IEA: Indiens saubere Energiewende ist in vollem Gange…

… und kommt der ganzen Welt zugute – Kommentar von Fatih Birol und Amitabh Kant

Die Ankündigung Indiens, bis 2070 Netto-Null-Emissionen zu erreichen und bis 2030 fünfzig Prozent seines Strombedarfs aus erneuerbaren Energiequellen zu decken, ist für den weltweiten Kampf gegen den Klimawandel von enormer Bedeutung. Indien leistet Pionierarbeit mit einem neuen Modell der wirtschaftlichen Entwicklung, das die kohlenstoffintensiven Ansätze, die viele Länder in der Vergangenheit verfolgt haben, vermeiden könnte – und als Blaupause für andere Entwicklungsländer dient. Das sagten Fatih Birol (IEA) und Amitabh Kant (NITI Aayog – Indische Eergiewendebehörde) am 09.01.2022 in der Times of India. (Foto: Thoothukudi Thermal power, Energiegewinnung in Indien – © Hassan Afridhiunsplash) weiterlesen…

DIW: Teure Metalle könnten Energiewende ausbremsen

Hohe Preise für Kupfer, Lithium, Nickel und Kobalt als Hindernis

Die Energiewende kann nur gelingen, wenn ausreichend Rohstoffe etwa zum Bau von Windrädern, Solaranlagen und E-Auto-Batterien verfügbar sind. Dementsprechend geht eine Untersuchung am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) einer Medienmitteilung vom 26.01.2022 folgend der Frage nach, wie sich die Energiewende auf die Preise bestimmter Metalle auswirken könnte, denn diese dürften auf historische Niveaus klettern. Demzufolge würde sich die Energietransition verteuern und verzögern. Eine global koordinierte Klimapolitik könnte gegensteuern und Planungssicherheit für Metallproduzenten schaffen. weiterlesen…

Prognos-Studie: Energiewende lahmt immer noch

10. Monitoring der Energiewende

Es gibt in Deutschland noch Nachholbedarf beim Ausbau der Stromnetze und bei der Reduzierung des Verbrauchs. Zu diesem Schluss kommt das Schweizer Prognos-Institut. Das im Herbst 2010 verabschiedete Energiekonzept der Bundesregierung definiert quantitative Zielgrößen, um langfristig eine sichere, wirtschaftliche sowie umwelt- und klimaverträgliche Energieversorgung in Deutschland zu erreichen.PV und Wind bei Bitterfeld - Foto © Gerhard Hofmann für SolarifyDas Konzept baut vor allem auf eine erhöhte Energieproduktivität sowie den Ausbau der erneuerbaren Energien. Die ursprünglichen Ziele wurden seitdem mehrfach geändert bzw. verschärft. Seit 2012 bewertet Prognos im Auftrag der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. (vbw) jährlich, inwieweit die gesetzten Ziele erreicht wurden. Die nun vorliegende 10. Fassung dieses Monitorings bewertet die Situation im Jahr 2020. weiterlesen…

Deutschland entfernt sich 2021 vom Klimaziel

Ampel muss schnell ambitionierte Klimaschutzmaßnahmen verabschieden

Obwohl Deutschlands Wirtschaft sich noch nicht vollständig von den Corona-Einschränkungen des Jahres 2020 erholt hat, steigen die Treibhausgasemissionen wieder. Gleichzeitig gehen die Erneuerbaren Energien im Strommix zurück – beides steht in Kontrast zu den jüngst angehobenen Klimazielen für 2030. Für eine Kehrtwende muss die Bundesregierung schnell ambitionierte Klimaschutzmaßnahmen auf den Weg bringen – so der Think Tank Agora Energiewende in einer aktuellen Analyse. (Titel: „Die Energiewende in Deutschland – Stand der Dinge 2021“ – Agora – Untersuchung 1-2022 – © agora-energiewende.de) weiterlesen…

Lesehinweis: Energiewende nutzt der alten Stahl-Welt

SZ: Windgeneratoren brauchen schwere Pfähle und Wälzlager – die Welten treffen einander
von Benedikt Müller-Arnold

Schwerindustrie und Klimaschutz passten bisher schlecht zusammen. Denn Stahlwerke, Gießereien oder Chemiefabriken emittieren viel Treibhausgas. Thyssenkrupps Duisburger Stahlwerk stößt allein 2 Prozent der gesamten deutschen Emissionen aus. Zwar haben auch die Thyssener Ziele und Pläne, wie sie bald klimaneutral werden wollen: mit Wasserstoff aus Erneuerbaren Energien. Aber noch warnt die Industrie vor Carbon Leakage: zu ehrgeizige Klimaziele könnten dazu führen, dass die Produktion – samt Emissionen – in Erdteile mit laxeren Regeln „auswandert“. Dazu kommt die Sorge, Strom könnte in der Übergangszeit sehr teuer werden, bis endlich genügend Erneuerbare Energien samt Speicher im Netz sind. „Dabei droht fast unterzugehen“, so SZ-Autor Benedikt Müller-Arnold am 30.12.2021, „dass die alte Stahl-Welt durchaus auch von der Energiewende profitiert: wenn Hersteller beispielsweise riesige Fundamente für Windräder auf dem Meer liefern. Oder eben Wälzlager für immer größere Windräder“. weiterlesen…

