Nur 10 Jahre bis zur Klimakatastrophe?

Lesehinweis auf die FR-Kolumne „Ökologisch“ von Verena Kern

Der Klimawandel schreitet voran. Die CO2-Emissionen müssen bis 2030 halbiert werden, um den Planeten noch zu retten; so hat es der Weltklimarat IPCC in seinem Sonderbericht zum 1,5-Grad-Ziel im vergangenen Oktober vorgerechnet. Vielleicht ist die Zeit sogar noch knapper, so dass nur zehn Jahre bleiben. Das bedrohliche Szenario bringt seit Monaten Kinder und Jugendliche zum Klimastreik auf die Straße. Sie fordern, dass sofort mit einschneidenden Maßnahmen begonnen wird. Viel spricht dafür, dass ihre Forderungen noch immer nicht radikal genug sind, weil die Zeit sogar noch knapper ist. weiterlesen…

Neue, preiswerte Entsalzungstechnik

„Wasser-Lösungen ohne ein Korn Salz“

Forscher der australischen Monash University haben eine einfache Technik entwickelt, die Tausende von Gemeinden weltweit mit sauberem Wasser versorgen kann. Ihre solar getriebene Dampferzeugungsanlage gewinnt sauberes Wasser aus salzigem (Meer-)Wasser mit einer fast 100-prozentigen Salzentfernung. Das bietet eine billige Lösung für Wasserknappheit in regionalen Gebieten, in denen kein Netzstrom verfügbar ist. weiterlesen…

Klimawissenschaft hat unausweichliche politische Dimension

Warum die Festlegung einer Klima-Deadline gefährlich ist

In einem am 22.07.2019 in der Zeitschrift Nature publizierten Artikel belegen fünf Autoren (Shinichiro Asayama, Rob Bellamy, Oliver Geden, Warren Pearce und Mike Hulme), warum es ihrer Überzeugung nach gefährlich ist, Deadlines für das Eintreten von Klimawandelfolgen oder gar Kipppunkte zu definieren. Die Veröffentlichung des IPCC-Sonderberichts über die globale Erwärmung auf 1,5° C (solarify.eu/sputet-euch )habe den Weg für einen politischen Diskurs geebnet, der eine feste Frist für entscheidende Maßnahmen gegen den Klimawandel festlegen will. Die Gefahren einer solchen Terminrhetorik legen jedoch nahe, dass das IPCC die Verantwortung für seinen Bericht übernehmen und die Glaubwürdigkeit solcher Fristen offen in Frage stellen muss. Der Text ist auf Nature ShareIt einzusehen. weiterlesen…

Die Welt: „Jetzt werden die Wissenschaftler deutlich“

14 Forscher fordern schnelle Wende in Klimapolitik

„Es bedarf sofortiger Maßnahmen, um die Klimaziele 2030 zu erreichen,“ fordern 14 Forscher von der Bundesregierung. Die Mitglieder der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina erwarten von der Bundesregierung eine schnelle Wende in der Klimapolitik,schreibt Sarah Maria Brech als Reaktion auf die „Stellungnahme der Leopoldina „Klimaziele 2030“  (siehe: solarify.eu/entwicklungsoffenes-energiesystem-ermoeglichen) in der Welt. weiterlesen…

Klimamythos: anthropogener CO2-Anteil vernachlässigbar

#Faktenfuchs: „Zu wenig CO2, kaum Wirkung“ ist falsch

Im Internet kursiert bereits seit acht Jahren ähnlich einem Kettenbrief eine Rechnung, die suggerieren soll, das vom Menschen in die Atmosphäre emittierte CO2 sei vernachlässigbar gering, deswegen könne davon keine Klimaerwärmung ausgehen. In einem am korrigierten Beitrag der Reihe #Faktenfuchs befasste sich BR24Der menschliche CO2-Beitrag in der Luft sei so klein, dass er das Klima gar nicht beeinflussen könne. Fazit des #Faktenfuchs vorab: „Das stimmt nicht.“ weiterlesen…

