Fusionsanlage JET mit neuem Energie-Weltrekord

Europäisches Gemeinschaftsexperiment bereitet Übergang zum Großprojekt ITER vor

Auf dem Weg zur Energieerzeugung durch Fusionsplasmen haben europäische Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen einen wichtigen Erfolg erzielt: In der weltgrößten Fusionsanlage JET im britischen Culham bei Oxford erzeugten sie stabile Plasmen mit 59 Megajoule Energieausbeute. Das Team, zu dem auch Forschende des Max-Planck-Instituts für Plasmaphysik (IPP) gehören, nutzte dabei den Brennstoff künftiger Fusionskraftwerke. Es waren weltweit die ersten Experimente dieser Art seit mehr als 20 Jahren. (Foto: ITER-Modell – © Conleth Brady, IAEA, IAEA Imagebank, commons.wikimedia.org, CC BY-SA 2.0) weiterlesen…

Kurzschluss für große Wirkung

Hocheffiziente Methode zur Entfernung von CO2 aus der Luft

Ingenieure der University of Delaware haben einen Weg gefunden, wie 99 % des Kohlendioxids in der Luft mithilfe eines neuartigen, mit Wasserstoff betriebenen, elektrochemischen Systems effektiv aus der Luft abgeschieden werden können – schreibt Karen B. Roberts am 03.02.2022 auf der UD-Internetseite. Dieser „bedeutende Fortschritt für die Kohlendioxidabscheidung könnte umweltfreundlichere Brennstoffzellen näher an den Markt bringen“. Das Forscherteam unter der Leitung von UD-Professor Yushan Yan berichtete am 03.02.2022 in Nature Energy über seine Methode. weiterlesen…

Vier Billigflieger fordern Ende der Gratis-CO2-Emissionen bei Langstreckenflügen

Ausnahmeregelung soll abgeschafft werden

Billigfluggesellschaften fordern von der EU, die Ausnahmeregelung abzuschaffen, die europäischen Langstreckenlinien eine Kostenbefreiung ihrer CO2-Emissionen für Flüge außerhalb Europas ermöglicht. In einer gemeinsamen Erklärung haben Ryanair, easyJet, Jet2 und WizzAir die Regeln des Emissionshandelssystems (ETS) für den Luftverkehr kritisiert, schreibt Sean Goulding Carroll am 07.02.2022 auf EURACTIV.com. Die Billigflieger argumentierten, dass die Rechtsvorschriften den Großteil der CO2-Emissionen von Flügen, die von EU-Flughäfen abfliegen, vom EU-Kohlenstoffmarkt ausschließen. weiterlesen…

Langfristige Zuverlässigkeit von PV-Modulen

Umfassende Überprüfung von Degradations- und Ausfallphänomenen

Die Degradation von Photovoltaik (PV)-Systemen ist einer der Schlüsselfaktoren, die angegangen werden müssen, um die Kosten für die erzeugte Elektrizität zu senken, indem die Betriebslebensdauer von PV-Systemen verlängert wird. Um die Degradation zu verringern, ist es unerlässlich, die Degradations- und Ausfallphänomene zu kennen. Mit einem Übersichtsartikel in Renewable and Sustainable Energy Reviews (open access) wollen Forscher aus acht Ländern einen Überblick über den aktuellen Wissensstand bezüglich der Zuverlässigkeit von PV-Modulen geben. weiterlesen…

E-Autos haben beste CO2-Bilanz

Lebenszyklus-Vergleich mit Verbrenner

Forschende der Universität der Bundeswehr München zeigen, dass die gesamten Pkw-Lebenszyklus-Emissionen durch die Elektrifizierung von Fahrzeugen bis 89 % gesenkt werden können. Benzin- und Dieselfahrzeuge weisen im Vergleich des Prozesses von Produktion bis Verschrottung die höchste Menge an Treibhausgas-Emissionen aus. weiterlesen…

Internationale Qualitätsstandards für PV-Auktionen

IASS empfiehlt klare Kommunikation der Vorgaben sowie eine wirkungsvolle Kontrolle

