Wirkungsgrad-Prognose von Solarzellen mit Terahertz- und Mikrowellenspektroskopie

Untersuchung mit 15 Forschungseinrichtungen

Viele unterschiedliche Halbleitermaterialien kommen für Solarzellen in Frage. In den letzten Jahren haben insbesondere die Perowskit-Halbleiter Aufsehen erregt, die sowohl preiswert als auch leicht zu verarbeiten sind und hohe Wirkungsgrade ermöglichen. Nun zeigt eine Untersuchung des Helmholtz-Zentrum Berlin für Materialien und Energie mit 15 Forschungseinrichtungen, wie sich mit Terahertz- (TRTS) und Mikrowellen-Spektroskopie (TRMC) zuverlässig Mobilität und Lebensdauer der Ladungsträger ermitteln lassen. Aus diesen Messdaten ist es möglich, den potenziellen Wirkungsgrad der Solarzelle vorherzusagen und die Verluste in der fertigen Zelle einzuordnen. weiterlesen…

Verbindung zwischen Putin und Klimawandel

Putins Krieg auf vielfältige Weise mit Klimakrise verbunden

Nach sechs Jahren Arbeit hat der Weltklimarat IPCC am 28.02.2022 den zweiten Teil des sechsten Sachstandsberichts publiziert, der ein klares Bild von den Auswirkungen des Klimawandels zeichnet. Aufgrund des russischen Überfalls in der Ukraine wird der Bericht jedoch kaum die Aufmerksamkeit erhalten, die er eigentlich verdient – so Karl Mathiesen am 28.02.2022 in Politico. Der IPCC führe soeben – unbeabsichtigt – ein Experiment durch: Jede verursachte Unordnung verbünde sich mit dem Klimawandel und beeinträchtige unsere Fähigkeit, auf beides zu reagieren. Solarify mit Auschnitten. (Foto: Tauender Permafrostboden – Foto © Florence D. auf Pixabay) weiterlesen…

MPG ruft zum Frieden auf

Nobelpreisträger gegen Ukraine-Krieg

Mehr als 100 Nobelpreisträgerinnen und Nobelpreisträger verschiedenster Disziplinen, darunter neun aus Deutschland,  haben angesichts des von russischem Boden ausgehenden Krieges in der Ukraine am 28.02.2022 zum Frieden aufgerufen. Dazu haben sie eine Deklaration unter­zeichnet, die von der Max-Planck-Gesellschaft initiiert wurde und die von den Lindauer Nobelpreisträgertagungen unterstützt wird. Der Aufruf liegt auch in einer englischen, ukrainischen und russischen Sprachversion vor. Außerdem haben Max-Planck-Präsident Stratmann und die Allianz der Wissenschaftsorganisationen ihre Solidarität mit der Ukraine bekundet. (Abbildung: Zitat aus der Mainauer Deklaration von 1955 – © Max-Planck-Gesellschaft) weiterlesen…

IEA: Zehn-Punkte-Plan für Unabhängigkeit von russischen Gasimporten

Reduktion um ein Drittel innerhalb eines Jahres

Die Internationale Energieagentur IEA hat am 04.03.2022 einen Zehn-Punkte-Plan zu Reduzierung der Gasimporte aus Russland innerhalb eines Jahres um ein Drittel veröffentlicht. Russland nutze seine Gasressourcen als „wirtschaftliche und politische Waffe“, kritisierte IEA-Direktor Fatih Birol anlässlich der Vorstellung des Plans. Die Abhängigkeit Europas von russischem Gas sei substanziell, so die IEA: 140 Milliarden Kubikmeter Gas habe Russland 2021 per Pipeline nach Europa geliefert, weitere 15 Mrd. m3 in Form von verflüssigtem Erdgas (LNG). 45 Prozent der europäischen Gasimporte stammten somit aus Russland, sie machten 40 Prozent des Gasverbrauchs in Europa aus. In einzelnen europäischen Staaten sei die Abhängigkeit sogar noch größer: In Deutschland etwa stammten 2021 rund 55 Prozent des Gases aus Russland. weiterlesen…

DUH verlangt Tempo 100

Sofortmaßnahme für Klimaschutz und weniger Öl aus Russland

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) fordert Sofortmaßnahmen, um Öl, Gas und Kohle einzusparen – besonders dringend ein Tempolimit zur Öleinsparung von 100 km/h auf Autobahnen, 80 km/h außerorts und Tempo 30 innerorts für die Dauer der aktuellen Krise. Die DUH koordiniert bereits seit Jahren ein breites Bündnis aus Umwelt- und Verkehrsverbänden, Polizeigewerkschaft und Verkehrsunfall-Opferhilfe, das sich für ein generelles Tempolimit zum Schutz von Klima und Menschenleben einsetzt. Der Krieg Russlands gegen die Ukraine erhöht nun noch einmal massiv die Dringlichkeit. weiterlesen…

