Flächenpotenziale für Wind-Onshore aktualisiert

Ausreichend Raum vorhanden

Eine Fraunhofer-Untersuchung zur Ermittlung der Flächenpotenziale für die Windenergienutzung an Land von 2011 ist laut einer BWE-Medienmitteilung vom 11.05.2022 aktualisiert worden. Gemeinsam zeigen darin das Fraunhofer IEE, das Umweltplanungsbüro bosch&partner und der Bundesverband WindEnergie BWE e.V. anhand einer bundesweiten Raumbewertung auf, dass in allen 16 Bundesländern bei konsequenter Ausweisung ausreichend Flächen verfügbar sind, um das Mindestziel von 2 Prozent der Bundesfläche für die Windenergie zu erreichen. weiterlesen…

Wert begrünter Dächer

Kosten für Stadtbewohner lohnen sich

Begrünte Dächer, auch als Dachgärten oder Ökodächer bekannt, bestehen in der Regel aus einer Schicht von Pflanzen, die in der Erde auf dem Dach wachsen, sowie aus Material zur Abdichtung, strukturellen Unterstützung und Isolierung. Eine neue inLandscape and Urban Planning open access publizierte Untersuchung des Reed College in Zusammenarbeit mit der University of Illinois (U of I) und der Portland State University untersuchte laut einer Medienmitteilung vom 03.05.2022 die Vorteile begrünter Dächer und die Frage, wie viel die Einwohner von Portland bereit sind zu zahlen, um die Zahl der begrünten Dächer in der Stadt zu erhöhen. Ein Beispiel für viele andere Städte. weiterlesen…

Mehr Raum für Flüsse

Hochwasserschutz mit Mehrfachnutzen

Ökologischer Hochwasserschutz – der Auen wiederherstellt – ist sinnvoll, technisch möglich und wirtschaftlich effizient. Und doch wird dieser Ansatz weltweit noch nicht konsequent umgesetzt, weil die administrativen und rechtlichen Hürden hoch sind. Das zeigt eine in Frontiers in Environmental Science open access veröffentlichte Untersuchung von Wissenschaftlern des Leibniz-Instituts für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB), die gemeinsam mit anderen Forschungseinrichtungen vier Projekte zur Renaturierung von Flussauen in Deutschland und den USA analysiert haben. Die Forschenden empfehlen Politik und Behörden daher, dem ökologischen Hochwasserschutz Vorrang zu geben und die nötigen Flächen verfügbar zu machen. So ließen sich auch nationale und europäische Umweltziele besser erreichen. weiterlesen…

Mit Mikroorganismen Klimawandel stoppen

DFG verlängert Schwerpunktprogramm SPP 2170 „InterZell“

mit die Klimaerwärmung. Sogar mikroskopisch kleine Organismen können dazu beitragen, indem sie CO2 als Biomasse binden. Damit die Winzlinge optimale Bedingungen vorfinden und trotz ihrer minimalen Größe viel Biomasse bilden, fördert die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) einer Medienmitteilung vom 10.05.2022 zufolge Forschende der Universität Stuttgart, der Technischen Universitäten Hamburg (TUHH) und München (TUM) sowie weiterer Forschungseinrichtungen im Schwerpunktprogramm „InterZell“ für weitere drei Jahre, um Scale-up und Prozessoptimierung zu untersuchen. weiterlesen…

Wettlauf gegen möglichen Gas-Lieferstopp

Eine Expertenanhörung im Bundestag

Die ökonomischen Auswirkungen des Ukraine-Kriegs auf die Energieversorgung in Deutschland sind am Montagnachmittag Thema einer öffentlichen Anhörung im Ausschuss für Klimaschutz und Energie gewesen. Der parlamentseigene Pressedienst heute im bundestag berichtete. Die Mehrheit der insgesamt 13 Sachverständigen habe vor einem Gas-Embargo gewarnt und auf die drastischen Folgen verwiesen, die vor allem eine „schockartige Unterbrechung von russischen Gaslieferungen“ hätte. Wirtschaft und private Verbraucher müssten sich auch ohne Lieferunterbrechungen auf weiter steigende Energiepreise einstellen. weiterlesen…

