H2-Pilotprojekt „H2CAST Etzel“ startet

F&E-Projekt Wasserstoffspeicherung läuft zunächst bis Ende 2024

„Wir wollen den niedersächsischen Standort Etzel H2-ready machen“ / Konsortialpartner der Initiative zur Wasserstoffspeicherung rund um die Kavernenbetreiber STORAG ETZEL und EKB Storage werden vom Land Niedersachsen gefördert. Die STORAG ETZEL und die EKB Storage erhielten zusammen mit ihren Konsortialpartnern im Rahmen der niedersächsischen Wasserstoffrichtlinie eine Förderzusage in Höhe von insgesamt acht Mio. Euro für das Wasserstoff-F&E-Pilotprojekt H2CAST Etzel (H2CAvern Storage Transition – d.h. Umrüstung bestehender Kavernen und Anlagen in Etzel für die Speicherung von Wasserstoff als Baustein für ein zukünftiges Energiesystem). Projektstart soll bereits im ersten Quartal 2022 sein. Und die Speicherung von Wasserstoff für den F&E Betrieb in Kavernen ist für 2024 geplant. (Foto: Kavernen-Infozentrum Etzel – © Armin Garbe – Eig. Werk, CC BY-SA 4.0, commons.wikimedia.org) weiterlesen…

Lösung für KfW-Gebäudeförderung

Alle bis 24. Januar eingereichten Anträge werden bewilligt

Der überraschende Stopp der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) hatte vor wenigen Tagen für Unruhe unter Bauwilligen gesorgt. Jetzt haben sich – wie Pera Hannen am 01.02.2022 auf pv magazine schreibt – die beteiligten Ministerien darauf geeinigt, dass alle bis zum Förderstopp am 24.01.2022 bei der KfW gestellten Anträge – etwa 24.000 – noch nach den alten Kriterien bearbeitet werden. Darauf haben sich die Bundesministerien für Wirtschaft und Klimaschutz sowie für Finanzen laut Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Bündnis 90/Die Grünen)verständigt. weiterlesen…

Lesehinweis: „Einmal grünwaschen, bitte“

Kraemer in IPG: EU-Taxonomie untergräbt Glaubwürdigkeit

„Auch wenn die EU-Kommission Atomstrom fortan als ’nachhaltig‘ bezeichnet: Er rechnet sich nicht“, schreibt R. Andreas Kraemer, Direktor der Fundação Oceano Azul in Lissabon und Gründer des Ecologic Institute in Berlin im Journal für Internationale Politik und Gesellschaft (IPG). Amory Lovins*), der Vordenker der Energiewende, habe die Argumente aktuell noch einmal zusammengetragen, und das Ergebnis sei eindeutig: „Atomstrom ist schlecht fürs Klima und fürs Portemonnaie.“ Die EU-Taxonomie soll ein Wegweiser für Investoren und Kreditgeber sein. Unternehmen und Projekte, die nicht den Nachhaltigkeitskriterien entsprechen, bergen gewisse Risiken. weiterlesen…

Proteste und Kritik an der EU-Taxonomie

„Einordnung von Atomenergie als nachhaltig ist abzulehnen“ – von Gas nicht?

Mit ihrem Beschluss, mittels dem ergänzenden Rechtsakt der neuen Taxonomie Erdgas und Kernkraft als nachhaltig und klimafreundlich einzustufen, stellt sich die EU-Kommission sowohl gegen Forderungen aus einigen Mitgliedsstaaten, darunter Deutschland, als auch den Rat von Experten. Die hatten sich mehrheitlich klar gegen eine Aufnahme der Atomenergie ausgesprochen und Nachschärfungen für Gaskraftwerke gefordert. Nun hagelt es (nicht nur) in Deutschland Kritik und Proteste von von vielen Seiten – vor allem von SPD, Grünen und Linken, vor allem aber von einschlägigen NGOs. Solarify fasst – willkürlich und zufällig, nicht repräsentativ – zusammen. (Bild: EU-Kommissarin Mairead McGuinness, Screenshot © EU-Kommissionaudiovisual.ec.europa.eu-copyright) weiterlesen…

Energiewende erfordert Innovation der Stromnetzplanung

Zunehmender Anteil variabler erneuerbarer Energien wird mehr Flexibilität von den Stromsysteme erfordern

Im vergangenen Jahr hat die Zahl der Länder zugenommen, die sich verpflichtet haben, in den kommenden Jahrzehnten Netto-Null-Emissionen zu erreichen. Auch viele Länder, die keine Netto-Null-Emissionen anstreben, verfolgen zunehmend ehrgeizige Dekarbonisierungspläne. Die Verwirklichung dieser Ziele wird den Energiesektor in den kommenden Jahrzehnten umgestalten. Die Internationale Energieagentur (IEA) und die Europäische Union sind im Rahmen des Programms Clean Energy Transitions in Emerging Economies am 24.01.2022 der Frage nachgegangen, wie sich das Verhältnis zwischen Stromangebot und Nachfrageänderungen in kohlenstoffarmen Systemen auswirkt. weiterlesen…

