Kreislaufwirtschaft im Medizinbereich

Junge Erfinderin zeigt Lösung auf

Die niederländische Produktdesignerin und Hochschulabsolventin Emma Linders zeigt der Pharmaindustrie den Weg im Kampf gegen den Klimawandel: Im Rahmen ihrer Abschlussarbeit hat sie einen wiederverwendbaren Autoinjektor entwickelt und wurde dafür mit dem nationalen James Dyson Award ausgezeichnet. Mit dem Prototyp eines wiederverwendbaren Selbstinjektionsgeräts gewann sie in diesem Jahr den niederländischen Wettbewerb um den Preis, schreibt Christoph Schwaiger am 06.11.2023 auf EURACTIV.com. (Foto: Autoinjektor – © Raimond Spekking CC BY-SA 4.0, commons.wikimedia.org) weiterlesen…

Wärmster Oktober seit Menschengedenken

2023 mit ziemlicher Sicherheit das wärmste Jahr der Aufzeichnungen

Der Oktober 2023 war der wärmste Oktober seit Beginn der Aufzeichnungen, mit einer durchschnittlichen Oberflächentemperatur von 15,3° C – 0,85° C über dem Oktober-Durchschnitt von 1991-2020 und 0,40° C über dem bisher wärmsten Oktober im Jahr 2019. Das meldet der Copernicus Climate Change Service (C3S), der vom Europäischen Zentrum für mittelfristige Wettervorhersage im Auftrag der Europäischen Kommission mit finanzieller Unterstützung der EU durchgeführt wird. (Grafik: Global gemittelte Anomalien der Oberflächenlufttemperatur im Vergleich zu 1991-2020 für jeden Oktober von 1940 bis 2023 – © Data Source: ERA5. Credit: C3S/ECMWF) weiterlesen…

Widersprüche zwischen Klimasimulationen und Klimaspuren klären

Beim Klimawandel Regionen im Blick behalten

Bislang stehen Ergebnisse von Klimasimulationen manches Mal im Widerspruch zur Analyse von Klimaspuren aus der Vergangenheit. Ein Team um den Physiker Thomas Laepple, Forschungsstelle des Potsdamer Alfred-Wegener-Instituts, und die Klimatologin Kira Rehfeld, Universität Tübingen, hat deshalb Fachleute für Klimamodelle und Klimaspuren zusammengebracht, um zu klären, wie es zu den Diskrepanzen kommt. Das überraschende Ergebnis wurde jetzt in Nature Geoscience veröffentlicht: In gewisser Weise haben beide Seiten recht. Klimamodelle schätzen globale Temperaturtrends richtig ein, unterschätzen aber oft die Stärke regionaler Klimaschwankungen vor allem im Laufe von Jahrzehnten bis Jahrhunderten. Text am 06.11.2023 auf der Internetseite des Alfred-Wegener-Instituts, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung. (Foto: Höhlenmineralien (Speläotheme) in einer Höhle in Brasilien: Eines der für die Rekonstruktion vergangenen Klimas nutzbaren Klimaarchive – © Kira Rehfeld (CC-BY 4.0)) weiterlesen…

Berufe der Zukunft: Carbon Accountant

Immer mehr Unternehmen stellen Spezialisten ein, um ihren Beitrag zum Klimawandel zu erkennen.

Sein offizieller Titel lautet „Vice President of regulated reporting solutions“. In Wirklichkeit ist Billy Scherba „Carbon Accountant“, etwa Kohlenstoffbuchhalter – so die MIT Technologiy Review am 25.10.2023. Bei einer Plattform für Klimamanagement arbeitet er mit Unternehmen zusammen, um deren Beitrag zum Klimawandel zu berechnen, zu verwalten und offenzulegen. Carbon Accountants helfen dabei, zu verstehen, welche Daten für ihre Klimabilanz wichtig sind, wie sie diese Daten auf konsistente Weise erfassen und welche Teile ihrer Geschäftstätigkeit die meisten Emissionen verursachen. weiterlesen…

Beton aus Müllverbrennungsasche

TH Köln erprobt ressourcenschonende Verfahren für die Betonherstellung

Durch die Verbrennung von gemischten Siedlungsabfällen, also haushaltsüblichem Müll, fallen in Deutschland jährlich etwa 5,7 Millionen Tonnen Müllverbrennungsaschen (MV-Aschen) an. Da diese Rückstände bisher nicht hochwertig weiterverarbeitet werden können, verbleiben sie größtenteils ungenutzt auf Deponien. Die Technische Hochschule Köln arbeitet im Projekt ASHCON daher an einem Verfahren, um MV-Asche für die Betonherstellung nutzbar zu machen. Untersuchungen mit ersten Rezepturen und Probekörpern belegen die grundsätzliche Machbarkeit. (Bild: In dem Vorhaben sind Probekörper aus Beton entstanden, bei denen etwa die Hälfte des darin enthaltenen Kieses durch aufbereitete MV-Asche ersetzt wird. – © Costa Belibasakis TH Köln) weiterlesen…