Industrielle Ablagerungen in der Nordsee

Hereon-Untersuchung: Umweltgesetze zeitigen Wirkung, jedoch mit großer Verzögerung

Forschende des Instituts für Umweltchemie des Küstenraumes von Helmholtz-Zentrum Hereon untersuchten in Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH), der Universität Hamburg, der Hochschule für Angewandte Wissenschaften (HAW) sowie der Universität Aachen (RWTH) die zeitliche Veränderung der Schadstoffbelastung in der Nordsee. Dabei zeigte sich einer Medienmitteilung vom 02.03.2022 zufolge: Vor allem seit den letzten 100 Jahren belastet ein mannigfaltiger Chemiecocktail die Umwelt. Sie fanden auch heraus, dass ein Rückgang der Belastung nach Verbot von Substanzen sich erst Jahrzehnte später in der Umwelt abzeichnet. Die Ergebnisse der Studie sind jetzt open access in Environmental Pollution erschienen. (Foto: Blick vom Leuchtturm Skagens auf die Landzunge Grenen, dahinter das Skagerrak, rechts das Kattegat – © Martin Olsson – Eig. Werk, CC BY-SA 3.0, commons.wikimedia.org) weiterlesen…

Industrielle Wasserstoff-Gewinnung aus erneuerbaren Energien

PEM-Elektrolyseure entwickeln

MAN Energy Solutions wird in den kommenden Jahren bis zu 500 Millionen Euro in sein Tochterunternehmen H-TEC SYSTEMS investieren, um den Wasserstoffspezialisten so schnell wie möglich zu einem Großserienhersteller für PEM-Elektrolyseure zu entwickeln. Der Augsburger Wasserstoff-Technologie-Experte H-TEC SYSTEMS will die industrielle Wasserstoff-Gewinnung aus erneuerbaren Energien vorantreiben. (Foto: PEM-Elektrolyseur 450/1400 – © HTEC-Systems) weiterlesen…

Heute noch deutlicher als vor 50 Jahren

„Die Grenzen des Wachstums“ des Club of Rome markierte Startpunkt der modernen Ökobewegung

1968 bildeten Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen aus 30 Ländern den „Club of Rome“, um die Zukunftsaussichten der Menschheit auszuloten. Am 02.03.1972 präsentierten sie die Untersuchung „Die Grenzen des Wachstums“. Viele taten den Appell zum Umdenken erst einmal als apokalyptisches Szenario, als Panikmache ab. Würdigungen von DLF, SWR und BUND. Die Prognose war bei weitem zu harmlos… weiterlesen…

2021 Marktparität von PV und Onshore-Wind

Laut enervis in fast allen europäischen Strommärkten

Das energiewirtschaftliche Beratungsunternehmen enervis hat einen Bericht zum Status Quo der Marktparität von PV und Onshore-Wind in 25 europäischen Ländern veröffentlicht. Demnach erreichten Marktwerte für PV und Wind onshore 2021 in europäischen Märkten Rekordniveau, vor allem aufgrund stark gestiegener Preise für Erdgas und CO2-Zertifikate. Als Folge wurde in fast allen europäischen Märkten Marktparität erreicht. Aktuell befinden sich mittelfristige Future-Notierungen für Erdgas, aufgrund des Ukraine-Kriegs, weiterhin auf hohem Niveau. weiterlesen…

Ukraine-Konflikt: In drei Schritten zur Unabhängigkeit von Russland

Der Ukrainekrieg ist auch Energiekrieg – Deutschland zahlt Preis für verschleppte Energiewende

Dieser Beitrag von Claudia Kleinert erschien am 27.02.2022 in der Frankfurter Rundschau und am 28.02.2022 im DIW-Newsletter.
Was für ein Horror. Das schlimmste Szenario, vor dem wir seit über einem Jahrzehnt warnen, ist eingetreten: Wir befinden uns inmitten eines Energiekriegs. Russland nutzt schon lange Gas als politische Waffe, hat mehrfach den Gashahn zugedreht, nun droht Präsident Wladimir Putin auch noch indirekt mit Atomwaffen. Mehr Beweis, dass Atom, Erdgas und Erdöl keine Friedenstechnologien sind, gibt es nicht. weiterlesen…