Rekord-CO2-Ausstoß im Baubereich

Gebäude- und Bausektor hinkt Klimaziel hinterher

Der Bau- und Gebäudesektor liegt laut dem am 16.12.2020 vorgelegten Bericht des UN-Umweltprogramms „2020 Global Status Report for Buildings and Construction – Towards a zero-emissions, efficient and resilient buildings and construction sector“ beim Treibhausgasausstoß weltweit auf Rekordniveau und droht damit, die im Pariser Klimaschutzabkommen von COP21 festgelegte Grenze („well below 2 degrees“) zu überschreiten. Der Sektor macht mittlerweile 38 Prozent (9,95 Gt CO2) der globalen CO2-Emissionen aus. „Insgesamt hat sich der Gebäude- und Bausektor nicht in Richtung auf das im Paris-Abkommen festgelegte Ziel bewegt, die globale Durchschnittserwärmung weit unter zwei Grad Celsius zu halten, sondern davon weg bewegt“, so der Bericht. weiterlesen…

EEA: THG aus Strommeilern gehen zurück – seit 2005 um 35%

Europas Kraftwerke haben 2019 deutlich weniger klimaschädliche Gase emittiert

Wie die EU-Umweltagentur EEA meldet, haben europäische Stromerzeuger wesentlich weniger Klimagase emittiert als 2018. Die Emissionen der vom EU-Emissionshandel umfassten stationären Anlage fielen um gut neun Prozent – der größte jährliche Rückgang seit zehn Jahren. Im Vergleich mit 2005 sind die Emissionen gar um 35 Prozent gesunken. Das kommt daher, dass die Kraftwerke mehr und mehr auf Erneuerbare Energien als auf Kohle setzen. Experten mahnen dennoch, die Ausstöße müssten noch deutlich mehr sinken, wenn 2050 in der EU Klimaneutralität erreicht werden soll. Anders der Flugverkehr: Hier haben die Emissionen noch einmal zugelegt – um ein Prozent. Für dieses Jahr erwartet die Umweltagentur einen Rückgang – wegen der Pandemie. weiterlesen…

Doch Rekord-Rückgang globaler CO2-Emissionen

Dank COVID-19-Lockdowns

„2,4 Milliarden Tonnen weniger CO2 dank Corona“ titelte die Süddeutsche Zeitung am 11.12.2020, als die Universitäten von East Anglia (UEA) und Exeter die jährliche weltweite CO2-Bilanz als Ergebnis des sogenannten „Global Carbon Projects“ (GCP) von 86 Klimaforschern aus aller Welt verkündeten. Denn die neue Bilanz zeigte einen noch nie erreichten Rückgang der CO2-Emissionen, der allerdings auf Corona-bedingte Einschränkungen des Transportwesens zurückgeführt wird. Die CO2-Konzentration der Luft stieg dennoch weiter an. weiterlesen…

Trotz COVID-19: Temperatur steigt auf mehr als 3 Grad

UNEP Emissions Gap Report 2020

Seit mehr als einem Jahrzehnt gibt der UNEP Emissions Gap Report jährlich einen Überblick über die Differenz zwischen dem prognostizierten Stand der Treibhausgasemissionen im Jahr 2030 und dem Stand, den sie erreichen sollten, um die schlimmsten Auswirkungen des Klimawandels zu vermeiden. Der Bericht 2020 stellt fest, dass die Welt trotz eines kurzen Rückgangs der Kohlendioxid-Emissionen durch die COVID-19-Pandemie immer noch auf einen Temperaturanstieg von mehr als 3°C in diesem Jahrhundert zusteuert – weit über die Ziele des Pariser Abkommens hinaus, die globale Erwärmung auf deutlich unter 2°C zu begrenzen und 1,5°C anzustreben. (Grafik: THG-Emissionen aller Quellen – © wedocs.unep.org) weiterlesen…

EU-Treibhausgasemissionen 2019 auf niedrigstem Niveau seit dreißig Jahren

Timmermans: „Wende ist möglich“

CO2-Rauch-Wasserdampf-Fahne Kraftwerk Reuter-West und Müllverbrennungsanlage, Berlin - Foto © Gerhard Hofmann für SolarifyAm 30.11.2020 hat die EU-Kommission den jährlichen EU-Fortschrittsbericht über den Klimaschutz angenommen, in dem sie die Fortschritte der EU bei der Verringerung der Treibhausgasemissionen im Jahr 2019 darlegt. Die Treibhausgasemissionen in den 27 EU-Mitgliedstaaten sind demnach im Vergleich zum Vorjahr um 3,7 % zurückgegangen, während das BIP um 1,5 % gewachsen ist. Gegenüber 1990 wurden die Emissionen um 24 % reduziert. weiterlesen…

