Aufschaukeln riesiger Wellen in der Atmosphäre

PIK: Graduelle Zunahme von Hitzewellen erklären

In den letzten zehn Jahren hat die Zahl der Wetterextreme im Sommer – wie etwa die Rekord-Hitzewelle 2010 in Osteuropa, die mit Ernteeinbußen und verheerenden Waldbränden um Moskau einherging – ein außergewöhnliches Maß erreicht. Die vom Menschen verursachte globale Erwärmung kann eine graduelle Zunahme solcher Hitzewellen erklären, die beobachtete extreme Stärke und Dauer einiger dieser Ereignisse sind jedoch nicht so leicht zu erklären. Sie werden mit einem neu entdeckten Mechanismus in Verbindung gebracht: dem Aufschaukeln riesiger Wellen in der Atmosphäre. Eine neue Datenanalyse des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) zeigt jetzt, dass solche Resonanzen in den gigantischen, die Nordhalbkugel umkreisenden Luftströmen tatsächlich häufiger werden. weiterlesen…

Anti-Wissenschafts-Bewegung eskaliert und tötet Tausende

Ablehnung von Wissenschaft und Medizin, Hauptmerkmal der US-Rechtsradikalen, hat sich weltweit verbreitet – mit freundlicher Genehmigung

„Wissenschaftsfeindlichkeit hat sich zu einer dominanten und äußerst tödlichen Kraft entwickelt, welche die globale Sicherheit ebenso bedroht wie der Terrorismus und die Verbreitung von Atomwaffen. Wir müssen eine Gegenoffensive starten und eine neue Infrastruktur aufbauen, um ‚Antiscience‘ zu bekämpfen, so wie wir es bei den anderen, bekannteren und etablierteren Bedrohungen getan haben“, schreibt Peter J. Hotez am 29.03.2021 in einem der ältesten und angesehensten Wissenschaftsjournale der USA, Scientific American. weiterlesen…

Internationaler Chemikalienschutz unzureichend

Produktion und Export in der EU verbotener Substanzen regeln

Die Bundesregierung sieht beim internationalen Schutz vor chemischen Stoffen Verbesserungsbedarf. Das geht – so der parlamentseigene Pressedienst heute im bundestag (hib/CHB) – aus der Antwort (19/27578) auf eine Kleine Anfrage (19/26516) der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen hervor. Denn die Fortschritte, welche die internationale Gemeinschaft im Rahmen des Strategischen Ansatzes zum Internationalen Chemikalienmanagement (Strategic Approach to International Chemicals Management, SAICM) bei der Bearbeitung der sogenannten prioritären Politikthemen erzielt habe, seien „insgesamt unzureichend“. weiterlesen…

Stärkung der MINT-Bildung

Stärkung der Bildung in Naturwissenschaften und Technik

Die Stärkung der MINT-Bildung war am 24.03.2021 Thema in der Sitzung des Ausschusses für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung. Die Fächer Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft un d Technik (MINT) in der Ausbildung und im Studium zu stärken, ist immer wieder erklärtes Ziel von Politik und Wirtschaft, da der Fachkräftemangel gerade aufgrund zu geringer Absolventenzahlen in MINT-Fächern in Deutschland immer sichtbarer wird – so der parlamentseigene Pressedienst heute im bundestag. weiterlesen…

IPP endgültig in Max-Planck-Gesellschaft eingegliedert

1960: Big Science zieht in MPG ein

Mit der Integration des Max-Planck-Instituts für Plasmaphysik (IPP) in die Max-Planck-Gesellschaft schlägt das Institut ein neues Kapitel seiner bis zu Werner Heisenberg (1901-76) zurückreichenden Geschichte auf. Seit 2003 war das IPP Diener zweier Herren: Finanztechnisch unterstand es der Helmholtz-Gemeinschaft, rechtlich der Max-Planck-Gesellschaft. Die ungewöhnliche Konstruktion wurde nun per Senatsbeschluss zum 01.01.2021 aufgelöst und das Institut in die Governance der Max-Planck-Gesellschaft eingegliedert. (Foto: Experimentieranlage Asdex Upgrade am Max-Planck-Institut für Plasmaphysik in Garching – © MPI für Plasmaphysik) weiterlesen…

Nachhaltige Stromerzeugung mit niedrigen Temperaturen

Kraftwerkstechnikum MoNiKa: Forschende und Industrie arbeiten an Technologien für effiziente Verstromung von Niedertemperaturwärme

Niedertemperaturwärme etwa aus der Industrie oder Geothermiekraftwerken, bietet große Potenziale für eine nachhaltige und bedarfsgerechte Stromversorgung. Mit dem Kraftwerkstechnikum „MoNiKa“ (Modularer Niedrigtemperaturkreislauf Karlsruhe) ist am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) eine europaweit einzigartige Forschungsinfrastruktur in Betrieb gegangen. Sie soll die Umwandlung überschüssiger Wärme in Strom im Organic-Rankine-Cycle (ORC) effizienter und umweltfreundlicher gestalten. (Foto: Kraftwerkstechnikum MoNiKa – © Markus Breig/Amadeus Bramsiepe, KIT) weiterlesen…

