SOLARIFY

Archiv: Stickoxid

Kanzlerin und Klima


Merkels Regierungserklärung mit ein bisschen Klimaschutz

So wenig der Klimaschutz im Wahlkampf eine Rolle spielte, so wenig er die Koalitionsverhandlungen bestimmt hat, so wenig mehr kamen Klimaerwärmung, Kohleausstieg & Co. in der nunmehr vierten Legislatur-Inauguration der einstigen “Klimakanzlerin” vor. Solarify dokumentiert die entsprechenden Passagen.


EEA meldet Anstieg der Dieselabgas-Todesfälle in Deutschland um 20 Prozent

Die Europäische Umweltagentur hat einen alarmierenden Bericht zu den gesundheitlichen Folgen der Luftverschmutzung in Europa vorgelegt: Die darin enthaltenen, durch Stickstoffdioxid verursachten 12.860 vorzeitigen Todesfälle in Deutschland sind nahezu viermal mehr als die Anzahl der Verkehrstoten. Die Deutsche Umwelthilfe prangert erneut an: “Mit Segen des Kraftfahrt-Bundesamtes sollen Diesel-Pkw bei Temperaturen unterhalb von plus 10 Grad Celsius, also praktisch das gesamte Winterhalbjahr über, mit abgeschalteter Abgasreinigung die Innenstädte mit Stickstoffdioxid belasten”.


Zehn Kfz-Zulassungsstellen hatten Anträgen der DUH auf Betriebserlaubnis-Entzug und Stilllegung nicht entsprochen – BUND fordert von KBA Verkaufsverbot für Diesel-Pkw

Gegen zehn deutsche Kfz-Zulassungsbehörden hat die Deutsche Umwelthilfe (DUH) am 07.07.2017, Klage eingereicht. Laut
Pressemitteilung vom 11.07.2017 solle mit den Klagen jeweils festgestellt werden, dass den vom Abgasbetrug betroffenen VW Fahrzeugen der Eurostufe 5, ausgestattet mit einem Motor des Typs EA 189, der Betrieb auf öffentlichen Straßen zu untersagen sei. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) hat beim Verwaltungsgericht Schleswig Klage gegen das Kraftfahrtbundesamt (KBA) erhoben. Erreicht werden soll ein Verkaufsverbot für zu viel Stickoxid ausstoßende Diesel-Neuwagen.


Reale Emissionen moderner Diesel-Autos sieben Mal höher als gesetzlich erlaubt

diesel-auspuff-foto-gerhard-hofmann-agentur-zukunft-fuer-solarify-20161021Die Stickoxid-Emissionen moderner Diesel-Pkw liegen sieben Mal höher als es die seit September 2014 geltende Abgasnorm Euro 6 erlaubt. Zu dieser Erkenntnis gelangt eine am 06.01.2017 in Berlin vorgestellte Studie der unabhängigen Forschungsorganisation International Council on Clean Transportation (ICCT), icct logowelche die VW-Affäre mit ins Rollen gebracht hat. Wenn der ICCT mit seiner (bereits am 11.10.2014 erstmals teilweise publizierten) Studie Recht hat, sind viele Dieselautos schmutziger als Lkw.


DUH mahnt Onlineplattform wegen unwirksamer Austauschteile ab

DUH logoErneut hat der TÜV Nord im Auftrag der Deutschen Umwelthilfe (DUH) einen über eBay verkauften Billig-Austauschkatalysator getestet und dessen Unwirksamkeit festgestellt: Der untersuchte Austauschkatalysator der Firma EEC hielt nicht einmal im Neuzustand die gesetzlich geforderten Abgasgrenzwerte ein. Aber eBay gestattet rotz entsprechender Hinweise der DUH weiterhin den Verkauf unwirksamer Austauschkatalysatoren: Inzwischen ist mehr als eine Million Pkw zwischenzeitlich mit derlei unwirksamen Austauschkats ausgestattet.


