Chemie-Nobelpreis geht an Entwickler von Li-Ionen-Batterien

830.000 Euro für „eine wiederaufladbare Welt“

Der bisher älteste Nobelpreisträger überhaupt erhält den Preis für Chemie 2019: der 1922 in Jena geborene 97jährige Amerikaner John Goodenough. Gemeinsam mit Stanley Whittingham USA) und Akira Yoshino (Japan) gewinnt er den Chemie-Nobelpreis. Sie entwickelten die Lithium-Ionen-Batterie, die u.a. in Mobiltelefonen, Laptops oder E-Autos zum Einsatz kommen. Das teilte die Königlich-Schwedische Akademie der Wissenschaften am 09.10.2019 in Stockholm mit. weiterlesen…

Deutschland ohne Erneuerbare Energien?

Studie: Erneuerbare senken Strompreis massiv

Das Update einer Studie von Wissenschaftlern der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) und des Energie Campus Nürnberg (EnCN) im Auftrag der Elektrizitätswerke Schönau (EWS) für die Jahre 2014 bis 2018 räumt erneut mit dem Vorurteil gegenüber der Energiewende auf, Ökostrom verteure den Strompreis. Im Gegenteil: In den vergangenen vier Jahren haben deutsche Stromkunden 40 Mrd. € gespart, weil Erneuerbare-Energien-Anlagen in großem Umfang Strom ins Netz eingespeist haben. Seit 2011 sind es sogar rund 70 Mrd. € gewesen. 91 könnten es bis 2023 sein, wenn der Ausbau verdreifacht würde. weiterlesen…

Natrium-Festkörperbatterie übersteht 100 Ladezyklen

Neuer robuster Feststoffakku

Wissenschaftler des Forschungszentrums Jülich haben eine Natrium-Festkörperbatterie entwickelt, die nach 100 Ladezyklen noch mehr als 90 Prozent ihrer anfänglichen Kapazität aufweist. Für Festkörperbatterien, die sich aktuell noch im Laborstadium befinden, ist das ein sehr guter Wert. Vergleichbare Resultate ließen sich bislang nur mit Bauformen erzielen, die Flüssigkeiten oder zusätzliche weiche Schichten, beispielsweise einen Polymer, enthalten – so die Medienmitteilung vom 01.10.2019 über einen Artikel in Nano Energy. (Foto: Natrium-Feststoffbatterie – © Forschungszentrum Jülich / T. Lan) weiterlesen…

1,56 Milliarden Euro bis 2024 fürs Klima

Klimaschutzpläne der Regierung

Zur Umsetzung des Klimaschutzplans (KSP) 2050 hat die Bundesregierung bis 2024 rund 1,56 Milliarden Euro veranschlagt. Mit den technologischen, systemischen und sozialen Innovationen zum Klimaschutz soll bis 2050 „weitgehend“ Treibhausgasneutralität erreicht werden. Das BMBF hat hierzu ein umfangreiches, aktuell im Abstimmungsprozess mit den betreffenden Ressorts befindliches Maßnahmenpaket vorgeschlagen. Es trage dem Forschungsbedarf in allen Sektoren des KSP 2050 Rechnung und enthält auch Maßnahmen mit sektorübergreifendem Charakter. Das schrieb die Bundesregierung am 04.10.2019 in ihrer Antwort (19/13232) auf die Kleine Anfrage von Bündnis 90/Die Grünen (19/12810). weiterlesen…

Heizungsmarkt: Kunden setzen weiter auf Gas

BDEW-Studie: „Wie heizt Deutschland?“

Geht mit der Erneuerung der Heizung auch ein Wechsel des Energieträgers einher, entscheiden sich die meisten Kunden für Erdgas: Seit 2009 haben über 80 Prozent zu einem gasbetriebenen Heizungssystem gewechselt. In rund 275.000 Gebäuden wurden Ölheizungen auf Erdgas umgestellt, in rund 17.000 Gebäuden Öl auf Fernwärme. Das zeigt die repräsentative BDEW-Studie „Wie heizt Deutschland?“. weiterlesen…

