Vom Flachdach zum „Kraftdach“

Kombination aus PV, Wärme­pumpen und Eisspeicher

Das Unternehmen Kraftwerk Solutions aus Siegburg und seine Partner kombinieren Photovoltaik, Luftabsorber, Wärme­pumpen und Eisspeicher. Damit versorgen sie nicht nur die Betriebe mit Solarstrom, sondern liefern eine CO2-freie Heizung und Kühlung von Gewerbehallen. Dafür hat die pv magazine-Highlight-Jury das Prädikat „top innovation“ vergeben, berichtet Cornelia Lichner auf pv magazine am 06.05.2022. weiterlesen…

Süße Oa­sen im Meer

Un­ter See­gras­wie­sen liegen Unmengen Zu­cker

Die Weltmeere sind immer noch kaum erforscht. Einem bisher unbekannten Phänomen sind Forscher vom Max-Planck-Institut für Marine Mikrobiologie in Bremen (MPI Bremen) laut einer Medienmitteilung vom 02.05.2022 auf den Grund gegangen: Im Ozeanboden lagern enorme, von Seegräsern abgegebene, bisher unentdeckte Vorräte an Zucker, hauptsächlich in Form von Saccharose. Das wirft ein neu­es Licht dar­auf, wie Pflan­zen Koh­len­stoff im Oze­an spei­chern und könnte auch eine Bedeutung für den Klimawandel haben. (Foto: Üppige Seegraswiesen von Posidonia oceanica im Mittelmeer – © HYDRA Marine Sciences GmbH) weiterlesen…

Forderungen zur Stärkung von Mieterstrom

Brief an MdB: Energiewende braucht mehr soziale Balance durch direkte Beteiligung

Green Planet Energy (Stromversorger von Greenpeace) mahnt Verbesserungen in der bevorstehenden EEG-Reform an – insbesondere bei der Stärkung von Mieterstrommodellen. Einen entsprechenden Forderungskatalog hat der Ökoenergieanbieter am 02.05.2022 an die zuständigen Abgeordneten des Bundestags verschickt, die über das Reformpaket aktuell beraten. „Die Energiewende braucht mehr soziale Balance. Möglichst viele Menschen sollten direkt beteiligt werden und auch finanziell stärker profitieren. Das stärkt die Akzeptanz für den schnellen Ausbau der Erneuerbaren“, sagte GPE-Politikreferent Maximilian Weiß. weiterlesen…

Biosprit umstritten

Schulze: Hungersnot droht

Biokraftstoffe sollen CO2-Emissionen verringern helfen, sind aber spätestens nach dem Preisanstieg infolge des Ukraine-Kriegs wieder umstritten. Entwicklungsministerin Svenja Schulze warnt vor fatalen Konsequenzen und hat ein Ende der Nutzung von Nahrungs- und Futtermittelpflanzen für die Produktion von Biokraftstoffen gefordert. Grund sei der dramatische Anstieg der Lebensmittelpreise weltweit, unter anderem durch den Krieg in der Ukraine, sagte Schulze in einem Interview: „Uns droht die größte Hungersnot seit dem Zweiten Weltkrieg mit Millionen Toten.“ Ihre Schlussfolgerung sagte sie einer Boulevardzeitung: Weizen, Palmöl, Raps oder Mais dürften nicht mehr zur Spritproduktion eingesetzt werden. Die Branchenvereinigungen Biokraftstoffverband und UFOP machen dagegen mobil. weiterlesen…

Wachsende Relevanz von Speichern

Regierung zur Netzentgeltsystematik bei Stromspeichern

Mit steigendem Anteil an Stromerzeugung aus fluktuierenden Quellen wie Wind und Sonne steigt der Bedarf an Flexibilität durch andere Erzeuger und auf Verbrauchsseite an einem stabilen und effizienten Systembetrieb, schreibt der parlamentseigene Pressedienst heute im bundestag am 05.05.2022 über einen Bericht der Bundesregierung (20/1653) zum Thema. Zu den wesentlichen Flexibilitätsoptionen zählen Speicher; insbesondere die vorhandenen Pumpspeicherkraftwerke (PSW) verfügen aktuell über eine erhebliche Kapazität. Zugleich wächst die Relevanz der Speicher im Systembetrieb durch den Zuwachs von „neuen“ Verbrauchern wie Heimspeicher, Elektromobilen und Wärmepumpen. weiterlesen…

