AKW-Lingen: Abbau genehmigt

RWE erhält ersten Genehmigungsbescheid – Abbau in drei Teilprojekten

RWE Power hat vom niedersächsischen Ministerium für Umwelt, Energie und Klimaschutz die erste Teilgenehmigung für den Abbau des Kernkraftwerks Lingen erhalten. Der Siedewasserreaktor wurde 1968 nach vier Jahren Bauzeit vom damaligen Betreiber VEW in Betrieb genommen und bis 1977 betrieben. Ein ursprünglich geplanter Austausch der Dampfumformer erwies sich als nicht wirtschaftlich, woraufhin die Anlage im August 1981 endgültig stillgelegt wurde. Der Betreiber entschied sich, zunächst die konventionellen Anlagenteile abzureißen, Reaktorgebäude und Hilfsanlagengebäude in den sogenannten sicheren Einschluss zu überführen. Im Dezember 2008 hat RWE den Antrag auf Aufhebung des sicheren Einschlusses und Genehmigung zum Abbau der Anlage gestellt, der jetzt genehmigt wurde. weiterlesen…

Bundesregierung für Transparenz im Rohstoffsektor

EITI-Kandidatur eingereicht (Extractive Industries Transparency Initiative)

„Rohstoffe sind in vielen Ländern wichtige Einnahmequellen für öffentliche Hand und private Unternehmen. Die Extractive Industries Transparency Initiative (EITI) verfolgt das Ziel, zu mehr Transparenz von Zahlungen bei der Gewinnung von Rohstoffen beizutragen. Sie ist eine globale Initiative für Finanztransparenz und Rechenschaftspflicht im rohstoffgewinnenden Sektor. Die Bundesregierung unterstützt dieses Ziel und bewirbt sich um eine Mitgliedschaft“, erklärte Sprecher Seibert in einer Pressemitteilung. weiterlesen…

Inzwischen 1/3 des Stroms aus EE

BDEW: Erneuerbare Energien erzeugen fast ein Drittel des deutschen Stroms

Die Erneuerbaren Energien haben den größten Anteil am deutschen Strommix: 2015 erzeugten regenerative Anlagen 30 Prozent des Stroms (2014: 25,9 Prozent). Dies ergaben vorläufige Erhebungen des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW). Der weitere Anlagenzubau und die günstigen Witterungsverhältnisse haben den Erneuerbaren diesen Rekordwert beschert. Insgesamt stieg die Bruttostromerzeugung in diesem Jahr auf 647,1 Milliarden Kilowattstunden (Mrd. kWh) (2014: 627,8). weiterlesen…

NZZ: Nächste Finanzkrise durch Kampf gegen Klimawandel

Pariser Klimagipfel löst an Märkten hohe Umschichtungen aus – Folgen lassen sich erst erahnen

Die Neue Zürcher Zeitung gibt zu bedenken: Das Geschäft mit dem Öl werde durch das Pariser Klimaabkommen für Investoren zunehmend unattraktiv. Bei den Kommentaren zum Klimagipfel von Paris fehle es nicht an Superlativen,  vor allem seitens der Beteiligten. Ban Ki Moon, Generalsekretär der Vereinten Nationen, sieht in dem Abkommen der 195 Teilnehmernationen einen „monumentalen Erfolg für die Völker des Planeten“. US-Präsident Barack Obama sagt, der Vertrag sei die „beste Chance, den einen Planeten zu retten, den wir haben“. weiterlesen…

2015: EE ein Prozent plus

Energieverbrauch steigt 2015 leicht

Der Primärenergieverbrauch in Deutschland erreichte 2015 eine Höhe von 13.335 Petajoule (PJ) oder 455,0 Millionen Tonnen Steinkohleneinheiten (Mio. t. SKE). Das entspricht nach vorläufigen Berechnungen der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen (AGEB) einem Anstieg gegenüber 2014 um 1,3 Prozent. Der Anteil der Erneuerbaren Energien am deutschen Energiemix wuchs 2015 auf 12,6 Prozent (am Strommix mehr als 30 Pr0zent – siehe solarify.eu). Der Beitrag von Photovoltaik und Solarthermie stieg um sechs Prozent. Ein erheblicher Teil des Verbrauchszuwachses konnte laut AGEB durch Erneuerbare Energien und damit ohne höhere Emissionen gedeckt werden. weiterlesen…