2015 nahe Null – jetzt 50 Prozent Risiko

WMO-Bericht: Erderwärmung über 1,5 Grad in fünf Jahren möglich

Mit einem Risiko von 50 Prozent Wahrscheinlichkeit wird die Erderwärmung dem Bericht „Global Annual to Decadal Climate Update“ (Globale jährliche bis jahrzehntbezogene Aktualisierung des Klimas) der Weltorganisation für Meteorologie (WMO) zufolge die Schwelle von 1,5 Grad Celsius möglicherweise schon in 5 Jahren überschreiten – zumindest zeitweise. 2015 lag diese Wahrscheinlichkeit noch nahe Null. weiterlesen…

OLG Hamm weist Infraschall-Klagen ab

Behauptung gesundheitlicher Beeinträchtigungen nicht belegt

Der 24. Zivilsenat des Oberlandesgerichts Hamm hat mit am 06.05.2022 verkündeten Urteilen zwei Klagen abgewiesen. Zwei Kläger aus Horn-Bad Meinberg und Borchen hatten von Windenergieanlagen-Betreibern Schadensersatz wegen der Beeinträchtigung ihrer Grundstücke durch sogenannten Infraschall (Schall unterhalb des hörbaren Bereiches) verlangt. Die Kläger sind Eigentümer von selbst genutzten Wohngrundstücken in einer Entfernung von knapp unter bzw. knapp über zwei Kilometern Entfernung von Windenergieanlagen. Sie haben ihr Schadensersatzbegehren mit der Behauptung gesundheitlicher Beeinträchtigungen durch Infraschall begründet. weiterlesen…

Klimawandel verstärkt weltweites Insektensterben

63 % Rückgang auf gestresstem Ackerland – neue Forschungsergebnisse

Die Welt steht vor einem verheerenden „versteckten“ Rückgang von Insektenarten, der auf die doppelte Bedrohung durch den Klimawandel und den Verlust von Lebensräumen zurückzuführen ist. Das UCL (University College London) Centre for Biodiversity & Environment Research hat eine der bisher umfangreichsten Untersuchungen des weltweiten Insektenrückgangs durchgeführt und dabei eine dreiviertel Million Proben von rund 6.000 Standorten ausgewertet. Eine am 20.04.2022 in Nature veröffentlichte entsprechende Untersuchung kommt zu dem Ergebnis, dass auf klimatisch belasteten landwirtschaftlichen Flächen im Durchschnitt nur die Hälfte der Insekten und 25 % weniger Insektenarten vorkommen als in natürlichen Lebensräumen. weiterlesen…

Moorpflanzen sind die besten CO2-Speicher

Pflanzenwachstum und Kohlenstoffablagerung stimulieren einander im Boden

Feuchtgebiete speichern etwa fünfmal mehr Kohlenstoff als Wälder und 500mal mehr als Ozeane. In diesen Ökosystemen stimulieren einander Pflanzenwachstum und Kohlenstoffablagerung im Boden. Schutz und Restaurierung solcher Feuchtgebiete können dem Menschen helfen, angesichts der Klimakrise die CO2-Konzentration in der Atmosphäre zu reduzieren. Das ist eines der Ergebnisse einer Untersuchung, die jetzt (Mai 2022) in Science veröffentlicht wurden. Das internationale Autoren-Team mit Beteiligung des Greifswalder Moorforschers Prof. Hans Joosten stellte fest: wir schaffen es immer besser, diese Ökosysteme zu managen und zu restaurieren. (Foto: Hochmoor in der Region Archangelsk – © Michael Succow/Uni Greifswald) weiterlesen…

Freispruch im Südtiroler Pestizidprozess

SLAPP nach zwei Jahren abgeschmettert

Der sechste Verhandlungstag im Südtiroler Pestizidprozess brachte am 06.05.2022 das lang erwartete Urteil: Das Landesgericht Bozen hat Karl Bär vom Münchner Umweltinstitut von allen Vorwürfen freigesprochen. „So endet die Klage mit einem wegweisenden Sieg für die Informations- und Meinungsfreiheit“. Man könne es „selbst noch kaum glauben: Nach zwei Jahren ist der Südtiroler Pestizidprozess Geschichte!“ so eine Medienmitteilung des Öko-Instituts. weiterlesen…