Weit über 300 TWh, bzw. 70 GW installierte Leistung, bzw.ca. 25 % des Gesamtwärmebedarfs

Roadmap Tiefe Geothermie: Erfolgreiche Wärmewende gestalten

Die Hälfte der kommunalen Wärme soll bis 2030 aus klimaneutralen Quellen kommen. Zu diesem Ziel der Bundesregierung kann die Tiefe Geothermie einen großen Beitrag leisten, weil sie beständig und witterungsunabhängig lokal Energie liefert und wenig Fläche in Siedlungen belegt. Eine gemeinsame Roadmap („Tiefe Geothermie in Deutschland – Handlungsempfehlungen für Politik, Wirtschaft und Wissenschaft für eine erfolgreiche Wärmewende“) der Fraunhofer-Einrichtung für Energieinfrastrukturen und Geothermie IEG in Cottbus und des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung UFZ in Leipzig vom 02.02.2022 zeigt auf, dass Tiefe Geothermie mehr als ein Viertel des jährlichen deutschen Wärmebedarfes (über 300 TWh, bzw. 70 GW installierte Leistung) abdecken könnte, und gibt Handlungsempfehlungen, um dieses Ziel zu erreichen. weiterlesen…

Globale SUV-Verkäufe stellten 2021 neuen Rekord auf

Bemühungen zur Emissionsreduzierung zurückgeworfen

Porsche Cayenne - Foto © Gerhard Hofmann, Agentur Zukunft für SolarifyDa sich die Weltwirtschaft 2021 wieder stark erholt hat, haben auch die Autoverkäufe wieder angezogen. Laut dem Autoindustrie-Tracker MarkLines werden sie 2021 weltweit um 4 % zunehmen und damit fast 80 Millionen erreichen und einen Teil des massiven Rückgangs ausgleichen, den sie 2020 aufgrund der Covid-19-Pandemie erlitten. Insbesondere die Verkäufe von Elektroautos haben weiterhin gezeigt, dass sie der Volatilität des Automarktes im Allgemeinen standhalten. Doch der Verkauf von SUVs übertraf die E-Autos um das Fünffache. Das stellen die Energiemodellierer Laura Cozzi und Apostolos Petropoulos am 21.12.2021 auf der Internetseite der Internationalen Energieagentur (IEA) fest. weiterlesen…

UNSDSN-Empehlungen für Dakarbonisierung Paraguays

Beispiel, wie Paraguay seine Klimaverpflichtungen von COP21 erfüllen kann

Die paraguayische Regierung bereitet sich derzeit auf die anstehende Revision von Anhang C des Itaipú-Vertrags vor, dem rechtsverbindlichen Abkommen zwischen Paraguay und Brasilien über die Nutzung des Wasserkraftpotenzials des Paraná-Flusses, das 2023 überprüft werden soll. Das Sustainable Development Solutions Network (UNSDSN) der UN hat dazu Vorschläge erarbeitet. Im Namen der paraguayischen Regierung beauftragte das paraguayische Finanzministerium Professor Jeffrey Sachs und sein Team, den Bericht „Leveraging Paraguay’s Hydropower for Sustainable Economic Development“ aus dem Jahr 2013 mit Unterstützung der Entwicklungsbank Lateinamerikas (CAF) und in Partnerschaft mit dem UNSDSN. weiterlesen…

Bewertung von Investitionen in Elektrobusse

Ersatz alter Busse durch CNG- und E-Busse kosteneffizienter als nur Elektrofahrzeuge

Benzin- und Dieselfahrzeuge tragen bekanntermaßen zu Luftverschmutzung und Treibhausgasemissionen bei. Dennoch werden viele Fahrzeuge des öffentlichen Nahverkehrs mit diesen Kraftstoffen betrieben. Um die Emissionen zu verringern, haben viele Städte Fahrzeuge eingeführt, die mit alternativen Kraftstoffen wie Erdgas oder Strom betrieben werden. Die Überholung eines ganzen Sektors des öffentlichen Verkehrs ist jedoch kostspielig. Daher wurden (bereits im Januar 2021) in einer Fallstudie Effizienz und Risiko der Flottenerneuerung bei einem öffentlichen Verkehrsunternehmen, DPMK, untersucht, das in Košice (Slowakische Republik) öffentliche Busse und Straßenbahnen betreibt. weiterlesen…

EURACTIV: Deutsche Wasserstoff-Außenpolitik

„Rettungsleine für Russland“?

Wasserstoff scheint das neue Erdöl zu sein, wenn man der Bundesregierung Glauben schenkt. Deutschland hat Wasserstoff-Büros von Moskau bis Riad gegründet, das stößt vielerorts auf Unverständnis, schreibt Nikolaus J. Kurmayer am 01.02.2022 im Portal EURACTIV.de. Für die Dekarbonisierung Deutschlands sind große Mengen Wasserstoff nahezu unentbehrlich. Das geruchlose Gas kann, ohne CO2-Emissionen verbrannt werden und spielt eine Schlüsselrolle in der Dekarbonisierung der verschiedenen Industriezweige. Jedoch erfordert die Spaltung von Wasser in Wasser- und Sauerstoff viel Grünstrom. weiterlesen…