EU fördert Projekte zur Kohleverstromung

Gelder für Anschaffung hochgiftiger Gase zur Optimierung von Prozessen der Kohleindustrie

Eigentlich soll es in der EU bald vorbei sein mit der Kohleenergie – spätestes ab 2025 soll es keinerlei Subventionen für die Kohleindustrie mehr geben. Und doch fördert die EU-Kommission weiterhin die Kohleforschungsprojekte großer Energieunternehmen. Das geht aus Dokumenten im Besitz des European Environmental Bureau hervor, die EURACTIV vorliegen und die sich Florence Schulz für EURACTIV.de näher angeschaut hat. weiterlesen…

Klimawandel nicht mehr zu übersehen – Die Politik? Trödelt.

Umsteuern aber immer noch möglich

„Europa ächzt unter einer Hitzewelle, in der Arktis brennen die Wälder, am Horn von Afrika hungern die Menschen, in Nepal, Indien und Bangladesch fliehen Millionen vor Überschwemmungen und tropische Zyklone verwüsten die ostafrikanische Küste. Man muss schon sehr blind und wissenschaftsfeindlich sein, um 2019 die Warnsignale der planetaren Überhitzung nicht zu erkennen“, schreibt Jan Kowalzig in seinem Blog für Oxam am 26.07.2019. weiterlesen…

Denkmal für Islands ersten weggeschmolzenen Gletscher

Klimawandel verantwortlich – Island tut sich schwer, Verlust zu verarbeiten

Islands erster durch den Klimawandel verlorener Gletscher wird mit einem Denkmal in Erinnerung bleiben, das nächsten Monat an der Stelle des ehemaligen Gletschers enthüllt werden soll. Bereits 2014 hatte der Okjökull den offiziellen Status als Gletscher verloren, weil zu viel seiner Eismasse weggeschmolzen war, so Forscher der Rice-University in Houston, Texas.  Jetzt gibt es ihn nicht mehr: Der Gletscher auf dem Gipfel des Vulkans Ok ist der erste in Island, der infolge der Erderwärmung verschwunden ist (Bild: Ok-Jökull-Gedenktafel, Island – © Rice-University – CC BY-SA 4.0, commons.wikimedia.org). weiterlesen…

Atomenergie: gefährlich und marktwirtschaftlich wettbewerbsunfähig

DIW: Keine Option für klimafreundliche Energieversorgung

Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung e.V. (DIW Berlin) hat im Rahmen einer Untersuchung mittels eines betriebswirtschaftlichen Investitionsmodells die Rentabilität von Atomkraftwerken untersucht. Ergebnis: Atomenergie ist marktwirtschaftlich nicht wettbewerbsfähig; Atomkraft ist zudem nicht sicher, das Narrativ der „sauberen Energiequelle“ dürfe „kein Gehör finden“. weiterlesen…

Klima erwärmt sich so schnell wie nie in den letzten 2000 Jahren

98 Prozent der Erdoberfläche von der globalen Erwärmung betroffen

Im Unterschied zu vorindustriellen Klimaschwankungen erfolgt die gegenwärtige, vom Menschen verursachte Klimaerwärmung auf der ganzen Welt gleichzeitig. Zudem ist die Geschwindigkeit der globalen Erwärmung so gross wie nie seit mindestens 2000 Jahren. Das zeigen zwei Studien der Universität Bern. weiterlesen…

Nature: Neue EU-Chefin macht mutige Klimazusagen

Ursula von der Leyens CO2-Reduktionsziele brauchen Unterstützung von EU-Mitgliedstaaten

Noch nicht im Amt und schon in Nature: Die nächste EU-Präsidentin Ursula von der Leyen hat den Klimawandel ganz oben auf ihre Agenda gesetzt. Sie wurde am 16.07.2019 von den MdEP knapp gewählt und wird als erste Frau die Leitung der Exekutive der Europäischen Union übernehmen. Dabei spielt die Neun-Stimmen-Mehrheit die Unzufriedenheit vieler über die plötzliche Nominierung wieder. Viele MdEP hätten es vorgezogen, wenn der Chef einer der politischen Gruppierungen des Parlaments die Verantwortung für die Festlegung und Umsetzung der politischen Agenda der EU-Kommission erhalten hätte. (Auszüge aus einem Artikel von Quirin Schiermeier) weiterlesen…

