Energiewende zu Unrecht kritisiert?

Rechnungshof-Kritik an Energiewende geht ins Leere, sagen die Ministerien

Die schwarz-rote Bundesregierung hat die Kritik des Bundesrechnungshofs an der Umsetzung der Energiewende zurückgewiesen. Ihre Einwände sollten die Rechnungsprüfer gefälligst an die frühere schwarz-gelbe Bundesregierung  richten, so klang es am 21.08.2014 u.a. aus dem Bundeswirtschaftsministerium in Berlin. Der Bericht überzeichne die Belastungen, verzichte aber auf eine „ökonomische, soziale und ökologische Gesamtbewertung“, hieß es im Haus von Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD). Die große Koalition habe inzwischen die Energiepolitik im Wirtschaftsressort gebündelt und damit die notwendigen organisatorischen Voraussetzungen für die Umsetzung der Energiewende geschaffen. Der Rechnungshofbericht überzeichne die Belastungen, verzichte aber auf eine „ökonomische, soziale und ökologische Gesamtbewertung“, betont es. Bei der Energiewende handele es sich um einen „lernenden Prozess“, in dem permanent nachgesteuert werden müsse. Dies sei heute leichter als zu Zeiten von Schwarz-Gelb. weiterlesen…

Energiewende legt Pumpspeicher trocken

Trilaterale Studie für das BMWi

Pumpspeicherwerke werfen kaum mehr Geld ab – wegen der Energiewende, für die sie doch eigentlich gebraucht würden. Eine trilaterale Studie für das BMWi belegt, dass „Pumpspeicher auf Sicht nicht wirtschaftlich zu betreiben seien“, so die Frankfurter Allgemeine. Die Gutachter zögen gar die „vorübergehende Stilllegung von Anlagen“ in Betracht. Das BMWi hat am 18.08.2014 die von der FAZ zitierte trilaterale Studie zu Pumpspeicherkraftwerken in Deutschland, Österreich und der Schweiz veröffentlicht. weiterlesen…

Wasserstoff und Brennstoffzellen wichtige Säule für Energiewende

Studie: Abhängigkeit von Erdöl dauerhaft reduzieren

Brennstoffzellen und Wasserstoff haben das Potenzial für die Energiewende, die Abhängigkeit von Erdöl dauerhaft zu reduzieren. So lautet das Ergebnis einer aktuellen Untersuchung mit dem Titel „Die Rolle von Wasserstoff in der Energiewende“, die von der Ludwig-Bölkow-Systemtechnik GmbH (LBST) im Auftrag der Landesagentur für Elektromobilität und Brennstoffzellentechnologie Baden-Württemberg GmbH erstellt wurde. weiterlesen…

Energiewende in den Bundesländern auf einen Blick

Neue Rubrik in Datenbank „Föderal-Erneuerbar“ sorgt für leichtere Einordnung von Zahlen und Statistiken

Das Bundesländerportal der Agentur für Erneuerbare Energien ist seit 14.08.2014 um eine Kategorie reicher: Die neue Rubrik „Auf einen Blick“ bietet redaktionelle Aufbereitungen wichtiger Daten, um die Entwicklungen in einzelnen Themenbereichen kurz zusammenzufassen und individuelle Stärken der Länder schnell greifbar zu machen. Dies soll den Nutzern einen noch besseren Überblick zum Ausbau Erneuerbarer Energien in den Bundesländern bieten – so eine Mitteilung der Agentur für Erneuerbare Energien. weiterlesen…

Leibniz-Forschungsverbund Energiewende

22 Leibniz-Institute  begleiten Prozess

Für die Forschung bietet die Energiewende viele Ansatzpunkte – immerhin steht das deutsche Energiesystem vor dem größten Umbau in seiner Geschichte. Daher haben sich 22 Leibniz-Institute zum Forschungsverbund Energiewende zusammengeschlossen. Gemeinsam begleiten sie – zunächst fünf Jahre lang – diesen Prozess. So eine Meldung im Newsletter des WZB (Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung). weiterlesen…

Wir brauchen eine europäische Energiewende

Von Matthias Ruchser
(Zuerst erschienen im Diplomatischen Magazin 08.2014)

