„Die Emissionen steigen immer noch: Beschleunigt die Reduzierungen!“

Artikel in Nature

Die CO2-Emissionen steigen wieder, nachdem die zwei Jahre auf hohem Niveau verharrt hatten, unbeeindruckt von der Weltklimakonferenz COP24 in Kattowitz. Dort soll ein Regelwerk zu ihrer definitiven Senkung verabschiedet werden. Dafür muss der Klimaschutz deutlich intensiviert werden, heißt es in einem Text von fast 100 Klima-Experten in der Zeitschrift „Nature“, darunter auch Allianz-Chef Oliver Bäte. Lead-Autorin ist die ehemalige Chefin des UN-Klimasekretariats, Christiana Figueres. Solarify übersetzt und dokumentiert den Artikel. weiterlesen…

Altmaier lobt Gesetzespaket „Saubere Energie für alle Europäer“

„Weichen für die europäische Energiewende bis 2030“

Der EU-Verkehrsrat hat am 04.12.2018 in Brüssel die Neufassungen der Energieeffizienz-Richtlinie, der Erneuerbaren-Energien-Richtlinie und der neuen Verordnung zur Governance der Energieunion offiziell verabschiedet. Bereits im Juni hatten sich Rat, Europäisches Parlament und Europäische Kommission auf einen entsprechenden Kompromiss zu diesem Gesetzesvorhaben geeinigt. weiterlesen…

Verkehrswende braucht eine sozial ausgewogene Steuerreform

Europäischer Vergleich zeigt: Deutschland kann von Nachbarländern lernen

Eine grundlegende Reform von Steuern und Abgaben ist der Schlüssel, um die von der Bundesregierung beschlossenen Klimaschutzziele für den Verkehr zu erreichen. Dabei kann Deutschland von den Erfahrungen europäischer Nachbarländer lernen, die bereits stärker finanzpolitische Instrumente nutzen, um den CO2-Ausstoß von Pkw zu mindern. Dazu gehören beispielsweise einmalige Prämienzahlungen für die Anschaffung emissionsarmer Fahrzeuge wie in Frankreich oder Zulassungssteuern für Benzin- und Dieselfahrzeuge mit hohen Kraftstoffverbräuchen wie in den Niederlanden. Die deutsche Finanzpolitik betritt im europäischen Vergleich „kein Neuland, würde sie das Steuerrecht verstärkt in den Dienst des Klimaschutzes stellen“, heißt es in einer am 05.12.2018 veröffentlichten Studie des Berliner Think Tank Agora Verkehrswende. weiterlesen…

„Der Klimawandel ist schneller als wir, und wir müssen eher früher als später aufholen, bevor es zu spät ist. Für viele, Menschen, Regionen, sogar Länder, ist dies bereits eine Frage von Leben und Tod.“
(UN-Generalsekretär Antonio Guterres in seiner Eröffnungsrede der COP24 am 03.12.2018)

Randnotiz

Es lebe der Verbrenner!
Die Wochenzeitung Die ZEIT beschäftigte sich mit dem frommen Wunsch der Wolfsburger Dieselbetrüger („Wir schaffen es noch einmal, den Automarkt zu revolutionieren“, so der neue VW-E-Mob-Boss Thomas Ulbrich kürzlich unfreiwillig komisch) irgendwann (etwa 2026 soll die letzte Verbrenner-Produktionsstraße in Betrieb gehen…) nur noch E-Autos zusammen zu schrauben und zwar ohne jeden CO2-Fußabdruck. Die besten Minister seien immer die ehemaligen Minister, pflegt Ex-Minister Klaus Töpfer gern zu scherzen, in diesem Fall trifft das auf Sigmar Gabriel zu: Der sagte in Wolfsburg, es hätte die VW-Pläne schon vor 20 Jahren gebraucht. Die Autoindustrie habe das aber selbst verhindert (von Beifall war in den Autogipfel-Berichten nichts zu lesen). NGOs feiern das Ende des Verbrenners, nicht zur Kenntnis nehmend, dass das Ableben des Zerknalltreibers (vulgo Selbstzünders) gar nicht nötig ist. Treibstoffe wie Oxymethylenether (kurz: OME) oder n-Octanol aus Wasser, Wind und Kohlendioxid, in den klassischen Verbrenner gegeben, treiben ihr Vehikel nahezu rückstandsfrei an. Längst müsste sich bis an den Harzabhang herumgesprochen haben, dass die Elektro-Kutschen zwar keinen Auspuff haben, diesen aber (zumindest derzeit noch) zu großen Teilen ins Kohlekraftwerk verlagern. Dass Batterien kaum recycling-fähig sind, steht auf einem ganz anderen Blatt, auf einem dritten die problematische Herkunft der Inhaltsstoffe (Menschenrechte!). E-Mobilität ist eine Übergangstechnik – nichts weiter. (Auch deshalb, weil schwere Baumaschinen, Lkw und oder Großraumflugzeuge nicht mit Strom betrieben werden können.) Aber wir einstige Klimamusterknaben laufen, wie soeben in Katowice wieder zu beobachten, schon wieder hinter der Blechmusik her – peinlich – lächerlich. Weil die angeblich so mächtige Autolobby („Arbeitsplätze!“, Arbeitsplätze!“) die hasenfüßigen Politiker wie Karnickel (wie passend!) vor der Schlange hypnotisiert. Es fehlt nicht am Wissen, es fehlt am Tun. Und an Mut.
-Gerhard Hofmann- weiterlesen…

