Streit um „Umwälzpumpe“

Nordatlantik: Studie stellt bisherige Klima-Lehrmeinung zur Nordatlantik-Strömung auf den Kopf

Eine neue Studie über die nordatlantische Umwälzströmung widerspricht diametral den gängigen Theorien der Klimawirkung dieser sogenannten Strömungspumpe. Der neuen Untersuchung zufolge ist nicht der Klimawandel verantwortlich für die Abschwächung der Umwälzpumpe, sondern – im Gegenteil – die Umwälzpumpe befeuere vielmehr iherseits die aktuelle Klimaerwärmung, wie die Forscher am 18.07.2018 im Fachmagazin nature berichteten. Dem wiederum widersprechen allerdings einige renommierte Klimaforscher heftig. weiterlesen…

Hoffnung für sonnenschwache Regionen

Forscher entwickeln effiziente Bakterien-Solarzelle

Genveränderte E.-coli-Bakterien sind die neue Hoffnung für Regionen mit schwacher Sonneneinstrahlung. Kanadische Forscher haben eigenen Angaben zufolge große Fortschritte in der Entwicklung biogener Solarzellen gemacht. Günstig wären sie auch noch. Die Forschung der University of British Columbia sei nicht ganz uneigennützig, schreibt Clemens Weiß am 23.07.2018 für energiezukunft. Regionen wie die kanadische Westküste würden stark von der Solarzelle profitieren, die die Wissenschaftler derzeit versuchen zu bauen und in das nächste Stadium zu hieven. Denn die biogene Solarzelle soll nicht nur günstig in der Herstellung sein, sondern auch bei wolkenbedecktem Himmel viel Strom erzeugen. weiterlesen…

Blockchain verändert Energiewende

„Jeder traut dem Bremspedal – obwohl die wenigsten wissen, wie es funktioniert!“

Fraunhofer-Forscher Gilbert Fridgen sprach am 20.07.2018 im Interview mit dem Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) über Vertrauen in neue Technologien wie Blockchain – und deren Potenzial, die Energiewende grundlegend zu verändern. Prof. Fridgen leitet das Fraunhofer Blockchain-Labor – eine multidisziplinäre Einrichtung zur Konzeption, Entwicklung und Evaluation von Blockchain-Lösungen. weiterlesen…

„Ein Hauch frischer Luft“

Fortschritte in der Katalyseforschung: Sauerstoffstabile Hydrogenasen

Einem Forscherteam der beiden Mülheimer Max-Planck-Institute für Chemische Energiekonversion (CEC) und Kohlenforschung (KoFo) ist es einer Medienmitteilung vom 23.05.2018 zufolge gelungen, natürlich vorkommende Katalysatoren (Hydrogenasen) für die Anwendung im Rahmen der Wasserstoffherstellung zu optimieren. weiterlesen…

Klimawandel: Einsicht ist nicht gleich Handeln

Warum schauen wir dem „Meteoriteneinschlag in Zeitlupe“ gebannt zu?
-von Gerhard Hofmann-

Viele denken beim Gürtel-enger-schnallen spontan an den Leibriemen des Nachbarn, nicht an den eigenen – das gilt auch fürs Klima. Immer wieder wird gefragt, warum wir den Klimawandel zwar einsehen und auch fürchten, aber gleichzeitig so gut wie nichts dagegen unternehmen. Auf Spiegel-Online versucht Lena Puttfarcken eine Erklärung dafür, dass man „psychologisch gesehen ganz ohne Probleme von etwas überzeugt sein und sich trotzdem genau entgegengesetzt verhalten“ könne. Obwohl die meisten Deutschen die drohende Klimakatastrophe – von ein paar bornierten Klimaskeptikern abgesehen – für eines der größten Zukunftsprobleme halten, ändern wir selbst wenig. weiterlesen…

