Solarzellenkontakte aus der Tube

Neuartige Feinlinien-Metallisierung verspricht höhere Wirkungsgrade

Gemeinsam mit den Industriepartnern MERCK, HERAEUS und ASYS haben Forscher des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme ISE neuartige Materialien und Verfahren für das kontaktlose Applizieren feinster, homogener Kontaktfinger entwickelt. Die sogenannte Dispens-Technologie kann problemlos in herkömmliche Produktionslinien für Siliciumsolarzellen integriert werden und den üblichen Siebdruck für die Vorderseiten-Metallkontakte ersetzen: der Materialverbrauch wird reduziert, die Kontakte werden dünner und mehr Halbleiterfläche ist dem Sonnenlicht ausgesetzt, was eine Erhöhung der Stromausbeute und somit des Wirkungsgrads um ca. 2 % relativ zur Folge hat. Auch andere Produktionsschritte in der Solarzellenfertigung lassen sich mit dem neuen Verfahren optimieren. weiterlesen…

Erdgas-Boom könnte Klimawandel nicht bremsen

Fracking keine Klimahilfe

Fracking oder ähnliche Technologien werden die Treibhausgas-Emissionen voraussichtlich nicht verringern helfen. Die Verbrennung von Erdgas erzeugt im Vergleich zu Kohle zwar nur etwa die Hälfte der CO2-Emissionen. Aber wenn Erdgas infolge eines Booms reichlich verfügbar und somit billig wird, steigt auch der Energieverbrauch. Denn die schmutzige Kohle würde durch Gas nur zum Teil ersetzt, wie eine jetzt in der Fachzeitschrift Nature veröffentlichte Studie zeigt, auf die das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung hinweist. weiterlesen…

„Wenn wir den Weg nicht finden, müssen wir ihn machen“

„Agendakongress“ des Forschungsforums Energiewende

180 Hochschulen und 120 außeruniversitäre Institute forschen in Deutschland an Energiethemen. Wie sollte die Energieforschung in den kommenden Jahrzehnten ausgerichtet werden? Welche sind die drängendsten Fragen an die Wissenschaft und wo kann sie neue Perspektiven eröffnen? Darüber diskutierten am 14.10.2014 rund 300 Vertreter aus Wissenschaft, Wirtschaft, Zivilgesellschaft und Politik beim  Agendakongress des Forschungsforums Energiewende in Berlin. weiterlesen…

Neue Wettbewerbschance für PV-Branche?

IPV der Universität Stuttgart entwickelt höchst effiziente Solarzellen im Industrieformat

Schon heute ist der Photovoltaik-Strom in Deutschland mit 8 bis 10 ct/kWh günstiger als Strom aus Gas oder Steinkohle. Noch preiswerter produzieren mit Hilfe von Lasertechniken hergestellte höchst effiziente Solarzellen Strom. Im Institut für Photovoltaik (ipv) der Universität Stuttgart gelang es vor gut einem Jahr, laserdotierte Rückseitenkontakt-Solarzellen aus kristallinem Silizium mit nahezu 22 Prozent Wirkungsgrad herzustellen – ein Weltrekord – so eine Pressemitteilung. Bisher lässt sich ein so hoher Effizienzwert jedoch nur auf einer kleinen Fläche von 20 x 20 mm realisieren. In einem neuen, vom BMWi geförderten Forschungsprojekt wird das ipv solche Solarzellen nun auf einer industrierelevanten Fläche von 125 x 125 mm herstellen und damit für die Massenproduktion tauglich machen. weiterlesen…

Linz: Künstliche Photosynthese gelungen?

