BMWi fördert Stromnetz ohne Energieverluste

Hochtemperatur-Supraleitungs-Kabel ransportiert verlustfrei Strom

Am 06.11.2020 ging das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie unterstützte Projekt „SuperLink“ an den Start. Das Projekt entwickelt ein sogenanntes Hochtemperatur-Supraleitungs-Kabel (HTSL), mit dem Strom unterirdisch ohne Energieverluste transportiert werden kann – so eine BMWi-Medienmitteilung. weiterlesen…

Aurora: Wasserstoffplan reicht für 65%-Ziel nicht aus

2050 2.500 TWh Bedarf – aber zu wenig Grünstrom

Eine im Rahmen einer Medienmitteilung am 09.11.2020 publizierte Untersuchung des Beratungsunternehmens Aurora Energy Research zeigt: Die im Juni vorgestellte Nationale Wasserstoffstrategie der Bundesregierung erschwert das Erreichen des Ziels (bis 2030 einen Anteil von 65-Prozent Erneuerbaren Energien). Der Grund: Die in der nationalen Wasserstoffstrategie geplante Produktion von Wasserstoff mittels Elektrolyse lässt den Strombedarf steigen, doch die Erneuerbaren-Ausbauziele halten damit zumindest bis 2030 nicht Schritt. Also müssten Aufbau von Elektrolyseuren und Ausbau der Erneuerbaren Energien enger verknüpft werden. weiterlesen…

Hoffnung

Die Abwahl des Twitter-Präsidenten lässt nicht nur Politiker rund um den Globus aufatmen (außer ein paar rechtsradikalen Populisten von Brasilien bis Ungarn), sondern auch Wissenschaftler, allen voran Umwelt- und Klimaforscher. Deren Mittel waren in der vergangenen Legislaturperiode immer weiter zusammengestrichen worden – zuletzt hievte das presidentielle Auslaufmodell einen umstrittenen Kohlelobbyisten an die Spitze der EPA (United States Environmental Protection Agency). Mit einer bombastischen Rede hatte der hoch verschuldete Milliardär (auf den, wie man inzwischen weiß, mindestens 30 Prozesse warten könnten – u.a. wg. Betrugs, Steuerhinterziehung, Geldwäsche und sexuellen Missbrauchs) am 29.06.2017 die US-Energie-Weltherrschaft angekündigt – und einen Klima-Albtraum: Im US-Energieministerium rief er unter Beifall beim sogenannten Energie-Entfesselungs-Event seine „ganz persönliche Energiewende“ aus, die „in den kommenden acht Jahren“ (!) vonstatten gehen werde. „Wir haben für mehr als 250 Jahre saubere, schöne Kohle“, „Erdgas für fast 100 Jahre, die USA seien ein „Top-Produzent von Erdöl“ und stünden an der Spitze einer neuen „Energierevolution“. Er drohte weltweite „Energie-Vorherrschaft“ an, mit „Millionen und Abermillionen von Jobs“ sowie „Billionen von Dollar an Wohlstand“. Man werde „den Markt beherrschen“ – und: „Wir werden unsere Energie in die ganze Welt exportieren, um den ganzen Globus herum.“ Damals wollte er das Arctic National Wildlife Refuge im US-Bundesstaat Alaska für Öl- und Gasfirmen öffnen. Wie immer wurden Arbeitsplätze und Naturschutz gegeneinander ausgespielt („Tausende neue Jobs“). Die North-Dakota-Ölfelder („möglichst schnell und dreckig“) verschmutzen seitdem in den letzten Rückzugsgebieten der Ureinwohner Luft und Wasser. US-Innenminister David Bernhardt genehmigte im Januar den (inzwischen vorerst gerichtlich gestoppten) Bau der Ölpipeline Keystone XL. Sein Präsident kündigte gleichzeitig an, die US-Regierung werde Umweltgesetze außer Kraft setzen, um schneller Großbauprojekte wie Pipelines, Flughäfen oder Autobahnen durchzuwinken – ungeachtet der Folgen für die Umwelt. Mehr als 100 Umweltschutzmaßnahmen Obamas wurden bereits wieder gestrichen: Darunter die Grenzwerte für Methan, die Auflagen für Kohlekraftwerke, das Gesetz zum Schutz bedrohter Arten und Obamas eingeführte „Clean-Water-Rule“ zur Sicherung von sauberem Trinkwasser. Die Wissenschaft wurde hohnlachend missachtet… weiterlesen…

Noch kurz die Welt retten?

