Supraleitung bereits bei weniger tiefen Temperaturen

Supraleitung: Mit neuen Tricks zu besseren Materialien

Nickelate gelten als neue Hoffnungsträger für künftige Supraleitungs-Technologien. An der TU Wien (TUW) gelang es einer Medienmitteilung und Veröffentlichung in der Physical Review X zufolge erstmals, ihre elektronische Struktur präzise zu erklären. Denn auch nach mehr als 30 Jahren Forschung gehört die Hochtemperatur-Supraleitung immer noch zu den großen ungelösten Rätseln der Materialphysik. Der genaue Mechanismus, der auf atomarer Ebene dazu führt, dass bestimmte Materialien auch bei relativ hohen Temperaturen elektrischen Strom immer noch völlig ohne Widerstand leiten, ist bis heute nicht vollständig geklärt. (Grafik: Supraleitung bei unterschiedlichen Spannungen – © journals.aps.org, BY SA 4.0) weiterlesen…

Netzausbau intelligent beschleunigen

Beteiligung verbessern, Optimierungen von Netzauslastung und -steuerung

Um den Netzausbau für die Energiewende zu beschleunigen, muss sich nicht geltendes Recht, sondern die Praxis der Stromnetzbetreiber ändern. Damit diese technologieoffener als heute arbeiten, muss die Politik Anreize setzen, so dass die bestehenden und die neuen Stromnetze gezielt gesteuert und dadurch optimaler ausgelastet werden können. Auch eine frühzeitigere und strukturierte Berücksichtigung von Einwänden der Öffentlichkeit kann dazu führen, dass spätere Klagen und Verzögerungen vermieden werden. Für eine bessere Beteiligung sowie für die Optimierungen von Netzauslastung und -steuerung hat das Öko-Institut am 26.10.2021 in einem Policy Brief Empfehlungen vorgelegt. weiterlesen…

Nach Corona – Unsere Zukunft neu gestalten

Neues Buch von Franz Alt

Franz Alt hat (wieder einmal) ein neues Buch geschrieben: „Nach Corona – Unsere Zukunft neu gestalten“. Es ist im Patmos-Verlag erschienen. In seinem neuen Buch zeigt der Autor, dass und wie die Politik in den letzten 18 Monaten gelernt hat, auf die Wissenschaft zu hören. Ähnliche Lerneffekte sind auch bei der Energiewende, bei der Mobilitätswende und bei der Agrarwende denkbar. Die Kapitel: Neu Denken, neu fühlen, neu handeln, neu lernen, neu vertrauen, neu gestalten. weiterlesen…

EE überholen Fossile als Energiequelle der EU

2020 erstmals wichtigste Stromquelle

38 Prozent des Stroms kamen 2020 aus erneuerbaren Quellen, für 37 Prozent wurden fossile Brennstoffe genutzt. Das zeigt der aktuelle Bericht zur Energieunion, den die Europäische Kommission am 26.10.2021 vorgelegt hat. Um den Einsatz erneuerbarer Energien weiter voranzutreiben, ist dem Bericht zur Energieunion zufolge für 2022 eine EU-Solarenergiestrategie geplant. Die Kommission hat am 26.10.2021 ihren Bericht zur Lage der Energieunion für 2021 angenommen, in dem sie fast zwei Jahre nach dem Start des europäischen Grünen Deals in Bezug auf die von der EU bei der Verwirklichung der Energiewende erzielten Fortschritte Bilanz zieht. weiterlesen…

UBA: Fast Hälfte umweltschädlicher Subventionen für Straßen- und Flugverkehr

Messner zur aktualisierten Ausgabe 2021: „Aus umweltschädlichen Subventionen schrittweise sozial-ökologische Investitionen machen“

Der Abbau von Steuervergünstigungen für Pkw- und Agrardiesel, die private Nutzung fossiler Dienstwagen und landwirtschaftliche Fahrzeuge sowie bei der Entfernungspauschale würde der öffentlichen Hand Mehreinnahmen im zweistelligen Milliardenbereich bringen. Das zeigt die aktualisierte und am 28.10.2021 veröffentlichte Untersuchung des Umweltbundesamtes (UBA) umweltschädlicher Subventionen aus dem Jahr 2018. Die genannten Subventionen lassen sich national abschaffen. Weitere zwölf Milliarden Euro entfallen auf Steuervergünstigungen für Kerosin und die Mehrwertsteuerbefreiung für internationale Flüge. Dies müsste einer UBA-Medienmitteilung folgend allerdings auf europäischer Ebene angegangen werden. weiterlesen…