Alkoholunterstützte Hydrierung von Kohlenstoffmonoxid zu Methanol

Unter Verwendung molekularer Mangankatalysatoren

Methanol ist mit einer weltweiten Produktion von etwa 100 Mio t pro Jahr zentrales Glied in der chemischen Versorgungskette und wichtiger Energieträger für die Mobilität. Die Synthesemöglichkeiten reichen von der Produktion von Grundchemikalien wie Propylen oder Aromaten bis zur Anwendung als C1-Baustein für die Herstellung von Feinchemikalien und Pharmazeutika. Weil hauptsächlich Kohle und Erdgas als primäre Einsatzstoffe verwendet werden, richten sich Bemühungen auf die Veränderung dieser Rohstoffbasis hin zu erneuerbaren oder wiederverwendbaren Kohlenstoffquellen (Biomasse, Kohlenstoffdioxid, Abfall). In einem kürzlich kürzlich in JACSAu, einem Open-Access-Journal der American Chemical Society, veröffentlichten Artikel haben Prof. Walter Leitner und die Mitglieder seiner Forschungsgruppe ‚Molekulare Katalyse‘ am Max-Planck-Institut für Chemische Energiekonversion in Mülheim an der Ruhr (MPI CEC) einen neuartigen Ansatz zur Synthese von Methanol direkt aus Synthesegas gezeigt. (Bild: Titelblatt von JACS Au, 22.02.2021 Volume 1, Issue 2 © American Chemical Society – open access: CC-BY-NC-ND-4.0) weiterlesen…

Umhülltes Zinksulfid stabil und katalytisch aktiv

Atomlagen-Beschichtung für ZnS

Zinksulfid ist eines der weichsten Weißpigmente, das die Industrie verwendet, vergraut aber mit der Zeit, wenn man es nicht entsprechend vorbehandelt. Chemiker unter Federführung des Center for Nanointegration (CENIDE) der Universität Duisburg-Essen (UDE) haben nun einer UDE-Medienmitteilung vom 24.03.2021 zufolge einen Weg gefunden und am 02.02.2021 open access im Fachmagazin „Advanced Functional Materials publziert, wie das Pigment nicht nur seine strahlende Farbe behält, sondern zugleich als Katalysator eingesetzt werden könnte; zum Beispiel, um Sonnenlicht in nutzbare Energie umzusetzen. (Bild: Künstlerische Darstellung der Kern-Hülle-Strukturen – © C. Reichenberger, UDE) weiterlesen…

Reversibler Wasserstoffumsatz mit „geschützter“ Hydrogenase

Hocheffiziente wasserstoff-umwandelnde Brennstoffzellen und wasserstoff-produzierende Wasser-Elektrolyseure möglich

Trotz ihrer exzellenten katalytischen Leistung gelten Enzyme wie das Wasserstoff-aktivierende Enzym Hydrogenase im Allgemeinen als ungeeignet für großtechnische Anwendungen. In der März-Ausgabe von Nature Catalysis berichtet ein Team von TU München, Ruhr-Universität Bochum, CNRS Marseille und Max-Planck-Institut für Chemische Energiekonversion in Mülheim an der Ruhr (MPI CECJames Birrell, Olaf Rüdiger) über ein maßgeschneidertes Polymer mit speziell entwickelten redoxaktiven Gruppen zum Schutz und zur elektrischen Verdrahtung einer hochaktiven, aber extrem fragilen Hydrogenase, um eine stabile reversible Katalyse zu ermöglichen, ohne die Effizienz der Energieumwandlung zu beeinträchtigen (Grafik: (Strukturbild Hydrogenase aus Desulfovibrio desulfuricans – Grafik © James Birrell, MPI CEC) weiterlesen…

PIK-Potsdam zum Zustand unseres Planeten

„Dieses Jahrzehnt muss die Trendwende zu weniger Emissionen und Biodiversitätsverlust bringen“

Die Menschheit ist heute die treibende Kraft auf unserer Erde – und menschliches Handeln bedroht die Widerstandsfähigkeit und Stabilität ihrer Biosphäre, dieses hauchdünnen Schleiers um die Erde, in dem das Leben gedeiht. Dies hat tiefgreifende Auswirkungen auf die Entwicklung von Zivilisationen, erklärt eine internationale Gruppe von Forschenden im Zuge eines Berichtes von Wissenschaftlern des PIK-Potsdam, der am 22.03.2021 für den ersten Nobelpreis-Gipfel veröffentlicht wurde. Der von 26. bis 28. April 2021 stattfindende digitale Gipfel wird den Zustand des Planeten im Zuge der COVID-19-Pandemie thematisieren. (Foto: Heutzutage machen wilde Tiere – wie hier afrikanische Buschelefanten – nur noch 4% der Säugetierpopulation der Erde aus. – Foto © kolibri5 auf Pixabay) weiterlesen…