Trotz Umweltministerbeschlusses: Keine strengeren Umweltauflagen

Jochen Flasbarth - Foto © Gerhard Hofmann, Agentur ZukunftStrengere Umweltauflagen für Dieselfahrzeuge werden bundesweit vorerst doch nicht eingeführt. Die Einführung einer dafür vorgesehene blaue Umweltplakette werde verschoben, Blaue Umweltplakette - Foto © umweltplakette.orgteilte BMUB-Staatssekretär Flasbarth am 09.08.2016 mit. “Wir haben die blaue Plakette für niedrige Stickoxidemissionen jetzt erst einmal auf Eis gelegt”, sagte er den Zeitungen der Funke-Funke-Mediengruppe logoMediengruppe. Eine Verkehrsministerarbeitsgruppe werde bis zum Herbst Alternativvorschläge ausarbeiten. Diese warte man erst einmal ab. “Wir sind offen für Alternativen”, so Flasbarth.

EU-Ausschuss erlaubt Rekord-NOx


Bundesregierung setzt schmutzige Diesel-Pkw für Europa durch

Der Beschluss des zuständigen Ausschusses Technical Committee on Motor Vehicles (Technischer Ausschuss Kraftfahrzeuge der EU-Kommission – TCMV) in Brüssel vom 28.10.2015 zur Abgas-Straßenmessung erlaubt einen 4-mal höheren Ausstoß an Stickoxiden als in den USA. “Die Bundesregierung zeigt in diesem bisher dreistesten Fall von Raubtierlobbyismus erneut ihren unbedingten Einsatz für das Wohl der Autokonzerne und gegen die Gesundheit der Menschen”, so die Deutsche Umwelthilfe in einer Erklärung.


Neun Punkte für bessere Luft in Städten und Ballungszentren: Schärfere Kontrollen und Fahrverbote, niedrigere Grenzwerte und eine Kaufprämie für Elektroautos

Gastbeitrag von Bundesumweltministerin Dr. Barbara Hendricks in der Süddeutschen Zeitung vom 14.10.2015 “Der Skandal um betrügerische Manipulationen im Abgassystem von VW-Dieselfahrzeugen rückt die Frage nach den Konsequenzen für die Luftreinhaltepolitik ins Zentrum der öffentlichen Aufmerksamkeit.” So beginnt Umweltministerin Hendricks ihren Namensbeitrag mit neun Punkten, der inzwischen auch auf der Webseite das BMUB steht. Sie will mehr u. a. unabhängige Kontrollen bei Autoabgasen. Diese sollen jedoch von der Automobilindustrie bezahlt werden.

Stadtleben ist ungesund


Stickoxidbelastung deutlich zu hoch

„Wir haben nicht alleine einen Manipulationsskandal bei VW, sondern einen handfesten Abgasskandal“, sagt Greenpeace-Verkehrsexperte . Daniel Moser zur jüngsten Auswertung der UBA-Messwerte durch Greenpeace. „Die massiv überhöhten Innenstadtwerte bedrohen die Gesundheit der Menschen.“ Rund die Hälfte der bislang ausgewerteten 137 Luftmessstationen in Städten liefert im Neun-Monats-Mittel Daten, die den erlaubten Jahreswert von 40 Mikrogramm überschreiten. Dazu kommt verschlimmernd, dass viele Hersteller bei den Verbrauchsangaben tarnen und täuschen (siehe solarify.eu).

2015 wird wohl das wärmste Jahr aller Zeiten, vor allem in den Städten. Dort ist es im Vergleich zum ländlichen Umfeld bis zu zwölf Grad wärmer. Der „CityTree“ des Start-ups Green City Solutions, “erster Baustein in der Vision einer neuen Klimainfrastruktur”, ist zwar eigentlich kein Baum, sondern eine Wand, will aber eine Lösung gegen Luftverschmutzung und zunehmende Hitzebelastung in Städten anbieten.

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