Keine Plastiktütenabgabe – DUH kritisert

Kniefall vor den Handelskonzernen: Umweltministerin Barbara Hendricks verweigert Abgabe oder Mindestpreis für Plastiktüten

Zwei Wochen nach dem Pariser Klimagipfel kapituliert das Umweltministerium (BMUB) vor den Interessen des Handels – so die Deutsche Umwelthilfe. Denn obwohl die EU-Kommission von den Mitgliedsländern verlange, die Unmengen Plastiktüten entscheidend zu verringern, setze das BMUB auf das bisher ausnahmslos gescheiterte Instrument der „freiwilligen Selbstverpflichtung“. Die  forderte daher die Bundestagsabgeordneten auf, wegen der Angst des Umweltministeriums vor den Handelskonzernen eine bundesweite Plastiktütenabgabe von 22 Cent über das Parlament zu initiieren. weiterlesen…

Brand in AKW Tihange

Belgisches Schrott-Atomkraftwerk liegt nahe an deutscher Grenze

Der Reaktorblock 1 des Kernkraftwerks Tihange bei Huy in der belgischen Provinz Lüttich hat sich am 18.12.2015 nach einem Brand im nichtnuklearen Bereich automatisch abgeschaltet. Der marode Atommeiler, an dem bereits Tausende von Rissen festgestellt wurden (zusammen mit dem AKW Doel 3 – siehe: Solarify.eu/pannenreaktor-tihange), sorgt seit Jahren in Deutschland für Ärger. weiterlesen…

Forschungsförderung 2015 auf Rekordstand

Wankas Rede zu Forschung, Innovation und Technologische Leistungsfähigkeit Deutschlands 2015 (Gutachten)

Man liege „nah am 3-Prozent-Ziel“, verkündete Forschungsministerin Wanka solz am 17.12.2015 vor dem Bundestag. Sie sprach aus Anlass des Gutachtens der Expertenkommission Forschung und Innovation zu Forschung, Innovation und Technologischem Leistungsfähigkeit Deutschlands 2015 und der Stellungnahme des BMBF dazu. Solarify dokumentiert die Rede. weiterlesen…

Bundesrat nickt KWKG und Erdverkabelung ab

Änderungswünsche beim Strommarktgesetz

Der Bundesrat billigte in seiner Sitzung am 18.12.2015 die Neuregelung des Kraft-Wärme-Kopplungs-Gesetz (KWKG). Es schafft Perspektiven für Erhalt und Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK), fördert gezielt die Umstellung von Kohle auf Gas und stellt Kohärenz mit anderen Zielen und Maßnahmen der Energiewende her. Weiter stimmte der Bundesrat dem Gesetz zur Änderung von Bestimmungen des Rechts des Energieleitungsbaus und damit dem Vorrang der Erdverkabelung beim Netzausbau zu. weiterlesen…

BEE: Energiewende muss Wärmewende werden

Bundestag diskutierte über Gesetzentwurf zum Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz

Der Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE) forderte anlässlich der ersten Lesung des Gesetzesentwurfs zur Änderung des Erneuerbare-Energien-Wärmegesetzes (EEwärmeG) am 18.12.2015 im Deutschen Bundestag, die Energiewende endlich zur Wärmewende zu machen. „Nach dem Klimavertrag von Paris muss die Politik ihre Entschlossenheit im Kampf gegen den weltweiten Klimawandel unter Beweis stellen und das Zeitalter fossiler Energien auch im Wärmemarkt beenden“, sagte BEE-Geschäftsführer Dr. Hermann Falk laut einer BEE-Mitteilung. weiterlesen…