„Wie Brot und Spiele“

Anthropologin misst Reaktionen auf Klimaveränderungen (Lesehinweis)

Was haben Anthropologie und Klimaforschung miteinander zu tun? Diese Frage stellt sich unwillkürlich bei der isländischen Wissenschaftlerin Helga Ogmundardottir, die ihre Arbeit bei ProjectZero kürzlich beendet hat und nun ihre Forschung in einer schwedischen Kommune fortsetzt. Die Anthropologin arbeitet für das Projekt „Nord-Star“, einer Kooperation von neun Universitäten und ProjectZero, in dem untersucht werden soll, wie sich Klimaänderungen auf das Verhalten oder die Einstellungen der Menschen auswirken. weiterlesen…

Historischer Rekord-CO2-Wert gemessen

Überschreitung der Zwei-Grad-Grenze immer wahrscheinlicher

Das Datum 09.05.2013 könnte bald ähnliche historische Bedeutung annehmen wie der 8. Mai 1945 (Ende des Zweiten Weltkriegs). Denn am Abend dieses Tages haben die amerikanische Ozean- und Atmosphärenbehörde (NOAA) und die Scripps Institution für Meereskunde auf Hawaai zum ersten Mal in der Geschichte der Menschheit einen Tages-Durchschnittswert von 400 ppm (Teilchen pro einer Million Teilchen) CO2 in der Atmosphäre gemessen. Zuvor war dieser symbolisch bedeutsame Wert schon einmal in der Aktis und im Messlabor Mauna Loa auf Hawaai mehrfach stundenweise gemessen worden. Doch die magische Schwelle ist am 9. Mai erstmals überschritten worden, bestätigte die NOAA am 10.Mai. Seit 1958 messen Wissenschaftler die CO2-Konzentration in der Luft von der Station Mauna Loa auf Hawaii aus. Es ist die älteste Kohlendioxid-Messstation der Welt; die Ergebnisse gelten als Referenzwerte. weiterlesen…

Energie speichern – aber wie?

Interview mit Robert Schlögl im inforadio Berlin

Sie sind zur falschen Zeit am falschen Ort verfügbar – die regenerativen Energien. Und daher ist die große Herausforderung, Energiespeicher zu bauen. Doch da gibt es noch fundamentale wissenschaftliche Probleme zu meistern. Thomas Prinzler sprach darüber am 12.05.2013 mit dem Chemiker Prof. Dr. Robert Schlögl, Direktor am Fritz-Haber-Institut Berlin und am Max-Planck-Institut für chemische Energiekonversion in Mülheim an der Ruhr im inforadio des RBB. weiterlesen…

Kraftwerke 2011 schuld an 1/3 der Treibhausgase

CO2-Emissionen des deutschen Kraftwerksparks – Rolle der Kohle

Der deutsche Kraftwerkspark verursachte 2011 gut ein Drittel der gesamten deutschen Treibhausgasemissionen. 82% davon entstanden durch die Verstromung von Kohle (Graphik links). Erdgaskraftwerke emittierten 10% des CO2 der Stromerzeugung. Der Beitrag anderer Brennstoffe ist in Summe unter 10%. Die herausragende Rolle der Kohlekraftwerke in Bezug auf die CO2-Emissionen basiert einerseits auf ihrem relativ großen Anteil an der Stromerzeugung (43%, Graphik rechts) und andererseits auf den verhältnismäßig hohen spezifischen Emissionen (?800-1000 g/kWh). Gas- und Dampfkraftwerke (Erdgas) emittieren weniger als die Hälfte an CO2 pro erzeugte Kilowattstunde Strom. weiterlesen…

Altmaier will Schweinswale schützen

Auf roter Liste – durch Offshore-Baulärm bedroht – Meeresmuseum bittet um Sichtungen

Bundesumweltminister Altmaier setzt sich für den Schutz der Schweinswale in Nord- und Ostsee ein. Am 11.05.2013 informierte er sich bei einem Besuch im Ozeaneum in Stralsund über die Arbeit der Wissenschaftler, die dort den Bestand der Ostsee-Schweinswale erforschen. Diese Forschung ist die Grundlage dafür, Schweinswale effektiv schützen zu können – unter anderem vor der Schallbelastung, die beim Bau von Offshore-Windkraftanlagen entsteht. weiterlesen…

Österreich: „Energiewende ist schöpferische Zerstörung“

Drei Reserve-Kraftwerke für deutsche Energiewende

Deutschland baut derzeit unter dem Titel „Energiewende“ seine Energieversorgung großflächig auf erneuerbare Energieträger um und schließt seine Atomkraftwerke – schreibt das österreichische Internetportal Solid in einem skeptischen Artikel über einen Besuch des Präsidenten der Bundesnetzagentur, Jochen Homann, in Wien. weiterlesen…

Protest gegen EU-Strafzölle: „Schwerer Schaden für PV-Markt“

AFASE warnt: Zölle über 15 % kosten 85 % EU-Solar-Nachfrage

Die Solarvereinigung AFASE befürwortet im Solar-Handelsstreit eine Lösung, die Preiserhöhungen vermeide und damit die Interessen der vor- und nachgelagerten Solarindustrie in der EU berücksichtige, so eine aktuelle Erklärung. Die jüngsten Berichte über Pläne der EU-Kommission, vorläufige Antidumping-Zölle auf Solar-Importe aus China von durchschnittlich 50 Prozent vorzuschlagen, seien äußerst besorgniserregend, kommentiert die Allianz für Bezahlbare Solarenergie (AFASE, Brüssel, nach eigener Definition „eine Koalition von über 450 Unternehmen, die in der europäischen PV-Industrie tätig sind. Wir setzen uns gegen protektionistische Maßnahmen im Solarsektor und für den Erhalt von freiem Handel für Solarprodukte ein“). weiterlesen…

Mohammed VI. wird Sonnenkönig

Bundesregierung unterstützt weltgrößtes Solarkraftwerk in Marokko

In Marokko wurde am 10.05.2013 mit einem sym­bo­lischen Spaten­stich des marok­ka­nischen Königs Mohammed VI. mit dem Bau des mit 160 MW welt­größten Solarthermie-(CSP)-Kraft­werks Ouar­za­zate be­gon­nen. Die Bun­des­re­gie­rung be­tei­ligt sich an der Fi­nan­zie­rung des Vor­ha­bens mit 115 Mil­lionen Euro. Damit för­dern das BMU und das BMZ ge­mein­sam die Um­set­zung des marok­ka­nischen Solar­planes und die Ver­mei­dung von Kohlen­dioxid-Emis­sionen, die auf 230.000 Ton­nen pro Jahr ge­schätzt werden. Das geht aus einer Pressemitteilung beider Ministerien hervor. weiterlesen…