Gustav Nyström – Der Holzmagier

Batterien aus Papier und Sensoren aus Nanozellulose

Als neuer Leiter der Forschungsabteilung Cellulose & Wood Materials der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa) überrascht Gustav Nyström mit unkonventionellen Zielen, schreibt Andrea Six auf empa.ch. Batterien aus Papier und Sensoren aus Nanozellulose sollen aber vor allem eines: einen Beitrag leisten zur Lösung elementarer Forschungsfragen mit gesellschaftlicher Relevanz. weiterlesen…

Konfliktrisiko steigt mit zunehmender Erderwärmung

Gefahren nicht nur für USA

Die Trump-Regierung verachtet die Klimawissenschaft: Sie hat Umweltvorschriften zurückgefahren und gleichzeitig fossile Brennstoffe gefördert und die Erwähnungen des Klimawandels auf Regierungs-Websites entfernt und heruntergespielt, unter anderem Maßnahmen, welche die Bemühungen zur Bekämpfung der globalen Erwärmung schwächen könnten. Es sollte daher nicht überraschen, schreibt Annie Sneed am 22.07.2019 in Scientific American dass auch das Weiße Haus Forschung und Expertenmeinungen über den Zusammenhang zwischen Klimawandel und nationaler Sicherheit zu ignorieren scheint – sogar potenziell herausfordernd. weiterlesen…

„Entwicklungsoffenes Energiesystem ermöglichen“

Stellungnahme Klimaziele 2030 der Leopoldina

Die Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina e.V. – Nationale Akademie der Wissenschaften – hat am 23.07.2019 eine 3oseitige Stellungnahme zur Klimapolitik veröffentlicht. Dazu war im Juni 2019 eine interdisziplinäre Arbeitsgruppe beauftragt worden, sich im Rahmen der wissenschaftsbasierten Beratung von Politik und Öffentlichkeit mit Maßnahmen für die Einhaltung der Klimaziele 2030 in Deutschland auseinanderzusetzen. Die Politik hat im Juli 2019 eine Reihe von Gutachten zur CO2-Bepreisung erhalten, die der Arbeitsgruppe vorlagen. Die erarbeitete Ad-hoc-Stellungnahme „Stellungnahme Klimaziele 2030 der Leopoldina“ stellt die Ergebnisse der Beratungen der interdisziplinären Arbeitsgruppe vor. Sie umfasst sowohl Informationen zur gesellschaftlichen und wissenschaftlichen Debatte über die Dringlichkeit von Klimaschutz als auch Empfehlungen für die Umsetzung von Maßnahmen wie eines CO2-Preises und weiterer Innovationen, die schnell und sozial ausgewogen wirken können. weiterlesen…

BMU fördert Projekte bis 300.000 Euro

Programm „Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel“

„Wie können wir uns gegen die Folgen des Klimawandels wappnen?“ fragte eine Medienmitteilung des Bundesumweltministeriums am 28.06.2019: Um besser gegen Hitzeperioden oder Hochwasser gerüstet zu sein, fördert das BMU mit dem Programm „Maßnahmen zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels“ Leuchtturmprojekte zur Klimaanpassung sowie den Aufbau von regionaler Zusammenarbeit. Dafür stellt das Bundesumweltministerium für Kommunen, Unternehmen und gesellschaftliche Akteure bis zu 300.000 Euro zur Verfügung. weiterlesen…

Durch Klimakatastrophe droht Waldsterben 2.0

Bund Naturschutz Bayern fordert: Politik muss Klima jetzt schützen

Im Rahmen einer Pressekonferenz verdeutlichte der BUND Naturschutz in Bayern (BN) am 05.07.2019 die dramatischen Ausmaße, die das Sterben von Bäumen und teilweise ganzer Wälder in verschiedenen Regionen Bayerns bereits angenommen hat. „Wir stehen vor einem Waldsterben 2.0, das durch die Klimakrise verursacht wird“, sagte Richard Mergner, Landesvorsitzender des BN. „Verantwortlich dafür machen wir die Politik, weil sie über Jahre hinweg versäumt hat, wirkungsvolle Maßnahmen zum Schutz des Klimas – und damit auch zum Schutz der Wälder – auf den Weg zu bringen.“ weiterlesen…