EU-Strommarkt soll Redispatch verringern und EE stärken

Folgen europäischer Stromnetz-Regelungen

Um Ausgestaltung und Folgen eines grenzüberschreitenden europäischen Stromnetz-Managements geht es in der Antwort (19/3338) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen – so der parlamentseigene Pressedienst heute im bundestag. Darin äußert sich die Bundesregierung zu den europäischen Plänen für Interkonnektoren (Grenzübergänge) von Stromnetzen und das Zusammenspiel fossiler mit Erneuerbaren Energiequellen. weiterlesen…

Redispatchkosten stiegen 2017 auf 1,4 Mrd. €

Verbraucher zahlen dafür, dass Schmutz-Kohlestrom Netze verstopft

Die Gesamtkosten der Netzstabilisierung im Rahmen der Versorgungssicherheit (s. solarify.eu/versorgungssicherheit) sind 2017 auf 1,4 Milliarden Euro gestiegen. Nach Auswertungen der Bundesnetzagentur trägt die Thüringer Strombrücke zwar zur Senkung dieser sogenannten Redispatchkosten (siehe: solarify.eu/einspeisemanagement) bei – 2017 sei jedoch insgesamt ein deutlicher Anstieg der Maßnahmen auf rund 10.200 GWh zu verzeichnen gewesen. Eine Rekordmenge von 5.518 Gigawattstunden Strom aus Erneuerbaren-Anlagen sei abgeregelt worden. Alle reden derweil vom Netzausbau, kaum jemand davon, dass der nach dem Kohleausstieg überflüssig werden könnte. weiterlesen…

EU-Kommission verklagt Deutschland vor EuGH

Zu wenig Wettbewerb

Deutschland tut nach Überzeugung der EU zu wenig für den Wettbewerb im Energiesektor. So hat Berlin laut Brüssel EU-Wettbewerbs-Richtlinien (niedrigere Preise durch mehr Wettbewerb durch die Richtlinie von 2009) nicht ausreichend umgesetzt. Das deutsche Recht verstoße daher angeblich gegen das Dritte Energiepaket der EU. Daher zerrt die Kommission Deutschland einer Medienmitteilung vom 19.07.2018 zufolge jetzt vor den europäischen Kadi (Ungarn auch wegen Verstoßes gegen das 3. Energiepaket und sechs weitere Länder wegen anderer Vorwürfe). weiterlesen…

Innogy schickt sich in Zerschlagung

Widerstand aufgegeben

Die Innogy SE wollte wohl nicht schon kurz nach ihrer Geburt schon wieder ableben und leistete hinhaltenden Widerstand gegen die eigene Zerschlagung – den hat sie am 18.07.2018 aufgegeben. Die beteiligten Unternehmen RWE und E.on wollen die bevorstehenden Veränderungen gemeinsam planen. „innogy einigt sich mit E.ON und RWE auf faire Integrationsprozesse und unterstützt die geplante Transaktion“ lautete eine Medienmitteilung der drei Firmen, die nicht alles erklärt. weiterlesen…

Forschungsoffensive für E-Fuels

Landesregierung, KIT und Industrie vereinbaren Projekt „reFuels – Kraftstoffe neu denken“

Eine Medienmitteilung des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT): Synthetische Kraftstoffe – sogenannte reFuels (auch Alternative Kraftstoffe, synthetische Treibstoffe, Desinger Fuels, E-Fuels – siehe: solarify.eu/synthetische-treibstoffe) – lassen sich aus biogenen Reststoffen in Kombination mit der direkten Umwandlung von CO2 und erneuerbarem Wasserstoff herstellen und können so helfen, das Weltklima zu schützen. Mit Partnern aus der Automobil-, Automobilzuliefer- und Mineralölindustrie und mit Unterstützung der Landesregierung Baden-Württembergs soll das im breit angelegten Projekt „reFuels – Kraftstoffe neu Denken“ erforscht werden. Eine entsprechende Absichtserklärung wurde am 20.07.2018 in Stuttgart unterzeichnet. weiterlesen…