SOLARIFY

Archiv: VW-Skandal


Vorwürfe aus internen Quellen wg. Spritverbrauchs

Trotz Absatzsteigerung in den USA („Amerikas Absatzkönig im September“) erneut schlechte Schlagzeilen (und Nachrichten) für Volkswagen: „VW: Erst Stickoxid-Betrug, jetzt CO2-Schummeleien?“ titelte Wallstreet-Online, „Abgasskandal kostet Volkswagen 2,5 Milliarden mehr“ das Finance Magazin, und die Überschrift auf T-Online-Nachrichten lautete: „VW-Mitarbeiter sollten Messwerte verschleiern“. Wie immer drastisch BILD: „Abgas-Skandal – Die geheime Schmutz-Liste von VW“. Es ist höchstwahrscheinlich, das

22,6 Milliarden teurer Skandal


VW-Boss beharrt auf Diesel – Aktionäre mucken auf

Die Aufarbeitung ihrer millionenfachen Abgasmanipulation habe die Volkswagen AG bisher an die 22,6 Milliarden Euro gekostet, schrieb Jan Schwartz in einem auf verschiedenen Finanz-Portalen (wie etwa finanzen.net am 10.05.2017) veröffentlichten Reuters-Bericht. Diese finanziellen Lasten hätten die Wolfsburger zwar weitgehend im Griff, aber bei Investoren, Aktionären und Kunden stehe der Autokonzern nach wie vor in schlechtem Licht.

VW trickst und klagt


„Grenzwerte dienen nicht nur der Atemluft im Prüflabor, sondern der Gesundheit der Bürger“

Volkswagen hat nichts dazugelernt, so die Deutsche Umwelthilfe (DUH) in einer Medienmitteilung vom 05.04.2017 – jetzt versuchen die Wolfsburger – ohne vorherige Abmahnung und ohne mündliche Verhandlung, per Einstweiliger Verfügung der DUH untersagen zu lassen, die Wirksamkeit und Rechtmäßigkeit des Softwareupdates eines VW Golf mittels Betrugssoftware zu bewerten – und das mit einer abenteuerlichen Begründung.


Einvernahme im Abgas-Untersuchungsausschuss – BUND fordert: „Schluss mit schmutzig, Frau Merkel!“

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat am 08.03.2017 vor dem Abgas-Untersuchungsausschuss des Bundestages den Vorwurf des Staatsversagens im Zusammenhang mit dem Dieselskandal „zurückgewiesen“. Sie sehe „keine strukturelle Veränderungsnotwendigkeit“, fügte die Kanzlerin hinzu. Das Fehlverhalten liege nicht beim Staat, sondern bei VW. Merkel war die vorerst letzte Zeugin im Ausschuss – so der parlamentseigene Pressedienst heute im bundestag.


Müssen Piëch und Winterkorn zahlen?

Ex-VW-Aufsichtsratschef Piëch hat im Abgasskandal seinen früheren CEO Winterkorn belastet – und sich selbst gleich mit; schließlich könnten beide zur Kasse gebeten werden. VW-Aufsichtsrat und IG-Metallchef Jörg Hofmann will Ansprüche gegen den ehemaligen Aufsichtsratschef prüfen lassen. Dass sagte er am 05.02.2015 der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. Die „Deutsche See“ verklagte als erster Großkunde Volkswagen auf 11,9 Millionen Euro Schadenersatz.


Angst vor Klagen

Die Untersuchungsergebnisse der US-Kanzlei Jones Day zu veröffentlichen würde weitere Klagen von Investoren und Kunden gegen die Volkswagen AG provozieren, befürchte man in Wolfsburg – berichtete das Handelsblatt am 20.01.2017 unter Berufung auf Konzernkreise. Dazu komme, dass jeder einzelne Satz mit den US-Behörden abgestimmt werden müsse, „bei einem umfangreichen Bericht ist dies nicht zu schaffen“.

VW-Winterkorn wusste von nichts


Frühzeitige Kenntnis bestritten

Der zurückgetretene VW-Vorstandsvorsitzende Martin Winterkorn stritt vor dem Abgas-Untersuchungsausschuss des Bundestages erwartungsgemäß ab, er habe entgegen jüngsten Meldungen über die Abgasbetrügereien in den USA und anderswo Bescheid gewusst. Medienberichte (siehe solarify.eu/vw-winterkorn-belastet), er sei schon im Juli 2015 informiert gewesen, wies Winterkorn am 19.01.2016 zurück.

VW-Winterkorn belastet


VW-interne, ver­trau­li­che Papiere

Interne Doku­mente belas­ten den ehe­ma­li­gen VW-Boss Mar­tin Win­ter­korn in der Abgas-Affäre erneut, so Bild am Sonntag am 15.01.2017 vorab. Die Unterlagen seien am 27.07.2015 in Wolfs­burg bei einer Sit­zung mit Win­ter­korn prä­sen­tiert worden. Sie zei­gen laut BamS unter ande­rem, wie der Kon­zern schon knapp zwei Monate vor Bekannt­wer­den des Skan­dals kühl kal­ku­lierte, wann man den US-Behörden die Wahr­heit sagen sollte (siehe auch Kolumne und solarify.eu/hoher-vw-manager-in-den-usa-verhaftet).


Gefängnisstrafe für VW-Mitarbeiter in Südkorea

VW TDI - Foto © Gerhard Hofmann, Agentur Zukunft_20150930_144005Der VW-Dieselgate-Skandal kostet die ersten Führungskräfte ihre persönliche Freiheit: In Südkorea ist ein VW-Vorständler namens Yun zu einer Gefängnisstrafe verurteilt worden. Wegen Urkundenfälschung, er hatte Zulassungsdokumente für Importfahrzeuge manipuliert, erhielt er 18 Monate Gefängnis – wie zahlreiche Medien (Reuters, NZZ, etc.) meldeten. Ein 52-jähriger Mann dieses Namens war im Juli des vergangenen Jahres in Seoul verhaftet worden.


Urteil des Landgerichts München II: VW verliert reihenweise im Abgas-Skandal

landgericht-muenchen-ii-wappenDas Landgericht München II hat einen Händler zur Rücknahme eines manipulierten VW Golf verurteilt. Das Gericht kam zu dem Ergebnis, dass die Betriebserlaubnis von Gesetzes wegen erloschen sei und dass der Vortrag von VW, es werde keine illegale Abschalteinrichtung verwendet, offensichtlich falsch sei. Es liege eine illegale Abschalteinrichtung vor, urteilte das Gericht (AZ 12 O 1482/16). Eine Mitteilung der Kanzlei Dr. Stoll & Sauer Rechtsanwaltsgesellschaft mbH in Lahr.

nächste Seite »