Clean-Tech-Startup will neue netzweite Batterieinfrastruktur aufbauen

Harvard: Quino Energy will Nutzung von Wind- und Sonnenenergie vorantreiben

Das neue Start-up-Unternehmen Quino Energy will eine von Harvard-Forschern entwickelte Energiespeicherlösung auf den Markt bringen, welche die Verbreitung Erneuerbarer Energiequellen fördern könnten. Etwa 12 % der Stromerzeugung in den USA stammen – schwankend je nach den täglichen Wetterbedingungen – derzeit aus Wind- und Solarenergie. Damit diese Energiearten eine größere Rolle bei der Dekarbonisierung des Stromnetzes spielen und gleichzeitig die Verbrauchernachfrage zuverlässig zufriedenstellen können, haben die Netzbetreiber die Notwendigkeit erkannt, Energiespeichersysteme einzusetzen; die haben sich jedoch noch nicht als kosteneffizient im großen Maßstab erwiesen. weiterlesen…

Energiesystem der Zukunft

Bundesforschungsministerin startet Großsimulation am KIT

Mit dem Ziel der Klimaneutralität vor Augen, haben Forschende im Energy Lab 2.0 am Karlsruher Institut für Technologie laut einer Medienmitteilung vom 28.10.2022 einen detaillierten „digitalen Zwilling“ des deutschen Energiesystems aufgebaut. Unter realer Einbindung von Zukunftstechnologien wie Solarpark, Netzspeicher oder Power-to-X-Anlagen nutzen sie diesen nun, um virtuell das Energiesystem der Zukunft mit all seinen Komponenten zu testen. Bundesforschungsministerin Bettina Stark-Watzinger startete die Simulation am 28.10.2022 bei ihrem Vor-Ort-Besuch. weiterlesen…

Im Sommer steigen Methan-Emissionen in Sibirien

Seit 2004 Wachstum um jährlich zwei Prozent

Was passiert in den ausgedehnten arktischen Permafrostgebieten der Arktis, wenn sich die Atmosphäre mehr und mehr aufheizt? Diese Frage treibt die Klimaforschung seit Langem um, da große Mengen Kohlenstoff in den gefrorenen Böden enthalten sind, die von Mikroben in die Treibhausgase Methan und CO2 umgewandelt werden können. Werden die Gase freigesetzt, könnte das die globale Erwärmung noch mehr beschleunigen. Jetzt haben die GFZ-Forscher Torsten Sachs und Norman Rößger gemeinsam mit Kollegen der Universität Hamburg und des Alfred-Wegener-Instituts in Potsdam Ergebnisse einer fast zwanzigjährigen Beobachtungsreihe in Sibirien veröffentlicht. (Foto: Messturm auf der Insel Samoilow im Lena-Delta in Sibirien – © Torsten Sachs, GFZ ) weiterlesen…

Mehr Diversität in der Wissenschaft gefordert

Wissenschaftsbetrieb keine attraktive Arbeitsperspektive mehr

Ein Großteil des wissenschaftlichen Nachwuchses sieht im Wissenschaftsbetrieb keine attraktiven Arbeitsperspektiven mehr, wie eine aktuelle Umfrage unter Doktoranden zeigt. Ursachen dafür sehen Sachverständige – so der parlamentseigene Pressedienst heute im bundestag – in einer Befristungspraxis wissenschaftlicher Stellen, dem immer noch zu geringen Frauenanteil und einem Mangel an Diversität an Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen. weiterlesen…

Nanostrukturen verhalfen mehrfach zum Weltrekord

Tandemsolarzellen mit Perowskit

Ende 2021 hatten drei Teams am Helmholtz-Zentrum Berlin für Materialien und Energie (HZB) Perowskit-Silizium-Tandemsolarzellen mit einem Wirkungsgrad von knapp 30 Prozent vorgestellt. Dieser Wert hielt acht Monate lang den Weltrekord, eine sehr lange Zeit für dieses heiß umkämpfte Forschungsfeld. In Nature Nanotechnology beschreiben die Beteiligten nun (24.10.2022) open access, wie sie mit nanooptischen Strukturierungen und Reflexionsbeschichtungen diesen Rekordwert erreicht haben. (Bild: Rasterelektronen-Mikroskopie von Perowskit-Silizium-Tandemzellen im Querschnitt – Aufnahme © P. Tockhorn, HZB) weiterlesen…

