Deutsche Energiewende:

Weltenergierat: Umfrage unter Experten aus mehr als 60 Ländern

Die deutsche Energiepolitik werde weltweit wahrgenommen und habe Einfluss, schreibt der Weltenergierat Deutschland in einer Pressemitteilung über eine weltweite Umfrage unter dem Titel „Deutsche Energiepolitik – eine Blaupause für die Welt?“. So hätten 77 % der weltweit befragten Energieexperten angegeben, dass die Energiewende in Deutschland beobachtet werde, zu Diskussionen oder sogar konkreten Maßnahmen in ihren Ländern geführt habe. Eine Bewertung der deutschen Energiepolitik falle dabei unterschiedlich aus. 11 % der europäischen Experten würden die deutsche Energiepolitik als Blaupause für die Welt bewerten, im Vergleich zu 43 % der Experten aus dem nicht-EU-Ausland. weiterlesen…

„Stromnetzausbauplanung überzogen, umweltschädlich, teuer, unsozial“

Kritik des BUND

Die Bundesnetzagentur (BNetzA) hat am 20.12.2019 den Netzentwicklungsplan (NEP) 2030 bestätigt und damit dem einseitig ausgerichteten Ausbau des Stromnetzes weiter Vorrang gegeben. Die dem BMWi unterstellte Behörde stärkt einmal mehr die zentralistische, überteuerte und unsoziale Ausbaupolitik für das Energienetz in Deutschland. Sie fördert den fehlerhaften Modellansatz, der den Planungen zu Grunde liegt. Seit langem kritisiert der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) diese Art der Netzplanung. weiterlesen…

H2-Bedarfe schaffen!

STEAG-Position zu Wasserstoff: Neues Teilsegment der Energiewirtschaft?

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier hat am 18.07.2019 die Gewinner des Ideenwettbewerbs „Reallabore der Energiewende“ bekannt gegeben: In bundesweit 20 solcher Reallabore sollenlaut einer BMWi-Medienmitteilung Unternehmen künftig zukunftsfähige Energietechnologien, vor allem neue, CO2-arme Wasserstofftechnologien im industriellen Maßstab und in realer Umgebung erproben. Dazu hat die STEAG, mit dem Hydro-Hub Fenne eine der Gewinnerinnen des Ideenwettbewerbs, inzwischen eine eigene, noch unveröffentlichte Position ausgearbeitet. Solarify dokumentiert das Papier des fünftgrößten deutschen Stromerzeugers. weiterlesen…

Eurobarometer: Deutsche und Europäer zunehmend besorgt über Klimawandel

Klimawandel und Umwelt werden immer häufiger als herausragende Probleme Europas wahrgenommen

„Das aktuelle Eurobarometer zeigt: der Klimawandel beschäftigt die Deutschen und auch andere Europäer immer mehr. 35 Prozent der befragten Deutschen und 28 Prozent der Europäer zählen Klimawandel und Umweltschutz zu den drängendsten Probleme Europas“, sagte Jörg Wojahn, der Vertreter der EU-Kommission in Deutschland. „Seit 2014 hat der Klimawandel in der Bewertung der wichtigsten Probleme durch die Europäer insgesamt um 19 Prozentpunkte zugelegt. Die Menschen erwarten von der EU entschlossenes Handeln. Mit dem europäischen Grünen Deal haben wir geliefert: Die Kommission will Europa bis 2050 zum ersten klimaneutralen Kontinent machen. Ab Januar 2020 werden wir die konkreten Gesetzesvorschläge dazu vorlegen.“ weiterlesen…

Politikschelte von Bischof Ackermann

Regierung tut nicht genug gegen Klimawandel

Der Trierer Bischof Stephan Ackermann geht hart mit der Politik ins Gericht: „Es wird zu wenig getan“, sagte der Bischof laut Wiesbadener Tagblatt am 21.12.2019 der Deutschen Presse-Agentur dpa. Es fehle „der Mut, es wirklich beherzt anzugehen“. Der Minimalkompromiss der UN-Klimakonferenz in Madrid habe wieder gezeigt, „wie erschreckend langsam es vorangeht“. weiterlesen…

