Worum geht es beim 6. IPCC-Bericht über Folgen, Anpassung und Verwundbarkeit?

Worauf sich die Welt vorbereiten sollte und wie wir uns an den Klimawandel anpassen müssen

Gut zwei Wochen vor Veröffentlichung des Berichts der Arbeitsgruppe II des neuen Weltklimaberichts erklärten Experten beim Pressegespräch des Deutschen Klima-Konsortiums die wissenschaftlichen Hintergründe. Sie legten auf Basis des aktuellen Forschungsstands dar, wie sehr Mensch und Natur leiden, wenn wir den Klimawandel nicht bremsen – betonten aber auch, dass wir die Risiken verringern und uns vorbereiten können. weiterlesen…

Klimakrise: Worauf sich die Welt vorbereiten sollte

Der nächste IPCC-Teilbericht zeigt, wie wir uns an den Klimawandel anpassen müssen

Das Klima wird sich weiter aufheizen, Wetterextreme werden künftig häufiger auftreten. Wie schwerwiegend die Folgen sind, hängt allerdings auch davon ab, wie gut die Welt darauf vorbereitet ist. Dazu muss man Klima, Natur und Mensch zusammen denken, zeigt der neueste Beitrag zum Sechsten IPCC-Sachstandsbericht, schreibt Christian Mihatsch auf der Internetseite der Helmholtz-Klima-Initiative. Am 28.02.2022 wird der Bericht veröffentlicht. (Foto: Überschwemmung in Marienthal, Dernau – © mit freundlicher Genehmigung HwK Koblenz) weiterlesen…

Buch: „Gärtnern im Klimawandel“

Norbert Griebl mit 100 Erderwärmungs-resistenten Pflanzen

Auch Hobbygärtner sehen im eigenen Garten die Folgen der Erderwärmung. Ein neues Buch zeigt, wie man auf das veränderte Klima reagieren kann: Gärtnermeister und Kräuterpädagoge Norbert Griebl hat eine positive Nachricht: Wir sind der Klimakrise nicht hilflos ausgeliefert. Im Gegenteil: wir können den Temperaturanstieg aktiv in die Gartengestaltung einbeziehen. Griebl habe mit seinem Buch Gärtnern im Klimawandel „einen hilfreichen Kompass zur klimatauglichen Pflanzenauswahl vorgelegt, schreibt Kerstin Schaumburg auf energy. – Das Magazin von Green Planet Energy. Auf mehr als 200 Seiten stellt er eine fundierte Pflanzenauswahl mit teils großformatigen Farbfotografien vor. weiterlesen…

Frankreich will 14 neue AKW bis 2050 bauen

Erneuerbare und Kernenergie

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron will die Atomenergie und die erneuerbaren Energien ausbauen, um „mehr dekarbonisierten Strom“ zu erzeugen. Dazu kündigte er den Bau von zunächst sechs neuen Kernreaktoren der neuen Generation an, schreibt Davide Basso am 11.02.2022 auf EURACTIV.fr.. Der Bau von acht weiteren solle geprüft werden. In Belfort erklärte er, dass der schrittweise Ausstieg aus fossilen Brennstoffen zu einer um bis zu 60 Prozent höheren Stromnachfrage als heute führen werde. Dies bedeute eine „Renaissance der Atomkraft“ in Frankreich, sagte der Präsident. Die Atomenergie stehe im Zentrum der französischen Klimaschutzpolitik, so Macron weiter (auf tagesschau.de). weiterlesen…

RWE hat marktbeherrschende Stellung

3. Marktmachtbericht zur Stromerzeugung 2021 des Bundeskartellamtes – Reaktionen

Deutschlands größter Stromerzeuger RWE hat 2021 infolge des Abschaltens erster Kohlekraftwerke sowie einer vergleichsweise niedrigen Einspeisung von Strom aus erneuerbaren Energien seine Vormachtstellung am Energiemarkt weiter gefestigt, stellte am 17.02.2022 das Bundeskartellamt in seinem dritten Marktmachtbericht fest. Allein 2020 produzierte der Essener Energiekonzern ein Viertel des deutschen Stroms. Laut Kartellamt überschreitet RWE damit als einziges EVU derzeit „die vom Bundeskartellamt verwendete Vermutungsschwelle für eine marktbeherrschende Stellung“ klar. Die Behörde hat zudem ermittelt, wer den Regelenergiemarkt dominiert. RWE jedenfalls hat seine Ergebnisprognose für 2022 deutlich erhöht. weiterlesen…

Power-to-Gas mit Biogas aussichtsreiche Perspektive

Windkraft + Elektrolyse + Biogas = Grünes Erdgas – Forschende bescheinigen dem Ansatz wirtschaftliches Potenzial