Erste Modellierungsergebnisse für Kohleausstieg

Gesetzliche Rahmenbedingungen nehmen Gestalt an

Basierend auf dem BMWi-Arbeitsentwurf zum Steinkohleausstiegsgesetz liefert die energiewirtschaftliche Unternehmensberatung enervis energy advisors GmbH aus Berlin einer Medienmitteilung vom 01.10.2019 zufolge erste Modellierungsergebnisse zu den Stilllegungsauktionen für die Steinkohlekapazitäten. Die Ausschreibungsgrenzpreise steigen bis Anfang 2030 zunächst an, danach intensiviert sich der Wettbewerb. (Kommission ‚Wachstum Strukturwandel und Beschäftigung‘ (Kohlekommission) Abschlussbericht – Titel © BMWi) weiterlesen…

Der Boden. Bedrohter Helfer gegen den Klimawandel

Neues Buch von Susanne Dohrn

Ob im eigenen Garten, unter Äckern und Feldern, Wiesen und Wäldern: Es ist der Boden, der dafür sorgt, dass wir essen, atmen und sauberes Wasser trinken können. Mehr noch, wie wir mit ihm umgehen, ist für das globale Klima genauso entscheidend wie die Frage, womit wir unsere Autos antreiben oder wie wir unseren Strom produzieren. Dennoch vergiften wir ihn, versiegeln täglich Dutzende Hektar unter Beton und lassen es zu, dass jedes Jahr tonnenweise fruchtbarer Boden durch Erosion verlorengeht. Susanne Dohrn schildert in ihrem Buch „Der Boden. Bedrohter Helfer gegen den Klimawandel“ anschaulich, wie Unkenntnis, Intensivlandwirtschaft und Bodenspekulation das faszinierende Zusammenspiel von Pflanzen und Tieren unter der Erde gefährden. weiterlesen…

Systemintegration Erneuerbarer Energien Gemeinschaftsaufgabe

Altmaier und Birol anlässlich der globalen Ministerkonferenz zur Systemintegration Erneuerbarer Energien

Die rasante Zunahme von Wind- und Solarenergie erfordert angepasste regulatorische Rahmenbedingungen und mehr Flexibilität in den Energiesystemen, damit die erneuerbaren Energien sicher und kostengünstig integriert werden können – so eine Medienmitteilung aus dem BMWi mit Erklärungen von Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier und Fatih Birol, Exekutivdirektor der IEA, wie die damit einhergehenden Herausforderungen bewältigt und die Chancen der erneuerbaren Energien voll genutzt werden können. weiterlesen…

BMWi nimmt sich der Windenergie an Land an

Branchenverband: „Aufbruchsignal für deutschen Windenergiemarkt“

Das Bundeswirtschaftsministerium hat im Nachgang zum Wind-Treffen am 05.09.2019 einen Arbeitsplan zur Stärkung der Windenergie an Land vorgelegt. Beim Treffen des Bundeswirtschaftsministers mit der Branche, mit Umweltverbänden, Gewerkschaften und Vertretern von Bürgerinitiativen wurden verschiedene Handlungsfelder und Maßnahmen diskutiert, die notwendig sind, um einerseits die Akzeptanz beim Windausbau zu stärken und andererseits die Genehmigungsverfahren zu beschleunigen. weiterlesen…

Bundesnetzagentur mit zweitem Bericht über Mindesterzeugung

Homann: „Nur geringer Teil der konventionellen Erzeugungsleistung netztechnisch erforderlich“

Die Bundesnetzagentur hat am 07.10.2019 den zweiten Bericht über die sogenannte Mindesterzeugung veröffentlicht. Im Bericht werden Perioden mit „negativen Strompreisen“ der Jahre 2016 bis 2018 untersucht. Negative Strompreise bedeuten, dass Betreiber von Kraftwerken dafür gezahlt haben, wenn ihnen Strom abgenommen wurde. „Viele Kraftwerke reagieren nur eingeschränkt auf Börsenstrompreise. Dies liegt häufig an fehlender Flexibilität durch Wärmelieferverpflichtungen,“ erklärt Jochen Homann, Präsident der Bundesnetzagentur. weiterlesen…