Empörung über Sonnensteuer – Front formiert sich – auch Länder dagegen

BSW-Solar erneuert Drohung mit Verfassungsklage
Bündnis Bürgerenergie: Frontalangriff
Campact: Aktionen

Gegen den Plan der Bundesregierung, künftig einheitlich 40 Prozent EEG-Umlage auf den Eigenverbrauch von PV-Anlagen zu erheben, formiert sich eine Protestfront. Der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW-Solar) reagierte empört darauf, mit der EEG-Reform auch von Betreibern eigen-genutzter Kleinst-PV-Anlagen mit weniger als zehn Kilowatt Leistung die EEG-Umlage zu verlangen. Campact kritiserte, die neue Regelung spiele den Energiekonzernen in die Karten, und das Bündnis Bürgerenergie konstatierte einen „Frontalangriff“. weiterlesen…

Deutschland stockt Gelder für internationalen Klimaschutz auf

Zusätzlich 50 Millionen im Haushalt 2014

Die Bundesregierung will mehr zur Finanzierung des internationalen Klimaschutzes beitragen. Zum Abschluss der UN-Klimagespräche in Bonn verwiesen Bundesentwicklungsminister Gerd Müller und Bundesumweltministerin Barbara Hendricks am 13. 06. 2014 auf die aktuellen Haushaltsplanungen für 2014, die zusätzlich 50 Millionen Euro für den internationalen Klimaschutz vorsähen. Deutschland sei damit bestens vorbereitet, einen herausragenden Beitrag zur Ausstattung des Green Climate Fund zu leisten, betonten beide Minister laut einer gemeinsamen Mitteilung aus BMUB und BMZ. weiterlesen…

Zwölffacher Solar-Ausbau zum Klimaschutz nötig

IRENA: Verdoppelung der EE vermeidet Klimakatastrophe und spart Geld – 15mal so viel Windenergie nötig – 36% erneuerbarer Energien im globalen Energiemix möglich

Die Welt steht vor einer wichtigen Energie-Entscheidung, so eine am 05.06.2014 von der Internationalen Agentur für Erneuerbare Energien in New York veröffentlichte Studie unter dem Titel „REmap 2030“ – sie besagt, dass es möglich ist, den Anteil der erneuerbaren Energien bis 2030 auf 36% des weltweiten Gesamtenergieverbrauchs zu steigern. Es wäre bezahlbar und würde die Welt sich auf einem Ausbaupfad entwickeln lassen, die CO2-Emmissionen auf 450 ppm zu begrenzen, und damit dazu beitragen, dass die weithin akzeptierte Schwelle eines globalen Temperaturanstiegs auf maximal zwei Grad Celsius über dem vorindustriellen Niveau von 2100 nicht überschritten wird. weiterlesen…

Strompreise seit Fukushima halbiert

Deutsche Strompreise entgegen den Erwartungen gesunken – für Großabnehmer

Die Talfahrt der Strompreise in Deutschland hält unvermindert an. Nach der Stilllegung von acht deutschen Atomkraftwerken sind entgegen den meisten Prognosen die Strompreise nicht deutlich gestiegen, sondern um knapp die Hälfte gesunken, teilte das Internationale Wirtschaftsforum Regenerative Energien (IWR) in Münster mit. Noch kurz nach dem Reaktorunfall in Fukushima im Jahr 2011 musste an der Strombörse für Grundlaststrom deutlich über 6 Cent pro Kilowattstunde (kWh) bezahlt werden. Für das Lieferjahr 2017 können Großabnehmer und die Industrie heute ihren Strom am Terminmarkt für aktuell nur noch 3,2 Cent pro kWh einkaufen. Das sind die niedrigsten Strompreise seit über 10 Jahren. Zum Vergleich: im Spitzenjahr 2008 musste die Industrie den Strom noch für bis zu 9,5 Cent pro kWh einkaufen. weiterlesen…

„Aus Sackgassen Durchfahrtsstraßen machen“

PIK-Studie zur Stabilität von Stromnetzen

Klimaschutz-Strategien wie die Energiewende führen dazu, dass viele neue Stromerzeuger ans Netz kommen. Weil die Stromproduktion aus erneuerbaren Energien aber schwankt, immer abhängig von der Stärke des Windes und der Kraft der Sonne, steigt die Gefahr von Instabilitäten im Stromnetz – und damit letztlich die von Monster-Blackouts. Um hiergegen etwas zu tun, haben Wissenschaftler vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) jetzt eine neuartige Methode zur Analyse nicht-linearer Systeme angewendet. Ihr Ergebnis: Wenn Sackgassen im Stromnetz an zusätzliche Verbindungen angeschlossen werden, erhöht sich die Netz-Stabilität deutlich. Eine Fallstudie zum Stromnetz in Skandinavien bestätigt das.
weiterlesen…