Gegen Grüne und Klimaschutz: Aus unspektakulären Zahlen werden schrille Schlagzeilen

Flugscham und Wahlverhalten

Eva Stegen in einem Blog der Freitag-Community
Gastbeiträge geben die Meinungen der Autorinnen und Autoren, nicht in jedem Fall die von Solarify wieder.
„Stehen Umfrage-Höhen-Flüge mit tatsächlichen Flügen im Zusammenhang?“ fragte sich die Umweltaktivistin Eva Stegen und griff zum Telefon. Auslöser für ihre Aktion war ein gewohnt giftiger Tweet der AfD-nahen (und Vorsitzenden der AfD-Stiftung Desiderius-Erasmus) Ex-CDU-Frau Erika Steinbach, die am 21.05.2019 einem uralten Spiegel-Artikel (vom 21.11.2014!) zu neuer Bekanntheit verhalf: “Grünen-Wähler: Altbekannt, Wasser predigen und Champagner saufen. Auch in dieser Frage: Eine Heuchlerbande“ ätzte die Ex-Ober-Vertriebene (wobei das „jetzt“ im Tweet dreieinhalb Jahre alt war, s.u.). Das war wenige Tage, bevor am 02.07.2019 die Grünen bei der Sonntagsfrage sogar die CDU überholten. weiterlesen…

Scheuer von Verkehrsausschuss zur Maut befragt

„Viel Show, wenig Inhalt“

Verkehrsminister Andreas Scheuer verteidigte am Nachmittag des 24.07.2019 im Bundestags-Verkehrsausschuss seinen Einsatz für die gescheiterte Pkw-Maut. Er legte der Opposition 21 Aktenordner vor, um sie „vollumfassend“ zu informieren. „Einen Untersuchungsausschuss hat er damit aber noch nicht abgewendet“, mutmaßt die FAZ. Denn die will die Akten jetzt erst mal sichten – um dann zu entscheiden, ob ein Untersuchungsausschuss sich mit der Pkw-Maut befassen soll. Fazit im ZDF-heute-journal: „Viel Show, wenig Inhalt“. weiterlesen…

„Basen-Wirtschaft“ i.S. Batterieproduktion in Münster?

Ausschuss fragt Karliczek in Sondersitzung

Der Streit um die Auswahlentscheidung des Standortes Münster für die Forschungsfertigung Batteriezelle beschäftigte den Ausschuss für Bildung und Forschung in einer Sondersitzung – so der parlamentseigene Pressedienst heute im bundestag. Die Fraktionen Bündnis 90/Die Grünen, FDP und Die Linke wollten von Bundesforschungsministerin Anja Karliczek wissen, warum Deutschlands erste Batterieforschungsfabrik in Münster angesiedelt werden soll – nahe ihres Wahlkreises. weiterlesen…

Klimawandel schneller als Tierwelt-Anpassung

Vögel verändern sich zu langsam

Der Klimawandel bedroht das Überleben von Tierarten überall auf der Erde. Ihr Aussterben kann aber die Gesundheit der Ökosysteme beeinträchtigen, in denen sie leben. Daher ist es von großer Bedeutung, zu beurteilen, inwieweit Tiere auf sich verändernde Umweltbedingungen – zum Beispiel durch eine Verschiebung der Brutzeiten bei Vögeln – reagieren können und ob diese Veränderungen langfristig das Fortbestehen der Bestände ermöglichen. Dazu hat ein internationales Team von 64 Forschern unter der Leitung von Viktoriia Radchuk, Alexandre Courtiol und Stephanie Kramer-Schadt vom Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung (Leibniz-IZW) mehr als 10.000 wissenschaftliche Studien ausgewertet. weiterlesen…