Neues von der künstlichen Photosynthese

EE aus konzentrierter Solarenergie

Forscher der Monash University im australischen Melbourne haben bei der Entwicklung eines neuen Verfahrens zur Nachahmung der Photosynthese die Wasser-Elektrolyse verfeinert. Die Wissenschaftler glauben, dass ihr „künstliches Blatt“ sogar effizienter als echte Pflanzen ist, jedenfalls stellte es einen neuen Energieeffizienzrekord für die Herstellung von Solarkraftstoffen auf: Das neue Gerät kann Wasserstoff mit 22 Prozent Effizienz produzieren, der bisherige Rekord lag bei 18 Prozent. so eine Mitteilung der Universität. weiterlesen…

Drei Prozent mehr pro Jahr für Forschung

Bewertung nach 10 Jahren Pakt für Forschung und Innovation (PFI)

Nach zehn Jahren hat die Linkenfraktion im Bundestag in einer Kleinen Anfrage (18/5510) einen Katalog von 53 Fragen zur Bewertung des PFI an die Bundesregierung gestellt. Sie reichen von „Kooperationsbeziehungen der Wissenschaftsorganisationen mit Hochschulen“, dem „Einwerben von Drittmitteln von Unternehmen“, dem Personalmanagement über die Befristungsquote bis zum „Frauenanteil in Führungspositionen“. weiterlesen…

LED-Produktion revolutioniert?

Ohne seltene Erden: wärmeres Licht und billigere Herstellung

Leuchtdioden (LEDs – englisch: Light-Emitting Diode) werden immer beliebter. Das Problem: Um warmweiß leuchtende LEDs herzustellen, braucht man Seltene Erden. Die sind teuer weil eben selten. Hu Zhichao und seine Professorin Li Jing von der Rutgers University in New Jersey haben am 19.08.2015 im Rahmen des 250. Treffens der American Chemical Society  eine neue Zusammensetzung für weiße Leuchtdioden vorgestellt, die ohne Seltene Erden auskommt. Deren Produktion wird günstiger und das Licht wärmer. weiterlesen…

„City-Tree“ für neues Stadt-Klima

Innovative Pflanzenwand reduziert Hitze und Luftverschmutzung in Städten

2015 wird wohl das wärmste Jahr aller Zeiten, vor allem in den Städten. Dort ist es im Vergleich zum ländlichen Umfeld bis zu zwölf Grad wärmer. Der „CityTree“ des Start-ups Green City Solutions, „erster Baustein in der Vision einer neuen Klimainfrastruktur“, ist zwar eigentlich kein Baum, sondern eine Wand, will aber eine Lösung gegen Luftverschmutzung und zunehmende Hitzebelastung in Städten anbieten. weiterlesen…

325 Meter über dem Urwald

Klima-Messturm ATTO in Brasilien eingeweiht

Die Pressemitteilung des Mainzer Max-Planck-Instituts für Chemie hat zwei Ortsangaben – neben „Mainz“ vor allem die zweite: „S 2° 08′ 45.13“ W 59° 00′ 20.12″“, denn dort, 150 Kilometer nordöstlich von Manaus, im dichtesten brasilianischen Regenwald, steht das Amazonian Tall Tower Observatory – kurz ATTO. Nach einem Jahr Bauzeit wird der Klima-Messturm, mit 325 Metern genau einen Meter höher als der Eiffelturm, am 22.08.2015 eröffnet. weiterlesen…

Überraschung bei Hybrid-Solarzellen

Ladungstransport in hybriden Silizium-basierten Solarzellen

Eine überraschende Erkenntnis hat ein Team um Silke Christiansen (HZB-Institut für Nanoarchitekturen für die Energieumwandlung und Projektleiterin am MPI für die Physik des Lichts, Erlangen) gewonnen. Anders als bei organisch-anorganischen Hybrid-Solarzellen erwartet, entspricht der Übergang zwischen der organischen leitfähigen Kontaktschicht aus PEDOT:PSS und dem Silizium-Absorbermaterial nicht einem Metall-Halbleiter-Kontakt (Schottky-Kontakt), sondern einem pn-Übergang zwischen zwei Halbleitermaterialien. Das schreibt Antomia Rötker auf helmholtz-berlin.de. weiterlesen…

Supraleitung: Widerstandslos bei Rekordtemperaturen

Schwefelwasserstoff verliert seinen elektrischen Widerstand unter Hochdruck bei minus 70 Grad Celsius

Bei so hohen Temperaturen hat bislang noch kein Material Strom ohne Widerstand geleitet: Forscher des Mainzer Max-Planck-Instituts für Chemie und der Johannes Gutenberg-Universität Mainz beobachteten, dass Schwefelwasserstoff bei -70° C supraleitend wird – wenn sie die Substanz einem Druck von 1,5 Millionen Bar aussetzen. Das entspricht der Hälfte des Drucks im Inneren der Erde. Mit ihren Hochdruck-Experimenten haben die Mainzer Forscher nicht nur einen Rekord für die Hochtemperatur-Supraleitung aufgestellt, sie weisen mit ihren Erkenntnissen auch einen neuen Weg, auf dem sich möglicherweise Strom bei Raumtemperatur verlustfrei transportieren lässt. weiterlesen…

Zielgenaues Elektronenkatapult

Kugelgröße bestimmt Flugrichtung durch Photoemissionen aus Nanokugeln herausgeschleuderter Elektronen

Die Beziehung zwischen starken Laserpulsen und Glas-Nanoteilchen ist eine ganz spezielle und könnte medizinische Methoden oder die Elektronik verändern, wie Wissenschaftler aus Rostock, München und Berlin herausgefunden haben. Dieses Zusammenspiel aus Licht und Materie untersuchte ein Team von Physikern und Chemikern des Labors für Attosekundenphysik (LAP) am Max-Planck-Institut für Quantenoptik (MPQ), der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU), des Instituts für Physik der Universität Rostock und der Freien Universität Berlin. weiterlesen…

Gletscherschmelze in „Höllentempo“

Weltweite Untersuchung unter Leitung von Schweizer Forschern

Die Gletscher verlieren weltweit mehr und schneller Eis denn je. Der Welt-Gletscher-Beobachtungsdienst an der Universität Zürich (WGMS) präsentierte dramatische Ergebnisse: Wenn die Temperatur der Erdatmosphäre weiter im gleichen Tempo steige, würden bis 2100 90 Prozent des Gletschereises verschwunden sein. Weltweit schrumpft die Eisdecke demnach jährlich zwischen einem halben und einem Meter – mit fatalen Folgen. Das berichtet Dietrich Karl Mäurer vom ARD-Hörfunkstudio Zürich. weiterlesen…

Pannenreaktor Tihange weiter kalt

Erst Ende August wieder ans Netz

Electrabel kann sein Pannen-AKW Tihange 3 bei Huy in der belgischen Provinz Lüttich nach neuen Meldungen erst am 28.08.2015 wieder hochfahren. Der Atommeiler war vor kurzem automatisch selbst herunter gefahren. Kraftwerksbetreiber Electrabel, eine Tochter des vor kurzem in Engie (Logo: aufgehende Sonne) umbenannten französischen Energiemultis GDF Suez, wollte ihn schon am 07.08.2015 wieder anschalten, besann sich aber jetzt eines Besseren – niemand weiß warum. weiterlesen…