Die Brandenburgische Technische Universität Cottbus-Senftenberg (BTU) und die Hochschule Flensburg haben in einer Studie ein Power-to-Gas-Konzept für einen Erneuerbare-Energien-Standort in Nordhackstedt in Schleswig-Holstein entwickelt. Das Konzept soll den Weiterbetrieb von zwei Windrädern ermöglichen, die keine gesetzlich garantierte Stromvergütung mehr bekommen. Die Berechnungen ergaben: Wirtschaftliche Methan-Gestehungskosten sind möglich – vorausgesetzt, es erfolgen Anpassungen bei den regulatorischen Rahmenbedingungen für die Energiewende. weiterlesen…

Von der linearen zur Kreislaufwirtschaft

Auf dem Weg zur Klimaneutralität – Neustrukturierung industrieller Wertschöpfungsketten

Wie verändern sich industrielle Wertschöpfungsketten im Rahmen der Dekarbonisierung? Gemeinsam mit der Stiftung Arbeit und Umwelt der IGBCE und dem Institute for Advanced Sustainability Studies (IASS) hat die Deutsche Energie Agentur (dena) am 16.02.2022 eine Publikation veröffentlicht, die sich den Wirkzusammenhängen im Rahmen dieser Veränderungen nähert – ein Thema, das auch in der Politik künftig mehr Beachtung finden wird. (Titel: Auf dem Weg zur Klimaneutralität – Neustrukturierung industrieller Wertschöpfungsketten – © dena.de) weiterlesen…

Europas Großbanken finanzieren weiterhin Fossile

Wortbruch der Geldhäuser

Die Zahl der Länder, die sich nach der COP26 vom November in Glasgow zu einem Net-Zero-Ziel verpflichtet haben, ist laut World Resources Institute (WRI) und ClimateWatch bis zum 07.02.2022 auf 83 gestiegen: bis Ende des Jahrhunderts sollen damit fast 75 % der Welt-Emissionen entfallen. Großbritannien hat sich als Vorreiter ausdrücklich dazu verpflichtet, bis 2050 bei allen Treibhausgasen und in allen Sektoren Netto-Null-Emissionen zu erreichen. Europäische Großbanken, allen voran HSBC, Barclays, Deutsche Bank und BNP Paribas, scheint das nicht zu interessieren: Sie stellten innerhalb eines Jahres nach Vertragsabschluss großen Öl- und Gasfirmen trotz der Netto-Null-Zusagen 29 Milliarden Euro für Investitionen in neue Ölbohrungen und die Erschließung von Gasreserven zur Verfügung. Das veröffentlichte der britische Guardian über einen Bericht von ShareAction am 14.02.2022. weiterlesen…

Entlastung für Ozeane und Mülldeponien durch protein-basierte Biokunststoffe?

Fest und elastisch, aber abbaubar

Mehr als acht Millionenen Tonnen Kunststoff gelangen jedes Jahr in die Ozeane – eine ernste Gefahr für Umwelt und Gesundheit. Biokunststoffe stoßen weltweit auf wachsendes Interesse, ganz einfach, weil sie abbaubar sind. Biokunststoffe mit einem einfachen Verarbeitungsverfahren, starker mechanischer Leistung, guter Biokompatibilität und einstellbaren physikochemischen Eigenschaften zu entwickeln, ist aber nach wie vor eine Herausforderung. In einem Beitrag für Angewandte Chemie haben chinesische Forscher Strukturproteine als Bausteine eingeführt und einen einfachen, umweltfreundlichen Ansatz zur Herstellung verschiedener Kunststoffe auf Proteinbasis präsentiert. (Foto: Escherichia Coli – © Rocky Mountain Laboratories, NIAID, Gemeinfrei, commons.wikimedia.org) weiterlesen…

Wie steht es um die Kernfusion?

Ein Blick in die neuesten Presseschlagzeilen – Essay von Lars Jaeger

In den letzten Monaten hören wir von der Presse immer wieder Neuigkeiten zu einem Thema, das über Jahrzehnte durch ein langes Schweigen gekennzeichnet war. So hieß es an ein und demselben Tag (26.01.2022) in nahezu allen Pressorganen:
– „Brennendes Wasserstoffplasma im größten Laser der Welt stellt Fusionsrekorde auf“
– „Meilenstein der Kernfusion erzeugt erstmals ‚brennendes Plasma'“
– „Physiker schaffen selbstbrennendes Plasma – ein Schritt in Richtung nachhaltige Kernfusionsenergie?“
– „Wissenschaftler erreichen einen wichtigen Meilenstein bei der Nutzung der Fusionsenergie“
(Siehe auch: solarify.eu/durchbruch-in-der-traegheits-fusionsforschung)
(Grafik: Kernfusion – © oakrootpixabay.com) weiterlesen…