öl und Gas noch immer mit ebenso hohen Beträgen wie den Ausbau der Erneuerbaren Energien. Das geht aus einer Analyse (act.gp/3biXlQu) der New Economics Foundation hervor, die Greenpeace anlässlich des am 26.06.2022 beginnenden G7-Gipfels im bayerischen Elmau veröffentlicht. Für die Energiewende und den klimafreundlichen Umbau der Wirtschaft investieren die Staaten der G7 kaum zehn Prozent der Summe, die mindestens nötig wäre, um die Pariser Klimaziele zu erreichen, so die Analyse. (Titel: Klima-Investitionslücke der G7 – © greenpeace.de) weiterlesen…