Hendricks will CO2-Handel anleiern

Die Bundesregierung begrüßt laut einer Mitteilung des Umweltministeriums den Vorschlag der EU-Kommission für eine rasche und nachhaltige Reform des EU-Emissionshandels, dringt aber auf weitergehende Verbesserungen. Bundesumweltministerin Barbara Hendricks: „Mit unserer Position geben wir ein klares Signal für die Klimaschutzdebatte in der Europäischen Union. Deutschland will dazu beitragen, dass sich die EU ehrgeizige Ziele setzt und geht entschieden voran, damit sie erreicht werden.“ weiterlesen…

Konventionelle Kraftwerke Grund für Negativ-Strompreise

Agora-Studie zu negativen Strompreisen: Konventionelle Kraftwerke sind zu unflexibel – Negative Strompreise werden häufiger

Eine Studie von Energy Brainpool im Auftrag von Agora Energiewende zu Ursachen und Wirkungen negativer Preise an der Strombörse belegt: Ein Teil der konventionellen Kraftwerke reagiert nicht auf Überangebot von Strom. Braunkohle- und Kernkraftwerke sowie große Kraft-Wärmekopplungsanlagen (KWK – Heizkraftwerke) sind die Hauptverursacher von Negativpreisen an der deutsch-französischen Strombörse EPEX Die Must-Run-Kapazität in Deutschland liegt bei etwa 20 bis 25 GW. weiterlesen…

Spanien kürzt weiter rückwärts

EE-Vergütung umgekrempelt – Kostendämmung – Vertrauen bei den Investoren schaffen

Die spanische Regierung hat (endgültig) den massiven Umbau des Vergütungssystems für erneuerbare Energien beschlossen. Eine schon im Juli 2013 eingebrachte Verordnung für erneuerbare Energien sieht weitere rückwirkende Kürzungen für die Förderung von Erneuerbare-Energien-Anlagen vor. Durch die „Reform“ soll vor allem die Entwicklung der Kosten eingedämmt werden. Dem Inkraftreten des Dekrets des Wirtschaftsministeriums folgte massive Kritik aus der Branche – und inzwischen sieben Klagen u.a. beim Internationalen Zentrum zur Beilegung von Investitionsstreitigkeiten, dem Schiedsgericht der Weltbank, und beim SSC-Institut der Handelskammer Stockholm – wie u.a. das Blatt El Periódico schreibt. weiterlesen…

Mikroplastiks in aller Munde

Biowachspartikel als Alternative zu Mikroplastiks

Mikroplastiks sind im wahren Sinn des Wortes in aller Munde. Abrasionspartikel in der Zahnpasta sind nur ein Beispiel für die unterschiedlichsten Anwendungen (nicht nur) in der Kosmetikindustrie. [note Mikroplastik sind kleine Plastikteilchen zwischen fünf Mikrometer und maximal fünf Millimeter.]Doch das Material steht seit einiger Zeit in der Kritik, da es sich in der Umwelt ansammelt und häufig Schadstoffe aufnimmt, die über Umwege (Tiefsee, Arktiseis, Fisch) auch in den menschlichen Körper gelangen können. Laut IKW, dem Industrieverband Körperpflege- und Waschmittel e. V., möchte die Kosmetikindustrie schon in naher Zukunft auf den Einsatz von Mikroplastik verzichten. Fraunhofer UMSICHT stellt mit einem innovativen Verfahren marktfähige Alternativen her, die Oberhausener Forscher setzen dabei auf natürliche Materialien – so eine Mitteilung des Instituts. weiterlesen…

Mikroplastik(s)

Die zunehmende Verunreinigung von Ozeanen mit Kunststoffen und Kunststoffpartikeln (so genanntes Mikroplastik) erregt Aufsehen. Kosmetische Mittel stellen eine relevante Quelle für den Eintrag von Kunststoff-Klainstpartikeln in Gewässer dar. Dabei muss laut IKW (Industrieverband Körperpflege- und Waschmittel e. V.) zwischen Kunststoffen in gelöster Form und festen Kunststoffpartikeln unterschieden werden. weiterlesen…