Klimagipfel zeigt Stärken und Schwächen des Pariser Abkommens

Staaten können tiefe Gräben bei Schlüsselthemen nicht überwinden

Das Ergebnis der Weltklimakonferenz (COP25) in Madrid zeigt nach Einschätzung der Umwelt- und Entwicklungsorganisation Germanwatch die Stärken und Schwächen des Pariser Klimaabkommens. „Dieses Ergebnis in Madrid zeigt, dass die Zeiten nur kosmetischer Klimapolitik vorbei sind. Einige Staaten, deren Regierungen eng mit der Kohle- und Öl-Lobby verbandelt sind, spüren die Wirkung des Pariser Abkommens und versuchen massiven Widerstand dagegen zu organisieren“, sagt Christoph Bals, Politischer Geschäftsführer von Germanwatch. weiterlesen…

25. Weltklimakonferenz: „Jetzt nach vorne schauen“

BMU: Erklärung von Ministerin Svenja Schulze

Die Medienmitteilung aus dem BMU: „Die Weltklimakonferenz in Madrid ist mit zwei Tagen Verspätung zu Ende gegangen. Zu den Beschlüssen zählte ein Aufruf zu höheren Klimaschutzzusagen im nächsten Jahr. Die Europäische Union hatte bereits beim Europäischen Rat beschlossen, bis 2050 klimaneutral zu werden und ihr Klimaziel für 2030 zu überarbeiten. Dafür gab es viel Anerkennung, gerade von kleinen Inselstaaten, die besonders vom Klimawandel bedroht sind. Bis zur nächsten Weltklimakonferenz Ende 2020 in Glasgow sollen alle Vertragsstaaten überarbeitete Klimaschutzzusagen für das nächste Jahrzehnt sowie eine Langfriststrategie bis 2050 vorlegen. weiterlesen…

COP25: Fortschritte trotz fehlender Einigung über die Erhöhung der Klimaziele

Guterres enttäuscht

Die Verhandlungen der UN-Klimakonferenz COP25 in Madrid gingen am 15.12.2019 endgültig zu Ende, mit dem Schlussplenum, bei dem der Privatsektor sowie die nationalen, regionalen und lokalen Regierungen große Fortschritte erzielt haben – so eine Medienmitteilung der UN. Allerdings herrschte weit verbreitete Enttäuschung darüber, dass kein allgemeiner Konsens über erhöhte Klimaziele erzielt wurde. Interessanterweise wurde die offizielle Erklärung mit dem Bild einer Demonstration von Fridays for Future illustriert. weiterlesen…

COP25 endet enttäuschend

Nach zähem Ringen ein Kompromisslein

Noch nie hat eine Weltklimakonferenz ihre Beratungen so lange überzogen wie die COP25 in diesem Jahr: Am späten Vormittag des 15.12.2019, nach zwei Wochen und 40stündiger Verlängerung haben die fast 200 am UN-Klimagipfel teilnehmenden Länder in Madrid eine magere politische Abschlusserklärung erzielt. Darin erinnerte das Plenum alle rund 200 Staaten an ihre Zusage, im nächsten Jahr ihre Klimaschutzziele für 2030 möglichst zu verschärfen. Um den Emissionshandel wird weiter gestritten (nach tagesschau.de. (Bild: Totale der Schlussitzung der COP25 – Screenshot – © UNFCC, news.un.org) weiterlesen…

In zwei Jahren 50.000 Ladepunkte

Altmaier und Scheuer: „Gemeinsam bauen wir ein verlässliches und nutzerfreundliches Ladesäulennetz auf“

Am 13.12.2019 hat auf Einladung der Bundesminister Peter Altmaier und Andreas Scheuer ein Spitzengespräch mit der Energiewirtschaft zur Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge stattgefunden. Das BMWi, das BMVI und die Vertreter der Energiewirtschaft bekräftigten einer BMWi-Medienmitteilung zufolge, dass sie bei dem Aufbau einer bedarfsgerechten und wettbewerbsorientierten, verbraucherfreundlichen und verlässlichen Ladeinfrastruktur in Deutschland eng zusammenarbeiten werden. weiterlesen…

