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Archiv: VW-Skandal

VW auch Benzin-Betrüger?


Mögliche Abgasmanipulation mittels Getriebe-Schaltprogrammen – BMVI wiegelt ab

Pressemeldungen zufolge könnte der VW-Abgasskandal eine weitere Dimension erreichen: Die Wolfsburger Abgassschwindler sollen auch bei Benzinern mit Betrugssoftware Abgaswerte manipuliert haben. Das berichtet Bild am Sonntag (BamS) am 02.09.2018 und beruft sich auf Aussagen von Zeugen in staatsanwaltschaftlichen Ermittlungsakten.


Deutsche Behörden kooperieren nicht – VW-Diess beschuldigt

Französische Richter, die den Skandal um die manipulierten Volkswagen-Motoren untersuchen, beklagen mangelnde Kooperationsbereitschaft der deutschen Justiz. Die deutsche Seite rechtfertigt ihr Zögern damit, die französischen Anfragen könnten die eigenen Untersuchungen behindern. Als erste Zeitung veröffentlichte Le Parisien die schwerwiegende Information.


Verantwortung für Dieselkrise” – Volkswagen will Bußgeld akzeptieren

Als Konsequenz des Abgasskandals hat die Staatsanwaltschaft Braunschweig gegen die Volkswagen AG einen Bußgeldbescheid von einer Milliarde Euro erlassen. VW akzeptiert die Geldbuße, damit ein laufendes Verfahren beendet werden kann. Solarify dokumentiert entsprechende Medienmitteilungen von Staatsanwalt und der bußfertigen VW AG – und stellt eine Frage.


10 Affen und ein Käfer: Aus dem Inneren der VW-Kampagne pro ‘Clean Diesel'”

Volkswagen hat sich im Rahmen des globalen Emissionsskandals bereits des in den Vereinigten Staaten begangenen Betrugs und der Verabredung dazu (“federal fraud and conspiracy”) für schuldig bekannt, und mehr als 26 Milliarden Dollar (€ 21 Mrd.) Bußgelder gezahlt. VW gab zu, Software installiert zu haben (siehe zahlreiche Berichte auf Solarify), um die Abgastests zu täuschen. Aber VW und andere europäische Autohersteller waren darüber hinaus auch an langen, gut finanzierten Aktivitäten beteiligt, akademische Forschung zu produzieren, von der sie hofften, dass sie die politische Debatte beeinflussen und die Steuerprivilegien für Dieselkraftstoff erhalten würde. Ein Bericht von Wirtschaftskorrespondent Jack Ewing, Frankfurt, in der New York Times (25.01.2018) und weitere Informationen.


Vorwürfe aus internen Quellen wg. Spritverbrauchs

Trotz Absatzsteigerung in den USA (“Amerikas Absatzkönig im September”) erneut schlechte Schlagzeilen (und Nachrichten) für Volkswagen: “VW: Erst Stickoxid-Betrug, jetzt CO2-Schummeleien?” titelte Wallstreet-Online, “Abgasskandal kostet Volkswagen 2,5 Milliarden mehr” das Finance Magazin, und die Überschrift auf T-Online-Nachrichten lautete: “VW-Mitarbeiter sollten Messwerte verschleiern”. Wie immer drastisch BILD: “Abgas-Skandal – Die geheime Schmutz-Liste von VW”. Es ist höchstwahrscheinlich, das

22,6 Milliarden teurer Skandal


VW-Boss beharrt auf Diesel – Aktionäre mucken auf

Die Aufarbeitung ihrer millionenfachen Abgasmanipulation habe die Volkswagen AG bisher an die 22,6 Milliarden Euro gekostet, schrieb Jan Schwartz in einem auf verschiedenen Finanz-Portalen (wie etwa finanzen.net am 10.05.2017) veröffentlichten Reuters-Bericht. Diese finanziellen Lasten hätten die Wolfsburger zwar weitgehend im Griff, aber bei Investoren, Aktionären und Kunden stehe der Autokonzern nach wie vor in schlechtem Licht.

VW trickst und klagt


“Grenzwerte dienen nicht nur der Atemluft im Prüflabor, sondern der Gesundheit der Bürger”

Volkswagen hat nichts dazugelernt, so die Deutsche Umwelthilfe (DUH) in einer Medienmitteilung vom 05.04.2017 – jetzt versuchen die Wolfsburger – ohne vorherige Abmahnung und ohne mündliche Verhandlung, per Einstweiliger Verfügung der DUH untersagen zu lassen, die Wirksamkeit und Rechtmäßigkeit des Softwareupdates eines VW Golf mittels Betrugssoftware zu bewerten – und das mit einer abenteuerlichen Begründung.


Einvernahme im Abgas-Untersuchungsausschuss – BUND fordert: “Schluss mit schmutzig, Frau Merkel!”

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat am 08.03.2017 vor dem Abgas-Untersuchungsausschuss des Bundestages den Vorwurf des Staatsversagens im Zusammenhang mit dem Dieselskandal “zurückgewiesen”. Sie sehe “keine strukturelle Veränderungsnotwendigkeit”, fügte die Kanzlerin hinzu. Das Fehlverhalten liege nicht beim Staat, sondern bei VW. Merkel war die vorerst letzte Zeugin im Ausschuss – so der parlamentseigene Pressedienst heute im bundestag.


Müssen Piëch und Winterkorn zahlen?

Ex-VW-Aufsichtsratschef Piëch hat im Abgasskandal seinen früheren CEO Winterkorn belastet – und sich selbst gleich mit; schließlich könnten beide zur Kasse gebeten werden. VW-Aufsichtsrat und IG-Metallchef Jörg Hofmann will Ansprüche gegen den ehemaligen Aufsichtsratschef prüfen lassen. Dass sagte er am 05.02.2015 der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. Die “Deutsche See” verklagte als erster Großkunde Volkswagen auf 11,9 Millionen Euro Schadenersatz.


Angst vor Klagen

Die Untersuchungsergebnisse der US-Kanzlei Jones Day zu veröffentlichen würde weitere Klagen von Investoren und Kunden gegen die Volkswagen AG provozieren, befürchte man in Wolfsburg – berichtete das Handelsblatt am 20.01.2017 unter Berufung auf Konzernkreise. Dazu komme, dass jeder einzelne Satz mit den US-Behörden abgestimmt werden müsse, “bei einem umfangreichen Bericht ist dies nicht zu schaffen”.

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