Bioenergie möglicherweise klimaschädlich

Regierung: Mittelbare Emissionen möglich

Die Nutzung von Bioenergie kann – so der parlamentseigene Pressedienst heute im bundestag – mittelbar Treibhausgasemissionen verursachen und ökologisch wertvolle Gebiete gefährden, schreibt die Bundesregierung in ihrem Bericht (18/13299) zur Steuerbegünstigung für Biokraftstoffe. Darin heißt es, es könne nicht ausgeschlossen werden, dass Biomasse für energetische Zwecke auf Flächen produziert werde, die vorher zur Produktion von Biomasse für andere Zwecke (zum Beispiel Lebens- oder Futtermittel) genutzt worden seien. Die Produktion dieser Lebens- oder Futtermittel könne infolgedessen zumindest teilweise in Gebiete mit hohem Kohlenstoffbestand wie Wälder oder Moore verdrängt werden. weiterlesen…

Nach der Flut ist vor der Flut

Universität Potsdam am BMBF-Projekt zu Wasser-Extremereignissen beteiligt

Extremereignisse wie Dürre, Starkregen und Sturzfluten haben in Deutschland in den vergangenen Jahren stark zugenommen. Um das Risikomanagement bei extremen Niederschlägen, großflächigen Überschwemmungen oder lange anhaltenden Dürreperioden zu verbessern, fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) Forschungsverbünde mit der Maßnahme „WaX – Wasser-Extremereignisse“. Das Institut für Umweltwissenschaften und Geographie der Universität Potsdam ist mit dem Verbundvorhaben „Inno_MAUS“ sowie mit dem Vernetzungsvorhaben „Aqua-X-Net“ dabei. Die WaX-Auftaktveranstaltung findet heute und morgen in Bonn statt. (Foto: Hochwasser am Rhein bei Wiesbaden – © Franziska Vogt) weiterlesen…

Krisenanfälligkeit der Menschheit bedrohlich, aber beherrschbar

Folge bestehender Kontextbedingungen globaler Wirtschaft und nicht nachhaltiger Lebensformen

Klimaerwärmung, Pandemien und Migrationswellen sind Herausforderungen der jüngeren Geschichte, die immer öfter ineinandergreifen und sich gegenseitig verstärken. Ein Team von Wissenschaftlern rund um IASS-Direktor Ortwin Renn hat sich mit Auslösern und Folgen von einander überschneidenden Krisen (Polycrises) befasst. Sie untersuchten, was das Zusammenwirken von krisenauslösenden Ereignissen begünstigt, wie dies verhindert oder abgemildert werden kann, entwickelten einen analytischen Rahmen, mit dem komplexe und zusammenhängende Krisen identifizierbar werden, und veröffentlichten ihn am 02.05.2022. weiterlesen…

Fünf Thesen zum Ausbau der Windenergie

Handlungsempfehlungen für Entscheider in Politik und Verwaltung veröffentlicht

Deutschland bemüht sich um Klimaneutralität, doch vor allem der Ausbau der Windenergie an Land kommt nur stockend voran. Warum? – Wissenschaftler der Nachwuchsforschungsgruppe Multiple Umweltwirkungen Erneuerbarer Energien (MultiplEE) der Universität Leipzig haben gerade gemeinsam mit Kollegen des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung (UFZ) Leipzig einen Policy Brief zu dieser Thematik verfasst, in dem sie der Bundesregierung Handlungsempfehlungen für den angestrebten Ausbau der Windenergie geben und die aktuellen Lösungsvorschläge dazu wissenschaftlich einordnen. weiterlesen…

Deutscher Satellit will Beitrag zum Klimaschutz leisten

Umweltmission EnMAP: Fraunhofer IOF lieferte Spiegel für ersten deutschen Hyperspektralsatelliten

Am 01.04.2022 ist EnMAP, der erste in Deutschland entwickelte und gebaute Hyperspektralsatellit, vom Gelände der Cape Canaveral Space Force Station in Florida aus mit einer SpaceX Rakete Falcon 9 erfolgreich ins Weltall gestartet. Er soll künftig unsere Umwelt analysieren und damit nicht nur Folgen des Klimawandels, sondern auch potenzielle Naturgefahren sichtbar machen. Insgesamt elf Spiegel sowie diverse optische Schichten für Teleskop- und Spektrometer-Optiken wurden dafür am Fraunhofer-Institut für Angewandte Optik und Feinmechanik IOF in Jena hergestellt. Einen Monat nach dem Start liegen nun die ersten Aufnahmen aus dem All vor. (Bild: EnMAP-Beobachtung: Chlorophyll-Konzentration im Bosporus – © DLR (CC BY-NC-ND 3.0)) weiterlesen…