„REPowerEU“

Gemeinsames europäisches Vorgehen für erschwinglichere, sichere und nachhaltige Energie

Angesichts der russischen Invasion der Ukraine hat die Europäische Kommission am 08.03.2022 den Entwurf eines Plans vorgestellt, mit dem Europa deutlich vor 2030 von fossilen Brennstoffen aus Russland, zunächst von Gas, unabhängig werden soll. Dieser Plan enthält auch eine Reihe von Maßnahmen als Reaktion auf die steigenden Energiepreise in Europa und zur Wiederauffüllung der Gasvorräte für den nächsten Winter. Europa ist zwar schon seit mehreren Monaten mit einem Anstieg der Energiepreise konfrontiert, das Problem wird jetzt aber durch die unsichere Versorgung verschärft. Durch REPowerEU sollen die Gasversorgung diversifiziert und die Einführung von Gas aus erneuerbaren Quellen für Heizung und Stromerzeugung beschleunigt werden. Dadurch kann die Nachfrage der EU nach russischem Gas vor Ende des Jahres um zwei Drittel verringert werden. weiterlesen…

Pufferspeicher für „grüne“ Energie

Einfacher Aufbau macht Alkalimetall-Iod-Batterie wettbewerbsfähig

Ein unscheinbarer Stahlzylinder – rund sieben Zentimeter im Durchmesser und zehn Zentimeter hoch – könnte der Energiewende einen dringend benötigten Schub verleihen. Denn die Flüssigmetall-Batterie, die Juhan Lee und sein Team laut einer Medienmitteilung vom 03.03.2022 am Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) entwickelt haben, glänzt vor allem durch ihren einfachen und kostengünstigen Aufbau. Die Jury des HZDR-Innovationswettbewerbs zeigte sich zudem beeindruckt, dass sich die Batterie am Ende ihrer Lebenszeit gut recyceln lässt. (Grafik: Flüssigmetallbatterie – © HZDR/blaurock markenkommunikation) weiterlesen…

Ein Sieb für Moleküle

Alternativmaterial zu Graphen

Lange haben Forschende versucht, das aus Kohlenstoff bestehende Graphen als eine Art Sieb zu nutzen. Aber es hat keine Poren. Nun hat ein Team ein Alternativmaterial gefunden, das die Löcher von alleine mitbringt. Forschenden aus Bielefeld, Bochum und Yale ist es gelungen, eine Schicht aus zweidimensionalem Siliziumdioxid herzustellen. Diese kann wie ein Sieb für Moleküle und Ionen genutzt werden. Den Herstellungsprozess beschreibt das Team in Nano Letters, online veröffentlicht am 19.01.2022. Für die Arbeiten kooperierten die Teams um Petr Dementyev von der Universität Bielefeld, Prof. Anjana Devi von der Ruhr-Universität Bochum und Prof. Eric Altman von der Yale University. (Grafik: Zweidimensionales Siliziumdioxid mit Poren, es wirkt daher wie ein Sieb für Moleküle – © RUB, AG Chemie Anorganischer Materialien) weiterlesen…

Grüner Wasserstoff aus Bananenschalen

Neues Blitzlicht-Verfahren

Zwar war schon zuvor bekannt, dass sich aus Biomasse auch Wasserstoff, Methan und Biokohle gewinnen lässt, allerdings waren die bisher bekannten Verfahren sehr aufwändig. Mit dem neuen Verfahren lässt sichaus 1 Kilogramm Bananenschale 100 Liter Wasserstoff gewinnen, wie ein Forscherteam der EPFL nun zeigt – ein Artikel am 02.03.2022 von Marian Willuhn auf pv magazine. (Foto: Bananenschale – © Alexas_Fotos, pixabay.com) weiterlesen…

Schneller Markthochlauf von Wasserstoff ohne EEG-Umlage?

Kommentar von Nicole Weinhold

Die Abschaffung der EEG-Umlage schon im Juli 2022 wird von vielen Branchenvertretern begrüßt. Gleichzeitig wird gehofft, dass ein Sozialausgleich für finanziell schlechter gestellte Haushalte geschaffen wird, während innovative Technologien weiter unterstützt werden. Wird mit Abschaffung der EEG-Umlage wirklich ein gutes Ausgleichsinstrument gegen hohe Strompreise geschaffen? Nicole Weinhold, Chefredakteurin von Erneuerbare Energien, am 04.03.2022 weiterlesen…