Laserspektroskopie-Methode: Millionenmal pro Sekunde wiederholte Laserpulse

Lichtgetriebene Molekülschaukel

Trifft Licht auf Moleküle, wird es absorbiert und wieder abgegeben. Fortschritte in der Ultrakurzzeit-Laser-Technologie haben die Detailgenauigkeit bei der Untersuchung solcher Licht-Materie-Wechselwirkungen stetig verbessert. Chemiker und Physiker der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU) und des Garchinger Max-Planck-Instituts für Quantenoptik haben mit ultrakurzen Laserpulsen die Atome von Molekülen in Schwingung versetzt und die Dynamik der Energieübertragung analysiert. weiterlesen…

Neues kontinuierliches und kostengünstiges Verfahren zur Lithium-Gewinnung aus Wasser

Weltmeere im Visier

Forschende des INM – Leibniz-Institut für Neue Materialien in Saarbrücken haben in Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern der Chinesischen Akademie der Wissenschaften in Shanghai ein neues elektrochemisches Verfahren zur Gewinnung von Lithium-Ionen aus Meerwasser entwickelt. In ACS Energy Letters stellte das deutsch-chinesische Team um Prof. Volker Presser am 23.09.2022 das Verfahren vor, das zum einen mit wenig Energie-Input auskommt und zum anderen eine kontinuierliche Abtrennung von Lithium gewährleistet. weiterlesen…

Methanemissionen bleiben großes Problem

…auch für Biogas

Biomethan und Biogas werden zunehmend als Alternative zu fossilem Gas genutzt. Ihre Produktion und Verteilung kann jedoch nach wie vor zu klimaschädlichen Methan (CH4)-Emissionen führen, deren Ausmaß unklar bleibt. Eine Untersuchung des Imperial College London kommt zu dem Ergebnis, dass die Emissionen entlang der Lieferkette zwar klimafreundlicher sind, aber bis zu doppelt so viel Methan freisetzen wie bisher angenommen, schrieb Lisa Tostado am 08.09.2022 im Heinrich-Böll-Portal energytransition.org. weiterlesen…

Ein Schritt auf die „ideale“ chemische Reaktion zu

Uni Wien: Hocheffiziente Methode zur Herstellung komplexer Alkaloide entwickelt

Chemische Synthese befasst sich mit der Herstellung wertvoller Produkte aus einfachen und zugänglichen Substanzen. Alkaloide, also auf Kohlenstoff und Stickstoff basierende Moleküle, gehören zu einer Gruppe besonders begehrter Produkte, z.B. als Bestandteil von Pharmazeutika. Eine Gruppe um Chemiker Nuno Maulide von der Universität Wien hat eine neue Reaktion entwickelt, die komplexe Alkaloide in nur einem Reaktionsschritt, einer sogenannten Mehrkomponentenreaktion, herstellen kann. Die in Nature Chemistry open access vorgestellte Methode eröffnet damit einen besonders kostengünstigen und schnellen Syntheseweg. (Foto: Chemisches Labor © Magnus Manske – Eig. Werk, CC BY 1.0, commons.wikimedia.org) weiterlesen…

Forschungsministerin sorgt sich um außeruniversitäre Einrichtungen

Stark-Watzinger fordert Rettungsschirm für Spitzenforschungseinrichtungen

Die stark gestiegenen Energiepreise treffen auch große Stromverbraucher in der Wissenschaft hart. Die Forschungsministerin zeigt sich alarmiert, die Opposition wirft ihr Tatenlosigkeit vor. Bundesforschungsministerin Bettina Stark-Watzinger (FDP) sieht die Spitzenforschung in Deutschland durch steigende Energiepreise bedroht. „Unter den derzeitigen Marktbedingungen können insbesondere die energieintensiven Forschungseinrichtungen ihren derzeitigen Forschungsbetrieb nicht aufrechterhalten“, sagte sie dem Handelsblatt am 17.10.2022. weiterlesen…