DIW: Keine neuen Braunkohletagebaue nötig

Kohleausstieg: Vorhandene ostdeutsche Lager reichen bis zum Ausstieg aus – Handlungsbedarf bei langfristiger Finanzierung und Strukturwandel in der Region

DIW-Simulationen zeigen: Um die deutschen Klimaschutzziele einzuhalten, sind keine Braunkohle-Tagebau-Erweiterungen nötig. Doch Höhe und Insolvenzsicherheit der Rückstellungen für die Rekultivierung sind nicht klar. Daher sollte der Braunkohleausstieg frühzeitig und sozialverträglich geplant werden. weiterlesen…

Der Strom der Zukunft

Kohleausstieg muss für die Einhaltung deutscher Klimaziele spätestens 2019 beginnen – Neue Studie des WWF berechnet robusten Ausstiegspfad bis 2035

Kohleausstieg 2035 - Ein Auslaufpfand im Einklang mit dem Pariser Abkommen - Titel © WWF 2017Die nächste Legislaturperiode wird darüber entscheiden, ob Deutschland seine Klimaziele erreicht. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie „Zukunft Stromsystem“ von Prognos AG und Öko-Institut im Auftrag des WWF Deutschland, die am 17.01.2017 veröffentlicht wurde. „Die umfassenden Analysen zeigen, wie Deutschland ohne Engpässe in der Energieversorgung einen fairen Beitrag zu den weltweiten Klimaschutzanstrengungen leisten kann“, heißt es in der Pressemitteilung des WWF: weiterlesen…

Nationaler Mindestpreis für CO2-Emissionen „großer Unsinn“

„Wir halten das System stabil“

kkw-niederaussem-rwe-foto-franziska-vogt-fuer-solartify-20160702Ein etwas erstaunlicher Satz in der WELT: „RWE-Chef Rolf Martin Schmitz warnt vor neuen politischen Angriffen auf konventionelle Kraftwerksbetreiber“. Konventionelle Betreiber? Politische Angriffe? Das machte Solarify neugierig, deshalb hier Zitate aus einem Interview von Daniel Wetzel mit Schmitz in WELT-N24 – darin spricht der Chef von Europas größtem CO2-Emittenden „über die gesellschaftliche Akzeptanz des Kohleausstiegs und seinen Konzern als ‚Eckpfeiler‘ der Energiewende“. weiterlesen…

Großbritannien macht in neun Jahren Schluss mit Kohle

Die britische Regierung hat den Kohleausstieg bis 2025 beschlossen. Sie will auf Gas- und Atomstrom setzen, aber auch Erneuerbare Energien fördern.

Kohlekraftwerk Berlin- Foto © Gerhard Hofmann, Agentur Zukunft für SolarifyWie Julia Huber am 10.11.2016 im greenpeace magazin schreibt, sind in Großbritannien derzeit noch acht Kohlekraftwerke am Netz. Spätestens im Jahr 2025 sollen sie abgeschaltet werden. weiterlesen…

2035 Treibhausgase auf Null!

Politische Optionen für Klimaschutz und Kohleausstieg

Welche ordnungspolitischen oder marktbasierten Instrumente sind geeignet, Klimaschutz im Stromsektor durchzusetzen? Welche Effekte haben diese Instrumente auf Versorgungssicherheit und Preise? Wie könnte ein Pfad zum Kohleausstieg beschlossen werden? Mit diesen Fragen beschäftigt sich der böll.brief Grüne Ordnungspolitik #3 „Politische Optionen für Klimaschutz und Kohleausstieg“ von Pao-Yu Oei, TU Berlin und DIW Berlin. weiterlesen…

Mehr Ehrgeiz im Klimaschutz!


