Netzausbau benötigt klares Energiewende-Konzept


Projekt “Transparenz Stromnetze” zeigt: Energiewende braucht dringende politische Entscheidungen

Die Energiewende zügig strukturieren, Effekte einer Dezentralisierung umfassender analysieren und ein „Expertengremium Netze“ einrichten: Dies sind einige der übergeordneten Empfehlungen des Projekts “Transparenz Stromnetze”, dessen Ergebnisse nun in der Broschüre „Transparenz Stromnetze – Stakeholder-Diskurs und Modellierung zum Netzausbau und Alternativen“ öffentlich zur Verfügung stehen, wie das Öko-Institut e.V. Freiburg am 25.07.2018 mitteilte. weiterlesen…

Irisch-französisches Kabel umgeht GB

Strom-Bypass wg. Brexit: EU fördert HGÜ-Leitung unter Ausschluss Großbritanniens

Die Europäische Kommission stellt 3,8 Millionen Euro für ein Projekt bereit, das die französischen und irischen Stromnetze über ein Unterwasserkabel zwischen La Martyre in Frankreich und Great Island oder Knockraha in Irland verbinden soll. Irische Politiker sehen laut einem Bericht von Sam Morgan auf euractiv das Projekt als „offensichtliche Lösung“ nach dem Brexit.
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Spatenstich für HGÜ-Leitung nach Norwegen


Zwei Milliarden für 623 Kilometer

Verlegung-eines-HGÜ-Seekabels-Foto-©-ABBIn Schleswig-Holstein erfolgte der erste Spatenstich für die neue Seekabelverbindung “NordLink” zwischen Norwegen und Deutschland: Schleswig-Holsteins Energiewendeminister Robert Habeck (Grüne) und die norwegische Botschafterin Elisabeth Walaas gaben am 16.09.2016 in Wilster (Kreis Steinburg,) den Startschuss für den Bau der 623 Kilometer langen Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragfungsleitung NordLink. Für rund zwei Milliarden Euro soll der Energieaustausch zwischen Deutschland und Norwegen möglich werden. weiterlesen…

Desertec reloaded 2


Fraunhofer-Superstudie “Supergrid”: Integration von Erneuerbaren Energien in Europa und Afrika

Fraunhofer Supergrid TitelDesertec lässt grüßen: Im Projekt “Supergrid” haben Fraunhofer-Institute erforscht, wie ein Strom- und Verteilnetz zwischen Nordafrika und Europa funktionieren kann. Sie haben Szenarien für ein Erneuerbares Energiesystem in der MENA-Region entworfen, potenzielle Technologien verglichen, neue Detaillösungen entwickelt und Regulierungsmechanismen evaluiert. Die Ergebnisse des Übermorgen-Projekts “Supergrid” wurden jetzt in einer abschließenden Studie veröffentlicht. weiterlesen…

Umweltverbände loben Gesetz zum Energieleitungsbau


Netzausbau sorgt für mehr Klimaschutz

Vier Umweltverbände begrüßen in einer gemeinsamen Pressemitteilung das vom Bundesrat am 18.12.2015 gebilligte neue Gesetz zum Energieleitungsbau: Ein zügiger Netzausbau sorge für Integration der erneuerbaren Energien, helfe die fossilen Kraftwerke zurückdrängen und stärke so den Klimaschutz. Jedoch müsse die transparente Beteiligung der Öffentlichkeit verbessert werden. Unabhängig davon weist der NABU darauf hin, dass der Erdkabelvorrang keine umsichtige Planung ersetzt. weiterlesen…

Vorrang für Erdkabel

Bei neuen Gleichstrom-Höchstspannungs-Übertragungsleitungen (HGÜ) bekommt die Erdverkabelung Vorrang. In der Nähe von Wohngebieten sind Freileitungen dann sogar unzulässig. Damit soll die Akzeptanz für neue Leitungen möglichst erhöht werden. Der Bundestagwirtschaftssausschuss fügte diese Änderungen am 25.11.2015 in den von der Bundesregierung eingebrachten Gesetzesentwurf zur Änderung von Bestimmungen des Rechts des Energieleitungsbaus (18/4655,18/5581) ein. weiterlesen…

BMWi: “Positives Signal für erste deutsche Gleichstromverbindung”

Die Übertragungsnetzbetreiber Amprion GmbH und TransnetBW GmbH haben am 21.10.2015 laut einer Pressemitteilung aus dem BMWi den Auftrag für die Planung und den Bau der Konverter für das Gleichstromvorhaben ULTRANET vergeben: “Die Verbindung von Osterath in Nordrhein-Westfalen nach Philippsburg in Baden-Württemberg ist damit das erste Gleichstromvorhaben, bei dem die technischen Details für die zwei Konverteranlagen am Anfang und Ende der Gleichstromverbindung geplant werden können.” weiterlesen…

Kabinett will Netzausbau anschieben


Mit Erdverkabelung Weichen für zügigeren Ausbau der Stromnetze gestellt

Die Bundesregierung will laut zweier Presssemitteilungen die Akzeptanz für den Netzausbau in der Bevölkerung stärken. Daher sollen künftig die neuen “Stromautobahnen” (HGÜ, Höchstspannungs-Gleichstrom-Übertragungsleitungen, siehe solarify.eu/hochspannungs-gleichstrom-uebertragung-hgue) vorrangig unterirdisch anstatt Freileitungen gebaut werden. Damit hat sich Bayerns Ministerpräsident Seehofer nach langer Blockade weitgehend gegen seine Koalitionspartner durchgesetzt. Der Vorrang betrifft vor allem die großen Nord-Süd-Trassen wie SuedLink oder die Gleichstrompassage Süd-Ost. Laut dem Bericht des BMWi im Kabinett zum Stand des Netzausbaus nach dem Energieleitungsausbaugesetz (EnLAG) sind von den Vorhaben ein Viertel – etwa 500 Kilometer – gebaut. weiterlesen…

ABB: 730 km HGÜ für 415 Mio. Euro


Längstes Unterwasser HGÜ-Kabel der Welt

Der Schweizer Energie- und Automatisierungstechnik-Konzern ABB hat einen Auftrag über 450 Millionen US-Dollar für die Hochspannungs-Gleichstrom-Verbindung (HGÜ) des britischen und norwegischen Stromnetzes erhalten. Die Leitung soll die Integration von Wind- und Wasserkraft ins Stromnetz fördern und damit die Versorgungssicherheit in beiden Ländern erhöhen. weiterlesen…

HGÜ-Strom aus Afrika “tragfähiges Modell”

Stromtransfer von Afrika nach Europa über Hochspannungs-Gleichstrom-Trassen (HGÜ) kann ein tragfähiges Geschäftsmodell sein, mit Mehrwert für beide Regionen. Zu diesem Ergebnis kommen Forscher im EU-geförderten Projekt BETTER (“Bringing Europe and Third Countries Closer Together Through Renewable Energies”) des Deutschen Zentrums für Luft und Raumfahrt (DLR) gemeinsam mit CIEMAT (Centro de Investigaciones Energéticas, Medioambientales y Tecnológicas) und Kooperationspartnern. Das Desertec-Modell lebt wieder auf. weiterlesen…