Dicker Pulli fürs Klima

Stichwort Energiesparen

„Drehen Sie die Heizung runter!“ warb Prof. Bernhard Misof, Direktor des Leibniz-Instituts zur Analyse des Biodiversitätswandels LIB am 11.02.2022 für den stetigen Einsatz gegen den Klimawandel. Zu diesem Datum, dem Dicken-Pulli-Tag, werden die Raumtemperaturen in den Büroräumen und Ausstellungen noch einmal feinst justiert. Alle Mitarbeitenden werden aufgefordert, ihre Büros nur im nötigen Rahmen zu heizen. Gerade in den Zeiten des Home Offices unter Corona können Arbeitsräume gegebenenfalls längerfristig kühler gehalten werden. Aber Vorsicht: Gekonntes Heizen will gelernt sein, damit nicht hinterher mehr Energie verbraucht wird als gedacht. Oder sich gar Schimmel bildet. weiterlesen…

Mikrometerfeine Körnchen, mit Polymeren umhüllt

Hereon-Team enträtselt, wie Metallhydride besser Wasserstoff speichern können

Gängige Druckgastanks für Wasserstofffahrzeuge sind sehr groß und aufgrund ihrer zylindrischen Geometrie nicht raumsparend in Fahrzeuge zu integrieren. Deshalb arbeitet die Fachwelt an Alternativen, den Metallhydrid-Speichern. Die zu feinen Pulvern gemahlenen Metallverbindungen können Wasserstoff in erstaunlichen Mengen binden: Ein Metallhydrid-Speicher kann bis zu 50% mehr Wasserstoff aufnehmen als ein gleich großer 700-bar-Drucktank. Das Helmholtz-Zentrum Hereon in Geesthacht hat ein besonders effizientes Metallhydrid-System entwickelt und weltweit patentiert. weiterlesen…

Moorböden mit Agri-PV-Anlagen überbauen

Habeck startet Solar-Offensive auf dem Acker

Mit deutlich mehr Solaranlagen auf landwirtschaftlichen Flächen will die Bundesregierung einer Medienmitteilung vom 10.02.2022 folgend den Ausbau der erneuerbaren Energien vorantreiben. Darauf einigten sich das Wirtschafts- und Klimaschutzministerium, das Umweltministerium sowie das Landwirtschaftsministerium. Der Klimaschutzminister will Flächen sowohl landwirtschaftlich als auch energetisch nutzen. Wie ein Eckpunktepapier sagt, sollen Photovoltaik-Anlagen auf diesen Flächen sowie auf landwirtschaftlich genutzten Moorböden künftig im Rahmen des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) gefördert werden. Die Solar-Offensive auf dem Acker soll einfließen in das von Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) geplante „Osterpaket“: Bis Ostern soll das Kabinett umfassende Maßnahmen beschließen, um das Tempo beim Ausbau der erneuerbaren Energien aus Wind und Sonne zu erhöhen. (Foto: Hier fing es an: Agri-Solar-Anlage Heggelbach vom Fraunhofer ISE – © Fraunhofer ISE) weiterlesen…

Deutschlands derzeit größte Floating-PV-Anlage

BayWa r.e. baut für die Quarzwerke GmbH

BayWa r.e. wird einer Medienmitteilung vom 07.02.2022 zufolge für das Familienunternehmen Quarzwerke GmbH am Standort Haltern am See nordöstlich von Marl die derzeit größte Floating-PV-Anlagen in Deutschland umsetzen. Die Anlage entsteht auf dem an das Werksgelände angrenzenden Silbersee III auf einer Fläche von knapp 1,8 Hektar. (Foto: Schwimmende PV auf dem Bewässerungsteich des Far Niente-Weinbergs in Kalifornien © SolarWriter – Own work, CC BY-SA 3.0, commons.wikimedia.org) weiterlesen…

Besseres Plastik schaffen

Neue Methode zur Wiederverwertung von Kunststoffen

2020 erzeugten die Vereinigten Staaten laut einer Untersuchung mehr Plastikmüll als jedes andere Land – etwa 46,3 Millionen Tonnen oder 130 kg pro Person und Jahr. Die Recyclingquote von 9 % wird damit nicht Schritt halten können. Warum so niedrig? Die Chemie der heutigen Kunststoffe erschwert die Wiederverwertung der meisten. Selbst thermoplastische Kunststoffe, die eingeschmolzen werden können, werden bei jeder Wiederverwendung schwächer. Und das führt zum eigentlichen Hindernis für das Recycling – der Wirtschaftlichkeit. Es gibt einfach keinen Gewinnanreiz. Doch nun hat eine Gruppe von Chemikern an der University of North Carolina (UNC) in Chapel Hill den Spieß umgedreht und eine Methode entdeckt, mit der Kunststoffe aufgespalten werden können, um ein neues Material zu schaffen, das stärker und zäher ist als das ursprüngliche – und damit potenziell wertvoller. weiterlesen…