UBA will Bürgerenergiegesellschaften Teilnahme an EE-Ausschreibungen erleichtern

Förderprogramm in Vorentwicklungsphase

Das Umweltbundesamt macht konkrete Vorschläge, wie sich das finanzielle Risiko von Bürgerenergiegesellschaften bei den Auktionen minimieren lässt. Bekommt ein Angebot den Zuschlag, müsse die Förderung zurückgezahlt werden. Bis zur Einführung des Erneuerbare-Energien- Gesetzes 2017 wurde der Ausbau von Windenergie und Photovoltaik hauptsächlich durch Einspeisevergütungen bzw. Marktprämien gefördert. Durch die Umstellung auf Ausschreibungen entstehen zusätzliche Risiken für die Akteure, da trotz erheblicher Vorentwicklungskosten nicht klar ist, ob ein Projekt tatsächlich einen Anspruch auf Vergütung erhalten wird. Kleinere Akteure wie Bürgergenossenschaften können dadurch benachteiligt werden. weiterlesen…

UNEP und UBA: Klimazusagen reichen nicht aus

UN-Emissions Gap Report 2021

Angesichts des sich verschärfenden Klimawandels und der Warnung von Wissenschaftlern, dass der Menschheit die Zeit davonläuft, um die globale Erwärmung auf 1,5°C über dem vorindustriellen Niveau zu begrenzen, ist 2021 ein schwieriges Jahr für den Planeten. Der „UN-Emissions Gap Report 2021“ (Bericht über die Emissionslücke 2021): „The Heat Is On“ ist die zwölfte Ausgabe einer jährlichen Reihe, die einen Überblick über die Differenz zwischen dem für 2030 prognostizierten Stand der Treibhausgasemissionen und dem Stand, den sie erreichen sollten, um die schlimmsten Auswirkungen des Klimawandels abzuwenden, gibt. Das Umweltbundesamt prognostiziert 2,7° C Erderwärmung, selbst wenn alle Zusagen eingelöst werden. weiterlesen…

Wasserstoffexperten senden eindeutiges Signal an neue Bundesregierung

Grüne Wasserstoff-Marktwirtschaft – Chance für die neue Bundesregierung

Der Deutsche Wasserstoff- und Brennstoffzellen-Verband fordert von der künftigen Koalition schnelles Handeln. Im Rahmen eines Parlamentarischen Abends hat die Wirtschaft in Berlin die Politik aufgefordert, im Koalitionsvertrag bereits konkrete Maßnahmen für einen schneller Markthochlauf für Wasserstoff und Brennstoffzellen-Technologie in Deutschland zu vereinbaren. Die Industrie war sich im Rahmen der Diskussionen einig, dass nur mit erneuerbaren Energien in Kombination mit Wasserstoff ein investitionssicherer und wirtschaftlich erfolgreicher Umbau der deutschen und auch europäischen Energiewirtschaft gelingen könne. weiterlesen…

„Zu teuer, zu langsam, zu gefährlich, zu blockierend“

S4F: Kernenergie keine Technologie zur Lösung der Klimakrise

Zur Lösung der Klimakrise kann die Kernenergie nicht beitragen, da sie zu langsam ausbaufähig, zu teuer und zu risikoreich ist. Zudem behindert sie strukturell den Ausbau der Erneuerbaren Energien, die gegenüber der Kernkraft schneller verfügbar, kostengünstiger und ungefährlich sind. Das zeigt ein internationales Team*) von Fachwissenschaftler:innen der Scientists for Future (S4F) in einem am 16.10. 2021 veröffentlichten (und am 27.10. per Mail verschickten) Text (unter CC-BY SA 4.0) auf. weiterlesen…

Grüner Wasserstoff aus Neuseeland

Bilaterale Wasserstoffallianz zwischen Neuseeland und Deutschland nimmt Arbeit auf

Um den Klimawandel zu begrenzen, sind weltweite gemeinsame Anstrengungen notwendig, und es müssen internationale Allianzen geschmiedet werden. Koordiniert von Paul Jerabek (Helmholtz-Zentrum Hereon) und Prof. Sally Brooker (University of Otago in Dunedin) nimmt nun eine bilaterale Wasserstoffallianz zwischen Neuseeland und Deutschland ihre Arbeit auf. Sie hat das Ziel, eine deutsch-neuseeländische Forschungspräsenz zur Erforschung und Weiterentwicklung grüner Wasserstofftechnologien in Neuseeland aufzubauen. (Foto: Manapouri Power Station am Manapouri-See – © Pseudopanax in Wikipedia auf Englisch – eigenes Werk, gemeinfrei, commons.wikimedia.org) weiterlesen…