EU-Kommission schlägt Leitfaden für gerechten Übergang zur Klimaneutralität vor

Besonderes Augenmerk auf Haushalte mit hoher Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen

Die EU-Kommission hat am 14.12.2021 politische Leitlinien für einen gerechten und inklusiven Übergang zur Klimaneutralität vorgeschlagen, die das im Juli vorgelegte Paket zur Umsetzung des Grünen Deals ergänzen. Die vorgeschlagene Empfehlung des Rates enthält spezifische Leitlinien, die die einschlägigen beschäftigungs- und sozialpolitischen Aspekte im Zusammenhang mit dem Übergang umfassend behandeln und die Mitgliedstaaten bei der Ausarbeitung und Umsetzung von Maßnahmepaketen zur Gewährleistung eines gerechten Übergangs zur Klimaneutralität unterstützen sollen. weiterlesen…

Verbesserte Klimaziele mit erneuerbaren Energien

Unterstützung der Energiewende zur Stärkung der Klimaschutzmaßnahmen durch IRENA

Der Energiesektor trägt nach wie vor am stärksten zu den weltweiten Treibhausgasemissionen bei und ist für mehr als zwei Drittel der Gesamtemissionen verantwortlich. Daher wird der Übergang zu einem kohlenstoffarmen Energiesektor zunehmend als Schlüssel zum Erreichen der Kohlenstoffneutralität bis Mitte des Jahrhunderts und zur Abschwächung der negativen Auswirkungen des Klimawandels anerkannt – so die Medienmitteilung der Internationalen Energieagentur die IRENA vom 09.11.2021 über einen Bericht unter dem Titel „IRENAs Unterstützung der Energiewende zur Stärkung der Klimaschutzmaßnahmen„. (Bild: Titelblatt von „IRENA’s Energy Transition Support to Strengthen Climate Action – © die IRENA.org – ISBN: 978-92-9260-365-6) weiterlesen…

Gas geben bei der Energiewende senkt Klimarisiken

Empa beschreibt „besten Weg“

Die Weltklimakonferenz in Glasgow hat keine Antwort auf die Frage gefunden, ob die Erderwärmung noch auf 1,5°C begrenzt werden kann. In einer Modellrechnung zeigen Harald Desing und Rolf Widmer, Forscher der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa), auf, wie die Energiewende mit den geringstmöglichen kumulierten Emissionen gelingen könnte: Statt die Emissionen langsam zurückzufahren, sollten wir den Umbau auf Solarenergie rasch vorantreiben und dafür die fossilen Kraftwerke ein letztes Mal voll auslasten, schreibt Rainer Klose auf der Empa-Webseite. weiterlesen…

ESYS sagt, wie die Energiewende gelingt

Kompakte Handreichung

Die nächsten vier Jahre sind Countdown und Chance zugleich: Trifft die neue Bundesregierung nicht schnell wegweisende Entscheidungen, sind die deutschen Klimaziele für 2030 und 2045 kaum mehr zu erreichen. Begreift sie hingegen die neue Legislaturperiode als Möglichkeit für eine fundamentale und zukunftsweisende Neuausrichtung, kann sie der Klima- und Energiepolitik einen dringend benötigten Anschub geben, um unwiderrufliche Folgen durch den Klimawandel abzuwenden. Mit dem Impulspapier „Wenn nicht jetzt, wann dann – wie die Energiewende gelingt“ legt das Akademienprojekt ESYS eine kompakte Handreichung vor, die elf wichtige Handlungsfelder für diesen energiepolitischen Neustart skizziert. weiterlesen…

Eurosolar: Sofortprogramm zur Beschleunigung der Energiewende

Energiepolitische Handlungsempfehlung zur Regierungsbildung 2021

Nach Jahren des Ausbremsens der Erneuerbaren Energien sei die Herausforderung für die künftige Bundesregierung besonders drängend. Deshalb appelliert die Europäische Vereinigung für Erneuerbare Energien e.V. – EUROSOLAR – an die Wahlgewinner, die Regierungsbildung zügig zu gestalten, ein Sofortprogramm für die Beschleunigung der Energiewende sowie eine grundlegende Reform für eine Neue Energiemarktordnung auf den Weg zu bringen. Ein Sofortprogramm sei zur Überbrückung bis zur Wirksamkeit grundlegender Reformen notwendig. weiterlesen…