JKU: „Effizienter als die Natur“

Photosynthese ist der wichtigste chemische Prozess auf der Erde – sie ermöglicht es, die Energie der Sonne direkt zu speichern. Bisher waren nur Pflanzen und einige andere Organismen dazu in der Lage – jetzt sollen dies ForscherInnen der Johannes Kepler Universität (JKU) Linz geschafft haben. Nach eigener Darstellung gelang der Gruppe um Prof. Günther Knör (Vorstand des Instituts für Anorganische Chemie) „weltweit erstmals ein wesentlicher Schritt auf dem Weg zur Treibstoffgewinnung und CO2-Fixierung durch künstliche Photosynthese“. weiterlesen…

Internationaler Vertrag gegen Biopiraterie tritt in Kraft

Am 12. 10. 2014 trat das internationale Abkommen gegen Biopiraterie in Kraft. Das so genannte „Nagoya-Protokoll“ stellt erstmals einen einheitlichen internationalen Rahmen für die Nutzung von genetischen Ressourcen auf. So werden Herkunftsländer ausgewogen und gerecht an den Vorteilen der Nutzung ihrer Pflanzen und Tiere beteiligt. Verabschiedet wurde es auf der Weltbiodiversitätskonferenz 2010 im japanischen Nagoya. weiterlesen…

Neue Solarkollektoren aus Kunststoff

Innovationen unter skandinavischer Sonne – Gebäudeintegration von Kunststoffkollektoren demonstriert

Im Rahmen des europäischen Verbundprojekts „SCOOP“ (Solar Collectors Made of Polymers) hat ein Konsortium unter Koordination des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme ISE Solarkollektoren aus Kunststoff entwickelt, die Funktionalität, Kostenbewusstsein und Ästhetik miteinander verbinden. Die Demonstrationsanlagen des Projektpartners Aventa AS decken mehr als 60 Prozent des Gesamtverbrauchs für Heißwasser und Heizung von 34 Reihenhäusern im Passivhausstandard. Sie wurden Anfang Oktober der Öffentlichkeit präsentiert. weiterlesen…

Mobiler Großspeicher mit 1 MW

Speicher für die Energiewende: Fraunhofer IFF testet in Magdeburg erfolgreich Großbatterie

Mit der Energiewende steigt das Risiko von Schwankungen in den regionalen Stromnetzen. Großbatterien sollen künftig helfen, diese dadurch zu stabilisieren, dass sie gespeicherten Strom ins Netz zurückgeben oder zeitweise die Versorgung von Endabnehmern übernehmen können. Am Fraunhofer IFF in Magdeburg steht mit einer Leistung von einem Megawatt einer der größten mobilen Großspeicher Deutschlands. Im Beisein von Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff demonstrierten die Forscher kürzlich, wie er eingesetzt werden kann. Dafür nahmen sie sogar eines ihrer Forschungsgebäude vollständig vom Netz. weiterlesen…

Klimawandel erhöht Tag-Nacht-Temperaturunterschiede

Max-Planck-Forscher untersuchen ökologische Auswirkungen der globalen Erwärmung

Infolge des Klimawandels sind die Durchschnittstemperaturen auf der Erde bekanntermaßen gestiegen. Ob auch die Temperaturunterschiede größer werden, ist dagegen noch unbekannt. George Wang vom Max-Planck-Institut für Entwicklungsbiologie in Tübingen zufolge nähern sich weltweit die Unterschiede zwischen Tages- und Nachttemperaturen rapide den jährlichen Unterschieden zwischen Sommer- und Wintertemperaturen an. Gemäßigte Klimaregionen der Erde werden dadurch den Tropen immer ähnlicher. Dies könnte erhebliche Auswirkungen auf die Landwirtschaft oder die Ausbreitung von Krankheiten und Schädlingen haben. weiterlesen…

EUROfusion: Europäisches Fusionsprogramm neu

Europäisches Fusionsprogramm in neuer Struktur

Ein Festakt am 09. 10. 2014 in Brüssel setzte den Schlusspunkt unter die zurzeit laufende Umstrukturierung des europäischen Fusionsprogramms: Vertreter der Fusionsforschung und der EU-Kommission gründeten das Konsortium EUROfusion. Es umfasst 29 nationale Fusionszentren aus 26 Ländern der Europäischen Union sowie der Schweiz. Ziel der Reorganisation ist es, die Kräfte effizienter auf das gemeinsame Ziel – ein Energie lieferndes Fusionskraftwerk – auszurichten und die EU-Finanzierung neu zu regeln. Rund die Hälfte des Fünf-Jahres-Budgets von 857 Millionen Euro trägt die EU. Koordinator des Konsortiums wird das Max-Planck-Institut für Plasmaphysik (IPP) in Garching bei München. weiterlesen…