Warum die Defossilierung von der Chemie abhängt – stoffliche Nutzung von CO2 als Rohstoff

„Wenn die Defossilierung gelingen soll, werden Chemie und Anlagenbau eine Hauptrolle spielen“, schrieb Dominik Stephan am 06.11.2020 auf process.vogel.de.“Will die Gesellschaft weg von ihrer verhängnisvollen Abhängigkeit von fossilen Ressourcen, braucht es mehr als ein paar Windräder und Solarzellen. Auch Emissionszertifikate oder das Elektro-Auto werden die Welt nicht im Alleingang retten.“ In Stephans lesenwertem Artikel geht es um Carbon2Chem. weiterlesen…

US-Energieministerium will Wasserstoff für große Lkw marktfähig machen

Climatewire: Wasserstoff ist leichter als Batterien – daher attraktive Option für Schwer-Lkw

Das amerikanische Energieministerium (DOE) will in den kommenden fünf Jahren 100 Millionen Dollar (82 Mio. Euro) in die Forschung für wasserstoffbetriebene Schwerlastwagen investieren, schreibt John Fialka, Climatewire, in den E&E News am 06.11.2020. Das Ergebnis könnte die Entwicklung größerer, effizienterer und kostengünstigerer Elektrolyseure sein, die viele Technologien verwenden. weiterlesen…

E-Fuels anstelle von Wasserstoff „Öl der Zukunft“

Zwei Mineralölverbände brechen Lanze für synthetische Kraftstoffe

„Mitunter gibt es Studien, die haben es wirklich schwer, zum gewünschten Ergebnis zu kommen“, spöttelte bizzenergy am 07.11.2020. Anlass: Die Effizienz strombasierter Kraftstoffe, E-Fuels, alternativer Treibstoffe oder auch von Designer Fuels nähere sich batterieelektrischen Antrieben an, die den Ökostrom direkt nutzen, wenn sie kostengünstig importiert werden. Diese These wollen die zwei Mineralölverbände MWV und UNITI mit ihrer am 26.10.2020 veröffentlichten Studie zu klimafreundlichen Kraftstoffen von Frontier Economics belegen. weiterlesen…

MPIKG erhält Millionen-Forschungspreis für Batterieforschung

6,5 Mio. an Potsdamer Max-Planck-Institut für Kolloid- und Grenzflächenforschung

Das Max-Planck-Institut für Kolloid- und Grenzflächenforschung (MPIKG) in Potsdam hat einen mit 6,5 Millionen Euro dotierten Forschungspreis des Europäischen Forschungsrats (ERC) gewonnen. Damit soll die Forschung an neuartigen Batterien gefördert werden, die ohne Lithium auskommen. weiterlesen…

Traktionsbatterie Beispiel für Kreislaufwirtschaft

acatech-Medienmitteilung der Circular Economy Initiative Deutschland

Erste Schritte hin zu einer klimafreundlichen, ressourcenschonenden zirkulären Wirtschaft sind auch – oder gerade – in Zeiten der Covid-19-Krise wichtig. Die Circular Economy Initiative Deutschland zeigt am Beispiel von Batterien für Elektroautos, wie diese Transformation bis zum Jahr 2030 gelingen kann. Mit Impulsen und Handlungsempfehlungen richtet sie sich dabei an Politik, Wirtschaft und Wissenschaft. Im Kern geht es dabei darum, ein Produkt- und Dienstleistungssystem aufzubauen, das Wertschöpfung über den gesamten Lebenszyklus einer Batterie hinweg maximiert. weiterlesen…

Klimaschützende Fassadenfarbe

Wärmeabweisender Effekt dank Mischphasenmetalloxid-Pigmente

Innovative und stark reflektierende Pigmente in einer neuen Fassadenfarbe können selbst bei dunklen Farbtönen die negativen Auswirkungen entscheidend mildern, wodurch weniger Energie für die Kühlung der Häuser und benötigt wird, teilte das Deutsche Lack-Institut in einer Medienmitteilung mit. Möglich wird dieser Effekt unter anderem durch so genannte Mischphasenmetalloxid-Pigmente, die Nah-Infrarotstrahlung des Sonnenlichts stärker reflektieren. Untersuchungen haben gezeigt, dass selbst auf schwarz gestrichenen Hausfassaden die Temperatur bis 20 Grad Celsius niedriger ist als bei herkömmlichen Fassadenfarben. weiterlesen…

„EEG-Novelle verstößt gegen EU-Recht“

MdEP Giegold schreibt an EU-Kommissarin und Kommissionspräsidentin

Deutsche und europäische Flagge - Foto © Gerhard Hofmann für SolarifyDie EU-Richtlinie (EU) 2018/2001 „zur Förderung der Nutzung von Energie aus erneuerbaren Quellen“ besagt, dass alle Mitgliedstaaten es Eigenversorgern ermöglichen müssen, “Elektrizität ohne unverhältnismäßig hohe Belastungen zu erzeugen, zu speichern, zu verbrauchen und zu verkaufen“. Das sieht der grüne Europa-Abgeordnete Sven Giegold durch die deutsche EEG-Novelle verletzt. Daher hat er einen Brief an die EU-Kommission geschrieben. weiterlesen…