Nach der völkerrechtswidrigen Einverleibung der ukrainischen Halbinsel Krim durch Russland Mitte März 2014 verhängte der Westen umgehend Sanktionen gegen Russland. Vor Wirtschaftssanktionen, vor allem gegen den russischen Energiesektor, schreckte Europa jedoch zurück. Trotz des Rückzugs der prorussischen Separatisten aus den besetzten ostukrainischen Städten Anfang Juli ist die Ukraine-Russland-Krise nicht vorbei, solange Russland die Separatisten weiter unterstützt und die territoriale Integrität der Ukraine missachtet. Deshalb hält sich Europa die Option einer Verschärfung der Sanktionen gegen Russland weiter offen. weiterlesen…

By design or by disaster

Buchneuerscheinung: „Transformationsdesign. Wege in eine zukunftsfähige Moderne“ von Bernd Sommer und Harald Welzer

Immer wenn es um Zukunftsentwürfe geht, fällt der Name Harald Welzer. Für das Gottlieb Duttweiler Institute gehört er zu den 100 wichtigsten Vordenkern der Welt, seit 2012 leitet er das Norbert Elias Center für Transformationsdesign an der Universität Flensburg. Zusammen mit Bernd Sommer legt er am 29.09.2014 „Transformationsdesign. Wege in eine zukunftsfähige Moderne“ (oekom verlag) vor. Schonungslos kritisieren die Autoren darin die Wachstumsgesellschaft und fordern ein radikales Redesign unserer Zukunftsbilder. „Unsere Welt verändert sich auf jeden Fall“, so lautet ihre Überzeugung, „die Frage ist nur, ob by design or by disaster. Wir plädieren für design: Transformationsdesign.“ weiterlesen…

Energiewende digital:

Energiewende weiterdenken

Mit freundlicher Genehmigung von (Erstveröffentlichung in Green Wiwo)

Eike Wenzel leitet das Institut für Trend- und Zukunftsforschung an der Universität Heidelberg – das deutschlandweit erste Trendforschungsunternehmen, das an einer Hochschule angesiedelt ist und wissenschaftliche Forschung betreibt. Wenzel gilt als einer der renommiertesten deutschen Trend- und Zukunftsforscher und hat sich als erster deutscher Wissenschaftler mit den LOHAS (Lifestyle of Health and Sustainability) beschäftigt. Im Folgenden  schreibt er darüber, warum uns die Anfang August in Kraft getretene EEG-Reform nicht interessieren muss. Denn den tiefgreifenden Wandel der Energieversorgung wird sie kaum beeinflussen.

Schauen wir doch einmal weit nach vorne, über das Jahr 2030 hinaus. Es gibt verlässliche Anzeichen dafür, dass wir in dieser nicht mehr allzu fernen Zukunft über die neueste EEG-Deformation herzlich lachen werden. Es gibt sogar verlässliche Anzeichen dafür, dass wir dann überhaupt keine Energieversorger mehr brauchen. weiterlesen…

„Welt“-Unternehmerforum: Finanzierung der Energiewende ist Illusion

Schlechte Aussichten für die Energiewende: Nicht durchsetzbar, wenn Umsetzung ausschließlich auf höheren Strompreisen beruht

„Der deutsche Sonderweg funktioniert derzeit nicht“, rief Wirtschaftswissenschaftler Andreas Löschel in den Rokoko-Saal des Hoftheaters Schwetzingen. Die zentralen Ziele der Energiewende – vor allem in Bezug auf den Klimaschutz – würden nicht erreicht. Beim Unternehmerforum der Tageszeitung Die Welt füllten rund 200 Unternehmer und Geschäftsführer den Konzertsaal des Schlosses bis in die Logenplätze. weiterlesen…

Kanzlerin zum EEG

Merkel in Bundespressekonferenz über Energiewende

In unregelmäßigen Abständen stellen sich die Bundeskanzler in der Bundespressekonferenz den Fragen der Hauptstadt-Korrespondenten- so auch Angela Merkel am 18.07.2014. Dieses Mal sagte Merkel , die Regierung habe „sehr viel auf den Weg gebracht“. Als Beispiele nannte sie das EEG, die Rentenpolitik, die Einführung von Mindestlöhnen und die Investitionen in der Bildungspolitik. Noch in dieser Wahlperiode müsse das EEG noch einmal reformiert werden; es ehe um den Netzausbau und die weitere Förderung der Energieeffizienz. Solarify dokumentiert die Äußerungen der Kanzlerin in Bezug auf EEG und Energiewende. weiterlesen…