Expertenanhörung im Ausschuss für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit

Umweltausschuss Anhörung zu Tschernobyl Fukushima - Foto © Gerhard Hofmann_Agentur ZukunftUm das Klima-Ziel der COP21 von Paris zu erreichen, sind nach Ansicht von Sachverständigen große Anstrengungen auch in der nationalen Klimapolitik notwendig, wie der der parlamentseigene Pressedienst „heute im bundestag (hib)“ meldet. Bei einem Fachgespräch im Bundestags-Umweltausschuss am 19.10.2016 sahen laut hib drei der vier geladenen Experten zudem „erheblichen Nachbesserungsbedarf am aktuell diskutierten Klimaschutzplan 2050“. weiterlesen…

Weltbank finanziert weiterhin Kohleprojekte

Hintergrundbericht einer amerikanischen NGO

Die Weltbank hat trotz ihres 2013 beschlossenen weitgehenden Kohle-Ausstiegs die Expansion der Kohlekraft in Asien weiterhin mitfinanziert, so das Resultat einer Untersuchung, die nun kurz vor der Weltbank-Jahrestagung veröffentlicht wurde – schreibt Benoit Moreaux auf energiezukunft.de. weiterlesen…

ver.di mit Gutachten zu sozialverträglichem Kohleausstieg

Aus ETS finanziertes Programm gefordert – Bsirske: „Jetzt muss Politik handeln!“

Mithilfe eines aus dem europäischen CO2-Zertifikatehandel finanzierten Programms könnte der Kohleausstieg ohne Probleme sozialverträglich finanziert werden, sagte Gewerkschaftschef Frank Bsirske am 15.09.2016 in Düsseldorf. Seine Gewerkschaft hat die geschätzten Kosten in einem Gutachtens der Berliner Energiewissenschaftler von enervis energy advisors berechnen lassen. Für die noch etwa 15.000 in deutschen Kohletagebauen und -kraftwerken Beschäftigten lägen sie laut Bsirske bei etwa 250 Millionen Euro jährlich. weiterlesen…

Von grenznahen AKW bis Pappbechern

UMK fasst reichhaltige Beschlüsse – TTIP/CETA dürfen keine Umweltstandards absenken – Rheinland-Pfalz für Hochwasserschutz und Abschalten grenznaher AKW

Rheinland-Pfalz hat sich bei der Umweltministerkonferenz (UMK) in Berlin am 17.06.2016 erfolgreich für den Hochwasserschutz und das Abschalten grenznaher Atomkraftwerke eingesetzt. Bayern will den Verbrauch von Einwegbechern bei Coffee to go-Angeboten senken. Thüringen will deutlich stärkere Bemühungen um den Klimaschutz. Die UMK beschloss weiter einstimmig eine gemeinsame Initiative von Baden-Württemberg und Bayern zum Thema „Starkregen“. Schließlich forderten die Länder-Umweltminister die Bundesregierung auf, die Urananreicherung im westfälischen Gronau stillzulegen, und sie forderten die Bundesregierung auf, einen konkreten Zeitplan für den Kohleausstieg vorzulegen. weiterlesen…

Günstige Zeiten für arbeitnehmerfreundlichen Braunkohle-Ausstieg

Kommentar von Luke Haywood, DIW Berlin – mit freundlicher Genehmigung

Der Kampf um die Klimapolitik in Deutschland ist zurzeit ein Kampf um die Braunkohle. Dabei geht es inzwischen nur noch um eine Frage: Wann ist Schluss? Den Klimaaktivisten, die sich am 13.05.2016 in der Lausitz versammelten, um für einen schnellen Braunkohleausstieg zu werben, stehen die Landesregierungen und Gewerkschaften entgegen. Diese kannten im Rahmen des geplanten Verkaufs von Vattenfalls Braunkohleaktivitäten nur ein Mantra: Möglichst lange die Beschäftigung in der Braunkohle retten! Wichtiger für die Beschäftigten ist jedoch eine geregelte Verkleinerung der Braunkohlewirtschaft zur rechten Zeit. Die Zeiten für einen Strukturwandel waren noch nie so günstig, und der größte Teil ist schon geschehen – 90 Prozent der Arbeitsplätze in der Lausitzer Braunkohle sind bereits weggefallen.
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