Dänemark plant künstliche Energieinsel

Regierung unternimmt erste Schritte

Dänemark will seine klimaschädlichen Emissionen bis 2030 um 70 Prozent reduzieren. Daher hat die dänische Regierung laut einer Medienmitteilung des Kopenhagener Energieministeriums am 10.12.2019 für 8,7 Mio. Euro Untersuchungen begonnen, um Standorte für eine oder mehrere Energieinseln mit mindestens 10 GW Offshore-Wind zu finden. Dies entspricht 10 großen Offshore-Windparks, die den Strombedarf von mehr als 10 Mio. europäischer Haushalte decken könnten. Der Gesamtinvestitionsbedarf liegt zwischen 27 und 40 Mrd. Euro. weiterlesen…

Wälder als Kohlenstoffsenken möglicherweise überschätzt

Bäume spielen geringere Rolle beim Klimaschutz als erhofft

Jan Ellen Spiegel schrieb am 04.09.1209 im Portal Undark, dass aufgrund von Baumkrankheiten die Kapazität der Wälder, als Kohlenstoffsenken zu fungieren, wahrscheinlich lange nicht so groß ist, wie bisher allgemein angenommen. Anhand von Baumquerschnitten belegt ein Waldpathologe in Connecticut mithilfe von Schallmessungen, dass mehr und mehr Bäume hohl sind – der Hohlraum aber nimmt keinen Kohlenstoff auf. Solarify dokumentiert Spiegels Artikel. weiterlesen…

„Fenster wird Kraftwerk“

Wieder einmal: Transparente Solarzelle

Schon vor sieben Jahren haben Forscher der Universität von Kalifornien in Los Angeles (UCLA) haben eine transparente Solarzelle entwickelt (siehe solarify.eu/erste-durchsichtige-solarzelle), die in Zukunft in Fensterscheiben Strom erzeugen kann. Gleichzeitig entwickelte 3M Solar Fensterfolien. 2016 kamen aus den USA erneut Meldungen über transparente Solarzellen (solarify.eu/voellig-transparente-solarzellen), erstmals “völlig” transparent: Diesmal hatten Forscher der Michigan State University (MSU) in East Lancing ein weiteres Konzept für transparente Solarzellen vorgestellt, das Transparent Luminescent Solar Concentrator Module. Jetzt stanzten Forscher in Silizium-Wafer unzählige Löcher mit Durchmesser von rund 100 Mikrometern und erzeugten so aus opaken Zellen durchsichtige, ohne ihren Wirkungsgrad entscheidend zu schwächen. weiterlesen…

Zukunft der Meeresspiegel

DKK und KDM veröffentlichen Broschüre

Die immer schneller steigenden Meeresspiegel sind ein Grund, warum sich die Weltgemeinschaft auf das Übereinkommen von Paris geeinigt hat. Dessen Umsetzung wird aktuell beim Klimagipfel in Madrid verhandelt. Eine am 10.12.2019 veröffentlichte Broschüre des Deutschen Klima-Konsortiums und des Konsortiums Deutsche Meeresforschung erklärt einer Medienmitteilung folgend die wissenschaftlichen Grundlagen zum Meeresspiegelanstieg und hilft, die Risiken besser einzuschätzen. weiterlesen…

Green Deal: Von der Leyen rudert bereits teilweise zurück

Debatte um Pestizide und Gentechnik vertagt

Der am 11.12.2019 von Ursula von der Leyen vorgelegte Green Deal (“Europas Mann-auf-den-Mond-Moment”) wurde von Politikern und Landwirten größtenteils begrüßt. Allerdings ist die finale Version in Bezug auf die Landwirtschaft in einigen Punkten bereits abgeschwächt worden: In einer vorherigen Version waren noch eine Reduktion von Pestiziden um 50 Prozent bis 2030 sowie neue Reduktionsziele für Düngemittel enthalten. Im offiziellen Dokument dagegen ist nur die Rede von einer „signifikanten Reduktion“ von Pflanzenschutz- und Düngemitteln, schreibt Florence Schulz im Portal EURACTIV.de. weiterlesen…