Klimaschädlichkeit des Flugverkehrs deutlich unterschätzt

CO2 macht nur ein Drittel der Emissionen aus

Eine von der Europäischen Kommission veröffentlichte Studie über die klimaschädliche Wirkung der nicht-CO2-Emissionen des Luftverkehrs bestätigt, dass diese zwei Mal klimaschädlicher sind als die CO2-Emissionen der Industrie allein. Die Kommission legt damit erstmals konkrete Zahlen zur drastisch unterschätzten Klimaschädlichkeit der gesamten Emissionen des Luftverkehrs vor, wie einer Pressemitteilung von Greenpeace Österreich vom 25.11.2020 zu entnehmen ist. weiterlesen…

Kleiner Anstoß schaukelt sich auf

CO2 aus dem Boden – „positive“ Rückkopplungen

Das vom Weltklimarat IPCC 2018 in seinem Sonderbericht zum 1,5-Grad-Ziel (solarify.eu/ipcc-sonderbericht) errechnete CO2-Budget der Menschheit ist nicht sehr groß: Nur noch 420 Milliarden Tonnen CO2, wenn wir mit Zwei-Dritteln Wahrscheinlichkeit 1,5 Grad einhalten wollen – bei zwei Grad erlaubter Erwärmung sind es 1170 Milliarden Tonnen. Derzeit stoßen wir 42 Milliarden Tonnen im Jahr aus. Doch das ist nicht alles. weiterlesen…

2x CO2-Emissionen im Bundestag – einmal pro, einmal offen

Bundesregierung für stärkere Reduktion von CO2-Ausstoß, aber unentschlossen in Sachen Meeres-ETS

Die Bundesregierung unterstützt den Vorschlag der Europäischen Kommission, die CO2-Emissionen bis 2030 um mindestens 55 Prozent gegenüber 1990 zu verringern, wie sie – so der parlamentseigene Pressedienst heute im bundestag – in der Antwort (19/23828) auf eine Kleine Anfrage (19/23389) der FDP-Fraktion erklärt. Auch der Kommissions-Ankündigung, sie werde im kommenden Jahr Vorschläge zur Weiterentwicklung der CO2-Bepreisung vorlegen, stimmt die Zustimmung der Bundesregierung.
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Wer auf Kernkraft setzt, reduziert keine Emissionen

Analyse von Daten aus 123 Ländern

Um den Treibhausgasausstoß zu reduzieren, wird die Kernenergie immer wieder als Alternative zu fossilen Energieträgern oder als Ergänzung zu Erneuerbaren Energien diskutiert. Auch der IPCC betrachtet in seinen vielfältigen Szenarien mögliche CO2-Einsparungen durch den Ausbau der Kernenergie, gibt jedoch keine politischen Empfehlungen für oder gegen den Ausbau. Erst jüngst haben die Niederlande die Kernkraft als Option wieder ins Spiel gebracht. Die Regierung hatte eine Studie zur Wirtschaftlichkeit von Atomkraftwerken in Auftrag gegeben und erwägt den Bau von drei Kernkraftwerken*). Näheres berichtete Petra Franke auf energiezukunft am 13.10.2020. Siehe auch den Text auf Solarify am 06.10.2020. weiterlesen…

„Klimaeffekt ist erstaunlich gering“

Echtzeit-Daten zeigen massive Auswirkungen von Covid-19 auf globale Emissionen

Während die andauernde Corona-Pandemie weiterhin Menschenleben fordert, konnte in der ersten Jahreshälfte 2020 ein beispielloser Rückgang der CO2-Emissionen festgestellt werden – stärker als während der Finanzkrise von 2008, der Ölkrise von 1979 oder sogar während des Zweiten Weltkriegs. Ein internationales Forscherteam um das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) hat herausgefunden, dass in den ersten sechs Monaten dieses Jahres 8,8 Prozent weniger Kohlendioxid ausgestoßen wurden als im gleichen Zeitraum im Jahr 2019 – ein Rückgang von insgesamt 1.551 Millionen Tonnen. weiterlesen…