Hy2gen will Produktionsanlage für grünes Ammoniak in Norwegen bauen

FEED-Studie im Gange

Das in Wiesbaden ansässige Unternehmen Hy2gen, Spezialist für Wasserstoffelektrolyse und Bau und Betrieb von Anlagen zur Herstellung von Derivaten auf Basis von grünem Wasserstoff, will zusammen mit dem niederländischen Rohstoffhändler Trafigura und dem dänischen Fondsmanager Copenhagen Infrastructure Partners (CIP) in Sauda an der Südwestküste Norwegens eine Anlage für die Herstellung von grünem Ammoniak bauen. Denn während andere Bereiche mit der Energiewende langsam vorankommen, sieht es im Verkehr noch schlecht aus. Vor allem der Schwerlast- und Langstreckentransport macht noch Probleme. Ozeanriesen etwa fahren immer noch mit Schiffsdiesel. Ansätze, wie sie für andere Fahrzeuge schon auf dem Markt sind, eignen sich nur bedingt. Zahlreiche Medien (pv magazine, erneuerbare energien, u.a.) stiegen auf die Veröffentlichung ein. (Foto: Schmelzfabrik Sauda – © Jonas Rød (NRK) – Eig. Werk, FAL, commons.wikimedia.org) weiterlesen…

ISE: Erste europäische OME-Produktion in industrienaher Umgebung

π-COMET-Technologie

Während der Trend bei Neuanschaffungen von Pkw zu Elektrofahrzeugen geht, werden im Schwerlast-, Schiffs- und Flugverkehr sowie im stationären Betrieb noch länger Flüssigkraftstoffe zum Einsatz kommen müssen. Dabei können Oxymethylenether (OME) als E-Fuels die Ruß- und Stickoxid-Emissionen von Dieselmotoren deutlich senken. Eine Hürde für deren großindustrielle Herstellung war bislang das Wassermanagement im Syntheseprozess. Im Projekt „COMET- Clean OME Technology“ haben das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE und die Industriepartner ChemCom Industries B.V. und ASG Analytik AG einer Medienmitteilung vom 10.2.2022 zufolge eine technische Lösung entwickelt, die einen OME-Produktionsprozess im Industriemaßstab ermöglicht. (Foto: In einem adaptierten Dieselmotorrad der Firma Sommer wurde OEM bereits erfolgreich getestet © Andrea Sommer, CC BY-SA 4.0, commons.wikimedia.org) weiterlesen…

DIW: Welche Energieträger werden sich durchsetzen?

Ziel Klimaneutralität: Elektrifizierung kostengünstigster und effizientester Weg

Der zügige Ausbau erneuerbarer Energien und eine darauf aufbauende, weitgehende Elektrifizierung aller Wirtschaftsbereiche ist die kostengünstigste Option, Klimaneutralität in Europa zu erreichen. Das ist das zentrale Ergebnis einer gemeinsamen Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) und der Brüsseler Denkfabrik Bruegel. weiterlesen…

PERC-Solarzellen aus 100 Prozent recyceltem Silizium

Zellwirkungsgrad im ersten Versuch bei 19,7 Prozent

In Deutschland landen jährlich circa Zehntausend Tonnen Silizium in alten Photovoltaik-Modulen auf dem Recyclingmarkt, ab 2029 werden es mehrere hunderttausend Tonnen pro Jahr sein. Aktuell werden von Altmodulen nur das Aluminium, Glas und Kupfer neu aufbereitet, nicht aber die Silizium-Solarzellen. Um auch dieses Material weiter nutzen zu können, haben Forscherinnen und Forscher des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme ISE und des Fraunhofer-Center für Silizium-Photovoltaik CSP in Halle (Saale) gemeinsam mit dem größten deutschen Recyclingunternehmen für PV-Module, der Reiling GmbH & Co. KG, einer Medienmitteilung vom 07.02.2022 eine Lösung entwickelt: Das Silizium der Module wurde im industriellen Maßstab wiederverwertet und zur Herstellung neuer PERC-Solarzellen genutzt. (Foto: Fraunhofer CSP: recyceltes Silizium – © Fraunhofer ISE) weiterlesen…

Fraunhofer ISE liefert detaillierte Kostenanalyse für Wasserelektrolyse-Systeme

Auf dem Weg zur GW-Industrie

Die Erzeugung von grünem Wasserstoff durch Wasserelektrolyse hat in den letzten Jahren enorm an Interesse gewonnen, und in der Elektrolysebranche werden erhebliche Anstrengungen unternommen, um Zellen und Stacks zu vergrößern und die Produktionskapazitäten deutlich zu erhöhen, stell das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme in einer Medienmitteilung vom 09.02.2022 fest. Parallel dazu sei die aktuelle Diskussion über die Kosten von Elektrolyseanlagen von widersprüchlichen Aussagen mit einer großen Bandbreite an Preisprognosen geprägt, was eine verlässliche Bewertung von Elektrolyseuren erschwert. Um in dieser Diskussion um die Investitionskosten der Wasserelektrolyse die notwendige Transparenz zu schaffen, hat das Fraunhofer ISE im Auftrag der NGO Clean Air Task Force (CATF) ein Bottom-up-Kostenmodell erstellt und eine Kostenstudie durchgeführt. Damit kann ein breites Verständnis für die Kostenstrukturen von Niedertemperatur-Wasserelektrolysesystemen aufgebaut werden. (Foto: PEM-Stack – © Fraunhofer ISE) weiterlesen…