UN-Umweltkonferenz mit Signal für Multilateralismus

Lemke: Versammlung fasst historische Beschlüsse

Bundesumweltministerin Steffi Lemke zog am 04.03.2022 ein Fazit ihrer Reise zur Weltumweltkonferenz UNEA in Nairobi: Obwohl die UNEA vom völkerrechtswidrigen Krieg Russlands gegen die Ukraine überschattet gewesen sei, seien gute Ergebnisse erzielt worden. Lemke, vom 01. bis 05.03. vor Ort in Kenias Hauptstadt, lobte die fünfte UNEA-Sitzung als großen Erfolg – und als wichtiges Signal für die Stärke der internationalen Staatengemeinschaft – in Nairobi seien wegweisende Initiativen für den weltweiten Umweltschutz beschlossen worden, etwa ein Mandat für ein rechtlich verbindliches UN-Abkommen gegen die Plastikvermüllung von Umwelt und Meeren. (Foto: Benjamin von Wong: Müllplastik in Nairobi – „Turn off the Plastic-Tap“ – © UNEP/Ahmed Nayim Yussuf/Pnuma) weiterlesen…

Regierung will 200 Milliarden in Klimaschutz investieren

Einigung zwischen Habeck und Lindner

Damit wollen Wirtschafts- und Finanzminister Deutschland von Öl- und Gasimporten unabhängiger machen, vor allem angesichts des Krieges in der Ukraine. Am 06.03.2022 wurde die Übereinkunft öffentlich. Das Doppelte wie der Bundeswehr (100 Milliarden) steht im kommenden Haushalt für den Klimaschutz bereit, allerdings bis 2026 – auf vier Jahre verteilt. Linder nannte den Betrag im Bericht aus Berlin: „Ich gehe davon aus, dass wir bis 2026 etwa 200 Milliarden Euro für Klimaschutz, Ladeinfrastruktur, Wasserstofftechnologie, die Modernisierung der Industrie, auch die Abschaffung der EEG-Umlage, um die Menschen zu entlasten, vorsehen werden“. Knapp die Hälfte davon, etwa 90 Milliarden Euro, sollen in den Klima- und Transformationsfonds (KTF) fließen, so Regierungskreise. „Offenkundig der Reiz der großen Zahl“, stellte die FAZ lakonisch fest. weiterlesen…

Mikroplastik im Meer: Volles Ausmaß noch immer nicht absehbar

Runder Tisch Meeresmüll: Neues Themenpapier

Anlässlich der 5. UNEA-Konferenz in Nairobi, die am 02.03.2022 zu Ende ging und auf der eine Resolution zur Aufnahme der Verhandlungen für eine globale Plastikkonvention verabschiedet wurde, fordert der „Runde Tisch Meeresmüll“ eine schnelle Reduktion des Eintrags von Mikroplastik in Nord- und Ostsee. In einem aktuellen Themenpapier unter Federführung des Fraunhofer UMSICHT zeigt der Runde Tisch zahlreiche Möglichkeiten auf, wie weniger Mikroplastik ins Meer gelangen kann. Dazu gehört, den Reifenabrieb zu verringern, emissionsärmere Textilien zu entwickeln beziehungsweise diese vorzuwaschen oder schärfere Vorschriften auf Baustellen für Dämmstoffe. Plastik im Meer ist eines der drängendsten Probleme auch für Nord- und Ostsee – so eine gemeinsame Medienmitteilung von Umweltbundesamt und Fraunhofer UMSICHT vom 02.03.2022. weiterlesen…

Gebäudewärme bis 2035 vollständig erneuerbar möglich

Greenpeace-Untersuchung des Wuppertal-Instituts zeigt Politikmix auf

Die Rufe nach Unabhängigkeit vom Gas werden angesichts der Sicherheitslage in Europa und der enormen Preissteigerung fossiler Brennstoffe immer lauter. Eine von Greenpeace in Auftrag gegebene Studie des Wuppertal Instituts zeigt nun, dass eine vollständige Abkehr von fossilen Brennstoffen in diesem Sektor bereits in 13 Jahren möglichen wäre. Haushalte würden dabei sogar noch Kosten sparen, schreibt Marian Willuhn am 03.03.2022 auf pv magazine. weiterlesen…

Errichtung eines LNG-Terminals in Brunsbüttel

Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW), Gasunie und RWE unterzeichnen MoU

Am 05.03.2022 haben die Kreditanstalt für Wiederaufbau (im Auftrag der deutschen Bundesregierung), Gasunie (zu 100 % in niederländischem Staatsbesitz) und RWE ein Memorandum of Understanding (MoU) zur gemeinsamen Errichtung eines Terminals für den Import von Flüssigerdgas (LNG) am Standort Brunsbüttel unterzeichnet. Die KfW wird über eine finanzielle Einlage für die Bundesregierung einen Anteil von 50 % am LNG-Terminal übernehmen. Betreiberin des LNG-Terminals wird Gasunie. weiterlesen…