Die Solarenergie boomt, und viele Regierungen starten öffentliche Auktionen. Vielfach fehlen jedoch solarspezifische Erfahrungen. Deshalb fordert das Institute for Advanced Sustainability Studies e.V. (IASS) Internationale Qualitätsstandards als technische Anforderungen bei der Gestaltung von öffentlichen Auktionen als mögliche Lösung bieten. Ein IASS Policy Brief beschreibt die potenziellen Vorteile und Herausforderungen – schreibt Technische Anforderungen könnten Qualitätsmängel von Anlagen vermeiden, meinen IASS-Experten. Dabei komme es unter anderem auf eine klare Kommunikation der Vorgaben sowie eine wirkungsvolle Kontrolle an. weiterlesen…

BNEF erwartet erstmals mehr als 200 GW PV-Zubau weltweit

Solar – 10 Prognosen für 2022

Die Bloomberg-Analysten sagten am 26.01.2022 in ihren 10 Prognosen für 2022 voraus, der Bau kombinierter Photovoltaik-Speicher-Kraftwerke werde sich im laufenden Jahr verdoppeln; außerdem würden PPA-Abschlüsse für Photovoltaik-Anlagen in Europa stark zunehmen.2022 werde sich der Zubau von PV auf 228 GW steigern. Solarmodule sollen weiter fallen, so Sandra Enkhardt am 01.02.2022 auf pv magazine über die 10 BNEF-Vorhersagen für 2022. weiterlesen…

EU-Energiesystem mit Netto-Null-Emissionen

TU Berlin und Breakthrough Energy für Übergang Europas

Im Hinblick auf die Klimaziele der EU für 2030 und 2050 schließt sich die von Bill Gates geförderte Gruppe Breakthrough Energy mit der Technischen Universität Berlin zusammen, um ein computergestütztes Energieinfrastrukturmodell zu entwickeln, das Strom, Wasserstoff und Kohlenstoffmanagement umfasst. Das neue Projekt soll zwei fortschrittliche Computermodelle zu einem einzigen, leistungsstarken Werkzeug kombinieren, das die Energiesysteme Europas und der Vereinigten Staaten simulieren kann. Durch Analysen und Prognosen darüber, wie wichtige Energieinfrastrukturen etwa Übertragungsleitungen und Kraftwerke in den nächsten Jahrzehnten aussehen könnten, kann dieses Werkzeug bei der Vergabe von öffentlichen und privaten Investitionen in Milliardenhöhe als Richtlinie und Informationsquelle dienen. weiterlesen…

Lesehinweis: „Bitcoin energetisch völliger Irrsinn“

Handelsblatt: Erste Europapolitiker fordern Verbot von Kryptowährungen

Das sogenannte Mining verbrauche „Unmengen Strom“, aber bisher scheue die EU-Kommission davor zurück, das Thema zugunsten des Klimaschutzes anzugehen – so Christoph Herwartz und Helmut Steuer am 04.02.2022 im Handelsblatt. Um klimaneutral zu werden, versuche Europa zwar einerseits, so viel Energie wie möglich einzusparen. Die Krypto-Währungen Bitcoin und Ether sei aber andererseits dabei „noch nicht im Fokus“, und das, obwohl sie extrem viel Energie schlucke, ständig wachse und mittlerweile auch in Europa Fuß fasse. (Foto: Bitcoins – © Kanchanara on Unsplash) weiterlesen…

Was die Bundesregierung nun angehen sollte

WBGU zu Windenergie an Land

Die Koalition will den Ausbau der Windenergie an Land erheblich beschleunigen. Dies ist überfällig, denn er ist in den letzten Jahren weit hinter den Bedarf zurückgefallen. Die am 04.02.2022 veröffentlichte Stellungnahme des Sachverständigenrats für Umweltfragen zeigt, wie die Herausforderungen bewältigt werden können. Der Rat spricht sich für ein 2-%-Flächenziel für jedes Bundesland aus. Dies kann auch zeitlich gestaffelt eingeführt werden. Zukünftig sollten die Planungsträger nur noch dann Gebiete pauschal für Windenergie sperren dürfen, wenn sie insgesamt ausreichend Fläche zur Verfügung stellen, um das 2-%-Ziel zu erreichen. weiterlesen…