VW sattelt um auf E-Mobility (in ferner Zukunft)

Letzte Produktionsstraße soll 2026 in Betrieb gehen…

Bald nur noch CO2-neutrale Fahrzeuge will die Volkswagen AG herstellen; ihr Strategiechef Michael Jost („willkommen im Strategie-Haus„) sagte am 04.12.2018 beim beim Handelsblatt-Autogipfel in Wolfsburg nur noch nicht, wann genau denn der letzte Verbrennungsmotor vom Band laufen soll. Der neue Ressortleiter E-Mobilität, Thomas Ulbrich, will es aber laut Handelsblatt „noch einmal schaffen, den Automarkt revolutionieren“. 2025 will VW allein in Deutschland eine Million E-Autos im Jahr herstellen – ein Fünftel der gesamten heutigen deutschen Pkw-Produktion. weiterlesen…

IASS-Modell eines Zukunftsfonds

Mehr Investitionen in klimaverträgliche Infrastruktur und nachhaltige Unternehmen

Die internationale Gemeinschaft hat im Pariser Klimaabkommen von COP21 beschlossen, die von Menschen verursachte Erderwärmung auf deutlich unter 2 Grad im Vergleich zu vorindustriellen Werten zu begrenzen. Im Rahmen der UN-Klimakonferenz COP24 in Katowice wird es in den kommenden zwei Wochen darum gehen, auf welchen Wegen dieses Ziel erreicht werden kann. Das Potsdamer Institut für nachhaltige Transformationsforschung legte jetzt den Entwurf eines Zukunftsfonds vor. weiterlesen…

Klempnern am Klima

Für und Wider Climate Engineering

Trockenheit, Waldbrände, Megastürme: Angesichts der Wetterextreme des Jahres 2018 wächst weltweit die Sorge, dass der Klimawandel ohne drastische Schritte wie das sogenannte Climate Engineering kaum noch aufzuhalten ist. Aber: Lässt sich die Erde wirklich künstlich kühlen? Ein Beitrag aus der neuen Ausgabe der Helmholtz Perspektiven. weiterlesen…

Shell koppelt Boni an CO2-Emissionen

Kritische Aktionäre noch zurückhaltend

Royal Dutch Shell will den CO2-Ausstoß seiner Energieprodukte verringern und knüpft Manager-Gehälter und Boni an bestimmte Nachhaltigkeits-Vorgaben. Wie der Ölmulti mitteilte, werde ab 2020 bis 2050 jährlich ein Zielwert für drei oder fünf Jahre festgesetzt. Über die Maßnahmen soll die Hauptversammlung 2020 entscheiden. Ein Nachhaltigkeitsbericht soll die Ergebnisse dokumentieren. Das anglo-niederländische Unternehmen hat den Schritt auf Druck der Investoren unter der Leitung des Vermögensverwalters Robeco und des Church of England Pensions Board getan. Die Unternehmen sagten, dass sie „der Klimawandel als eines der größten systemischen Risiken der heutigen Gesellschaft“ betrachteten. weiterlesen…

„Bemerkungen des Generalsekretärs“

Rede von Antonio Guterres zur COP24-Eröffnung im Wortlaut

„Bemerkungen des Generalsekretärs zur Eröffnung der COP 24“ – diese schlichte Überschrift trug die Rede von UN-Generalsekretär Antonio Guterres zur Eröffnung der Klimakonferenz COP24 in Katovice. Solarify hält sie dennoch für ein zeitgeschichtliches Dokument. Daher wird sie im Folgenden aus dem Englischen übersetzt und dokumentiert. weiterlesen…

Die „vier Dinge“ des Antonio Guterres

Feierliche Eröffnung der COP24 in Katovice

Vier Dinge wollte der Chef der Vereinten Nationen die Staats- und Regierungschefs der Welt bei der Eröffnung der entscheidenden COP24-Klimakonferenz wissen lassen. António Guterres sprach bei der Eröffnung der Kattowitzer UN-Klimakonferenz COP24 am 03.12.2018. Solarify übersetzte die UN-Medienmitteilung aus dem Englischen und dokumentiert sie. weiterlesen…