Die Klimakatastrophe wartet nicht auf unsere Trägheit

„Sputet Euch!“ sagte Umweltstaatssekretär Flasbarth am 08.10.2018 bei der Präsentation des IPCC-Sonderberichts, demzufolge bei 1,5° C Erwärmung (schon bald) hohe Risiken durch die Klimafolgen bestehen – Flasbarth hatte Recht. Schon fünf Jahre zuvor hatte der Berliner Karikaturist Klaus Stuttmann einen vorausschauenden Cartoon mit dem Titel „Immer diese Panikmache!!“ gezeichnet – ein klimazweifelnder Gott sitzt auf einer Wolke und bekommt, schneller als gedacht, nasse Füße. Doch es scheint ja wirklich, als hätten wir – wir alle, also die ganze Welt – seit Stuttmanns Einfall nichts dazugelernt: Die Begeisterung über COP21 (Paris, 2015) ist nach Madrid (COP25, 2019) illusionsarmer Ernüchterung gewichen. Noch immer regieren ethikfreies Gewinnstreben und kurzfristige Kapitalmaximierung, alimentiert durch den Klimawandel verharmlosenden, wenn nicht gar leugnenden und fremdenfeindlichen Rechtspopulismus fern jeder christlichen Nächstenliebe; mit der Folge, dass die meisten derer, die in der Hoffnung auf Rettung ihres Lebens oder auch nur eines besseren Auskommens den lebensgefährlichen Weg übers Mittelmeer gewagt haben, sich ratlos fragen: Wohin sind wir eigentlich geflohen? Mit der Folge, dass die Festung Europa sich vor bettelnden Mitmenschen abschotten zu müssen glaubt (denn, kein Zweifel, sie werden zu Millionen kommen). Die Zeit läuft uns davon: Extremwetter nehmen rasant zu; Waldbrände bedrohen Sidney; der Permafrost taut 70 Jahre früher, als er das den (offenbar viel zu optimistischen) Modellen der Klimaforscher zufolge dürfte. Deshalb können wir nicht warten, bis (nicht missverstehen: ansonsten völlig berechtigte, ja notwendige) langwierige demokratische Prozeduren ernsthaften Klimaschutz gebären, nachdem die ersten Kippschalter irreversibel in Richtung Katastrophe umgefallen sind. Wenn die erste (legislative) und zweite (exekutive) Gewalt versagen (wie derzeit), muss die dritte Gewalt, die Judikative eingreifen. Der Grundgesetzartikel 1 – „Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt“ – verpflichtet die staatliche Gewalt ohne Wenn und Aber dazu, die – zweifelsohne vom Klimawandel direkt oder indirekt bedrohte – Würde der Menschen zu schützen. Deshalb ist das Haager Urteil historisch, das mehr Klimaschutz von der niederländischen Regierung fordert. Wenn sie einsichtig und willens ist, kann die Justiz schneller (und wirksamer) entscheiden als die beiden anderen Staatsgewalten. In diesem Sinne werden wir nicht nachlassen – und wünschen frohe, besinnliche Festtage und ein gutes Neues Jahr 2020. Die Agentur Zukunft und Solarify danken herzlich für kritisch-aufbauende Würdigung und Partnerschaft, für freundliche und freundschaftliche Begleitung und für gute Zusammenarbeit im vergangenen Jahr. – Gerhard Hofmann/Agentur Zukunft – weiterlesen…

Gericht verurteilt holländische Regierung zu mehr Klimaschutz

Historisches Urteil

Anders als Greenpeace und Landwirte in Deutschland am 31.10.2019 mit ihrer Klimaklage gegen die Bundesrepublik Deutschland (Klimaschutz ist Menschenrecht – siehe solarify.eu/klimaklage-gegen-regierung-abgewiesen) hatten Umweltschützer in den Niederlanden Erfolg mit einer Klage gegen ihre Regierung: Die niederländische Regierung muss darauf hinwirken, den Ausstoß von Treibhausgasen drastisch zu verringern. „Das Urteil hat Klimageschichte geschrieben. Doch noch hapert es an der Umsetzung“, so . Die Aktivisten der klagenden Klima-Initiative Urgenda jubelten über die Vorgaben des obersten Gerichts in Den Haag für die Klimapolitik. Die Regierung will sich an das Urteil halten. weiterlesen…

„HyFab“ – Forschungsprojekt für Brennstoffzellenproduktion im Großmaßstab

Förderung der Wasserstoff-Mobilität

In einem nachhaltigen Energiesystem nimmt Wasserstoff eine Schlüsselrolle ein, als Vermittler zwischen allen Sektoren und vor allem in Mobilität und Industrie. Um die Klimaschutzgrenzen nicht zu überschreiten, müssen die (am meisten durch den Verkehrssektor verursachten) Treibhausgas-Emissionen drastisch gesenkt werden. Zur Unterstützung der Hochskalierung der Brennstoffzellenproduktion für die Wasserstoff-Mobilität fördert das baden-württembergische Umweltministerium jetzt das Projekt „HyFab“ mit 7,9 Millionen Euro. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Zentrums für Sonnenenergie- und Wasserstoffforschung (ZSW) und des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme ISE entwickeln und erproben darin gemeinsam mit weiteren Partnern aus Industrie und Forschung automatisierte Fertigungs- und Qualitätssicherungsverfahren für Brennstoffzellen. (Foto: Blick in eine Rolle-zu-Rolle-Anlage, wie sie für die Produktion von Membranen für Brennstoffzellen eingesetzt wird – © Fraunhofer ISE, Thomas Klink) weiterlesen…

Zwangshaft gegen Amtsträger unter zwei Bedingungen möglich

DUH erfolgreich vor Europäischem Gerichtshof

Im Zwangsvollstreckungsverfahren der Deutschen Umwelthilfe (DUH) gegen die Bayerische Staatsregierung (AZ: 22 C 18.1718) für die Saubere Luft in München hat der Europäische Gerichtshof (EuGH) am 19.12.2019 zugunsten der DUH entschieden, dass „unter Umständen, die durch die beharrliche Weigerung einer nationalen Behörde gekennzeichnet sind, einer gerichtlichen Entscheidung nachzukommen, das zuständige nationale Gericht Zwangshaft … zu verhängen hat“. Diese Umstände liegen nach Auffassung der DUH vor. weiterlesen…

Gegen Spaltung der Bevölkerung in wissenschaftsaffin und wissenschaftsfern

Wissenschaftskommunikation stärken

CDU/CSU und SPD wollen verhindern, dass sich die Bevölkerung in wissenschaftsaffine und wissenschaftsferne oder gar wissenschaftsfeindliche Menschen spaltet. Daher thematisieren die Fraktionen von CDU/CSU und SPD in einem Antrag (19/16044) die Stärkung der Wissenschaftskommunikation, die einer breiten Öffentlichkeit die Ergebnisse von Forschung, ihre praktische Anwendung, wissenschaftliche Fragestellungen und Methoden vermitteln und vor allem Aufklärung leisten soll. weiterlesen…