„Industriepolitik in der Zeitenwende“

 Blick der Bertelsmann Stiftung auf die Industriestrategie des BMWK

Am 24. Oktober hat Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck seine Überlegungen zu einer zukunftsfähigen Industriestrategie vorgelegt (BMWK – Habeck legt Industriestrategie vor – Industriepolitik in der Zeitenwende). Viele der dort angesprochenen Themen behandle die Bertelsmann Stiftung in ihren Projektaktivitäten seit knapp zwei Jahren, heißt es in einer Pressemitteilung vom 03.11.2023. weiterlesen…

Globale Erwärmung beschleunigt heterotrophe Bodenatmung

Kohlenstoffabfluss aus Böden größte terrestrische Kohlenstoffquelle für Atmosphäre

Eine Schweizer Untersuchung legte (schon im Juni – erstmals erwähnt siehe: solarify.eu/erderwaermung-beschleunigt-co2-ausstoss-von-bodenmikroben) dar, dass der Erdboden eine zunehmende Rolle im globalen Temperaturanstieg spielt. So fand ein Forscherteam aus Wissenschaftlern und Umweltschützern heraus, dass die Böden ihren CO2 Ausstoß in den vergangenen Jahren enorm erhöht haben. Die Untersuchungsergebnisse veröffentlichen die Wissenschaftler Alon Nissan, Uria Alcolombri, Nadav Peleg, Nir Galili, Joaquin Jimenez-Martinez, Peter Molnar und Markus Holzner open access in Nature Communications (Global warming accelerates soil heterotrophic respiration). weiterlesen…

Iso2k-Pro­jekt­team rekonstruiert glo­ba­le Was­ser­ge­schich­te der ver­gan­ge­nen 2.000 Jah­re

Untersuchung bringt Ver­än­de­run­gen im weltweiten Kreis­lauf mit hö­he­ren Tem­pe­ra­tu­ren in Ver­bin­dung

In den ver­gan­ge­nen 2.000 Jah­ren ha­ben stei­gen­de und fal­len­de Tem­pe­ra­tu­ren die Art und Wei­se ver­än­dert, wie sich das Was­ser auf der Erde be­wegt. Ohne Wasser gäbe es kein Leben auf der Erde. Ein internationales Team von Forschenden unter Leitung des Bremer MARUM – Zen­trum für Ma­ri­ne Um­welt­wis­sen­schaf­ten hat jetzt in einer umfangreichen Datenanalyse den Wasserkreislauf der vergangenen 2.000 Jahre rekonstruiert. In der am 02.11.2023 in Nature Geoscience veröffentlichten Studie untersuchen sie den Zusammenhang von Wasserkreislauf und Klimaveränderungen und tragen zu einem besseren Verständnis bei. weiterlesen…

2023 Jahr der Rekord-Extreme: neuer Report

Juli 2023: Höchste jemals aufgezeichnete durchschnittliche Oberflächentemperatur der Erde

Im Jahr 2023 haben Anomalien wie hohe Temperaturen, die Erwärmung der Ozeane und häufigere Waldbrandereignisse neue Rekorde erreicht. Das zeigt ein Bericht eines internationalen Forscherteams, darunter Johan Rockström, Direktor des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK). Die Forschenden stellten fest, dass diese Rekorde die lebenswichtigen Funktionen der Erde schwächen und warnen davor, dass die immer häufiger auftretenden klimabedingten Ereignisse möglicherweise das Leben auf der Erde bis zum Ende dieses Jahrhunderts gefährden könnten, wenn die Entwicklung wie bisher weitergeht. (Foto: Hochwasser am Rhein bei Wiesbaden – © Franziska Vogt) weiterlesen…

Neues Projekt soll PV-Kreislaufwirtschaft in der Schweiz stärken

Lebensverlängerung für Module

Die Initiative „Swiss PV Cycle“ will mit einer neuen Plattform eine differenzierte Kreislaufstrategie für Solarmodule ermöglichen und frühzeitig ihr Wiederverwendungspotenzial bestimmen. Ziel ist, dass getestete Secondhand-Module zu einem günstigen Preis auf den Markt gebracht werden und und nur jene Module im Recycling landen, die nicht mehr funktionsfähig sind – so Petra Hannen am 31.10.2023 im Portal PV Magazine. Nach Erkenntnissen der Berner Fachhochschule aus dem EU-Horizon Projekt „Circusol“ sind rund die Hälfte aller ausrangierten Photovoltaik-Module gut genug, um sie als Secondhand-Module weiterzuverwenden. weiterlesen…